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Mi 1.7.2026 — 19.30 Uhr — Stiftsbibliothek St.Gallen, Barocksaal, Klosterhof 6d
Daniel Schreiber: «Liebe! Ein Aufruf»

Wie auch im vergangenen Jahr beschliesst das Literaturhaus sein Frühjahrsprogramm mit einer Veranstaltung in der Stiftsbibliothek. Diesmal zu Gast: Der Schriftsteller Daniel Schreiber. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller- und Sachbuch-Bestenliste. — Beginn: 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Begrenzte Platzzahl.

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In seinem neuen Buch zeigt Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die grössten politischen Revolutionen angestossen hat.

Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag?

«Liebe! Ein Aufruf» ist ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.

GESPRÄCH: Anya Schutzbach

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.

EINTRITT Fr. 30.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)

TICKETS über diesen Link bis 30. Juni im Ticketshop der Stiftsbibliothek

ABENDKASSE  am 1. Juli ab 17 Uhr im Museumsshop der Stiftsbibliothek.

Foto: ©Paulina Hildesheim

Di 16.6.2026 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen — Museumsstrasse 32
Judith Hermann: «Ich möchte zurückgehen in der Zeit»

In ihrem neuen Buch folgt Judith Hermann den Spuren ihres Grossvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war.

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Die Erinnerungen sind spärlich, zu seinen Lebzeiten war das Thema in der Familie tabu. Erst nach seinem Tod beginnt Judith Hermann mit ihren Recherchen dazu, welche Rolle er tatsächlich in der Nazizeit ausgeübt hat. Sie reist durch Polen, um Stationen dieser lange verleugneten Geschichte aufzusuchen. Welche Auswirkung hat das wenige Wissen und das Nicht-Darüber-Sprechen in der Familie, und wie kann darüber geschrieben werden?

Kurz darauf reist Hermann zu ihrer Schwester, nach Neapel ins italienische Frühlingslicht. In vielen Gesprächen geht sie dem Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten und welche Brüche und Beschädigungen so ein Leben mit sich bringt. Und sie zeigt, welche Schönheit sich darin verbergen kann.

Judith Hermann (*1970) wurde für ihr Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der dänische Blixen-Preis für Kurzgeschichten, der Kleist-Preis, der Friedrich-Hölderlin-Preis, der Wilhelm Raabe-Literaturpreis und der Bremer Literaturpreis.

Moderation: Luzia Stettler

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Kunstverein St.Gallen); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

RESTKARTEN evtl. an der Abendkasse ab 19 Uhr.

Begreznte Platzzahl – wir empfehlen der Vorverkauf oder eine verbindliche Reservierung über reservierung@wyborada.ch

Foto ©Andreas Reiberg

Veranstaltungstipp: Sa 13.6. bis Sa 20.6.2025 — Haus Max Burkhardt — Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon: «Natur»

Die Woche unter dem Zeltdach im Garten und im Blauen Haus startet am Samstag, 13. Juni um 11 Uhr mit Edgar Hund im Theater Edthofer Engel sowie, am Abend um 19 Uhr, mit «melodiös angereicherten Schmunzel- und Runzelversen». Wie es weiter geht entnehmen Sie dem folgenden Link:

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Zur Übersicht Programm Literaturtage Arbon 2026

Do 11.6.2026 — 19.30 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14 — Wyborada/40
Manuela Reichart: Karin Michaëlis, «Das gefährliche Alter»

Karin Michaëlis‘ «Skandalbuch» von 1910 ist vor kurzem in neuer Übersetzung erschienen – und ist die Wiederentdeckung eines Klassikers der feministischen Literatur: Mit Anfang Vierzig bricht Elsie aus ihrer Ehe aus, lässt sich scheiden und zieht in ihre weisse Villa am Meer, um die Wechseljahre in Ruhe zu überstehen.

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Karin Michaëlis war Anfang des 20. Jahrhunderts die bekannteste und erfolgreichste dänische Autorin Europas. Ihre Kinderbuchreihe «Bibi» hatte sie berühmt gemacht, «Das gefährliche Alter», ein Roman über Empfindungen und Verhaltensweisen von Frauen in den Wechseljahren, war 1910 mit einer Million verkaufter Exemplare ein Bestseller.

Die offenherzige Geschichte sorgte für einen gehörigen Skandal, die Autorin diskutierte mit wütenden Frauenrechtlerinnen ebenso wie mit Konservativen, denn weder den einen noch den anderen war das Buch recht.

Heute, da die Wechseljahre in Theater, Fernsehen, Podcasts und Büchern neue Aufmerksamkeit erfahren, lohnt sich der Blick zurück auf diesen provokanten Roman, der vor mehr als hundert Jahren die Frage stellte, wie weibliches Altern überhaupt erzählt werden darf.

«Das gefährliche Alter» ist in der neuen Übersetzung von Daniela Stilzenbach im Berliner Verlag ebersbach & simon erschienen – mit einem Nachwort der Filmemacherin und Literaturkritikerin Manuela Reichart, die auch Autorin einer Hörspielfassung des Romans ist.

Im Rahmen der dem Vereinsjubiläum «40 Jahre Wyborada» gewidmeten Veranstaltungen des Literaturhauses stellt uns Manuela Reichart Buch und Autorin vor.

In der Reihe »Die Überlesenen« kann man übrigens einen Beitrag von ihr auf radio3 vom rbb über diesen Link nachhören.

 

Karin Michaëlis (1872–1950) begann zunächst ein Klavierstudium in Kopenhagen, wo ihr Kompositionslehrer ihr literarisches Talent erkannte und sie zum Schreiben ermunterte. Sie publizierte bald Texte in Zeitschriften. Ihren literarischen Durchbruch erlebte sie 1902 mit gleich zwei Romanen: »Barnet« (Das Kind) und »Lillemor« (Das Schicksal der Ulla Fangel). International bekannt machte sie 1910 der Roman »Das gefährliche Alter«, der in etliche Sprachen übersetzt und dreimal verfilmt wurde. Nach der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten in Deutschland nahm Michaëlis Emigranten auf, darunter auch Helene Weigel und Bertolt Brecht. 1940 emigrierte sie nach Amerika, kehrte 1946 nach Dänemark zurück und starb 1950 verarmt und vergessen in Kopenhagen.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St.Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto Manuela Reichart ©Ruth Walz

Mi 3.6.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Sharon Dodua Otoo: «So, in etwa, ist es geschehen»

Eine sommerliche Autofahrt endet in einer tödlichen Eskalation. Was genau ist geschehen? – In ihrem neuen Roman lässt die englisch-ghanaisch-deutsche Autorin Sharon Dodua Otoo ein Gespräch zwischen einer schwarzen Frau und einem weissen Mann eskalieren. Sie erzählt von einer Frau, die sich gewaltsam aus alten Zuschreibungen löst und Freiheit als riskanten, aber notwendigen Akt der Selbstbehauptung erfahrbar macht.

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An der Tatsache, an der Tat gibt es nicht viel zu deuten: Amata Haller hat Heinz Brockhaus umgebracht. Am helllichten Tag. Auf offener Strasse. Hinter ihm im Auto sitzend, hat sie ihn am frühen Nachmittag des 3. Mai 2025 in Timmendorfer Strand mit einem Schal erwürgt. Und es tut ihr noch nicht einmal leid.

Das ist der Punkt, auf den „So, in etwa, ist es geschehen“ zuläuft, der zweite Roman von Sharon Dodua Otoo. Vor zehn Jahren hat die Autorin mit ihrer zweiten in deutscher Sprache verfassten Geschichte den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen, sie hiess „Herr Gröttrup setzt sich hin“, und schon hier hat Sharon Dodua Otoo das Klein-Klein des Alltags mit der grossen Geschichte verknüpft. Jetzt erzählt sie nicht nur einen Tathergang und seine Folgen, sondern afrodeutsche Lebensgeschichte und Lebenswirklichkeit bis in die Zeit des Nationalsozialismus, sie wirft einen Blick auf identitätspolitische Empfindlichkeiten der Gegenwart, auf menschliche Selbstgerechtigkeit und in menschliche Abgründe.

Sharon Dodua Otoo lebt seit 20 Jahren in Berlin. Sie ist leidenschaftlicher Fan der deutschen Sprache und schätzt zugleich die Freiheit, zwischen den Sprachen wechseln zu können. Bewusst bewegt sie sich zwischen Sprachen und kulturellen Räumen und verhandelt Fragen von Identität, Rassismus und Empowerment. Ihre Poetikvorlesungen, Sprachkolumnen und ihr neuer Roman loten die Möglichkeiten anschaulich und mitreissend aus.

Zuletzt erschien ihr Roman Adas Raum.

Gespräch: Tuğba Ayaz

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Francis Oghuma

Sa 30.5.2026 — Grabenhalle
Das Fest zum Jubiläum

SAVE THE DATE!

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Von den Anfängen bis Heute: wyborada.ch/vierzig
Das Jubiläumsprogramm: DOWNLOAD

 

Sa 30.5.2026 — Tür 17.30 Uhr — Fest ab 18:00 Uhr — Grabenhalle
Das Fest zum Jubiläum

Kulinarisches, Nachdenkliches, Humoristisches und Bewegtes betten das Fest zum erinnerten und auf die Gegenwart bezogenen Aufbruch der 1980er Jahre ein. Es ist ein Fest mit Lesungen, Performances, Bildbeiträgen und Musik.

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Begrüssung und Prosecco — 18:00 Uhr
Karin Karinna Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada und
Mitbegründerin Literaturhaus St.Gallen) &
Anya Schutzbach (Leiterin Literaturhaus St.Gallen)

Inszenierung — 18:30 Uhr
50 Jahre Verena Stefan «Häutungen»:
«brüten wir die welt neu aus»
50 Jahre nach Erscheinen kommt ein ikonischer Text auf die Bühne, ein feministisches Manifest, persönlich, sprachmächtig, lesbisch, revolutionär – und hunderttausende Male verkauft. Maja Bagat, Mariann Bühler, Anouk Gyssler, Tabea Steiner und Dinah Wernli blättern Verena Stefans Roman neu auf. Mehr hier.

Eintopf und Zitate — 20:00 Uhr
Luzia Hebel-Kappenthuler (Stör-Köchin)

Statements von Mitstreiterinnen der letzten 40 Jahre
zusammengetragen von Karin Karinna Bühler & Regula
Engeler (Team Bibliothek Wyborada)

Video-Essay — 20:45 Uhr
Eine audiovisuelle Carte Blanche der beiden Medienkünstlerinnen Sibylla Giger (Audiokünstlerin, Initiatorin Fonothek) und Morena Barra (Videokünstlerin) widmet sich feministischer Erinnerungskultur. In ihrer Recherche stiessen sie auf beinahe vergessene VHS-Kassetten aus dem Bestand der Bibliothek Wyborada, die sie aus zeitgenössischer Perspektive neu befragen und entstauben.

Kurze Reden — 21:00 Uhr
DAMALS Marina Widmer (Mitbegründerin Bibliothek und
Literaturhaus, Vorstandsmitglied Verein Wyborada)
MITTENDRIN Susi Stieger (ehem. Mitglied Betriebsgruppe)
HEUTE Ruth Erat (Mitbegründerin Literaturhaus und
Vorstandsmitglied Verein Wyborada)

Live-Performance — 21:30 Uhr
Alice Köppel Superstar
Ganz in Alice-Köppel-Manier greift die Performance-Künstlerin aus Widnau nach den Sternen – und wird dabei scheinbar beiläufig zum Superstar. Nonchalant schreiend, torkelnd Schnörkel tanzend erforscht sie, was es bedeutet, eine Stimme zu haben, sich selbst eine Stimme zu geben. Mehr hier.

Musik ab Plattenteller — bis 00:00 Uhr
DJ Scusi con Amore
Mit feinem Gespür für Groove, Feminist-Vibes und überraschende Klangperlen sorgt das DJ-Duo für einen tanzbaren Abend zwischen Nostalgie und Euphorie. Let’s dance!

 

Das «Wybo-Festteam» rund um Literaturhaus und Bibliothek:
Marie-Claire Baumann, Iris Bernet, Karin Karinna Bühler, Regula Engeler, Ruth Erat, Judith Gamma, Ines Green, Sandra Meier, Katrin Murezzan, Anya Schutzbach, Oliver Seeger, Marina Schütz & Marina Widmer

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Eintritt frei, Kollekte.

Barbetrieb durch Grabenhalle.

Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch

 

Von den Anfängen bis Heute: wyborada.ch/vierzig

Das Jubiläumsprogramm: DOWNLOAD

Sa 30.5.2026 — Inszenierung 18.30 Uhr — Grabenhalle — Zwinglistrasse 3 — 40 Jahre Verein Wyborada Jubiläumsfest: Beginn 18 Uhr
«brüten wir die welt neu aus» — Eine Inszenierung.

Im Rahmen des Jubiläumsfests des Vereins Wyborada, das am 30. Mai ab 18 Uhr gefeiert wird, kommt ein ikonischer Text auf die Bühne: Verena Stefans legendäres Buch «Häutungen», dessen Erscheinen sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal jährt.

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«Häutungen». Eine literarisch/politische Eruption, wegweisend für tausende Frauen und Männer. Kaum ein anderes Werk hat so viele Menschen zum Denken und Handeln ermuntert.

Als Verena Stefan 1975, noch keine dreissig, den Text publizierte, traf sie damit einen Nerv – und trifft ihn bis heute. Das Buch wurde hunderttausende Male verkauft, und indem es das Ordnungsgefüge der Sprache aufbricht, fügt es dem Diskurs über Geschlechterrollen und Begehrensstrukturen eine erweiterte Grammatik hinzu.

Ausgehend von “Häutungen” stellte Tabea Steiner eine Collage aus Verena Stefans Werk zusammen. Auszüge, Zitate, Sätze, vielleicht auch nur einzelne Wörter bilden einen dicht gewobenen Sprachteppich, der ergänzt wird mit Auszügen aus Verena Stefans späteren Werken.

Diese Collage bildet die Grundlage für die Text-Bild-Performance brüten wir die welt neu aus, die in der Grabenhalle auf die Bühne gebracht wird. Kathrin Veith (Sprecherin) wird begleitet von Dinah Wernli, die mit Bildern und Farbe die Sprachwelten erweitert. Es wird bewusst auf Musik verzichtet; Sprache, Licht und Farbe sind kraftvoll genug.

Kathrin Veith, Lesende

Kathrin Veith, geboren 1982 in Aarau, arbeitet seit ihrer Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (2004 – 2008) als freischaffende Schauspielerin und Sprecherin im In- und Ausland. U.a. an den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Zürich, Theater Baden-Baden. Weitere Projekte in der freien Szene realisierte sie in der Alten Reithalle Aarau, Theater Roxy, Südpol Luzern, Schlachthaus Theater Bern, Theater Marie. Neben der Bühne arbeite sie auch für Film und Fernsehen, zuletzt war sie im Kinofilm «Sekuritas» von Carmen Stadler, in der Hauptrolle der Nora Falk zu sehen. 2006 und 2007 bekam sie den Studienpreis Migros Kulturprozent und der Friedl Waldstiftung. 2021 wurde sie für einen Atelieraufenthalt des Aargauer Kuratoriums in Berlin ausgewählt. Kathrin Veith lebt mit ihrer Familie in Aarau.

Dinah Wernli, Farbe

Dinah Wernli [*1983] arbeitete als Damenschneiderin in einem Basler Couture-Atelier und als Kindergärtnerin und Primarlehrerin an verschiedenen Schulen, ehe sie Illustration an der Hochschule Luzern Design+Kunst studierte. Seither ist sie als freischaffende Illustratorin und Autorin tätig. Ihr Debüt «Louise» erschien im Oktober 2024 bei Edition Moderne, 2022 erhielt sie den Förderpreis der zeugindesign-Stiftung.

Maja Bagat, Dramaturgie

Maja Bagat ist freischaffende Vermittlerin, Dramaturgin und Produktionsleiterin und wohnt in Basel. Sie hat von 2013 bis 2018 das Theater Junge Marie mitgeleitet und war für die Dramaturgie verantwortlich. Sie arbeitet als Autorin und immer wieder mit verschiedensten Institutionen zusammen, so mit dem Jungen Schauspielhaus Zürich oder dem Stapferhaus Lenzburg.

Eintritt frei, Kollekte.

Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch

Weitere Info zum 30. Mai 2026: Festprogramm

 

Illustration, Farbe, Stoff: Dinah Wernli

Fotos Inszenierung ©Anja Fonseka

Sa 30.5.2026 — Live-Performance 21.30 Uhr — Grabenhalle — Zwinglistrasse 3 — 40 Jahre Verein Wyborada Jubiläumsfest: Beginn 18 Uhr
Alice Köppel Superstar

Ganz in Alice-Köppel-Manier greift die Performance-Künstlerin aus Widnau nach den Sternen – und wird dabei scheinbar beiläufig zum Superstar. 

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Indem sich Alice Köppel zum Superstar ernannte, tat sie sich ein kleines Paralleluniversum auf: ein Universum, in dem sie so viel Raum einnehmen darf, wie sie will. Und das tut sie – wenn auch bedacht.

Alice Köppel pflegt das Bewusstsein, dass Superstars auch Personen der Care sein können. Denn Superstars kreieren Zugehörigkeit. Ein Superstar zu sein ist politisch – und das nicht nur wegen Alice Köppel politisch geprägten Nachnamen. Nonchalant schreiend, torkelnd Schnörkel tanzend erforscht sie, was es bedeutet, eine Stimme zu haben, sich selbst eine Stimme zu geben. 

So forscht Alice Köppel nach Formaten, in denen sie Spaces als Superstar teilen kann. Sie arbeitet mit Scores, Text, und verschiedenen Medien. Immer am Spiel orientiert, immer feinfühlig.

Alice Köppel auf Spotify.

Wir sind voller Vorfreude! Nicht verpassen!

Eintritt frei, Kollekte.

Anmeldung zum Jubiläumsfest nicht zwingend, aber für unsere Planungen hilfreich: reservierung@wyborada.ch

Weitere Info zum 30. Mai 2026: Festprogramm

Di 19.5.2026 — 19:30 Uhr — Podium zum Jubiläum des Vereins Wyborada — Palace — Blumenbergplatz
Frauengeschichte gestern und heute: Aktiv & feministisch – 1980er und heute

In einer Diskussionsreihe der «Erfreulichen Universität» im St. Galler Palace wird die Heilige Wiborada aus kultureller, feministischer und historisch-kritischer Sicht beleuchtet. Am 19. Mai treffen sich vier Frauen – zwei aus der 80er-Bewegung und zwei aus der Gegenwart – zu einem Podiumsgespräch.

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Am 19. Mai begegnen sich auf der Palace-Bühne zwei Frauen aus der 80er-Bewegung und zwei Frauen aus der Gegenwart zu einem generationenübergreifenden Podiumsgespräch. Gemeinsam diskutieren sie über die Entstehung der Bibliothek Wyborada und weiterer feministischer Projekte. Im Austausch zwischen damals und heute blicken wir auf die Anfänge des Vereins zurück und fragen, was die historische Wiborada und die wilden Frauen der 80er gemeinsam haben – und was sie uns für die Gegenwart zu sagen haben.

Intro:
Karin Karinna Bühler (Bibliothek Wyborada) & Judith Grosse (Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz).

Auf dem Podium:
Claude Bühler (Künstlerin, u.a. Glitch-Festival, Salon Vert, Tender Photo), Jessica Jurassica (Autorin von u.a. Gaslicht, Das Ideal des Kaputten), Silvia Vetsch (Sozialarbeiterin, langjährige Leiterin Frauenhaus St.Gallen, Mitbegründerin Wendo und PFG)
Marina Widmer (Soziologin, Mitbegründerin des Vereins Wyborada, des Frauenarchivs Ostschweiz und der PFG)

Moderation:
Nadia Brügger (Literaturwissenschaftlerin, Autorin)

 

Tür 19:00

Beginn 19:30

10.- (Kulturlegi gratis)

 

Ein Projekt zum Jubiläum der Heiligen Wiborada in Kooperation mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz das bereits am 5.5. und am 12.5. an die Erfreuliche Uni ins Palace einlädt.

 

Di 19.5.2026 — 18 Uhr — Kunst Halle Sankt Gallen — Davidstrasse 40
Ingeborg Lüscher: «Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche»

BOOK RELEASE. The artist is present: Gespräch und Lesung. — In Kooperation mit dem Vexer Verlag und der Kunst Halle Sankt Gallen.

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Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche erkundet den Raum der Wünsche – nicht nur für die letzten Momente, sondern für all das, was man vor dem Sterben noch erleben möchte. Alles ist möglich, auch das Unmögliche. Die Künstlerin Ingeborg Lüscher befragte hundertfünfzig Menschen, deren Antworten anonymisiert in dieser Buch-Preziose zu finden sind. Schwarz-Weiss-Fotografien der Künstlerin, die man vermutlich zuerst für Sterne am Nachthimmel hält, sich beim näheren Hinsehen aber als Flechten auf grossen dunklen Steinen zeigen, sind rhythmisch zwischen die Texte gestreut.

Begrüssung: Vera Ida Müller, Vexer Verlag

Ingeborg Lüscher im Gespräch mit Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen; Ingeborg Lüscher liest einzelne Passagen aus dem Buch.

Eine Kooperation mit dem Vexer Verlag zu Gast in der Kunst Halle Sankt Gallen.

Ingeborg Lüscher (*1936) ist eine deutschschweizerische Künstlerin. In den 70er und 80er-Jahren wurden ihre fotografischen Arbeiten und Menschenbilder abseits des künstlerischen Mainstreams immer ephemerer und spiritueller. Ihre Werke befassen sich stets mit grundlegenden Themen wie Feminismus, Leben und Tod, Licht und Dunkelheit und umfassen eine grosse künstlerische und mediale Bandbreite. 1992 bekam Lüscher ihre zweite Einladung zur documenta in Kassel, wo sie einen Teil ihrer Schwefelarbeiten präsentierte. 2011 erhielt sie den Prix Meret Oppenheim des Schweizer Bundesamtes für Kultur, die höchste künstlerische Auszeichnung der Schweiz. 2025 wurde sie mit dem Hans Platschek Preis ausgezeichnet.

EINTRITT

Sitzplatz: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada); Fr. 10.- Mitglieder Kunst Halle Sankt Gallen)

Stehplatz: Fr. 10.- regulär; Fr. 5.- Kultur-Legi

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 17:30 Uhr. Begrenzte Platzzahl – wir bitten um Reservierung: reservierung@wyborada.ch

Ingeborg Lüscher

Die Reise – wie ich mir zu sterben wünsche

Hg. Vera Ida Müller

Vexer Verlag St.Gallen/Berlin, 2026

ISBN: 978-3-907112-77-9

42 CHF

Ostschweizer Literaturgespräch #23 — Mi 13.5.2026 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Richard Butz mit Nathalie Hubler: «St.Gallen – eine Stadt in Lieblingstexten»

Wer Richard Butz mit Gefolge durch die Stadt gehen sieht, hört da ein Gedicht, dort eine kleine Geschichte, anderswo ein Satzfragment, manchmal verbunden mit dem Klang seiner Stimme, oft aber auch mit jener von Nathalie Hubler. Rund 40 literarische Spaziergänge sind inzwischen zusammengekommen. Was diese den beiden bedeuten und welchen Dichterinnen und Dichtern sie auf der Spur sind, davon berichten sie im Gespräch mit Ruth Erat.

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EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch

 

Foto Richard Butz (li.): Johannes E. Schläpfer

Foto Nathalie Hubler (re.): Privatarchiv

Texteinreichung noch möglich bis 10. Mai!
Ausschreibung: Das Literarische Forum Oberschwaben

Das Literarische Forum Oberschwaben lädt auch in diesem Jahr wieder ein, sich mit einem eigenen Text für die Werkstattlesungen am Samstag, dem 4. Juli 2026 in Wangen im Allgäu zu bewerben. Eingereicht werden können unveröffentlichte fiktionale Prosa und Lyrik.

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Die Ausschreibung richtet sich an Autorinnen und Autoren aus der alemannischen Sprachregion, das heisst auch aus der Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg.

Was genau das Literarische Forum Oberschwaben ist, das erfahren Sie über diesen Link. Und dass das Forum auch einmal in St. Gallen stattfand, können Sie hier nachlesen 😉

 

** VERANSTALTUNG ENTFÄLLT ** — Do 7.5.2026 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise
LꝏT #13: Händl Klaus, «Ein Kessel Buntes»

** Die Veranstaltung mit dem österreichischen Schriftsteller, Dramatiker und Filmregisseur Händl Klaus fällt aus. Wir bemühen uns um einen neuen Termin. **

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In der Reihe LooT (L-iteratur in Verbindung mit T-heater) werden Personen vorgestellt, die sowohl für die Bühne als auch für Leserinnen und Leser schreiben. Auffallend dabei immer wieder, wie kraftvoll und kühn die Texte dieser Multi-Talente sind! Der Gast unserer 13. Ausgabe der Reihe bespielt darüber hinaus noch ein ganz anderes Genre: Er schreibt Opernlibretti – und zählt zu den gegenwärtig besten und meistgespielten seiner Zunft.

Der österreichische Schriftsteller, Dramatiker und Filmregisseur Händl Klaus schreibt für viele „Bühnen“: Neben Theaterstücken auch Hörspiele, Prosa und Drehbücher, die er selbst verfilmt. Ausserdem zählt er zu den wichtigsten Opernlibrettisten der Gegenwart und spielte nach einer Schauspielausbildung in Wien nicht nur am dortigen Schauspielhaus, sondern auch in mehreren Filmen, u. a. von Michael Haneke, Jessica Hausner und Dagmar Knöpfel.

Der Sound von Händl Klaus’ gefeierten Bühnentexten ist einzigartig: zart und rätselhaft, kraftvoll und verstörend. Der am Bielersee lebende Österreicher ist ein Meister der Suggestion, bei ihm ist das Ungesagte das eigentliche Ereignis. Ausgehend von seinem Stück Dunkel lockende Welt spricht der Dramaturg Martin Bieri mit Händl Klaus über die Kunst der Andeutung und das, was unter der Sprache liegt.

Gespräch plus Text- und Hörproben an der Schnittstelle zwischen Literatur und Inszenierungen, an der Grenze zur vielerlei lockendenden Welten.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen. Bestellung telefonisch unter +41 71 242 06 06 oder per E-Mail an kasse@konzertundtheater.ch.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Literaturtage Lana

Do 30.4.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Anja Kampmann: «Die Wut ist ein heller Stern»

Die gefeierte Lyrikerin und Romanautorin erzählt von Hedda, Artistin im »Alkazar« auf der Reeperbahn in den 1930er Jahren. Als die neuen Uniformen erst vereinzelt im Publikum auftauchen, dann immer mehr werden, wird es für die Mädchen im Varieté gefährlich…

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Für die neuen Herren sind sie „moralisch verkommen“, die Frauen aus den Bars und Variétés der Hamburger Reeperbahn, von denen viele nichts haben außer ihrem Körper, den sie verkaufen können. Hedda lebt in diesem Milieu, als 1933 die Nazis an die Macht gelangen, sie hat es zur Tänzerin im „Alkazar“ gebracht und spürt nun, wie ihresgleichen unter Druck gerät. Ihr Geliebter wird erschlagen, Kolleginnen werden abgeholt, ins Heim gebracht, zwangssterilisiert. Doch Hedda gibt sich nicht geschlagen, sondern plant für sich und ihren kleinen Bruder die Flucht.

Anja Kampmann rückt Schicksale ins Licht der Aufmerksamkeit, die bisher kaum beachtet wurden: das Leiden der widerständigen kleinen und armen Leute in der NS-Zeit. „Viele Orte und Figuren sind historisch verbürgt“, sagt die Autorin. Sie erzählt von den Nöten in einem Ton, der die Kritiker begeistert. „Ein Roman wie ein literarischer Seiltanz“, lobt der SWR.

Kampmann erzählt die Geschichte einer weiblichen Selbstbehauptung in der patriarchalen Gesellschaft des Nationalsozialismus. Ein soghaftes Buch, historisch grundiert und dabei brandaktuell.

»Ein grosser Gegenwartsroman, der zu den literarisch herausragenden dieses Jahres gehört.« DeutschlandfunkKultur

Gespräch: Susanne von Schenck

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto ©Maximilian Gödecke

Literaturhaus St.Gallen: Das Programm April – Juli

Das nächste Programm des Literaturhauses startet nach den Osterferien mit einer der profiliertesten Stimmen der neueren deutschen Literatur – und spannt in Folge den Bogen von einem weiteren Ostschweizer Literaturgespräch, einer neuen Ausgabe der Reihe LooT über das Jubiläumsfest zu «40 Jahre Verein Wyborada», der Buchvernissage einer bemerkenswerten Künstlerin und der Wiederentdeckung eines Bestsellers der 1920er Jahre bis zur grossen «Dernière» der Saison am 1. Juli in der Stiftsbibliothek.

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Was links und rechts davon geboten wird und wer genau alles zu Gast sein wird, das steht in unserem neuen Programmflyer, der auch in gedruckter Form in der Bibliothek Wyborada aufliegt – und unseren Mitgliedern postalisch zugestellt wird.

(Wenn Sie auch Mitglied werden möchten: Mehr hier!)

 

Fr 27. - So 29. März 2026 — St.Gallen
Wortlaut — St.Galler Literaturfestival

Veranstaltungstipp: Am letzten Märzwochenende steht in St. Gallen die Literatur an erster Stelle. Von Freitag bis Sonntag, an vielen unterschiedlichen Orten der Stadt. Das Literaturhaus wünscht viele interessante Begegnungen, Entdeckungen und bereichernde Lesestunden!

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Mehr zu Programm und den Autorinnen und Autoren finden Sie hier….

Achtung Programmänderung für Di 24.3.2026:
Gaea Schoeters: «Das Geschenk» – muss leider ausfallen

Die im Programmheft für den 24. März angekündigte Veranstaltung mit Gaea Schoeters muss leider ausfallen – aber immerhin aus einem glücklichen Anlass: Die flämische Autorin steht auf der Longlist des Libris Literatuur Prijs 2026, einem der wichtigten Literaturpreise der Niederlande. Und ist damit verpflichtet, sich bestimmte Termine im März freizuhalten, unter anderen ausgerechnet den 24. Wir gratulieren natürlich zur Nominierung – und drücken die Daumen!

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Ein Ersatztermin konnte trotz aller Bemühungen, auch seitens des Verlags und der Autorin selbst, nicht gefunden werden. Aber das Versprechen, mit einem nächsten Buch wieder in St. Gallen Station zu machen, steht im Raum. – Wir bleiben dran!

Do 19.3.2026 — 14-16 Uhr Workshop — 19 Uhr Gespräch — Studio Bibliothek Wyborada — Davidstrasse 42
Artist’s Choice #21: Vanessà Heer

Schreibworkshop zu Sprechgesängen –
Die Künstlerin Vanessà Heer lädt zu einem Schreibworkshop ein, in dem Textfragmente gesammelt und in Sprech- und Stimmgesänge verwandelt werden. Die Bibliothek wird zur Werkstatt, in der die Texte transformiert und als Audioinstallation hörbar gemacht werden.

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Der Workshop findet am Donnerstag 19.3.2026 von 14:00-16:00 im Studio der Bibliothek Wyborada statt. Mitmachen können alle, die Lust haben, Texten, Melodien und Stimmen eine neue Form zu geben. Anmeldung

Am Abend um 19:00 wird das Resultat vorgestellt. Eintritt frei / Kollekte

Der Workshop folgt dem Anliegen, gemeinsam eine feministische Schreib- und Liedermaschine zu entwickeln. Aus dem feministischen Fundus der Bibliothek Wyborada schöpfen wir und nutzen Cut-up, Montage und andere Formen der Neuordnung. So entsteht ein Diskurs, der sich gegen konservative, traditionelle Praktiken stellt und für eine feministische, antirassistische und gewaltfreie Haltung eintritt.

Wir arbeiten mit Autorinnen* und Stimmen wie Simone Weil, Wiborada, Billie Holiday, Silvia Federici, Monique Wittig, Clarice Lispector, Fairuz, Hélène Cixous und Simone Felber sowie mit Figuren aus Geschichten und Mythologien, die sich patriarchaler Gewalt entziehen oder außerhalb der Polis Gehör verschaffen.

Wir schöpfen aus Texten und dem Wissen von Frauen* – aus Stimmen, die singend, jodelnd, denkend und schreibend immer da waren, Lieder inspirierten und doch oft überhört oder zum Schweigen gebracht wurden.

Vanessà Heer, 1989 in Wil aufgewachsen, lebt in Zürich und Trogen. 2018 schloss sie ihren Master of Fine Arts an der Zürcher Hochschule
der Künste ab. Von 2016 bis 2020 war sie als Mitbegründerin Mitglied von Raum*Station, einem Projektraum für diskursive und performative Kunst.

Die interdisziplinäre Künstlerin Vanessà Heer arbeitet in den Bereichen Live-Performance und Installationskunst und erforscht das bewusste Zuhören als emanzipatorisches, dekoloniales und nachhaltiges Werkzeug.

Mit der Veranstaltungsreihe «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

Di 17.3.2026 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14 ***Wyborada/40***
Die Wanne: «Patriachal Poetry»
Motiv Collage ©Eric Ehrhardt

Motiv Collage ©Eric Erhardt

Der Verein Wyborada feiert in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen. In jeder Programmsaison widmet das Literaturhaus diesem Jubiläum eine Veranstaltung; den Auftakt macht die Lyrikreihe «Die Wanne». Lyrik, Lesung, Musik, Performance: Rudi Burkhardt, Simone Lappert, Lika Nüssli und das Ensemble Melpomen mit Arianna Savall und Conrad Steinmann. Mit kleinem Apéro im Anschluss.

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Nicht ohne Grund haben wir uns für die erste der «40 Jahre Wyborada» -Veranstaltungen für ein Programm entschieden, das ganz der Lyrik gewidmet ist. In Zeiten politischer Polarisierung und des salonfähigen Populismus braucht es die Lyrik als intimen und offenen Gesprächsraum dringender denn je.

Unter dem Titel «Patriarchal Poetry» (nach Gertrude Stein) geht es um Bestimmungen queerfeministischer Lyrik. Die Lyriker*innen Simone Lappert (Foto: ©Livio Baumgartner)und Rudi Burkhardt (Foto©Natalia Reich) lesen aus ihren Gedichten,

das Ensemble Melpomen (Foto: ©Chandra Mäder)mit Arianna Savall (Foto: ©Chandra Mäder)und Conrad Steinmann (Foto: ©Chandra Mäder)bringt Sapphos Oden zur Aufführung,

Raum und Bühne werden von der St. Gallerin Künstlerin Lika Nüssli performativ gestaltet (Foto ©Anne Morgenstern).

Organisiert und moderiert wird «‹Die Wanne» von Eric Ehrhardt:

©Anja Karolina Furrer

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Reservierung über reservierung@wyborada.ch empfohlen.

 

Zu den Autor*innen
Rudi Burkhardt interessiert sich für Haushalt, Kunsthandwerk & Design, Witze in Gedichten und vieles mehr. Sein Alter Ego «Sandra» veröffentlichte zuletzt unter dem Titel Fragmente einer echten Ikone Fehlübersetzungen von Liebesgedichten Francesco Petrarcas bei kookbooks.

Simone Lappert studierte Literarisches Schreiben in Biel und lebt als Schriftstellerin in Zürich. Ihr Roman Der Sprung (Diogenes) war für den Schweizer Buchpreis nominiert und wurde in mehrere Sprachen übersetzt, ihr Lyrikband längst fällige verwilderung – gedichte und gespinste (Diogenes) erhielt eine Literarische Auszeichnung der Stadt Zürich. Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und Jurymitglied des Basler Lyrikpreises.

Lika Nüssli forscht und experimentiert auf dem Boden der Narration bis in die verschiedenen Formen der bildenden Kunst. Ihr vielgestaltiges Werk umfasst Zeichnung, Illustration, Comic, Malerei, Installation, Performance und Texte. Die Künstlerin ist bereits mehrfach mit Preisen für ihr Werk ausgezeichnet worden, u.a. mit einem Schweizer Literaturpreis 2023 für die Graphic Novel Starkes Ding.

Arianna Savall Figueras, geboren in eine katalanischen Musikerfamilie in Basel, hat sich auf das Spiel historischer Harfen und den Gesang in der alten Musik spezialisiert. Als Solistin musiziert sie weltweit mit verschiedenen Ensembles, besonders aber mit ihrem eigenen Ensemble Hirundo Maris, zusammen mit ihrem Mann Petter Udland Johansen. Die internationale Presse nennt sie «Die Fee der Harfe». Intensive Zusammenarbeit mit Conrad Steinmann im Ensemble Melpomen, ebenso mit Arvo Pärt.

Conrad Steinmann, *1951 in Rapperswil. Langjähriger Dozent für Blockflöte an der Schola Cantorum Basiliensis, erforscht als Aulos-Spieler seit langer Zeit und zusammen mit seinem Ensemble Melpomen die Musik der griechischen Klassik. Mehrere Preise zeichnen seine vielfältige Tätigkeit als international vernetzter Musiker aus.  Verschiedene Preise, zuletzt 2021 der Schweizer Musikpreis. Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds und der Stavros Niarchos-Stiftung. 2016 Veröffentlichung seines Buches Drei Flöten für Peter Bichsel. Vom Zauber der Blockflöte, 25 Musik-Geschichten, 2019 folgte von Instrumente der griechischen Klassik.

Do 12.3.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Usama Al Shahmani: «In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied»

Ein eindrücklicher Roman über ein Stück irakischer Geschichte und abgeschnittene Lebensfäden, untrennbar verbunden mit dem Nahostkonflikt, der kolonialen Vergangenheit Europas und dem Nationalsozialismus. Und ein Anlass, um über den aktuellen Nahostkonflikt zu diskutieren. Eine Kooperation mit der Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz.

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Gadi lebt als Dozent für hebräische Sprache in Zürich, als sein Vater in Israel im Sterben liegt. Über dreissig Jahre hatte er keinen Kontakt zu ihm. Wider Willen reist er ans Krankenbett des Vaters, nach dessen Tod bleibt ein unbequemes Erbe: eine Tasche mit Tagebüchern und Aufzeichnungen sowie der letzte Wunsch, seine Asche je zur Hälfte in Jerusalem im Grab von Gadis Mutter beizusetzen bzw. unter einer Brücke in Bagdad in den Tigris zu streuen.

Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasiriya), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks fliehen musste und in die Schweiz kam. Heute lebt er in Zürich. Sein erster Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch übersetzt er ins Arabische, u. a. «Fräulein Stark» von Thomas Hürlimann und «Der Islam» von Peter Heine.

Seine Bücher erscheinen in vielen Auflagen und wurden mehrfach ausgezeichnet. Seit 2021 ist er Literaturkritiker beim «Literaturclub» des Schweizer Fernsehen SRF.

Gespräch Max Lemmenmeier, Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz und Anya Schutzbach, Literaturhaus St. Gallen.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Ayşe Yavaş

Eine Kooperation mit der Gesellschaft Schweiz-Israel Sektion Ostschweiz.

Mi 25.2.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Julia Sutter: «Und das wäre erst der Anfang»

Buchpremiere des Debüts einer St. Galler Autorin. Lesung und Gespräch mit Anya Schutzbach. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana. Mit kleinem Apéro im Anschluss.

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Das Sterben Schweizer Fichten, die Klimakrise und Spätfolgen von Monokulturen, der Tod der Mutter – die St. Galler Autorin schafft in ihrem feinfühligen Debüt ein atmosphärisch dichtes Porträt einer jungen Frau, die lernen muss, dass Verlust auch Anfang sein kann. Schonungslos nah an der Figur, jede Unebenheit lesend spürbar machend, schafft sie tiefe Einblicke in eine Familie, der plötzlich der Mittelpunkt fehlt. Und erzählt die Geschichte einer Person, die akzeptieren muss, dass das Leben im Privaten wie im Globalen nur eine Richtung kennt: vorwärts.

Mit kleinem Apéro.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Vadiana.

Julia Sutter, geboren 1987, lebt mit ihrer Familie in St. Gallen. Sie absolvierte den Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Zur Förderung ihrer literarischen Projekte und für die Arbeit an »Und das wäre erst der Anfang« erhielt sie Atelierstipendien sowie Werkbeiträge von Stadt und Kanton St. Gallen. Neben dem Schreiben arbeitet sie in der Abteilung Kommunikation der reformierten Kantonalkirche.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto ©Hanes Sturzenegger

Di 17.2.2026 — 19 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Nelio Biedermann: «Lázár»

Ein Roman wie eine Welt, die überwältigende Saga einer ungarischen Adelsfamilie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts.

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In seinem zweiten Roman verarbeitet Nelio Biedermann die grosse Geschichte seiner Familie, die aus ungarischem Adel stammt und mit dem Untergang der Donaumonarchie alles verlor, was ihr vorheriges Leben ausgemacht hatte. Dem 22-jährigen Schweizer Schriftsteller Nelio Biedermann ist mit «Lázár» im vergangenen Herbst ein aussergewöhnlicher Erfolg gelungen; noch vor Publikation des deutschsprachigen Originals war klar: Der Roman wird in 20 Ländern erscheinen, eine Sensation für einen bislang noch unbekannten Schriftsteller.

Einige Auszeichnungen, viele Nominierungen und Lesungen später ist der Autor zu Gast im Literaturhaus St. Gallen und liest aus diesem oppulenten – und tatsächlich mitreissenden – «Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen» und vieler Leserinnen und Leser.

Im Gespräch mit Anya Schutzbach wird es aber auch um die Geschichte vor und nach diesem enormen Erfolg gehen. Eine Gelegenheit, die eigene Leseerfahrung neu zu justieren.

Nelio Biedermann, geb. 2003, ist am Zürichsee aufgewachsen. Seine Familie stammt väterlicherseits aus ungarischem Adel, seine Grosseltern flohen in den 1950er Jahren in die Schweiz. Biedermann studiert Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Türöffnung und Abendkasse ab 18.30 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Ruben Hollinger

Ostschweizer Literaturgespräch #22 — Mi 11.2.2026 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Elisabeth Wandeler-Deck & Viviane Sonderegger: «Die besondere Begegnung»

Zu Gast in der von Ruth Erat kuratierten und moderierten Gesprächsreihe diesmal zwei Autorinnen, deren Schaffen, so Ruth Erat, «denkend und musikalisch» genannt werden könnte.

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Als Schriftstellerin pflegte Elisabeth Wandeler-Deck nach ersten lyrischen Versuchen Ende der 60er Jahre die Verbindung von Text und Musik, 2025 erschienen «Anladebahnen für Geräusche» und «zarte listen» –

während Viviane Sonderegger – zu Studienzeiten eine der ersten Hospitantinnen des Literaturhauses und über diesen Weg als «Junges Talent» vom Internationalen Lyceum Club St. Gallen 2022 in der Sparte Literatur ausgezeichnet – mit journalistischer Kulturberichterstattung im Magazin «Saiten» zu lesen war. Und, aus musikalischem Hause kommend, in Bern Musik studierte.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch

Foto Elisabeth Wandeler-Deck: ©Alain Barbéro

Foto Viviane Sonderegger: ©Luscus

Literaturhaus Lesekreis /2 — Gegenwartsliteratur
Jürg Beeler: «Der blinde König und sein Narr» — Eva Schmidt: «Neben Fremden» — Katinka Ruffieux: «Zu wenig vom Guten»

Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar wie üblich an fünf Abenden mit Titeln der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Zunächst mit dem jüngsten Roman von Jürg Beeler, gefolgt von jenen der österreichischen Schriftstellerin Eva Schmidt und Katinka Ruffieux. Zum Abschluss wird jeweils eine Autorin / ein Autor persönlich zu Gast sein und mit den Teilnehmenden über ihr Buch diskutieren. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.

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Anmeldung Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, inkl. Minimalhonorar und Spesen für die AutorInnen; zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Termine jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.

  • 3. Februar
  • 10. März (mit Jürg Beeler, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
  • 28. April
  • 26. Mai
  • 30. Juni (mit Katinka Ruffieux, im Bürgerratssaal des Stadthauses)

 

Zu den Büchern, dem Autor und der Autorin

Der blinde König und sein Narr“ von Jürg Beeler, Dörlemann

Drei Jahre lebte der Erzähler in der Norddeutschen Tiefebene, einer der seltsamsten Gegenden der Welt. Nun will er wieder zurück in den Süden, ans Meer. Kurz vor der Abreise verliebt er sich in eine Frau, die mit einem Papagei lebt. Fliegen kann er nicht, denn er ist auf einem Auge blind, dafür laut für zwei. Der Erzähler schreibt seit Jahrzehnten über Orte der Stille, jetzt soll ausgerechnet er mit einem solchen Krachmacher konkurrieren. Ein Albtraum. Er denkt sich Wege aus, den Schreihals aus dem Weg zu räumen, und ahnt nicht, dass dieser ihn längst durchschaut hat und seine eigenen Massnahmen ergreift. -Ein Roman darüber, wie ein Papagei das Leben eines Schriftstellers auf den Kopf stellt und sein Verhältnis zu den Menschen grundlegend verändert. Und ganz nebenbei und federleicht erzählt er eine Geschichte von Eifersucht, der Liebe zu Büchern, zu Cafés und zur Musik.

rg Beeler, geboren 1957 in Zürich, studierte Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Genf, Tübingen und Zürich. Lebt in Südfrankreich und Zürich. Für seine literarische Tätigkeit wurde er verschiedentlich ausgezeichnet, u.a. mit dem Schweizerischen Schillerpreis.

„Neben Fremden“ von Eva Schmidt, Jung und Jung

Rosa war Krankenpflegerin, seit sie in Pension ist, hat sie nur mehr wenig mit Menschen zu tun. Die einzige Freundin ist eine ehemalige Kollegin, die Nachbarn halten sie auf Distanz, dabei möchte sie nur helfen. Das Verhältnis zur Mutter war nie gut, es wird nicht besser, seit diese auf Hilfe angewiesen ist und die Tochter mehr und mehr zu vereinnahmen versucht. Und auch einen Mann gibt es, aber der ist verheiratet. Als er überraschend stirbt, bleibt Rosa nur der Campingbus, den er ihr einmal geschenkt hat. Doch was soll sie damit? Ist er eine Chance auf ein anderes Leben, vielleicht die letzte?

Als sie den Aufbruch wagt, erreicht sie ein Brief von ihrem Sohn, der vor Jahren den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Er wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben – nun weiß sie immerhin, wo er lebt.

Eva Schmidt debütierte 1985 mit Erzählungen „Ein Vergleich mit dem Leben“, der erste Roman folgte erst zwölf Jahre später. Nach einer Unterbrechung von fast zwanzig Jahren erschienen weitere Romane und Erzählungen, von der Kritik gefeiert.

Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir

Do 29.1.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Julian Schütt: «Max Frisch. Biografie einer Instanz. 1955 – 1991». Lesung & Gespräch

Alle kennen ihn, haben ihn in der Schule gelesen; das ist meist lange her. Doch es lohnt sich, sich wieder neu mit diesem Autor zu beschäftigen – denn jenseits der Klischees und Verklärungen lässt sich ein neuer Max Frisch entdecken, einen der sagt, er habe als Autor «mit Leben bezahlt». Trotz immensen Ruhms erlebte er private und politische Desaster bis hin zum Fichenskandal. Und Wolfgang Schneider sagt in der FAZ über Julian Schütt: «Dieser Biograf ist der richtige.» – Anya Schutzbach im Gespräch mit dem profiliertesten Kenner und Biografen von Max Frisch.

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Wie kein anderer hat Julian Schütt das Archiv des Autors durchforstet und nun nach «Biografie eines Aufstiegs» den zweiten Band seiner grossen Frisch-Biografie vorgelegt. Er umfasst die glamourösen Jahre, in denen Frisch «Homo faber», «Andorra», «Mein Name sei Gantenbein» und «Montauk» schrieb und in der Öffentlichkeit zu einer kritischen Instanz wurde. Auch die Beziehung mit Ingeborg Bachmann fällt in diese Zeit. Auf Basis bisher unveröffentlichter Briefe sowie zahlreicher Gespräche mit Weggefährt/innen erzählt Schütt auch von unbekannten Seiten Frischs.

»Dem Biografen gelingt es meisterhaft, die erzählerische Balance zwischen privaten Konflikten und literarischer Produktion zu halten (…) und nicht langfädig oder enzyklopädisch zu werden.« NZZ am Sonntag

Julian Schütt ist Literaturwissenschaftler und arbeitet als freier Autor und Journalist in Zürich. Er war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du. Er konzipierte die grosse Max-Frisch-Ausstellung 1998, ist Herausgeber der Bände Max Frisch. Jetzt ist Sehenszeit (Suhrkamp 1998) sowie jetzt: max frisch (Suhrkamp 2001).

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto Max Frisch: ©Andrej Reiser

Foto Julian Schütt: ©Lucia Hunziker

Literaturhaus Lesekreis /1 — Klassiker der Weltliteratur — Stadthaus der Ortsbürgergemeinde — Gallusstrasse 14
Jane Austen: «Stolz und Vorurteil»

Der Literaturhaus Lesekreis /1, «Klassiker der Weltliteratur», widmet sich anlässlich des 250. Geburtstags der berühmten britischen Autorin einem ihrer grossen Romane: «Stolz und Vorurteil». Zwischen Februar und Mai trifft man sich an insgesamt fünf Abenden, um gemeinsam ein Buch zu «erobern», an das man sich allein nicht so recht gewagt hätte – oder das man vielleicht einfach einmal wiederlesen möchte. Info und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch, Start: 3. Februar.

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Seit 250 Jahren verzaubert Jane Austen ihre Leserinnen und Leser. Ihre Romane gehören längst zum literarischen Kanon. Mit Ironie, feiner Satire und intensiven Charakterzeichnungen gibt sie ein Bild der Gesellschaft, das bis heute fasziniert. Ihre Geschichten zählen zu den erfolgreichsten Liebesromanen der Weltliteratur – doch sie erzählen auch von Selbstbestimmung, Mut und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Jane Austens beliebtester Roman «Stolz und Vorurteil» ist eine romantische Geschichte über gesellschaftliche Erwartungen, unausgesprochene Wünsche, Missverständnisse – und natürlich die Liebe. Mit feinem Humor und Scharfblick erzählt Austen von zwei Menschen, die sich zunächst nicht ausstehen können und ihre wahren Gefühle hinter Stolz und Vorurteilen verbergen.

Termine jeweils Dienstag, 18.30 – 20 Uhr (Änderungen vorbehalten)

  • 3. Februar
  • 24. Februar
  • 31. März > verschoben auf 5. Mai
  • 21. April
  • 26. Mai

Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.

Anmeldung Der Kurs findet statt ab einer Teilnahme von 8 Personen. Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl auf max. 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch Wir lesen die Jubiläumsausgabe aus dem Reclam Verlag, in der Übersetzung von Christian Grawe. Es gibt darüber hinaus viele weitere Ausgaben, auch unterschiedlicher Übersetzerinnen und Übersetzer – zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt.

Das Literaturhaus organisiert eine Sammelbestellung des Buchs durch die Buchhandlung «Zur Rose», St. Gallen. Bei Interesse bitte ein kurzes Mail bis Montag, 26. Januar, 12 Uhr an literaturhaus@wyborada.ch.

Mi 21.1.2026 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Kristine Bilkau: «Halbinsel»

Nach dem grossartigen Roman »Eine Liebe, in Gedanken« und dem Essay »Wasserzeiten« stellt die Hamburger Schriftstellerin ihres jüngstes Buch »Halbinsel« vor – das man in die Gattung der «Klimaromane» einordnen könnte. Sie lotet darin die Frage nach der Verantwortung der Älteren für den Zustand der Welt ebenso aus wie den Wunsch der Jüngeren, das eigene Leben mit Sinn zu füllen.

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Eine Mutter, eine Tochter und ein Haus am Wattenmeer. Die Mutter ist Bibliothekarin in einem kleinen Ort an der Nordsee, die Tochter arbeitet im Umweltschutz. Als sie bei einem Vortrag zusammenbricht wird, zieht sie sich zu ihrer Mutter zurück. Je länger sich die Tochter dort, am Meer, aufhält, desto schwieriger wird das Verhältnis der beiden; immer stärker tritt ein Unverständnis zwischen den Generationen hervor.

«Ein kluger, gerade in seiner Zurückhaltung aktueller Roman, dessen Stil, der typische, reduzierte Bilkau-Sound, das Verborgene und Unausgesprochene geschickt zwischen Zeilen platziert.» Rainer Moritz, NZZ

Kristine Bilkau, 1974 geboren, wuchs in Norddeutschland auf. Sie studierte Geschichte, Neuere deutsche Literatur und Amerikanistik an der Universität Hamburg und der Tulane University, New Orleans. Ihr Romandebüt »Die Glücklichen« erschien 2015 und fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Mit ihrem Roman »Nebenan« stand sie 2022 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, »Halbinsel« wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2025 ausgezeichnet. Kristine Bilkau lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Moderation: Luzia Stettler.

Eintritt Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse ab 19 Uhr. Für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Thorsten Kirves

Do 15.1.2026 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise — Grünbergstrasse 7
LꝏT #12: Martina Clavadetscher, «Die Schrecken der anderen» und «Zinnober»

«Bei mir kann jeder Stoff alles werden, Roman oder Bühnenstück»: Die Autorin, Dramatikerin, und Trägerin u.a. des Schweizer Buchpreises Martina Clavadetscher zu Gast mit ihrem jüngsten Roman – und einem neuen Stück.

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Die theatererfahrene Autorin ist nicht nur eine «hochpolitische Geschichtsgrüblerin, sondern schreibt auch szenisch dicht, präzis und dialogstark», so Hansruedi Kugler – eine ideale Besetzung also für die erste Ausgabe der Reihe LooT im neuen Jahr.

Die beängstigende Aktualität ihres aktuellen Romans «Die Schrecken der anderen» zeigt sich schon im Titel: Das könnte die Geschichte jedes Menschen sein, in jedem Land, zu jeder Zeit – solange niemand aus den Schrecken der anderen lernt.

Vordergründig als Krimi daherkommend, der «in die wohlgeordnete Welt einer Dorfgemeinschaft» in der Schweiz eindringt, werden aber nach und und alte Lasten freilgelegt. Ausgangspunkt ist eine Leiche im Eis, gefunden von einem Jungen. Doch bald rückt eine Hundertjährige in den Mittelpunkt, die das «nicht nur finanzielle, sondern auch ideologische», nationalsozialistische Erbe eines Fischzüchters aus den Dreissigern verwaltet.

Mit «Zinnober» kommt 2026 ihr neuestes dramatisches Werk auf die Bühne, eine Adaption von E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen «Klein Zaches genannt Zinnober». Es ist die Beschreibung eines schwindelerregenden Aufstiegs zur Macht – und davon, wie leicht sich eine Gesellschaft täuschen lässt. Mehr dazu hier…

Martina Clavadetscher liest aus dem Roman, Chantal Dubs und Christian Hettkamp, Mitglieder des Ensembles, aus «Zinnober».

Moderation: Julie Paucker, Dramaturgin, und Anya Schutzbach.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen. Bestellung telefonisch unter +41 71 242 06 06 oder per E-Mail an kasse@konzertundtheater.ch.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Anne Morgenstern

Literaturhaus St. Gallen: Das Programm Januar – März

Nach einem lebendigen und facettenreichen Literaturhaus-Jahr 2025 (und einer kleinen Verschnaufpause in der schönen Selberlese-Zeit zwischen den Jahren) öffnen sich ab dem 15. Januar 2026 wieder die Türen zu unseren diversen Literaturbühnen. Die gedruckte Fassung des Programms finden Sie in der Bibliothek Wyborada (ab dem 7. Januar wieder geöffnet), sowie an vielen anderen Orten in der Stadt, an denen die Kultur zuhause ist. Was gibts, wer kommt? Schauen Sie selbst!

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Fr 19.12. — 20.30 Uhr — Theater Storchen, Magnihalden 7, 9000 St. Gallen
Veranstaltungstipp: Nachtgespräch mit Barbara Bleisch und Eva von Redecker

Eva von Redecker und Barbara Bleisch philosophieren über Hannah Arendt. Eine Veranstaltung der J. S. Bach-Stiftung.

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Für Hannah Arendt fand sich das Versprechen, dass man in der Welt Vertrauen haben darf, nirgends knapper und schöner ausgedrückt als in der Weihnachtsbotschaft: «Uns ist ein Kind geboren.» Denn die Tatsache, dass mit jedem Menschen auch eine Möglichkeit zum Neuanfang in die Welt kommt, sollte uns hoffnungsvoll stimmen. Wie ist diese Idee heute zu verstehen – in einer Zeit, in der viele sich nach Altbewährtem sehnen und das Neue als gefährliche Umwälzungen zuweilen Sorge bereiten muss? Die Philosophinnen Barbara Bleisch und Eva von Redecker sprechen darüber in einem Nachtgespräch.

Eva von Redecker lebt als Philosophin und Autorin im ländlichen Brandenburg und schreibt über Eigentum, sozialen Wandel und manchmal sogar über Leben und Tod. Ihr jüngstes Buch, «Bleibefreiheit» (2023), nimmt sich angesichts der ökologischen Krise des Freiheitsbegriffs an und schlägt vor, diesen in Zukunft vermehrt zeitlich anstatt räumlich zu verstehen. Im September 2020 erschien «Revolution für das Leben», das Kapitalismuskritik mit einer Philosophie neuer Protestformen verbindet. Sie ist seit April 2023 feste Kolumnistin des «Philosophie Magazins» und moderiert am Schauspiel Köln die Gesprächsreihe «Eva and the Apple».

Barbara Bleisch ist Philosophin, Journalistin und Buchautorin. Zuletzt erschien von ihr «Mitte des Lebens. Eine Philosophie der besten Jahre» (2024). Seit 2011 moderiert sie die Sternstunde Philosophie bei Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), seit 2025 ihren eigenen Podcast «Zimmer 42». Seit 2024 ist sie Intendantin der Reflexionsreihe der J. S. Bach-Stiftung und Co-Intendantin des «Philosophicum Lech». Barbara Bleisch ist Mitglied des Ethik-Zentrums der Universität Zürich und unterrichtet an den Universitäten Zürich, St. Gallen und Luzern Philosophie und Ethik in den Weiterbildungsstudiengängen.

TICKETS und INFOS finden Sie hier.

Di 30.12. / 18 Uhr — Kinok – Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7
Kinotipp: Franz K.

Prag, Anfang 20. Jahrhundert: Franz Kafka leidet unter seinem strengen Vater, dem Alltag als Versicherungsangestellter und der Sehnsucht nach künstlerischer Entfaltung. Agnieszka Hollands berückender und origineller Kafka-Film zeichnet das Porträt eines jungen Mannes, der Literaturgeschichte schreibt, sich verliebt und den Widersprüchen des Lebens begegnet.

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Er war ein Versicherungsjurist, der das Schreiben und die Verantwortung als Sohn und zukünftiger Ehemann in einem konservativen Prager Elternhaus am Rande des Ersten Weltkriegs unter einen Hut bringen musste. Dabei besass er, wie keiner je zuvor, ein Talent für die Verschmelzung von Realismus und Fantasie samt brutal formulierter Verzerrungen von Bürokratien und Menschen, die in surrealen Situationen stecken oder tödliche Kämpfe ausfechten müssen – so wie er selbst gegen die Tuberkulose. Die Rede ist von Franz Kafka, dem wir anlässlich seines 100. Todestages im Juni 2024 eine Reihe gewidmet haben. Nun ist die polnische Meisterregisseurin Agnieszka Holland das Wagnis eingegangen, sich Kafka in einem essayistischen, nicht-linearen Biopic anzunähern. Mit dem 1997 geborenen, noch kaum bekannten deutschen Schauspieler Idan Weiss als Kafka pendelt der Film virtuos zwischen dem so reichen wie flüchtigen Leben des Jahrhundertliteraten und einer dokumentierten Gegenwart, in der mit seinem Namen alles Mögliche verkauft wird: von Hamburgern über Schlüsselanhänger bis zu Ostereiern – eine Wendung, die kafkaesker kaum sein könnte. Übertroffen wird diese von der Tatsache, dass das Verhältnis der von Kafka geschriebenen zu den über ihn geschriebenen Worten eins zu zehn Millionen beträgt – ein Hype, den der Film so geschickt wie elegant umschifft.

Ein Film über Kafka, wie von ihm gemacht: Die 76-jährige polnische Regisseurin Agnieszka Holland hat mit «Franz K.» ein Meisterwerk über den Jahrhundertdichter, gleichzeitig ein Selbstporträt und ein Pamphlet über unsere Welt geschaffen und löst vielleicht auch bei uns Selbstreflexionen aus.

Hanspeter Stalder, Der andere Film

 

TICKETS und weitere INFOS finden Sie hier.

Mi 3.12.2025 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Rainer Moritz: «Mögen Sie Madame Bovary? – Lieblingsfiguren der Weltliteratur»

Nach einem facettenreichen, breit gefächerten Programm verabschiedet sich das Literaturhaus aus diesem Jahr mit einem kurzweiligen Literaturabend: Der Autor, Literaturkritiker und langjährige Leiter des Literaturhauses Hamburg Rainer Moritz, manchen auch bekannt als Mitstreiter im Schweizer Literaturclub des SRF, flaniert mit uns über die Avenuen der Literaturgeschichte und stellt uns raunend all jene vor, deren Wege wir kreuzen. Eine Hommage auf die Menschen aus Papier und Druckerschwärze, ohne die unsere Welt nur halb so bunt wäre – und ein Füllhorn von Literaturtipps in der Vorweihnachtszeit.

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Eine einzige Begegnung kann unser Leben verändern – das gilt auch für Begegnungen mit Figuren aus der Literatur. Manchmal kommen wir ihnen so nahe, dass sie uns vertrauter erscheinen als die Menschen in unserer Nachbar- oder Verwandtschaft. Wir finden uns in ihnen wieder, nehmen Anteil an ihren Schicksalen, reiben uns an ihnen und wollen sie nicht mehr missen. Sie bringen uns zum Nachdenken, zum Lachen oder zum Brodeln, nehmen uns mit in fremde Welten und erweitern unseren Horizont.

Rainer Moritz lädt ein zu einem Spaziergang durch die Weltliteratur, begleitet von einer äusserst vielfältigen und höchst subjektiven Auswahl seiner Lieblingsfiguren – von Dagobert Duck über Emma Bovary, Troubadix, Dubslav von Stechlin und den Kleinen Nick bis hin zu Emily Grimes. (Wussten Sie zum Beispiel, dass Goethes Gattin geohrfeigt, Anna Seghers beschimpft oder Samuel Beckett mit einem Zahnstocher konfrontiert wurde?) Für den Abend in St. Gallen setzt Moritz zudem einen besonderen Fokus auf die Frauen in der Weltliteratur.

»Rainer Moritz‘ neues Werk versprüht den Charme des Spezialisten und Trüffelsuchers, der volksnah Lesetipps gibt.« Hamburger Abendblatt

Rainer Moritz, geboren 1958 in Heilbronn. Studium der Germanistik, Philosophie und Romanistik. Promotion 1988. Von 1989 bis 2004 im Verlagswesen tätig. Seit 2005 Leiter des Literaturhauses Hamburg. Literaturkritiker, Autor und Übersetzer.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Brigitte Friedrich

 

Fr 21.11.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Elisabeth Joris: «Mattmark 1965»

Am 30. August 1965 donnerte eine Eislawine auf die unter dem Allalingletscher liegenden Arbeiterbaracken für den Bau des Staudamms Mattmark und begrub 88 Menschen unter sich; 56 kamen aus Italien…

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Die Herausgeberin lässt die in den Bau involvierten Frauen zu Wort kommen und beleuchtet die Unterschiede in der Erinnerungskultur: In der Schweiz steht Mattmark heute vorwiegend für einen beliebten Wanderweg vom Saastal ins italienische Macugnaga.

Elisabeth Joris (Hg.), freischaffende Historikerin in Zürich, hat zahlreiche Beiträge und mehrere Bücher zum Forschungsschwerpunkt Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht, u. a. zu geschlechtsspezifischen Aspekten der sozialen Bewegungen, der Migration, der Entwicklung im Alpengebiet, der politischen Partizipation und der Arbeit. Sie ist Vizepräsidentin der Stiftung für Erforschung der Frauenarbeit.

Moderation: Marina Widmer

Begrüssung: Maria Pappa

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Florian Bachmann

 

Ostschweizer Literaturgespräch #21 — Mi 12.11.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Viviane Egli & Jolanda Piniel: «Spurwechsel»

Zwei Autorinnen, die neben und/oder nach einem vielseitigen beruflichen Leben Lyrik und Prosa schreiben, stellen ihr heutiges literarisches Schaffen vor und sprechen über ihren Weg hin zur Dichtung.

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Von der Ethnologie, Publizistik, Redaktion, wissenschaftlichen Mitarbeit und von der Archäologie, Theaterkritik, Geschäftsleitung, der Tätigkeit als Unternehmerin, Veranstalterin und vielem mehr zur Schriftstellerin.

Mehr zu Jolanda Piniel…

Mehr zu Viviane Egli hier und hier…

Gesprächsleitung: Ruth Erat

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich über reservierung@wyborada.ch

 

Fotos:

Viviane Egli (li.) ©Alberto Venzago

Jolanda Piniel (re.) ©Ayse Yavas

STELLENAUSSCHREIBUNG — Bewerbungsfrist: 10. November 2025
Fundraising und Assistenz Geschäftsleitung Literaturhaus St. Gallen (30%)

Das Literaturhaus St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Nach einer fünfjährigen Aufbauphase soll das Literaturhaus weiter ausgebaut werden. Für diese attraktive Aufgabe suchen wir eine literaturbegeisterte Person im Bereich Fundraising und als Assistenz der Geschäftsleitung.

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Seit 1986 betreibt der Verein Wyborada die Bibliothek und Fonothek Wyborada, heute ansäsig an der Davidstrasse 42 in St. Gallen. Im Zuge einer Neuausrichtung wurde die Fachbibliothek im Herbst 2019 um ein Literaturhaus erweitert. Ein kuratiertes Programm bietet heute Raum für regionale, nationale und internationale Autor*innen, Performer*innen und Wortschaffende.

Das Literaturhaus St. Gallen ist im Auf- und Ausbau. Für diese attraktive Arbeit suchen wir per 1. Januar 2026 oder nach Vereinbarung eine literaturbegeisterte Person für

Fundraising und Assistenz Geschäftsleitung Literaturhaus St.Gallen (30%)

Aufgabenbereiche:

  • Fundraising
  • Ausbau und Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen
  • Ankündigung von Veranstaltungen auf diversen Plattformen

 

Zusätzlich zu den Kernaufgaben übernehmen Sie bei Bedarf weitere Aufgaben, die an die Präsenz vor Ort gebunden sind.

 

Anforderungen:

  • Begeisterung für Literatur und genreübergreifende Formate
  • Erfahrung im Fundraising
  • Arbeitserfahrung in kulturellem Umfeld
  • kommunikative, gut vernetzte Persönlichkeit
  • ausgezeichnetes Organisationsvermögen
  • Kenntnisse im Umgang mit Social Media

 

Wir bieten:

  • eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche Tätigkeit in einem attraktiven und profilierten Kulturprojekt
  • ein kleines Team
  • viel Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiraum
  • zentral gelegener Arbeitsort in der Nähe des Hauptbahnhofs St. Gallen

 

Für Fragen steht Anya Schutzbach, Geschäftsleitung Literaturhaus St. Gallen, telefonisch unter +41 79 251 3954 oder per Mail unter literaturhaus@wyborada.ch zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per Mail bis 10. November 2025 an literaturhaus@wyborada.ch.

Do 6.11.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Zsuzsanna Gahse: «Spielbeginn»

In ihrem neuen Buch erzählt die im Thurgau lebende Autorin von Sprache, von ihrer klanglichen Vielfalt, von ihrer Fähigkeit, sich stets neuen Zeiten und Umständen anzupassen, sowie vom unerschöpflichen Archiv, das in jeder Sprache eingelagert ist.

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Und ganz nebenbei zeigt sie, wie modernes Theater zugleich erzählend und szenisch sein kann: Eine  zwölfköpfige Theatertruppe erprobt auf einer Bühne, was Theater sein kann. Sie atmen, wittern, schlucken und pusten, spielen mit ihren Stimmen und Bewegungsmöglichkeiten, dann reden sie los, später singen sie sogar.

Mit auf der Bühne ist eine Erzählfigur, die die Handlung kommentiert und kurze Anweisungen gibt, doch auch die Schauspieler mischen sich mit Improvisationen ein, sodass fortwährend neue Fragen und überraschende Situationen entstehen, mal komisch, mal bedrohlich.

In einem zweiten Teil notiert Anton einzelne Beobachtungen bei einer Reise mit dem Schauspielkollegen Oskar in der Bodensee-Gegend. Beide staunen über die Unterschiede von Aussprache, Tonfall und Tempo in den einzelnen Regionen, zudem versuchen sie, die Sprachen von Reisenden und Migranten wahrzunehmen, sodass auch fremde Sprachen mitspielen.

Moderation: Ruth Erat

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, aufgewachsen in Wien und Kassel, lebte längere Zeit als Schriftstellerin in Stuttgart und Luzern, zurzeit wohnt sie in Müllheim, Schweiz. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. aspekte-Literaturpreis (1983), Adelbert-von-Chamisso-Preis (2006), Italo-Svevo-­Preis (2017), Werner-Bergengruen-Preis (2017), Schweizer Grand Prix Literatur (2019).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Maurice Haas

Mi 29.10.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #11: Sibylle Berg, «PNR – La Bella Vita» und «Viel gut essen»

Sibylle Berg hat ein Wohlfühlbuch geschrieben. Ein Wohlfühlbuch für Menschen, die sich extrem ungern wohlfühlen. – Oder: «Manchmal braucht es Utopien, um zu verstehen, wie sehr unsere Welt aus den Fugen geraten ist.» (Sibylle Peine, news.at)

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Die Autorin und Dramatikerin Sibylle Berg galt bislang als «die freundlich unbestechliche Chronistin des alltäglichen Elends», als «die Meisterin des Spotts, eine Virtuosin der Verachtung und des Zorns». Ihre Romane – und auch ihre Stücke – sind der analytische, oft gnadenlose Spiegel einer Gesellschaft, die wir nur zu gut kennen. Was aber passiert, wenn der gutgelaunte Hass von einst einer radikalen Hoffnung gewichen ist?

Hat da jemand Utopie gesagt?

Ja!

Im Rahmen der Reihe LooT, wo Literatur und Theater sich treffen, ist also endlich auch einmal Sibylle Berg zu Gast – pünktlich mit Erscheinen Ihres neuen Buchs. In dem es um Revolutionen geht. Nicht solche, die (fast) jede oder jeder machen kann. Sondern eine, die nur ein paar Nerds schaffen, nämlich: Eine neue Gesellschaftsordnung aufbauen. Nach einer solcherart gelungenen Revolution, die das Finanz- und Gesellschaftssystem sanft beseitigt hat, wird sie endlich errichtet: die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus.

Gleichzeitig kommt die Dramatikerin Berg zu Wort, natürlich selbst und im Gespräch mit einem Gegenüber, aber auch durch Auszüge aus einem ihrer Theatertexte, «Viel gut essen», auf die Bühne gebracht von Mitgliedern des Ensembles des Schauspiel St. Gallen.

Im Gespräch mit Andreas Tobler (Tages-Anzeiger) wird so der Bogen gespannt vom Dunklen («Viel gut essen») ins Helle nach der Revolution: «PNR – La Bella Vita».

»Berg knüpft präzise bis ins Detail an unsere Gesellschaft und Gefühle an – und packt dadurch den Leser von innen her, direkt. Michel Houellebecq ist ein lieblicher Chorknabe im Vergleich mit der hochbegabten Kaputt-Schreiberin Sibylle Berg.« Tages-Anzeiger

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst 27 Theaterstücke, 15 Bücher und wurde in 34 Sprachen übersetzt. Berg ist Herausgeberin von drei Büchern und verfasst Hörspiele und Essays. Sie erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. den Schweizer Buchpreis, den Grand Prix Literatur, den Bertolt-Brecht-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Seit 2024 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei Kiepenheuer & Witsch erschienen zuletzt die Romane »GRM/Brainfuck« (2019) und »RCE« (2022) sowie der Gesprächsband »Nerds retten die Welt« (2020) und der Gedichtband »Try Praying« (2024).

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der Gemeinschaftsreihe LooT.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen siehe im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Heta Multanen

 

Di 28.10.2025 — 19.30 Uhr (!) — Palace — Zwinglistr. 3, Blumenbergplatz
Nadia Brügger, Valerie-Katharina Meyer: «Widerstand und Übermut»

Na­dia Brüg­ger und Va­le­rie-Ka­tha­ri­na Mey­er (Hg.) über be­kann­te und ver­ges­se­ne Schweizer Au­torin­nen der 1970er-Jah­re. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe «Erfreuliche Universität» des Palace St. Gallen. ACHTUNG: Türöffnung 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr – nicht, wie im gedruckten Programmheft ausgeschrieben, 20 Uhr.

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Die 70er waren für die Frauen in der Schweiz eine Aufbruchszeit: sie erkämpften das Frauenstimmrecht, eröffneten das erste Frauenhaus, gründeten Verlage und Frauenbuchläden. Auch die literarische Produktion von Frauen nahm zu. Manche Autorinnen kennen wir bis heute, viele gingen in der Geschichte vergessen.

Die Herausgeberinnen blicken zurück und zeigen, wie Frauen wie Gertrud Leutenegger, Laure Wyss, Hanna Johansen oder die Ostschweizerin Helen Meier die Schweizer Literaturlandschaft verändert haben.

«Endlich gibt es auch in der Schweiz einen weiblichen Kanon.» Die Zeit

 

Nadia Brügger und Valerie-Katharina Meyer haben an der Universität Zürich in Germanistik promoviert. Neben ihrer akademischen Forschungsarbeit sind sie als Jurorinnen, Moderatorinnen und Lektorinnen im schweizerischen Literaturbetrieb tätig. «Widerstand und Übermut» ist ihr erstes gemeinsames Buchprojekt.

In Kooperation mit dem Palace St. Gallen und dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz.

Eintritt Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz); Kulturlegi Fr. 5.- (nur mit Ausweis gültig)

Tickets nur über das Palace St. Gallen.

Türöffnung: 19.00 Uhr, Beginn* 19.30 Uhr.

*Beginn nicht 20 Uhr, wie im gedruckten Programmheft ausgeschrieben

Foto: Nadia Brügger (li.), Valerie-Katharina Meyer (re.) ©Anja Fonseka

GLÜCKWUNSCH!
Wir gratulieren Dorothee Elmiger zum Deutschen Buchpreis 2025

…und erinnern uns noch gut an den wundervollen Abend mit ihr am 1. Oktober in der Lokremise St. Gallen. Wohl alle die dabei waren, würden es bestätigen: Der Preis ist absolut verdient. Alles Gute für den Weg, den sie und «Die Holländerinnen» jetzt nehmen!

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So 12.10.2025 — 19.30 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Christian Kracht: «Air»

Jedes Buch von Christian Kracht ist ein Ereignis. Es begann mit «Faserland» und fand seinen vorläufigen Höhepunkt mit «Eurotrash». In diesem Jahr erschien mit «Air» der nächste Roman des «wichtigsten Schweizers, den die deutsche Literatur hat», so das Literaturhaus Frankfurt in seiner Ankündigung. Um was geht es?

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In der kleinen schottischen Stadt Stromness auf den Orkney Inseln lebt Paul, ein Schweizer Dekorateur und Inneneinrichter. Als er von einem Design-Magazin einen obskuren, aber lukrativen Auftrag aus Norwegen erhält, begibt er sich auf eine Reise, die ihn an die Grenzen seiner Welt und weit darüber hinaus führt.

Der neue Roman des Kultautors ist «…ein aussergewöhnliches Stück Literatur, das wunderbar und wie ein Solitär aus der zeitgenössischen Produktion herausragt», so der Tagesspiegel. Kracht führt uns darin in eine Parallelwelt, in der ein rachsüchtiger Fürst die Bevölkerung einer geheimnisvollen Steinstadt unterjochen will.

Aus dem Geiste einer radikalen Romantik erzählt er eine faszinierende Geschichte vom Hier und vom Dort, die uns aus unserer spätmodernen, leerlaufenden Zivilisation in eine gleissende, verspiegelte Landschaft der Literatur. Unser Leben: ein Traum.

 

Christian Kracht, geb. 1966 in der Schweiz. Seine Romane »Faserland«, »1979«, »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten«, »Imperium«, »Die Toten« und »Eurotrash« sind in über 30 Sprachen übersetzt. Hier gehts zur Website des Autors.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Zur besseren Planung danken wir für eine Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©David Lieske

 

Mi 1.10.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #10 — Dorothee Elmiger: «Die Holländerinnen»

Ostschweizer Buchpremiere: Dorothee Elmiger präsentiert ihren neuen Roman im Rahmen Gemeinschaftsreihe «LooT» von Literaturhaus und Theater. Eine beunruhigende Geschichte von Menschen und Monstren, von Furcht und Gewalt, von der Verlorenheit im Universum und vom Versagen der Erzählungen.  

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Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Strassenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter Theatermacher, der sie für sein neuestes Vorhaben zu gewinnen versucht – ein in den Tropen angesiedeltes Stück, die Rekonstruktion eines Falls. Wenige Wochen später bricht sie auf, um sich der Theatergruppe auf ihrem Gang ins tiefe Innere des Urwalds anzuschliessen…

Wer diesen Text betritt, fällt in den Abgrund unserer Welt und blickt mit aufgerissenen Augen in die Finsternis.

 

Dorothee Elmiger, geb. 1985 im Appenzell, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in New York. Ihre Bücher »Einladung an die Waghalsigen« (2010), »Schlafgänger« (2014) und »Aus der Zuckerfabrik« (2020) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert und vielfach ausgezeichnet.

Moderation: Martin Bieri.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen.

TICKETS Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen.

VORVERKAUF nur über das Theater St. Gallen über diesen Link.

RESTKARTEN an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Georg Gatsas

*** AUSVERKAUFT *** Mi 24.9.2025 — 19 Uhr — Stiftsbibliothek St. Gallen, Barocksaal, Klosterhof 6d
Sandra Richter: «Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben»

Die Veranstaltung ist ausverkauft. Eine Warteliste wird nicht geführt.

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Rainer Maria Rilke – seine epochemachende Literatur hallt bis heute nach. Wer aber war Rainer Maria Rilke? – Anlässlich seines 150. Geburtstags widmen sich drei St. Galler Institutionen gemeinsam diesem rastlosen Geist, das Literaturhaus St. Gallen, die J.S. Bach-Stiftung und die Stiftsbibliothek St. Gallen. Bach trifft Rilke: Lesung, Musik, Gespräch.

Offen sein und schreiben, mehr wollte Rilke nicht: ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Als Autor erfuhr er »das ganze Leben […], als ob es mit allen seinen Möglichkeiten mitten durch ihn durchginge«.

Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Autorin der jüngst bei Insel erschienen Biografie arbeitet mit neuen Quellen, die mit Ankauf des grossen Rilke-Archivs nach Marbach gelangt sind. In ihrem Buch erscheint der Autor nicht als der weltabgewandte Einsiedler, sondern robust, durchsetzungsfähig, heiter und selbstironisch – und in Finanzdingen beschlagener, als man gemeinhin annimmt. Im Gespräch mit Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, stellt sie diese Kultfigur einer ganzen Epoche in ein neues Licht.

Ein ganz eigenes Licht werfen Musiker/innen der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen auf Rilkes Werk und Wesen. Entlang zentraler Themen, die seine Texte durchziehen, interpretieren sie den Dichter auf ihre Weise – und spannen auch mittels ihrer historischen Instrumente einen zeitübergreifenden Bogen vom Barock bis ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. Mit Jennifer Ribeiro Rudin (Gesang) und Daniel Rosin (Violoncello).

Literaturhaus und Bachstiftung freuen sich sehr, dass diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek in deren Barocksaal stattfinden kann. Das Weltkulturerbe bietet den adäquaten Rahmen für eine Begegnung zweier künstlerischer Solitäre, die nur ausserhalb der gängigen Limitationen von Raum und Zeit möglich ist.

 

*** Die Veranstaltung ist ausverkauft ***

 

EINTRITT Fr. 30.- / erm. 25.-* (*Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Förderkreis J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, Freundeskreis der Stiftsbibliothek St. Gallen)

VORVERKAUF nur über die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen über diesen Link. RESTKARTEN an der Abendkasse ab 18:45 Uhr. Begrenzte Platzzahl, Tickets im Vorverkauf empfohlen.

Foto Sandra Richter: David Ausserhofer

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus St. Gallen, der J.S. Bach-Stiftung und der Stiftsbibliothek St. Gallen.

seit Di 23. September — Literaturhaus Lesekreis /2 — Gegenwartsliteratur
Vincenzo Todisco: «Der Geschichtenabnehmer» und Ulrike Ulrich: «Zeit ihres Lebens»

Der LL /2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab September mit Vincenzo Todiscos «Der Geschichtenabnehmer», ab November mit dem neuen Roman von Ulrike Ulrich, «Zeit ihres Lebens».

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Lesen ist das eine, aber mit andern unverkrampft über das Gelesene in Austausch treten und sich mit den entsprechenden Schriftstellerinnen und Schriftstellern austauschen ist noch viel, viel intensiver.

In diesem Lesekreis widmen sich die Teilnehmenden in fünf Treffen von September bis Januar aktuellen Neuerscheinungen. Neben Hintergrundinformationen zu den AutorInnen und ihren Büchern, informiert Gallus Frei-Tomic über weitere Perlen der Gegenwartsliteratur und Literaturrosinen im Veranstaltungskalender.
Das Besondere an diesem Lesekreis: Ein Abend mit der Autorin / dem Autor im kleinen Kreis bietet die seltene Gelegenheit zu einem quasi «privaten» Gespräch über das Buch, ihr Schreiben.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (min. 10 / max. 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr: (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Termine

jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.

  • 23. September
  • 21. Oktober (mit Vincenzo Todisco, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
  • 11. November
  • 16. Dezember
  • 13. Januar 2026 (mit Ulrike Ulrich, im Bürgerratssaal des Stadthauses)

 

Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir

*** Diese Veranstaltung fällt leider aus *** Di 23.9.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
A. L. Kennedy: «Alle freuen sich»

Die Veranstaltung mit A.L. Kennedy am 23. September 2025 muss wegen Erkrankung der Autorin leider abgesagt werden. Wir bedauern dies sehr. Bereits gekaufte Tickets werden zurückerstattet.

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Eine Panik-Attacke mitten in einem Londoner Bahnhof, eine frisch verheiratete Frau, die unsicher ist, ob sie nicht doch einen Fehler gemacht hat, oder eine Protagonistin, die sich nach dem Verlust von Mann, Tochter und Mutter in einem neuen Leben einrichten muss – die schottische Schriftstellerin ist bekannt dafür, sich mit den dunklen Seiten der Gesellschaft auseinanderzusetzen, den entsprechend unangenehmen Fragen aber mit Humor und leisem Optimismus zu begegnen. In den dreizehn in diesem Buch versammelten Erzählungen schreibt Kennedy mit so viel Mitgefühl, dass sie auch wenig optimistischen Leserinnen und Lesern Hoffnung gibt. Und auch der bekannte ironische, trockene Humor, den man von A. L. Kennedy kennt, fehlt in diesen Texten nicht.

Sprachlich eindrücklich und mit inhaltlichem Tiefgang beweist die Autorin einmal mehr, wie sehr ihr die dichte Form der Erzählung liegt.

Moderation: Marcy Goldberg.

Das Gespräch findet auf Englisch statt, Lesung in deutscher Sprache.

A. L. Kennedy, 1965 im schottischen Dundee geboren, Autorin, Filmemacherin, Dramatikerin, zählt zu den wichtigsten englischsprachigen Autorinnen und Autoren. Sie lebte lange in Glasgow, zog 2012 nach London und später nach Wivenhoe in der Grafschaft Essex. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, dem Somerset-Maugham-Award oder dem Heine-Preis.

Marcy Goldberg ist schweizerisch-kanadische Film- und Kulturwissenschaftlerin. Sie unterrichtet an mehreren Schweizer Kunsthochschulen, moderiert Gespräche und Podien an diversen Festivals und Kulturveranstaltungen und arbeitet als freie Publizistin, Übersetzerin und Medienberaterin. Sie ist regelmässiger Gast in der Talksendung Kultur-Stammtisch von Eric Facon und gelegentliche Gesprächspartnerin in der Sternstunde im Schweizer Fernsehen

 

*** Die Veranstaltung fällt aus! ***

 

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Miklós Klaus Rózsa

 

Sa 20.9.2025 — 20 Uhr — Palace — Zwinglistr. 3, Blumenbergplatz
Jessica Jurassica: «Gaslicht»

Ein #Me­Too-Ro­man, in­sze­niert als «per­for­ma­ti­ves Hei­lungs­mo­ment». Mit Jes­si­ca Ju­ras­si­ca (Text/Per­for­mance), Be­lia Win­ne­wis­ser (Sound/Vo­cal­de­sign) und An­na Dippert (Szen­o­gra­fie/Licht­de­sign).

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«Gaslicht», das neue Buch der Musikerin, Künstlerin, Autorin und Bloggerin Jessica Jurassica, dreht sich um eine Leerstelle in einem Leben, für die es nur unzulängliche Wörter zu geben scheint. Rundendrehend schält «Gaslicht» Zeitschichten ab, häutet das Raumzeitkontinuum, um der anachronistischen Natur des Traumas auf den Grund zu kommen.

Eine Gewalterfahrung hat die Protagonistin zu einer Art Seismograph gemacht. Das Geschehene hallt nach und will aufgezeichnet werden. Sie begibt sich auf eine Reise, New York, Wien, Lissabon, Meran und die Zentralschweiz, im «Gepäck» das fragmentarische Echo ihres Stammbaums: von Urgrossmüttern, die in den 1920ern in Manhattan arbeiteten bis zu Dorothea von Flüe im 14. Jahrhundert.

In der Performance und Inszenierung wird übers Buch hinaus ein Raum geschaffen zur Überwindung der Sprachlosigkeit, die der Erfahrung psychischer Gewalt folgt.

Jessica Jurassica (*1993) gelangte 2020 mit ihrer erotischen Fan-Fiction »Die verbotenste Frucht im Bundeshaus« über einen fiktiven Bundesrat in nahezu alle Schweizer Medien – und wurde von der Bundeskanzlei abgemahnt. Ihr Debütroman »Das Ideal des Kaputten« erschien 2021 und erhielt mehrere Preise. Mit dem Euro-Dance-Duo CAPSLOCK SUPERSTAR hat sie zwei Alben veröffentlicht, und unter dem Titel Jessica Jurassicas Lifestyle Blog schreibt sie über Popkultur und gesellschaftspolitische Themen. Jessica Jurassica lebt in Basel.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Palace. Mehr hier…
Eintritt Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)
Tickets nur über das Palace per Klick auf diesen Link.
Türöffnung 19.30 Uhr
Foto: ©Mia Nägeli
Mi 10.9.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #20: Brigitte Herrmann & Peter Zünd

Künstler/innen suchen ihren Weg in schwierigen politischen Zeiten auf unterschiedlichen Wegen. Im Gespräch mit Ruth Erat stellen die Autorin und der Kurator ihre Annäherungen an die politische Haltung zweier Malerinnen vor.

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Peter Zünd als Kenner der Textzeugnisse von Hedwig Scherrer, Brigitte Herrmann als Autorin von «Die Suche nach der eigenen Farbe. Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein».

Brigitte Herrmann, geb. 1967 in München, lebt in Lutzenberg/CH. Sie studierte Geschichte in Köln und Florenz und absolvierte ein journalistisches Volontariat beim Münchner Merkur. Herrmann arbeitet als Dramaturgin und/oder Pressereferentin an Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist Geschäftsführerin von netzwerkTanz Vorarlberg.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung über reservierung@wyborada.ch (nicht zwingnd, aber für unsere Planungen hilfreich).

Foto Brigitte Herrmann: ©@stefaniemomobeck

Foto Peter Zünd: ©V. Zünd

Do 4.9.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Dörte Hansen: «Zur See»

Zur Saisoneröffnung lädt das Literaturhaus ein zu einer Reise an die Nordsee: In ih­rem neu­en Ro­man er­zählt die Best­sel­ler­au­torin Dörte Hansen vom Wan­del ei­ner In­sel­welt, der Un­er­bitt­lich­keit des Mee­res, von ver­weh­ten Träu­men, von Brü­chen und Wun­den. Mit anschliessendem kleinen Apéro.

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Die Fähre braucht vom Festland eine Stunde auf die kleine Nordseeinsel, manchmal länger, je nach Wellengang. Hier lebt in einem der zwei Dörfer seit fast 300 Jahren die Familie Sander. Drei Kinder hat Hanne grossgezogen, ihr Mann hat die Familie und die Seefahrt aufgegeben. Nun hat ihr Ältester sein Kapitänspatent verloren, ist gequält von Ahnungen und Flutstatistiken und wartet auf den schwersten aller Stürme. Tochter Eske, die im Seniorenheim Seeleute und Witwen pflegt, fürchtet die Touristenströme mehr als das Wasser, weil mit ihnen die Inselkultur längst zur Folklore verkommt. Nur Henrik, der Jüngste, ist mit sich im Reinen. Er ist der erste Mann in der Familie, den es nie auf ein Schiff gezogen hat, nur immer an den Strand, wo er Treibgut sammelt. Im Laufe eines Jahres verändert sich das Leben der Familie Sander von Grund auf, erst kaum spürbar, dann mit voller Wucht.
Mit ihren Büchern «Altes Land» und «Mittagsstunde» begeisterte die Journalistin und Schriftstellerin zahlreiche Leser/innen und auch Jurys. Auch mit «Zur See» hat sie es sofort wieder auf die Bestsellerlisten geschafft. Darin wird die wunderbar atmosphärische Geschichte über eine kleine Nordseeinsel und ihre Bewohner erzählt.
Immer geht es in Hansens Büchern um Einsamkeit und Verlust – und um den ewigen Wandel von Mensch und Natur.
«Ein Gesellschaftsroman unserer Zeit, der von den modernen Verzweiflungen ebenso viel weiss wie vom Klimawandel und von den drohenden Katastrophen.» Volker Weidermann, Die Zeit
Moderation: Luzia Stettler.
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, arbeitete nach ihrem Studium der Linguistik als Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Ihr Debüt „Altes Land” wurde zum „Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels” und zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman „Mittagsstunde” erschien 2018, wurde wieder zum SPIEGEL-Jahresbestseller und mit dem Rheingau Literatur Preis sowie dem Grimmelshausen Literaturpreis ausgezeichnet.
Dörte Hansen lebt mit ihrer Familie in Nordfriesland.
EINTRITT Fr. 25.-/erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis
VORVERKAUF über Eventfrog.ch.
ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch
Für die Betreuung des Büchertischs danken wir der Buchhandlung Comedia.
Foto der Autorin: ©Sven Jaax

Mi 27.8.2025 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #20: Hapiradi Wild

Zum 20. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention – diesmal zum Thema Muttersprache.

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Für die Künstlerin Hapiradi Wild ist Muttersprache mehr als ein Mittel der Verständigung. Sie versteht Sprache als gelebte Haltung, als Resonanzraum innerer Welten. Worte sind für sie Träger von Freude, Neugier, Melancholie, Vision – und auch Illusion. Muttersprache klingt in jedem Menschen anders, ist aber stets Ausdruck einer Idee vom Leben. In ihrer künstlerischen Auslegeordnung erkundet Wild die Sprache als Macht, Gedanken und Vorstellungen zu teilen – eine wunderbare, widerständige Kraft, die sich selbst immer wieder neu verhandeln will.

«Ich habe keine Muttersprache», sagt Hapiradi Wild. In ihrem aktuellen Artist in Residence-Stipendium der Ausserrhodischen Kulturstiftung erforscht sie die Sprache ihrer thailändischen Mutter. Sie kehrt nach Rorschach zurück, dem Ort ihrer Ankunft in der Schweiz, um dort auch die Bücher ihrer thaisprachigen Mutter zu übersetzen.

Als Zwischenstation auf einem längeren Weg der Translation und Transformation gibt die Künsterlin im Studio der Bibliothek Wyborada Einblick in ihr aktuelles Projekt.

Hapiradi Wild, 1974 in Rorschach aufgewachsen, gründete 2011 «Das kleine Amt», agiert aktivistisch und wohnt heute in Trogen, wo sie die «Kleine Uni Trogen», eine Reihe mit öffentlichen Kolloquien zu gesellschaftlichen Fragestellungen realisiert.

 

Eintritt frei / Kollekte

Mit der Veranstaltungsreihe «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

Portrait von Hapiradi Wild; Foto: ©Christian Sanwald

Erste Seite aus dem Buch ihrer Mutter.

Das Cover des Buches, das die Tochter der Autorin im Rahmen ihres Artist-in-Residence-Stipendiums übersetzt.

seit Di 26.8.2025 — Literaturhaus Lesekreis /1 — Klassiker der Weltliteratur — Stadthaus der Ortsbürgergemeinde — Gallusstrasse 14
John Williams: «Stoner»

Der LL /1 widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach einem der grossen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. Der Lesekreis ist ausgebucht. Bei Interesse an unseren nächsten Lesekreis-Angeboten wenden Sie sich gern an literaturhaus@wyborada.ch.

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John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schliesslich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird. Stoner ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heisst, ein Mensch zu sein.

Termine jeweils 18.30 – 20 Uhr

  • Auftaktveranstaltung: 26. Aug., 18:30 Uhr
  • 30. September
  • 14. Oktober
  • 11. November
  • 16. Dezember

Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.

Anmeldung, Teilnahmegebühr Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 10 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch Wir lesen die Sonderausgabe von dtv (ISBN: 978-3-423-28209-3). Es gibt verschiedene Ausgaben, Taschenbücher und Hardcover; zur besseren Abstimmung über die Seitenzahlen empfiehlt sich jedoch, dass allen Teilnehmenden die gleiche Ausgabe vorliegt. 

Foto John Williams: © Special Collections-University of Arkansas Libraries

Literaturhaus St. Gallen: Das Herbstprogramm 2025

Voilà! Unser Programm August bis Dezember. Wer es gern gedruckt nachhause geschickt bekommt, dem empfehlen wir eine Mitgliedschaft ;- ) Ab dem 13. August aber auch vor Ort erhältlich in der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus, Davidstrasse 42 zu den Öffnungszeiten (Mi/Do 10-19 Uhr) – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an denen die Kultur zuhause ist: Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen und allen KooperationspartnerInnen des Literaturhauses St. Gallen.

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Sommerpause Literaturhaus – und kleiner Ausblick Herbst

Mit der Lesung von Michael Köhlmeier am 1. Juli in der Stiftsbibliothek St. Gallen verabschiedete sich das Literaturhaus nach 17 Veranstaltungen, 2 Lesekreisen und einem Schreibkurs in die Sommerpause. Weiter gehts am 4. September mit…

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Dörte Hansen, gefolgt von einem Ostschweizer Literaturgespräch, mit Jessica Jurassica, der Rilke-Biografin Sandra Richter und A.L. Kennedy. Weitere Highlights des Herbstprogramms sind Dorothee Elmiger, Christian Kracht oder eine neuen Ausgabe von LooT mit Sibylle Berg.

Den eigentlichen Auftakt macht bereits am 27. August die Bibliothek Wyborada mit einer weiteren Folge der Reihe Artist’s Choice, zu Gast die Künstlerin Hapiradi Wild.

Das vollständige Herbstprogramm finden Sie ab Ende Juli auf dieser Homepage, unsere Mitglieder erhalten es ab etwa Mitte August auch postalisch zugeschickt. – Sie sind noch kein Mitglied? Über diesen Link gehts ganz leicht 😉

Wir freuen uns, wenn Sie nach den Ferien wieder unsere Gäste sind und wünschen eine schöne Sommerzeit!

Di 1.7.2025 — 19 Uhr — Stiftsbibliothek St. Gallen, Barocksaal, Klosterhof 6d
Michael Köhlmeier: «Das Schöne. 59 Begeisterungen»

Das Literaturhaus verabschiedet sich mit einer besonderen «Verführung» in die Sommerpause: Im Barocksaal der Stiftsbibliothek lädt der Autor Michael Köhlmeier ein zu einer ganz persönlichen Reise, von Tolstoi über Mozart bis zu Batmans Joker. Eine Verführung zum Lesen, Hören und Offen-in-die-Welt-Schauen.

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Zu wem spricht Kunst? Hat Shakespeare das Menschliche erfunden – oder gar den Menschen? Hat Bob Dylan die schönste Ausformung antiker Lyrik geschaffen? Was ist überhaupt das Schöne? Köhlmeier flaniert durch die Welt – und verbindet sein Staunen mit den grossen und kleinen Fragen der Gegenwart.

Moderation: Anya Schutzbach.

Michael Köhlmeier, geb. 1949, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk oder 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada)

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.

TICKETS über diesen Link bis zum 30. Juni zum Ticketshop der Stiftsbibliothek

ABENDKASSE: Am 1. Juli ab 17 Uhr im Museumsshop der Stiftsbibliothek.

Foto: ©Peter Hassiepen

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Stiftsbibliothek St. Gallen.

Einsendeschluss: 30. Juni 2025
Wortmeldungen von Nachwuchautor/innen gesucht!

Die Crespo Foundation ruft junge Autor/innen dazu auf, sich für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zu bewerben.

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„Die Sorge um die Sätze“ – Wie schreibt sich Arbeit in Körper und Texte ein und was kommt nach der Erschöpfung? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Josefine Soppa, Trägerin des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2025, formuliert wurde.

Nachwuchsautor/innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatext oder literarischen Essay von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich volljährige Autor/innen, die weder eine eigenständige Buchpublikation (betrifft auch E-Books) veröffentlicht noch einen Vertrag mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Den vollständigen Aufruf und die Statuten zum Herunterladen hier… , und hier… geht es zum Einreichungsformular.

Fr 27.6 bis So 29.6.2025 — Hotel Linde in Heiden (AR)
Autobiografie Festival Heiden

Für alle, die sich fürs autobiografische Schreiben interessieren: Am letzten Juniwochenende findet im Hotel Linde in Heiden das fünfte Autobiografie Festival statt. Begegnen Sie spannenden Menschen und Lebensgeschichten! Vor dem Hintergrund des aktuellen Literaturhaus Schreibkurses weisen wir gern auf dieses Festival hin.

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Die Autor:innen Joe Bürli, Wolfram Schneider-Lastin, Antoinette Capitelli, Aldo Clerici, Sandra Findeisen, Verena Jordan-Culatti, Yvonne Schlatter, Hansjörg Häberli, Klara Obermüller, Walter Morgenthaler und Christoph Schönberger lesen aus ihren autobiografischen Texten und bekommen ein Echo von der Schriftstellerin Sabrina Habel und dem Philosophen Georg Kohler.

Den Rahmen des Festivals bilden drei Veranstaltungen, zu denen auch nicht Festivalteilnehmer:innen eingeladen sind:

27. Juni, 10.00 Uhr: Einführungsreferat von Karin Weber und Andreas Ennulat, «Catharina Sturzenegger (1854–1929) und das Rote Kreuz: Über die Lebensgeschichte einer initiativen und mutigen „Steh-auf-Frau“ mit Stationen im Appenzellerland, in Serbien und in Japan»

28. Juni, 20 Uhr: Der Volkskundler Alfred Messerli im Gespräch mit dem Schriftsteller und Essayisten Martin R. Dean.

29. Juni, 10 Uhr: Visionierung des Films Max Frisch, Journal I-III des kürzlich verstorbenen Regisseurs Richard Dindo (Kino Rosental).

Das Programm im Detail finden Sie hier.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier, und zur Homepage des Festivals über diesen Link.

 

Sa 14.6. bis Sa 21.6.2025 — Haus Max Burkhardt — Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon: «Wagnisse»

Am 14. Juni um 19.00 eröffnet das Haus Max Burkhardt in Arbon die Literaturtage 2025 – in diesem Jahr unter dem Motto «Wagnisse». Das Programm finden Sie in diesem Beitrag, unter hausmaxburkhardt.ch/aktuell, Auskunft und Reservation laufen über ruth.erat@gmx.ch oder andreagerster@gmx.ch. Kostenloser Eintritt zu allen Veranstaltungen, es gibt eine Kollekte.

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Die Woche unter dem Zeltdach im Garten und im Blauen Haus startet am Samstag, 14. Juni mit dem Schriftsteller und Performer Christian Uetz: Unter dem Titel «Das nackte Wort, pure Poesie» rezitiert Christian Uetz Romanpassagen, sowohl veröffentlichte und unveröffentlichte Gedichte.

Am Sonntag 15. Juni folgen ab 11 Uhr die lyrischen Wagnisse. Begleitet von Brigitte Meyer am Cello sind Gedichte von Ruth Erat, dem Songwriter Shqipton Rexhaj, Bettina Balàka, Erika Kronabitter, Fiona Feuz und Andrea Martina Graf zu hören. Dazwischen: Suppe und Brot, Süsses und Zeit zum Geniessen und Reden.

Am Mittwoch, 18. Juni um 19 Uhr liest Sunil Mann aus seinem Erzählband «Denn bleiben tun sie nie», am Donnerstag, 19. Juni Dagmar Schifferli aus ihrem Roman «Auch Fische können ertrinken».

Für Kinder und Familien warten die Literaturtage Arbon mit einem Figurentheater und einen Comic Workshop auf. Im «Kappeli», an der Kapellgasse 1, ist  am 14. Juni um 11 Uhr  das Figurentheater edthofer engel «Fundbüro im Wald» zu Gast. Am 21. Juni um 11 Uhr wird mit «Wehe, wenn sie losgelassen» in der Stadtbibliothek ein Comic Workshop zu eigenen Wagnissen anleiten.

 

Mi 11.6.2025 — 19 Uhr — DenkBar — Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #19: das.kollektiv

das.kollektiv: Marie-Claire Baumann, Judith Egger, Gabriele Clara Leist.
Beim Schreiben im Kollektiv entsteht eine gemeinsame Intuition, ein schöpferisches Vernetztsein, eine innere Verwandtschaft. Die Frage, wer den Text geschrieben hat, tritt in den Hintergrund und auf erzählerische Linearität wird bewusst verzichtet. Wie sich für die drei Frauen diese Art des literarischen Schreibens ergeben hat, ist Thema des von Ruth Erat geleiteten Gesprächs.

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Gemeinsam zu schreiben, ist eine langjährige Erfahrung für Marie-Claire Baumann, Judith Egger und Gabriele Clara Leist. So erkundeten die drei Frauen ab 2005 Themen wie «Labyrinth», «Erinnerung» oder «Kleider – Stoffe – Textiles». Die Texte dazu entstanden teils im gemeinsamen Atelier, teils auch an getrennten Schreiborten. Immer wieder erlebten sie, wie ein Schreiben miteinander – auch über eine Distanz hinweg – einen magischen Raum zu schaffen vermag, Themen breit auslotet und Texte innere Verwandtschaften offenlegen. Die Texte vernetzten sich quasi wie von selbst. Das warf die Frage auf: «Ist eine individuelle Autorschaft für solche Texte noch angemessen?»

Als Antwort darauf gründeten die Frauen «das.kollektiv». Sie experimentieren nun seit rund zwei Jahren mit Sprache, Genres und Formen. Eine personengebundene Autorschaft gibt es im kollektiven Schreiben nicht mehr. «Wir als Schreibende treten zurück, der Text hat Vorrang», sagen sie. «Als Folge davon schöpfen Texte ihre Spielräume eigenwillig aus. Diese Haltung ist für uns als Schreibende befreiend. Denn so gehören die Texte sich selbst, können ihre Kraft entfalten und sich ereignen.»

Der Abend ist Gespräch und Lesung zugleich. Die Frauen zeigen den Prozess hin zu «das.kollektiv» auch anhand von Textbeispielen und geben Einblick in ihren aktuellen Schaffensprozess; ein Weg mit offenem Ausgang.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada), Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr. Anmeldung gern über reservierung@wyborada.ch

Mi 4.6.2025 — 20 Uhr — Theater St. Gallen — Lokremise LOK 1 — Grünbergstrasse 7
LꝏT #9: Katja Riemann, «Nebel und Feuer»

Die gemeinsame Reihe mit dem Theater St. Gallen LooT (Literatur an der Schnittstelle zum Theater) präsentiert in ihrer 9. Ausgabe eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen – die sich sowohl zwischen kommerziellem Kino und arthouse bewegt, als auch im Theater und der Musikwelt zuhause ist: Katja Riemann. Sie liest aus ihrem neuen Buch – und spricht über ihren Leben und Schreiben auf und für verschiedene Bühnen.

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Um was es geht: Die Musikerin Johaenne steht auf ihrem Fenstersims im fünften Stock, der Friedhof ist praktischerweise nebenan, der Mann ist aus ihrem Leben verschwunden, aber die Liebe zu ihm ist geblieben. Sie begreift, dass sie keine Selbstmörderin ist. Tastend setzt sie ihre Schritte in ein neues Leben.

Katja Riemann gelingt in ihrem Debüt «Nebel und Feuer» die eindringliche Beschreibung einer apokalyptischen Gegenwart (es ist unsere!), und ein mitreissendes Plädoyer gegen das Verschwinden von Menschen, Natur, Freiheit und Vertrauen.

Im Rahmen der Reihe LꝏT liest die Schauspielerin und Autorin aus ihrem Roman – und spricht über ihre Arbeit zwischen den Disziplinen auf und jenseits der Bühnen.

Zuletzt erschienen ihre Sachbücher «Jeder hat. Niemand darf. Projektreisen über humanitäre Arbeit» und «Zeit der Zäune» über Orte der Flucht.

Eine Kooperation mit dem Theater St. Gallen.

Tickets Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); weitere Ermässigungen siehe im Warenkorb des Ticketshops Theater und Konzert St. Gallen.

Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen (Mitglieder, Studierende) sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar! Restkarten an der Abendkasse des Theaters.

Foto: ©Sabine Wiedenhofer

Di 27.5.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — BUCHVERNISSAGE
Ruth Erat: «Wintersee»

Ruth Erats neu­er Ro­man «Wintersee» ist ein Ab­tau­chen in die Er­in­ne­rung – auf meh­re­ren Zeit­ebe­nen, die auf- und ab­schau­keln wie Wel­len im See. Buchpremiere mit kleinem Apéro im Anschluss. Moderation: Eva Bachmann.

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Julia ist am Bodensee aufgewachsen, zum Studium weggegangen, doch immer wieder zurückgekehrt. Sie nahm auch die Beziehung zu dem Gefährten ihrer frühen Jugend, Pierre, wieder auf – doch während eines gemeinsamen Kajak-Ausflugs bei stürmischem Wetter ging er im Wintersee verloren… Erinnern und Vergessen, Verschwinden und Auftauchen, Lebenskampf und Resignation – Ruth Erats neuer Roman ist ein Abtauchen in die Erinnerung, auf mehreren Zeitebenen.

Mehr zu Buch und Autorin auf der Verlags-Homepage.

Die Autorin ist mit «Wintersee» eingeladen zu den diesjährigen Solothurner Literaturtagen.

Ruth Erat ist 1951 in Herisau geboren. Sie wuchs in Bern und Arbon auf. Heute lebt sie in St. Gallen. Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich. 1985 Promotion mit einer Arbeit zur Lyrik von Mechthild von Magdeburg. Erat ist Verfasserin von Prosa, Lyrik und dramatischen Werken. Sie ist auch künstlerisch tätig: Zeichnungen, Malerei, Installationen.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana im Rahmen des Jubiläumsprogramms «Sangallensien 2025».

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Mehr zum Jubiläum «Sammeln – 200 Jahre Sangallensien» finden Sie hier…

Foto Ruth Erat: ©Silvia Wiegers-Meyer

Di 13.5.2025 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
«Fliegen Tanzen Wirbeln Beben» – die Übersetzerin Irma Wehrli über Katherine Mansfield

Im Rahmen der Reihe «…was mit Büchern» und vor dem Hintergrund, dass sich der aktuelle Literaturhaus Lesekreis mit der Autorin Katherine Mansfield beschäftigt, nimmt uns die literarische Übersetzerin Irma Wehrli mit in die Welt dieser Ikone moderner Weiblichkeit, die ihre Frauenfiguren so sensibel wie unsentimental und nuanciert entwirft und zu den gossen Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts gehört.

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Für ihren brillanten Stil wurde Mansfield selbst von Virginia Woolf bewundert. Irma Wehrli, die von Thomas Wolfe bis Gertrude Stein zahlreiche Autor*innen der klassischen Moderne übersetzt hat, gibt im Gespräch mit Anya Schutzbach Einblicke in ihre Werkstatt, beantwortet Fragen und plaudert aus dem Nähkästchen ihrer vielfältigen Übersetzungserfahrungen mit den Schwerpunkten englische und amerikanische Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Manfred Papst über den Kurzgeschichtenband «Die Gartenparty» (Manesse Verlag): «Splendide Neuübersetzung von Irma Wehrli, die der atmosphärischen Dichte der Originale sehr nahe kommt. Mansfield war eine Meisterin der Short Story in der Nachfolge Tschechows…. Es verwundert nicht, dass Virginia Woolf diese grandiose Erzählerin beneidete – und mit ihr befreundet war.» NZZ Bücher am Sonntag

Irma Wehrli wurde 1954 in Liestal geboren und studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Basel. Seit 1984 arbeitet sie als freie Übersetzerin von englischsprachiger Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und hat Texte von u. a. Rudyard Kipling, Thomas Hardy, Thomas Wolfe, Walt Whitman und Katherine Mansfield ins Deutsche übertragen.

Foto Irma Wehrli: ©Christoph Wehrli

 

Katherine Mansfield (1888 – 1923) war eine neuseeländisch-britische Schriftstellerin. Angeregt von frühen russischen Realisten, besonders Tschechow, und im regen Austausch mit ihren Freunden Aldous Huxley, Virginia Woolf und D.H. Lawrence, begann Katherine Mansfield Erzählungen zu schreiben, die die Tradition der modernen «Short Story» im angloamerikanischen Sprachraum begründeten. Ihren literarischen Ruhm hat sie nicht mehr auskosten können: Eine Lungenkrankheit zwang sie zu häufigen Aufenthalten in ausländischen Sanatorien, und erst 34-jährig starb sie am 9. Januar 1923 in Fontainebleau bei Paris.

Do 8.5.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — BUCHVERNISSAGE
Monika Schnyder: «Tramontana». Gedichte

Der neue Lyrik-Band der St. Galler Autorin: Sechs Zyklen, die von ihren vielfältigen geographischen, archäologischen, historischen und kulturellen Interessen zeugen, erschienen im Caracol Verlag. Buchvernissage mit Apéro.

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In «Tramontana» hat Monika Schnyder Zyklen zusammengestellt, die von ihren vielfältigen geographischen, archäologischen, historischen und kulturellen Interessen zeugen. Die Autorin ist eine begeisterte Reisende. Ihre Gedichte sind ein bald furioser, bald heiterer Mix aus Er-lebtem und Er-lesenem.

Die Zyklen lauten: Gemachte Wetter, un gelato al limone, Störfrequenzen, Wie auf Schienen, Tief tiefer, Texel. Die Autorin berichtet von Sturm und Wetter, beschwört italienisches Ambiente, widmet sich den Gefiederten, taucht ein in Historie und Archäologie, besucht Texel, die Grösste der Westfriesischen Inseln.

SIE ERSCHEINEN ZUR

Mittagszeit sonnen sich auf den
Deichen kämmen ihr Haar und
sind verschwunden untergetaucht
die Nixen die Töchter Wotans
kaufen ein im Dorfladen den Korb
am Arm wie wir anderen auch
Du erkennst sie einzig an ihrem
nassen Kleidersaum

Moderation: Ruth Erat.

Helena Rüdisühli und Willi Häne begleiten den Abend mit Musik und Gesang.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek Vadiana im Rahmen des Jubiläumsprogramms «Sangallensien 2025».

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Mehr zum Jubiläum «Sammeln – 200 Jahre Sangallensien» finden Sie hier…

Monika Schnyder im Caracol Verlag siehe hier…

Foto: ©Hanspeter Schiess

"Lieblingsbuch": Di 29.4.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40
Patrick Holzapfel: «Hermelin auf Bänken»

«In Patrick Holzapfels Debüt flaniert ein junger Mann durch Wien. Ein Jahr lang verbringt er fast all seine Tage auf Sitzmöbeln. Kaum Action, aber dennoch ein poetischer, existenzialistischer und oft auch urkomischer Roman. Ein Buch, das man auch politisch lesen kann – und dabei wunderbar entschleunigen.» Markus Tischer, SRF

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Als der Protagonist so durch den neunten Wiener Bezirk läuft, geschieht etwas für ihn ganz Unerhörtes: Er kommt vom geraden Weg ab und folgt den mäandernden Schritten eines in Hermelin gehüllten Obdachlosen. Fortan verbringt er als «Müßigsitzer» seine Zeit auf Bänken und mit Obdachlosen in der Stadt Wien und entwickelt eine regelrechte Philosophie des Sitzenbleibens. Es sind poetische und melancholische Szenen – ein Buch, das auf unaufgeregte Art existenzielle Fragen anspricht.

«Ein unfassbar wunderbares Buch!» Elke Heidenreich

Patrick Holzapfel, in Augsburg geboren, lebt in Österreich. Er arbeitet als Schriftsteller, Filmkritiker und freier Kurator.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada) / Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr. Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Viktor Sommerfeld

9.4. bis 17.4.2025
Frühlingsferien Bibliothek

Ab Mittwoch, 23. April ist die Bibliothek wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (10 – 19 Uhr) besetzt. Wir freuen uns auf Sie, Dich und Euch!

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LESUNG & GESPRÄCH: Mi 2.4.2025 — 19 Uhr — SQUARE — Guisanstrasse 20, 9010 St. Gallen
Jonas Lüscher: «Verzauberte Vorbestimmung»

Die Kritiker knien reihenweise nieder vor dem neuen Roman von Jonas Lüscher: Ein «Donnerschlag» in der Welt der Literatur, (Andreas Platthaus, FAZ), ein «Jahrhundertroman» (Wiebke Porombka, Deutschlandfunk). – Im Anschluss an das «Artist in Residence»-Programm der Universität St Gallen (mit einem öffentlichen Panel am Dienstag, 1. April) liest der Autor auf Einladung des Literaturhauses, Moderation Anya Schutzbach. Mit anschliessendem Apéro.

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Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? – Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Lüscher von einer Gegenwart, die gern mehr über die Zukunft wüsste und nähert sich aus literarischer Perspektive den Fragen, die unsere Gegenwart – und Zukunft – prägen: Kapitalismus und Digitalisierung.

Worum es im Roman geht, ist gar nicht einfach zu sagen, denn Lüscher durchquert die Jahrhunderte und Schauplätze wie in einem Fiebertraum: Von der industriellen Revolution bis in die nahe Zukunft, von Flandern und Böhmen bis nach Ägypten. Zudem geht es um das komplexe Verhältnis von Mensch und Maschine; ein Thema, zu dem Lüscher, durch eine Corona-Erkrankung von ihn am Leben erhaltenden Apparaten abhängig gewesen, ein ganz persönliches Verhältnis entwickelte.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem SQUARE der Universität St. Gallen. Anfahrt siehe hier…

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

Vorverkauf über Eventfrog.ch, Abendkasse ab 18.30 Uhr (Anmeldung über reservierung@wyborada.ch hilfreich). Freie Platzwahl. Begrenzte Platzanzahl.

«KI und der Mensch»: Panel mit Jonas Lüscher am 1. April

Am Dienstag, 1. April um 18 Uhr findet ein öffentliches Panel mit Jonas Lüscher ebenfalls im Square statt. Mit Prof. Dr. Naomi Haefner, Dozentin für Computer Science, einem Studierenden aus dem Philosophie-Club und Melanie Osan, Dramaturgin am Square. Nähere Infos über diesen Link, Eintritt frei.

Foto Jonas Lüscher: ©Peter-Andreas Hassiepen

Das Literaturhaus-Programm April bis Juli 2025

Für alle, die beim Öffnen dieses Beitrags das Gefühl haben, sie hätten was an den Augen oder ihre Brille sei vielleicht nicht mehr ganz die richtige: Entwarnung. Hier hat uns die Tücke der Technik ein Schnippchen geschlagen, aber «wir arbeiten daran». Den gedruckten Programmleporello in gestochen scharf finden Sie in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten, sowie an vielen anderen Orten der Kultur in St. Gallen. Und natürlich überall dort, wo das Literaturhaus «zu Hause» ist.

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Was sich hinter diesen Namen verbirgt – zumindest, was ihre Lesungen im Literaturhaus St. Gallen betrifft – erfahren Sie auf dieser Homepage und über unseren Newsletter.

Noch nicht angemeldet? Es geht ganz leicht: per Klick auf diesen Link.

Das Literaturhaus zu Gast beim Wortlaut Literaturfestival St. Gallen: Sa 29.3.2025 — 18 Uhr — Lokremise — Grünbergstrasse 7
Leon de Winter: «Stadt der Hunde»

Der aktuelle Roman des Niederländers Leon de Winter ist eine virtuose Parabel über Liebe, Verlust, Hoffnung und den verschlungenen Weg im Labyrinth des Lebens.

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Seit seine Tochter zehn Jahre zuvor in Israel verschwunden ist, kehrt der renommierte niederländische Gehirnchirurg Jaap Hollander jedes Jahr dorthin zurück. Diesmal wird er vor Ort gebeten, eine äusserst riskante Gehirnoperation durchzuführen, die ihm vielleicht eine neue Spur zu seiner Tochter eröffnet.

Leon de Winter, geb. 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, gehört zu den international bekanntesten niederländischen Schriftstellern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem ›Welt‹-Literaturpreis (2002). Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen im Rahmen des Wortlaut Literaturfestival St. Gallen.

Moderation: Anya Schutzbach. Lesung: Christian Hettkamp (Ensemblemitglied des Theaters St. Gallen).

EINTRITT / TICKETS

Es gelten gesonderte Eintrittspreise. Tickets über das Wortlaut Literaturfestival . Begrenzte Platzanzahl.

Personen mit Festivalpass: Eintritt frei, bevorzugter Einlass

Einzeltickets: Nur an der Abendkasse und nach Platzverfügbarkeit ab kurz vor 18 Uhr erhältlich.

Foto: ©Paul Tolenaar

 

Sa 22.3.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Gaea Schoeters: «Trophäe»

Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer ausserordentlichen erzählerischen Wucht. Indem sie Elemente des Genres der «colonial hunting literature» aufgreift, entlarvt Schoeters den kolonialen weissen Blick auf den afrikanischen Kontinent. Man kann diesen Roman als Aufforderung lesen, Denkmuster zu hinterfragen – oder auch als mitreissenden Dschungel-Thriller.

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Eine der spannendsten Entdeckungen, der neue Roman der gefeierten flämischen Autorin und Librettistin:

Hunter White (sic!), die Hauptfigur dieses aussergewöhnlichen und verstörenden Romans, ein steinreicher Amerikaner, gehört zur erlauchten Clique der Grosswildjäger und hatte sie schon alle vor der Flinte, Elefant, Büffel, Löwe und Leopard. Jetzt will er endlich die «Big Five» vollmachen und in Afrika ein Nashorn schiessen, Artenschutz hin oder her. Aber Geld kennt wenig Grenzen, Hunter kommt zu seinem Ziel (wenn auch anders, als geplant), inklusive reinem Gewissen, denn: «Ethik hat überall auf der Welt die gleiche Farbe: die des Dollars».

Von der FAZ als «literarischer Wiedergänger von Joseph Conrads ‹Herz der Finsternis›» gefeiert, ist «Trophäe» ein Text von enormer erzählerischer Wucht, «eine grosse Parabel von der Natur des Menschen und der Natur im Widerstand gegen den Menschen» (Robert Menasse).

Moderation: Luzia Stettler.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

VORVERKAUF über Eventfrog.ch.

ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Sébastien Van Malleghem

Do 13.3.2025 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Martina Hefter: «Hey, guten Morgen, wie geht es dir?»

»Ein so trauriges und zugleich witziges Buch, so elegant und zart, wie ich es nicht nur auf Deutsch lange nicht gelesen habe, ein Roman über Krankheit und Alter und Einsamkeit und das Internet und die Schönheit der Fiktionen. Einen würdigeren Gewinner des Deutschen Buchpreises hat es lange nicht gegeben.« Daniel Kehlmann

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Juno ist Künstlerin, sie tanzt und spielt Theater. Tagsüber pflegt sie ihren kranken Mann, Jupiter. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet – deren Masche sie natürlich durchschaut. Wer belügt hier wen?

Deutscher Buchpreis 2024, Grosser Preis des deutschen Literaturfonds 2024, Wiesbadener Literaturpreis 2024, Prix Grand Continent, nominiert für den Bayerischen Buchpreis: Klarsichtig und witzig, melancholisch und zuversichtlich zugleich erzählt Martina Hefter von den Bedürfnissen und Sehnsüchten eines Lebens, und darüber, wie weit man für die Liebe geht.

Die Pressestimmen zu diesem Buch sind so zahlreich und überwältigend, dass wir hier auf den Link zum Presseportal des Verlags verweisen 😉 Dort scrollen bis «Presse-Stimmen».

Moderation: Anya Schutzbach

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Kunstverein St. Gallen); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

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ABENDKASSE ab 19 Uhr; für unsere Planung danken wir für Ihre Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Maximilian Gödecke

Buchpremiere mit Apéro — Do 6.3.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Andrea Gerster: «Bleibender Schaden»

Verlust und Neuanfang – der neue Roman der Ostschweizer Autorin Andrea Gerster. Auf gekonnte Weise lässt sie uns die Metamorphose einer Frau miterleben, die sich ihren Dämonen stellen und nochmals neu anfangen muss. Eine innere Reise, die nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Verantwortung fragt und sich spannend wie ein Krimi liest.

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Anda findet Luk bei ihrer Heimkehr bewusstlos auf dem Boden. Doch statt Hilfe zu holen, tut Anda – nichts. Sie ist wie gelähmt. Lang schon hat sie den Boden unter den Füssen verloren, die Ehe steckt seit Jahren in einer Dauerkrise. Als könnte Luks Zusammenbruch eine letzte Chance sein, versucht Anda mit aller Kraft, sich aus einem Leben zu befreien, dem sie nicht gewachsen ist – und das sie so nie wollte.
Anka muss sich ihren Dämonen stellen. Eine innere Reise, die nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Verantwortung fragt und sich dabei so spannend wie ein Krimi liest.

Andrea Gerster, geboren 1959 in Schaffhausen, ist vielseitig künstlerisch tätig. Neben ihrer langjährigen Arbeit als Journalistin für Tageszeitungen und Magazine organisierte sie u.a. auch zahlreiche Literaturveranstaltungen. 2002 wandte sie sich überwiegend dem literarischen Schreiben zu. Andrea Gerster wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit einem Anerkennungspreis der UBS Kulturstiftung. Sie lebt im Kanton Thurgau. Zuletzt erschienen u.a. «Verlangen nach mehr» (Roman, 2014), «Alex und Nelli» (Roman, 2017).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Foto: ©Miklós Klaus Rózsa

*** AUSGEBUCHT*** — Schreibkurs Literaturhaus April-Juni 2025 — Stadthaus der Ortsbürgergemeinde — Gallusstrasse 14
Wer bin ich, wenn ich schreibe? Und wie schreibe ich über mich?

Schreibkurs mit Ariane Novel (Lektorin und Ghostwriterin). Auftaktveranstaltung am 4. April, 18:30 Uhr. Bis Ende Juni zweiwöchentliche Treffen à 2×50 min., insgesamt 6 Termine. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Ende der Anmeldefrist: 18. März 2025. Teilnehmerzahl 8 bis maximal 10 Personen, Durchführung ab Mindestzahl 5 Personen.

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Wer an einem Scheidepunkt steht und nicht weiss, welche Richtung er einschlagen soll, sucht nach Antworten. Oder: Man stellt sich die Frage, wie man an den Punkt gelangt ist, an dem man nun steht. Für all diese tiefgreifenden Momente im Leben gibt es immer eine Praxis, die man ausüben kann, ohne gleich viel Geld für einen Therapeuten auszugeben: das literarische Schreiben.

«Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts.» Dieses Zitat von Søren Kierkegaard ist inzwischen eine abgedroschene Phrase – aber im Schreibprozess verhält es sich genau so: Ein Verständnis für das eigene Ich kann rückblickend erschrieben werden. Aber nicht nur das, es kann auch erneut erlebt werden. Schreiben mit allen Sinnen, Zugriff auf Erinnerungen, alte Gefühle rückblickend verstehen: All das kann zu neuen Erkenntnissen führen. Im Schreibkurs erkunden wir gemeinsam, was es alles benötigt, um über sich selbst zu schreiben.

Aufbau der Kurseinheiten

1. Ins Schreiben kommen. Wie fange ich an? Wo? – Schreibübungen helfen, um die ersten Hemmungen abzubauen.
2. Was ist eigentlich eine Autobiografie? Geschichte und Beispiele eines Genres und dessen Weiterentwicklung. (Mit Literaturliste.)
3. Wie gestalte ich den Text, damit ich ihn gerne lese? Oder: Meine Leser*innen sollen meinen Text gerne lesen. Wie gelingt mir ein Spannungsbogen, wenn es keinen «echten» Plot gibt?
4. Für wen schreibe ich eigentlich? – Über die eigene Zielgruppe nachdenken.
5. All about memories. Wie kann ich dem trauen, was ich erlebt habe? Anhand von Schreibübungen üben wir den Zugriff auf längst verblasste Erinnerungen.
6. Lesung! Die Teilnehmenden können ihre Texte vorlesen und im vertrauten Kreis diskutieren. Fragen, Schwierigkeiten und Themen des jeweiligen Textes werden gemeinsam diskutiert.

Feedback auf die eigenen Texte zu erhalten – von der Kursleiterin und den Kursteilnehmenden –, die Probleme des Schreibens zu benennen und den eigenen Text weiterzuentwickeln sind die Ziele dieses Schreibkurses. Das Programm wird im Detail an die Bedürfnisse der Kursteilnehmenden angepasst.

Über die Kursleitung

Ariane Novel, Studium der Komparatistik und Romanistik in Berlin, München und Montpellier. Anschliessend Sachbuch-Lektorin bei Droemer Knaur, später bei der Münchner Verlagsgruppe. Anfang
2022 machte sie sich als Lektorin und Ghostwriterin selbstständig. Aktuelle Co-Leiterin des Wortlaut – St.Galler Literaturfestivals.
Bereits während ihres literaturwissenschaftlichen Studiums legte sie ihren Schwerpunkt auf das autobiografische Schreiben, seit rund zwölf Jahren begleitet sie Autorinnen und Autoren beim Verfassen ihrer Memoirs und Autobiografien.

Zeitraum: April/Mai/Juni, mit einer Pause vom 19.-26. Mai
Zeitpunkt: abends von 18–20 Uhr oder samstag von 14–16 Uhr.
Geplant sind 6 Kurseinheiten. Auf Wunsch können diese auf 8 erweitert werden. Damit sich bei den Kursteilnehmenden ein Prozess entwickeln kann und eine Vertrautheit entsteht, um die eigenen Texte auch zu zeigen, hat sich ein längerer Kurs bewährt. Die Kurseinheiten können auch wöchentlich stattfinden. Termine und Frequenz werden beim Auftaktreffen am 4. April gemeinsam bestimmt. Wer am 4. April verhindert ist, kann im Vorfeld Terminpräferenzen bei der Kursleiterin anmelden.

Anmeldung und Kursgebühr 

Anmeldefrist bis 18. März 2025. Teilnehmerzahl 8 bis max. 10 Personen, Durchführung ab Mindestzahl 5 Personen. > Der Kurs ist ausgebucht.

Anmeldung und Auskünfte literaturhaus@wyborada.ch

Kursgebühr Fr. 450.- (zu bezahlen bis eine Woche vor Kursbeginn). Reduzierter Preis für Studierende, Arbeitslose, IV, AHV: Fr. 380.-; bitte einen entsprechend geeigneten Nachweis mit der Anmeldung per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

Foto Ariane Novel: ©Regentaucher Fotografie

Mi 26.2.2025 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #18: Tabea Steiner und das Kollektiv HOT

Zum 18. Ostschweizer Literaturgespräch hat Ruth Erat das Kollektiv HOT (Johanna Gschwend, Simone Olivadoti, Tabea Steiner, Julia Trachsel und Adam Vogt) in die DenkBar eingeladen.

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Das Gespräch mit dem spartenübergreifenden Kollektiv bietet Einblicke in interdisziplinäre Kunstprojekte und fragt nach der Entstehung und der Darbietung. In diesem Fall zum Thema Feuer: zum Lodern, Fantasieren und Fabulieren gebracht von Tabea Steiner und Simone Olivadoti (Text), Julia Trachsel und Adam Vogt (Illustrationen) und Johanna Gschwend (Fotografien und Ausstellungsprojekte).

Das interdisziplinäre Kollektiv Hot, bestehend aus Johanna Gschwend, Simone Olivadoti, Julia Trachsel, Adam Vogt, Tabea Steiner und dem 7er Studio (Eva Wolf und Basil Linder), formierte sich 2023 im Rahmen des Förderprogramms Literatur Ost+ und spielt seither mit dem Feuer.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über reservierung@wyborada.ch

Erscheinungsdatum der unten abgebildeten Publikation: März 2025.

ca. 240 Seiten
16 × 24 cm, Hardcover
Zahlreiche Abbildungen
4-farbig und s/w
Deutsch,
Liechtensteiner Dialekt
CHF 45.–

Die Texte dieser Publikation handeln von der Symbolkraft des Feuers, das sowohl künstlerische Träumerei als auch als Energiequelle und Basis unserer menschlichen Entwicklung ist. Zeichnung, Illustration, Fotografie und Textelemente werden miteinander in Verbindung gesetzt, befeuern sich gegenseitig, treten in Kontakt, ergänzen und irritieren sich.

Aufgeteilt ist die Publikation in zwei Erzählstränge: einen narrativen Teil mit fiktiven Wundern und Sagen aus der Ostschweiz und dazugehörigen Illustrationen, und einen kontrastierenden Teil pseudowissenschaftlicher Erkenntnisse und realer Wahrnehmungen von Erlebnissen rund um Feuer.

Lesung & Gespräch — Mi 19.2.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Thomas Strässle: «Fluchtnovelle»

Thomas Strässle erzählt von der Suche seiner Eltern nach einem Schlupfloch aus dem DDR-System und von der illegalen Einreise seiner Mutter in die Schweiz. Ein Zeitdokument über zwei junge Menschen, die für ihr Glück ihr Möglichstes riskierten.

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Strässles literarisches Debüt ist eine wahre Geschichte, bei der einem regelmässig der Atem stockt. Es ist die Geschichte von Menschen, die alles aufs Spiel setzten, eine wahre Geschichte von der Macht der Liebe gegen die Übermacht eines totalitären Systems – und: die Geschichte seiner Eltern. 1966 lernen sie sich in Erfurt kennen; er ein Schweizer Student, sie Studentin in Dresden. Eine grosse Liebe, getrennt vom Eisernen Vorhang. Minutiös wird die Flucht geplant, und dann kommt am Prager Flughafen doch alles anders, und beinahe… und wer weiss…

»Es ist ein Buch zum Verlieben. Nicht weil im Kern eine Liebesgeschichte steckt, sondern weil die Fluchtnovelle eine kleine literarische Perle ist. … In 27 kurzen Kapiteln schildert Thomas Strässle mit vielen liebevollen Details die Vorbereitungen und den Ablauf dieser Flucht und bettet sie zugleich ins historische Umfeld der 60er-Jahre ein. … Es ist eine Mischung aus historischer Recherche und literarischer Erzählung, Herzschlagmomente inklusive. …« Markus Gasser, SRF

Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden, Schweiz, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden. Heute ist er Leiter des transdisziplinären Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.

Moderation: Anya Schutzbach

Büchertisch: Buchhandlung Zur Rose

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS

Vorverkauf über Eventfrog.ch.

Abendkasse Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über reservierung@wyborada.ch. (Anmeldung nicht zwingend, aber hilfreich für unsere Planungen.)

Die Abendkasse ist ab 19.0 Uhr besetzt.

Freie Platzwahl. Begrenzte Platzanzahl.

Foto: ©Ayse Yavas

Mi 12.2.2025 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #19: Brenda Osterwalder

Die Bibliothek Wyborada wird zum 19. Mal mit Kunst bespielt: Dieses Mal von der Malerin Brenda Osterwalder.

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Gesammeltes Bild- und Textmaterial – Fotos, Worte, einzelne Sätze – sind Ausgangspunkt für die intuitiven Bilder von Brenda Osterwalder. Oft sind es auch literarische Werke, die ihr als Inspirationsquelle für die künstlerische Auseinandersetzung dienen.

Für Artist’s Choice stellt die Künstlerin Gemälde zusammen, die von Frauengeschichten erzählen und offenbart im Gespräch mit Karin K. Bühler die Beweggründe zu ihren Bildfindungen.

 

Brenda Osterwalder, 1971 in Altstätten geboren, hat erst Grafik in St.Gallen, dann Film in Berlin studiert und wohnt heute in Speicher.

 

Eintritt frei / Kollekte

Mit der Veranstaltungsreihe «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

Do 30.1.2025 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Marlen Haushofer. «Alle meine Personen sind Teile von mir.»

Lesung und Gespräch mit der Herausgeberin der Werkausgabe Lilane Studer. – Die österreichische Schriftstellerin Marlen Haushofer (1920 – 1970) zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen AutorInnen des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Ihr wohl berühmtester Roman: «Die Wand».

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»Ich habe ‚Die Wand‘ schon dreimal gelesen und bin noch lange nicht fertig!« Nicole Krauss

Marlen Haushofer, eine «Meisterin ohne Illusionen» (Manfred Papst) führte ein Doppelleben: Tagsüber war sie die Zahnarztgattin, die Mann und Söhne versorgte, in den frühen Morgenstunden jedoch und wenn die Männer ausser Haus waren, schrieb sie Romane, Erzählungen, Kinderbücher und Hörspiele.

Trotz ihres herausragenden literarischen Werks geriet die Autorin allerdings schnell in Vergessenheit. Noch zu Lebzeiten oft als «Hausfrauenliteratur» abqualifiziert, wird erst mit der jüngst erschienenen sechsbändigen Werkausgabe deutlich, wie aktuell ihre Texte sind, in denen sie Themen wie zerstörerisches Wachstumsdenken, Geschlechterverhältnis, Männerdominanz u.a. aufgriff – und wie dringlich ihre Romane und Erzählungen sind.

Die Mitherausgeberin der Werkausgabe, Liliane Studer, gibt im Gespräch mit Anya Schutzbach Einblick in Haushofers literarisches Universum und umreisst ihr erzählerisches Genie.

Lesung: Pascale Pfeuti

»Das Grundthema der Geschichten Marlen Haushofers ist eine erträgliche Sinnlosigkeit des Lebens.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch nicht zwingend, aber hilfreich.

Foto: ©Sybille Haushofer-Steyr

*** Diese Veranstaltung fällt leider aus *** KLASSIKER NEU GELESEN: Di 21.1.2025
Goethes «Wahlverwandtschaften» mit Dr. Heike Brandstädter

Die Lektüre des Literaturhaus Lesekreises im Herbst 2024 gab den Anstoss: Man kommt nie zu Ende, diesen Roman zu ergründen, der als Goethes bester und zugleich rätselhaftester bezeichnet wird! Hilfe kommt aus der Literaturwissenschaft: Dr. Heike Brandstädter ist tief eingetaucht in den Wahlverwandtschafts-Kosmos. Im Fokus ihres Vortrags (mit Lesung): Ottilie, die komplexeste Figur des Romans.

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Der Roman sei «vorerst unerschöpflich», so Reinhard Baumgart in seinem Nachwort zur Ausgabe der Wahlverwandtschaften im Diogenes Verlag; «Vorerst, das heisst: Solange sich die beiden Geschlechter so fremd und süchtig begegnen, wie in diesem Musterfall beschrieben.» Und: «Von Männer- und Frauenrollen, so könnte man heute sagen, handelt dieser Roman, von Männerphantasien, Frauenphantasien und ihrer mörderischen Unvereinbarkeit.»

Die Hamburger Literaturwissenschaftlerin, die heute in Konstanz lebt, nimmt das Publikum mit in die Welt der Klassik und Romantik. Ihre Publikation Der Einfall des Bildes. Ottilie in den «Wahlverwandtschaften» verspricht, uns die Figuren dieser Goethe’schen Versuchsanordnung – Charlotte, Eduard, den Hauptmann und vor allem Ottilie – näherzubringen.

Für alle Leserinnen und Leser und alle Neu- und Wissbegierigen – auch ohne vorherige Teilnahme am Literaturhaus Lesekreis 2024 zu den Wahlverwandtschaften.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, TeilnehmerInnen Lesekreis Literaturhaus/1 und Mitglieder Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Foto: © Franzis von Stechow

Mi 15.1.2025 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Petra Pellini: «Der Bademeister ohne Himmel»

Den Auftakt in die neue Saison macht die Vorarlberger Autorin Petra Pellini mit ihrem ‚Bademeister‘ – einem Lieblingsbuch der meisten Menschen, die es gelesen habe. Und es waren viele! Literaturkritikerin Christine Westermann sagt über den Roman: «Es gibt Bücher, die lange nachhallen. Dieses ist so eines. Steht auf meiner persönlichen Bestsellerliste ganz oben.» Denn:

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Hier wird ein schwergewichtiges Thema leichtfüssig erzählt: Wer Arno Geigers Erfolgsroman «Der alte König in seinem Exil» über seinen Vater gerne gelesen hat, wird auch diese, mit schnoddrigem Jugend-Ton, witzigen Dialogen und herzerwärmenden Szenen erzählte Geschichte über einen 86-Jährigen mögen, der Schwimmflügerln zählt und sich mit der Zahnbürste die Haare kämmen will. Petra Pellini schreibt über einen Menschen mit fortschreitender Demenz. Wie sie das tut, ist aber so berührend, heiter und zärtlich, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. (Karin Waldner-Petutschnig)

Eine 15-Jährige und ein 86-Jähriger kommen beide auf ihre Art nicht klar mit dem Leben. Linda hat eine schwierige Kindheit hinter sich und Hubert, ein Bademeister im Ruhestand, seine Vergangenheit verloren. Dreimal wöchentlich verbringt Linda den Nachmittag bei Hubert, um die polnische Pflegerin Ewa zu entlasten, die mit durchaus eigenwilligen Mitteln ihren Beruf ausübt. Feinfühlig und spielerisch begegnet Linda Huberts fortschreitender Demenz und versucht, den alten Bademeister im Leben zu halten. Bis das Schicksal ihre Pläne durchkreuzt … Mit Wärme und Humor erzählt Pellini vom Erwachsenwerden, vom Vergessen und einer einzigartigen Freundschaft.

Eine ganz zarte, heiter-melancholische Geschichte und dabei so wunderbar präzise erzählt. (Ewald Arenz)

Petra Pellini, 1970 in Vorarlberg geboren, lebt in Bregenz. Sie war lange in der Pflege demenzkranker Menschen tätig. Für diesen Roman wurde sie mit dem Vorarlberger Literaturpreis ausgezeichnet.  

Moderation: Karsten Redmann

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse ab 19 Uhr

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Foto: ©Nina Bröll

AUSGEBUCHT — Lesekreis Literaturhaus/1 — Klassiker der Weltliteratur
Katherine Mansfield: «Die Gartenparty»

Der LL/1 widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach der neuseeländisch-britischen Schriftstellerin Katherine Mansfield. Gelesen wird «Die Gartenparty» – eine Sammlung von 27 Kurzgeschichten.

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Nach fünf Romanen stehen für die neue Saison short stories von Katherine Mansfield auf dem Programm, versammelt in dem Band «Die Gartenparty».

Mit ihren Erzählungen schuf die neuseeländisch-britische Schriftstellerin eine moderne Form der englischen Kurzgeschichte und gleichzeitig ein Werk, das dank seiner psychologischen Raffinesse bis heute nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst hat. Wer moderne Literatur liebt, die unterhaltsam und raffiniert zugleich ist, kommt an dieser Autorin, die selbst Virginia Woolf als «die beste aller Schriftstellerinnen» bezeichnete, nicht vorbei.

Termine jeweils Dienstags, 18.30 – 20 Uhr

  • 11. Februar (Auftaktveranstaltung)
  • 25. März
  • 15. April
  • 13. Mai
  • 17. Juni

Eine Teilnahme an allen Terminen ist nicht zwingend.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (minimum 10 / maximal 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch: Wir lesen die Ausgabe der Manesse Bibliothek (im Handel die derzeit einzig verfügbare, aktuelle Ausgabe von Texten Katherine Mansfields (!). Ältere Ausgaben sind gewiss über die einschlägigen online-Antiquariate wie z.B. das ZVAB, booklooker oder momox im Netz aufzutreiben.

AUSGEBUCHT — Lesekreis Literaturhaus/2 — Gegenwartsliteratur
Tine Melzer: «Do Re Mi Fa So» und Urs Faes: «Sommerschatten»

Der LL/2, geleitet von Gallus Frei-Tomic, befasst sich ab Februar mit Tine Melzers «Do Re Mi Fa So», ab April mit dem neuen Roman von Urs Faes, «Sommerschatten».

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Lesen ist das eine, aber mit andern unverkrampft über das Gelesene in Austausch treten und sich mit den entsprechendne Schriftstellerinnen und Schriftstellern austauschen ist noch viel, viel intensiver.

In diesem Lesekreis widmen sich die Teilnehmenden sich in fünf Treffen von Februar bis Juli aktuellen Neuerscheinungen. Neben Hintergrundinformationen zu den AutorInnen und ihren Büchern, informiert Gallus Frei-Tomic über weitere Perlen der Gegenwartsliteratur und Literaturrosinen im Veranstaltungskalender.
Das Besondere an diesem Lesekreis: Ein Abend mit der Autorin / dem Autor im kleinen Kreis bietet die seltene Gelegenheit zu einem quasi «privaten» Gespräch über das Buch, ihr Schreiben.

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt (minimum 10 / maximal 12 Personen). Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 200.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Termine

jeweils Dienstags, 19 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada. Ausnahmen: Die Veranstaltungen in Anwesenheit der Autorin, des Autors.

  • 4. Februar
  • 4. März
  • 22. April (mit Tine Melzer, im Bürgerratssaal des Stadthauses)
  • 20. Mai
  • 1. Juli (mit Urs Faes, im Bürgerratssaal des Stadthauses)

 

Foto Gallus Frei-Tomic: © Yves Noir

Literaturhaus St.Gallen: Das Programm Januar bis März 2025

Voilà! Unser Programm für die ersten drei Monate in der Übersicht. Wer es lieber gedruckt hätte, dem senden wir es auf Anfrage gerne zu. Auch erhältlich in der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 zu den Öffnungszeiten (Mi/Do 10-19 Uhr) – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an dem die Kultur zuhause ist; Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen…

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Do 12.12.2024 — 20 Uhr — Lokremise, Grünbergstrasse 7
LꝏT #8: Pedro Lenz

Auf die meistgestellte Frage danach, wie er zu seinen Ideen kommt, meint Pedro Lenz: «Sie fliegen mir zu.»

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LooT*, die Achte. Diese Ausgabe ziert einen schweizweit bekannten Namen: Zu Gast ist der Mundartpoet, Alltagsbeobachter und humorvolle Spoken-Word-Artist Pedro Lenz. 

Pedro Lenz, geb. 1965 in Langenthal, ist Dichter, Schriftsteller und Kolumnist – und zugleich mit seinen Stücken auch auf dem Theater präsent; im Oktober 2023 feierte sein jüngstes Stück «Längizyti – oder furtga isch immer fautsch» Uraufführung.

Pedro Lenz schreibt so, wie die Leute reden, im Zug, auf der Strasse, in der Beiz; er schaut den Menschen aufs Maul. Seine Romane, Kolumnen und Bühnenprogramme sprechen dem Alltag in der Schweiz aus der Seele. Dass Lenz einen wesentlichen Teil seines Werks in Oberaargauer Mundart schreibt, ändert nichts an der Weltläufigkeit dieser Geschichten; er ist der Chronist der grossen Dramen im Leben der kleinen Leute.
Das gesprochene Wort steht in Pedro Lenz’ Schaffen gleichberechtigt neben dem geschriebenen: Hert am Sound heisst eines zum Beispiel eines seiner Bücher. Ob im Film oder auf der Bühne: Lenz’ Sound ist unverwechselbar.

Das Gespräch führt Martin Bieri, Dramaturg bei Konzert und Theater St. Gallen.

Eintritt Fr. 25.- regulär / diverse Ermässigungen.

Tickets nur über das Theater St. Gallen – im Vorverkauf über diesen Link oder an der Abendkasse des Theaters.

!! Achtung: Die Anwahl ermässigter Tickets im Webshop des Theaters ist erst möglich im Warenkorb: Zunächst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, anschliessend die jeweilige Ermässigung anwählen !!

*LooT – Literatur links with Theater: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Theater St. Gallen stellen wir in dieser Reihe Autorinnen und Autoren vor, die sowohl im sogenannten Literaturbetrieb zuhause sind als auch im oder auf dem Theater. Und die mit kühnen, und immer bemerkenswert eigenwilligen Texten die Welt von uns Lesenden bereichern.

Bislang zu Gast: Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, Emine Sevgi Özdamar, Ariane von Graffenried und Martin Bieri, Lukas Bärfuss, Joachim Meyerhoff und Madame Nielsen.

Foto ©Liliane Holdener

*** SCHWEIZER BUCHPREIS 2024 *** Mi 4.12.2024 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum, Museumsstrasse 32, St. Gallen
Zora del Buono: «Seinetwegen»

Die Zürcher Autorin Zora del Buono hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren. Dieses Drama verarbeitet sie in dem Roman «Seinetwegen» – und erhält dafür nun den Schweizer Buchpreis. Wir gratulieren! Und freuen uns, sie bald bei uns zu Gast zu haben.

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Del Buono zählt zu den renommiertesten Autorinnen der Schweiz. Ursprünglich hat sie als Architektin gearbeitet, ehe sie zu schreiben begann. Ihre bekanntesten Werke: die Familiensaga «Die Marschallin», die Novelle «Gotthard» über den Bau des Gotthardtunnels – und nun eben das frisch prämierte, autofiktionale Memoir «Seinetwegen».

Zora del Buono war acht Monate alt, als ihr Vater 1963 bei einem Autounfall starb. Der tote Vater war die große Leerstelle der Familie, Mutter und Tochter sprachen kaum über ihn. Wenn die Mutter ihn erwähnte, brach die Tochter mit klopfendem Herzen das Gespräch ab. Sie konnte den Schmerz der Mutter nicht ertragen. Jetzt, inzwischen sechzig geworden, fragt sie sich: Was ist aus dem damals erst 28-jährigen E.T. geworden, der den Unfall verursacht hat?

«Seinetwegen» ist der Roman einer Recherche: Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach E.T. «Ein packendes, lebenspralles Werk, das kunstvoll komponierte Journal einer Spurensuche, das mit verschiedenen Textsorten arbeitet.» NZZ; «Ein Buch über Schuld und Vergebung. Absolut lesenswert.» SRF

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Stefan Bohrer

Fr 29.11.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40
«Annemarie Schwarzenbach – Stationen einer Sehnsucht»

©Walter & Konrad Feilchenfeldt / Courtesy Fotostiftung Schweiz

Schriftstellerin, Weltreisende, Journalistin, Fotografin, Dichterin, melancholische Rebellin – ein musikalisch-literarisches Porträt von und mit Vera Bauer und Jelena Goldzycher.

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Abenteuerliche Reisen in alle Welt, leidenschaftlicher Erkenntnisdrang und rückhaltlose Liebe zu anderen Frauen – Annemarie Schwarzenbachs viel zu kurzes Leben (1908 – 1942) ist vor allem durchs eigene Schreiben protokolliert. Intensiv, sensibel und klug reagiert sie auf ihre Zeitumstände, schreibt gegen den Faschismus in Europa an und kämpft gegen ihre Traurigkeiten und Sehnsüchte.

Für ihr Programm zu Annemarie Schwarzenbach hat Vera Bauer Hunderte von unveröffentlichten Briefen aus Schwarzenbachs Nachlass recherchiert. In Zusammenarbeit mit der Musikerin und Komponistin Jelena Goldzycher schafft sie einen neuen, vertieften Zugang zu Leben und Werk dieser Autorin, die mit ihrem Lebensentwurf weit über ihre Zeit hinausweist, uns herausfordert, fasziniert und bewegt.

Vera Bauer ist Cellistin, Sprecherin und Bühnenautorin. Mit ihren Wort-und-Musik-Programmen bringt sie Werke und Visionen von Autorinnen, Schriftstellern und prägenden Persönlichkeiten verschiedener Zeiten auf die Bühne.

Jelena Goldzycher, geb. 1996 in Zürich, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violinspiel und wechselte bald zum Klavier. Heute ist sie Sängerin, Musiklehrerin und arrangiert daneben Lieder für das Theater.

Text & Sprache: Vera Bauer; Komposition & Musik: Jelena Goldzycher; dramaturgische Mitarbeit: Peter Schweiger

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen.

EINTRITT frei. Wir danken für eine Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

TÜRÖFFNUNG 18.30 Uhr.

Foto Bauer / Goldzycher: ©Stephan Bösch

Mi 20.11.2024 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #17: Clemens Umbricht & Florian Vetsch

Im Gespräch zwischen dem Autor, Übersetzer und Herausgeber amerikanischer und deutscher Beat-Literatur Florian Vetsch und dem Lyriker Clemens Umbricht geht es um das Übersetzen von Literatur – und darum, welche Herausforderungen hierbei zu bewältigen sind.

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Moderation: Ruth Erat.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St.Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-; Kultur-Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS an der Abendkasse ab 18.30 Uhr. Wir danken fürs Reservieren über literaturhaus@wyborada.ch

Clemens Umbricht, geb. 1960, schreibt Gedichte und arbeitet als Verlagsleiter in Teufen AR. Seit 1980 hat er mehrere Gedichtbände publiziert, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien der Gedichtband «Das Alphabet des Archaeopteryx» im Caracol Verlag, eine bildhafte, dichte und assoziative Sammlung an Reiseerinnerungen und -träumen. Während vieler Jahre war Clemens Umbricht ausserdem Mitherausgeber der St.Galler Literaturzeitschrift NOISMA.

Das Licht schien im Dunst der tosenden Wassermassen / aufgeladen von einer Helligkeit, in der selbst / die Schafe, wenn man sich nach ihnen umdrehte, / wie Gischtflocken über die Hänge stoben. (aus: «Das Alphabet des Archaeopteryx»)

Florian Vetsch, geb. 1960, ist Autor, Kenner der US-amerikanischen Beatliteratur und Übersetzer deren Vertreter wie Allen Ginsberg, Ira Cohen oder Paul Bowles. Ausserdem war der St. Galler Mitinitiant der Literaturzeitschrift NOISMA. Zuletzt erschien «Sapphische Flaschenpost – Vom entsetzlich aufschäumenden Eros» (2016) in Zusammenarbeit mit dem Künstler Peter Z. Herzog, die Zweitauflage des von ihm co-edierten Kult-Readers «Tanger Telegramm» (2017) sowie seine Kollaboration mit Ira Cohen und Jürgen Ploog «A Night in Zurich» (2018).

*** NUR NOCH WENIGE PLÄTZE *** Do 14.11.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40
Franziska Schutzbach: «Revolution der Verbundenheit»

Franziska Schutzbach

«Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert» – so der Untertitel des neuen Buchs der Basler Autorin und Soziologin. Inmitten einer scheinbar zerrütteten und krisengeschüttelten Gesellschaft fragt sie nach Perspektiven der Verbundenheit.

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«Wir müssen noch miteinander eine große Freiheit erringen.»

Das schrieb Bettina von Arnim an ihre Freundin Karoline von Günderode. Seither sind viele Jahre vergangen, die Emanzipation der Frauen ist vorangeschritten – vor allem dann, wenn sich Frauen aufeinander bezogen. Nach ihrem Bestseller «Die Erschöpfung der Frauen» macht sich Franziska Schutzbach in ihrem neuen Buch auf die Suche nach starken und nährenden Frauenbeziehungen, nach Liebe und Freundschaft unter Frauen, nach politischer Schwesternschaft und Solidarität, nach emanzipatorischen Mutter-Tochter-Beziehungen und weiblichen Familiengenealogien.

Nach einer feministischen Streitschrift hat sie hier ein starkes Plädoyer für stärkende, ermutigende weibliche Beziehungen geschaffen.

»Frauen können hier und heute damit beginnen, ihre Orientierung an der Männerwelt zu lösen und überkommenen Mustern wie Hierarchie und Konkurrenz ihre Sehnsucht nach Kooperation und Freundschaft entgegensetzen.« Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist promovierte Geschlechterforscherin und Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterthemen wie Misogynie und Sexismus, darüber hinaus befasst sie sich mit den Kommunikationsstrategien von Rechtspopulisten.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Corinne Riedener

Foto: ©Anne Morgenstern

Mo 28.10.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St.Gallen, Lokremise Lok 1—Grünbergstrasse 7
LꝏT #7: Madame Nielsen. Lesung & Gespräch

„Das Leben ist eine ständige Verwandlung. Und ich finde, die meisten Menschen leben ihr Leben als wäre es nur eine Möglichkeit, ein Leben. Aber in einem Körper, in einer Seele gibt es so viele mögliche Menschen oder nicht nur Menschen, Wesen. Und ich sehe es als meine Aufgabe, nicht nur in der Schrift, sondern auch im tatsächlichen Leben, so viele Daseinsformen wie möglich zu leben.“ (Madame Nielsen im Interview mit Dorothea Westphal, Deutschlandfunk Kultur)

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LooT*, die Siebte. Diesmal eingeladen uns zu elektrisieren ist eine der eigenwilligsten Figuren der gegenwärtigen Literaturszene: Die dänische Performancekünstlerin, Musikerin und Schriftstellerin Madame Nielsen.

Geboren als Claus Beck-Nielsen 1963 in Aalborg, Dänemark, inszenierte er 2003 seinen Tod als Schriftsteller und wurde für tot erklärt. In seinem Namen entstand das Unternehmen „Das Beckwerk“, das in der Grauzone zwischen politischer Realität und Fiktion arbeitete und weltweit Interventionen in politischen Brennpunkten unternahm, u. a. im Irak, Iran, in Afghanistan, Ägypten und der Ukraine. 2011 schloss das Unternehmen und der ehemalige männliche Körper erlebte eine Wiederauferstehung als das weibliche Wesen Madame Nielsen.

Das Spiel mit Identitäten und (Geschlechter-)Rollen ist nicht nur Thema des künstlerischen Schaffens von Madame Nielsen – sei es im Theater, in der Literatur, in der Musik oder Performance –, sie lebt es auch. Als lebende Figur verwandelt Madame Nielsen die Räume, die sie betritt: Die Welt wird zur Bühne und die Realität entpuppt sich als Spiel.

Für ihre künstlerische Arbeit, zu der neben Prosa auch Theaterstücke, Lieder und Performances zählen, wurde Madame Nielsen in Dänemark und Deutschland vielfach mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet und war mehrfach für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.

Ihre Romane „Der endlose Sommer”, „Das Monster” oder „Lamento” sind in Deutschland Bestseller, zuletzt erschien „Mein Leben unter den Großen“, und für die Münchner Kammerspielen entwickelte Madame Nielsen mit „Very Rich Angels” ein «intergalaktisches Musical», das dort Anfang Juni Premiere feierte.

Das Gespräch mit Madame Nielsen über ihren jüngsten Roman «Mein Leben unter den Grossen» führt Philipp Theisohn, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Direktor des Zentrums für literarische Gegenwart an der Universität Zürich.

Als die Madame noch ein junger Autor war, traf sie manchmal mehr und manchmal weniger verhofft auf die wichtigsten Schrifsteller*innen dieser Zeit (meistens waren es aber Schriftsteller, sind wir mal ehrlich). Das Leben unter den Grossen wollte aber nicht ganz gelingen und schnell wurde klar, dass literarischer Erfolg kein Leumundszeugnis ist. – Sehr unterhaltsam, sehr vielschichtig, genauso wie man Nielsen kennt.

Eintritt Fr. 25.- regulär / diverse Ermässigungen.

Tickets nur über das Theater St. Gallen – im Vorverkauf oder an der Abendkasse des Theaters – und über diesen Link zum Online-Shop von Konzert und Theater St. Gallen.

** Achtung!, die Anwahl ermässigter Tickets im Online-Shop des Theaters ist erst im Warenkorb möglich, d.h.: Zuerst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, anschliessend die jeweilige Ermässigung anwählen 😉 **

LooTLiteratur links with Theater: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Theater St. Gallen stellen wir in dieser Reihe Autorinnen und Autoren vor, die sowohl im sogenannten Literaturbetrieb zuhause sind als auch im oder auf dem Theater. Und die mit kühnen, und immer bemerkenswert eigenwilligen Texten die Welt von uns Lesenden bereichern.

Bislang zu Gast: Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, Emine Sevgi Özdamar, Ariane von Graffenried und Martin Bieri, Lukas Bärfuss und Joachim Meyerhoff.

Foto Madame Nielsen ©Dirk Skiba

** AUSVERKAUFT ** Fr 25.10.2024 — 19.30 Uhr — Zeughaus Teufen, Zeughausplatz 1, 9053 Teufen
Gabriele von Arnim: «Der Trost der Schönheit. Eine Suche»

Nach dem Spiegel-Bestseller «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand» ein neuer bewegender Bericht aus dem Innern. Ein Buch, das den Blick weitet für die Welt um uns und ihre Vergänglichkeit, das Mut macht zum Aushalten von Ambivalenz. ** Die Veranstaltung ist leider ausverkauft – bleibt, das Buch selbst zu lesen! **

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Gabriele von Arnim schreibt über Schönheit und Trost in einer Welt, die überwältigend, ängstigend und fordernd ist. Die literarische Spurensuche führt zurück in die Kindheit, zu einem Mädchen aus kühl geführtem Haus, das erst lernen muss, zu fühlen. Die Wahrnehmung und Empfindung von Schönheit, ihren Formen und Wirkungen ist bei der renommierten Autorin und Journalistin keine Attitüde, sondern Lebenspraxis:

«Ich brauche Schönheit. Den Trost der Schönheit. Denn, wenn ich Schönheit sehe, höre, lese, spüre, dann glaube ich an Möglichkeiten. An Wege, Räume, Purzelbäume.»

«Die Schönheit ist hier nicht blosses Wohlfühlprogramm, sondern Teil einer Lebenspraxis. […] Die Stimme einer nachdenklichen und lebenshungrigen Frau.» NZZ

«Von der Kindheit in die Reife, manchmal auch die Verzweiflung des Alters, von der Freude in die Angst, vom Persönlichen ins Politische. Eine Suche so voller Anregungen, dass sie zu lesen sich unbedingt lohnt.» WDR

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für Die Zeit und Süddeutsche, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für Arte, SWR und SRF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin.

Moderation: Anya Schutzbach

DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Zeughaus Teufen und Lesegesellschaft Teufen). Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.- . Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse im Zeughaus Teufen ab 19 Uhr. Reservierung über literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung des Literaturhauses St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Zeughaus Teufen und der Lesegesellschaft Teufen

Foto: ©Ralf Hiemisch

 

Das Literaturhaus St. Gallen informiert:
Die Veranstaltung mit Laura Leupi am 15. Oktober muss leider ausfallen.

Wir bemühen uns um einen neuen Termin und halten Sie über unsere Homepage und den Newsletter informiert. Über Eventfrog gekaufte Tickets können verrechnet werden. Bitte melden Sie sich dazu über literaturhaus@wyborada.ch.

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Nähere Informationen zur Veranstaltung mit Laura Leupi und dem Buch «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» finden Sie hier… .

Foto: ©Claude Bühler

Di 15.10.2024 — 20.15 Uhr — Palace St. Gallen, Blumenbergplatz. Türöffnung 19.45 Uhr
***ABGESAGT*** Laura Leupi: «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt»

Die Veranstaltung muss leider ausfallen. Wir bemühen uns um einen neuen Termin und halten Sie über unsere Homepage und den Newsletter informiert. Über Eventfrog gekaufte Tickets können verrechnet werden. Bitte melden Sie sich dazu über literaturhaus@wyborada.ch.

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Laura Leupi erzählt entlang von Schlagworten in alphabetischer Reihenfolge eine Geschichte über einen Raum, der zu Schimmel neigt. Beissende Gerüche, starrende Stühle und leise Lakenworte sind die stummen Zeugen einer Gewalt, für die das Buch eine Sprache sucht. Doch nicht nur die erlebte Gewalt will beschrieben werden, auch die Folgen, die Dissoziation, der Verlust des Vertrauens in die Welt. Wie verändert sich die Wahrnehmung des Zuhauses, wenn eine Person in diesem vermeintlichen «Safe Space» sexualisierte Gewalt erfährt? Wie können wir über Vergewaltigung sprechen, wenn wir selbst das Wort nicht unbefangen aussprechen können?

«Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» ist eine autofiktionale Spurensuche. Es versammelt Begriffe, fantastische Geschichten und politische Zaubersprüche, die als Ausgangspunkt dienen, um über sexualisierte Gewalt und ihre Auswirkungen nachzudenken. Es ist ein Versuch, der prekären Erinnerung ein Gefäss zu geben – und an eine selbstbestimmte Zukunft zu denken.

«Das ist ein mutiges Buch. Zumal eines – dafür ist man heutzutage dankbar –, das eine präzise Form für das sucht, was erzählt werden soll, und sich mit den auf der Hand liegenden Lösungen nicht zufriedengibt.» Neue Zürcher Zeitung

Laura Leupi, geb. 1996 in Zürich, arbeitet fürs Theater und als Kulturjournalist*in, schreibt Prosa- und Performancetexte. Zuletzt war Leupi Artist in Residence in der Dogo Residenz für Neue Kunst in Lichtensteig, wo auch dieser Roman entstand. Für einen Auszug aus «Das Alphabet der sexualisierten Gewalt» erhielt sie 2023 in Klagenfurt den 3sat-Preis.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada, Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, Palace); Studierende Fr. 10.-; Kultur-Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.45 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch – nicht zwingend, aber hilfreich.

In Zusammenarbeit mit dem Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der «Erfreulichen Universität» des Palace St.Gallen.

Foto: ©Claude Bühler

Buchpremiere mit Apéro — Mi 9.10.2024 — 19.30 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal, Gallusstrasse 14
Christoph Keller: «Blauer Sand»

Buchpremiere des neuen Romans von Christoph Keller und der fantastischen Geschichte einer aussergewöhnlichen Insel. Mit anschliessendem Apéro.

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Seit siebzehn Jahren versteckt sich Leo auf der Sandinsel in der Flensburger Förde. Nur im Oktober verlässt er sie, um seinen jährlichen Mord zu begehen. Er tötet Menschen, die der Welt Schaden zufügen und vom Elend anderer profitieren wie der Katastrophenkapitalist A. J. Hicks. Als Leo von seinem jüngsten Mord auf die Sandinsel zurückkehrt, erwartet ihn Thea. Sie ist die Tochter seines vierzehnten Mordopfers, eines Mannes, der einst dafür sorgte, dass der seltene blaue Sand von der Insel verschwand. Thea ist fest entschlossen, ihren Vater zu rächen. Doch je mehr sie in den Sog der magischen Sandinsel gerät, umso mehr kommt ihr Plan ins Wanken. Poetisch und mit viel Witz erzählt Christoph Keller von zwei Menschen, die angesichts der Klimakatastrophe Ungerechtigkeiten radikal bekämpfen und sich dabei ständig fragen: Muss man nicht töten, wer der Welt so viel Leid zufügt?

Christoph Keller, geboren 1963, ist der Autor zahlreicher Romane, Theaterstücke und eines Essaybandes. Dazu gehören u.a. der Erinnerungsroman «Der beste Tänzer», «Jeder Krüppel ein Superheld», wie auch «Der Boden unter den Füssen», der 2020 mit dem Alemannischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Keller verbrachte über zwanzig Jahre in New York und schreibt auf Deutsch und Englisch. Heute lebt er in St. Gallen.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen, Bibliothek Wyborada und mit Lüthy-Kundenkarte); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über stgallen@buchhaus.ch / Tel. 071 221 06 90 oder literaturhaus@wyborada.ch / Tel. 071 222 65 15

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Bücher Lüthy St. Gallen.

Foto: ©Ayşe Yavaş

Mo 7.10.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Arno Geiger: «Reise nach Laredo»

Was bleibt, wenn ich alles hinter mir gelassen habe? – In seinem neuen Roman schreibt Arno Geiger über das Loslassen und darüber, worauf es im Leben ankommt. Ein Historienroman und «Road Novel» zugleich.

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Es ist 1558, und der bereits abgedankte Habsburger Kaiser Karl V. erkrankt an starkem Fieber. Während der Hof darauf wartet, dass er stirbt, zieht Karl sich in ein abgelegenes spanisches Kloster zurück. Karl erkennt, was er trotz Macht, Ruhm und Reichtum bisher nicht hatte: Freundschaft, Liebe, Unbeschwertheit und die Freiheit, die es bedeutet, nur im Moment zu leben.

Yuste. Er ist seit anderthalb Jahren in Yuste und wartet auf eine Veränderung. Seit anderthalb Jahren ist er in dem verdammten Yuste und wird hierbleiben, bis er tot ist. Also hoffentlich nicht mehr lange. Der Ort verursacht ihm Unbehagen, aber er wüsste nicht, wo er lieber wäre. Manchmal geht er in Gedanken andere Orte durch, ohne viel dabei zu empfinden. Er sieht die Orte, aber er sieht nicht sich selbst an diesen Orten. Sich am falschen Ort zu fühlen, ohne dass man weiß, wo man lieber wäre, Mathys hat recht, das ist Verzweiflung.» (aus: «Reise nach Laredo»)

«Ein geglückter, thematisch beinahe zeitloser Roman über einen alten Mann, der loslassen will.» Süddeutsche Zeitung

«Eine spannende Mischung aus klassischer Erzählung im Stil eines Guy de Maupassant und Dramaturgien moderner Feelgood-Movies. … Ein Roman, der Altes und Heutiges sehr gekonnt und gewitzt durcheinanderschäumt.» Der Standard

Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, lebt in Wien und Wolfurt/Vorarlberg. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Buchpreis (2005) für «Es geht uns gut». Zuletzt erschienen bei Hanser «Selbstporträt mit Flusspferd» (2015), «Unter der Drachenwand» (2018) und «Das glückliche Geheimnis» (2023).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Heribert Corn

So 6.10.2024 — 18 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Being Human. Writers against Hate

Monica Cantieni, Ruth Loosli, Ilma Rakusa, Usama Al Shahmani und Ralph Tharayil: Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen gegen Antisemitismus und die Bedrohung einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft.

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Die Welt hat sich verändert – nicht erst seit dem 7. Oktober des vergangenen Jahres. Gewaltverherrlichung, Hassparolen, Gleichgültigkeit oder Relativierung von Massakern, der Missbrauch von Menschen als Schutzschildern oder als Mittel zur Spaltung der Bevölkerung – diese Entwicklungen sind äusserst beunruhigend. Empathie, Rücksicht und Respekt gegenüber anderen Menschen und Lebenswelten sind schwindende Werte.

Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller reagieren und wenden sich gegen Antisemitismus und die Bedrohung einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft: mit differenzierter literarischer Sprache, Geschichten, narrativer Reflexion, mit Texten, die sich der Menschlichkeit in all ihren Facetten widmen.

Es lesen:

Monica Cantieni, geb. 1965, Schriftstellerin und Mitinitiantin von Writers against Hate. Ihr Roman «Grünschnabel» (Schöffling & Co, 2011) war für den Schweizer Buchpreis nominiert und in sechs Sprachen übersetzt.

Ruth Loosli, geb. 1959, lebt und arbeitet in Winterthur. Sie hat mehrere Bücher (Lyrik, Prosa) veröffentlicht sowie in Anthologien und Literaturzeitschriften publiziert, zuletzt «Ein Reiskorn auf meiner Fingerkuppe» (Caracol Verlag, 2023).

Ilma Rakusa, geb. 1946, lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin und Kritikerin in Zürich. Für ihr umfangreiches literarisches Werk, das Gedichte, Erzählungen, Essays und das Erinnerungsbuch «Mehr Meer» (Literaturverlag Droschl, 2009) umfasst, erhielt sie zahlreiche Preise.

Usama Al Shahmani, geb. 1971 in Bagdad, hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Der Autor von «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» (Limmat Verlag, 2018) übersetzt auch ins Arabische und ist seit 2021 Literaturkritiker beim SRF-«Literaturclub». 

Ralph Tharayil, geb. 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz, arbeitet spartenübergreifend mit und zwischen Literatur, Audio und Theater. Zuletzt erschienen: «Nimm die Alpen weg» (edition Azur, Dresden, 2023).

EINTRITT Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS an der Abendkasse (Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch hilfreich, aber nicht zwingend)

Fotos: ©Ayşe Yavaş, ©Giorgio von Arb, ©Severin Bigler, ©Malte Seidel

Mi 25.9.2024 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #16: «Mauerläufer» – 10 Jahre literarisches Jahresheft

Zum 16. Ostschweizer Literaturgespräch sind anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Literaturzeitschrift die Autorinnen Tina Stroheker und Alice Grünfelder (siehe Foto, von li nach re) sowie die Autorin und Mitherausgeberin Chris Inken Soppa und der Illustrator Ralf Staiger eingeladen.

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Der Mauerläufer ist ein Vogel, der in felsigen Bergregionen lebt – und seit 2014 der Name eines aussergewöhnlichen künstlerischen Basisprojekts: Das literarische Jahresheft «Mauerläufer» siedelt in der Region zwischen Allgäu und Hegau, Oberschwaben, dem deutschen, österreichischen und Schweizer Bodenseeufer. Und weit darüber hinaus: Unter dem Motto regional – radikal – randständig wurden Schreibende (nicht nur) aus dem Bodenseeraum eingeladen, Texte beizusteuern. Was das heisst, was dieses literarische Jahresheft konkret auszeichnet, das erleben wir mit den Autorinnen Tina Stroheker, Eislingen, und Alice Grünfelder, Zürich, und dem Gestaltungs-Team.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog und an der Abendkasse ab 18.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Ruth Erat

Mi 18.9.2024 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio, Davidstrasse 42 — Eingang Restaurant, 1. Etage
Artist’s Choice #18: Mark Staff Brandl

Der «Blitzkurs Kunstgeschichte – Künstlerinnen, Frauen: Das volle Programm von der Vorgeschichte zur Postmoderne» von Dr Great Art Mark Staff Brandl ist eine Performance in gemalter Kulisse. Der Künstler und Kunsthistoriker fokussiert für die Bibliothek Wyborada Frauen in der Kunst.

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Was hat Sexismus mit Kunstgeschichte zu tun? Das, und vieles mehr, erklärt Dr. Great Art alias Mark Staff Brandl in seinem Performance-Vortrag zu Frauen in der Kunst.

Dr. Mark Staff Brandl nimmt sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise durch die Kunst und ihre Geschichte. In einer Mischung aus Unterhaltung, Bildung und Ästhetik analysiert, beschreibt und diskutiert er die unterschiedlichen Epochen und erklärt, was ein Kunstwerk denn genial macht. Mit seiner «Dr Great Art»-Serie zeigt der passionierte Künstler und Kunsthistoriker hingebungsvolles Sehen in Aktion und erklärt, warum es sich lohnt, mehr als nur einen flüchtigen Blick zu riskieren.

Brandl steht für ein Kunstverständnis ein, bei dem sich kunstgeschichtliches Wissen und ästhetischer Genuss zum modernen Kunstereignis vereinen. Die Performance-Vorträge sind selbst zur Kunst, besonders weil die Referate auf der Bühne von Gemälde und «Malerei-Installationen» zur Aufführung kommen.

 

Mark Staff Brandl, geboren 1955, ist ein Künstler aus Chicago. Nach seinem Studium in Kunst, Kunstgeschichte und Literaturtheorie zog er 1988 in die Schweiz, wo er Dozent Emeritus an der Kunstschule Liechtenstein und der Schule für Gestaltung St. Gallen ist. Er wurde  an der Universität Zürich in der Geschichte der Kunst zum Doktor promoviert. Seit 1980 ist der promovierte Kunsthistoriker auch als Künstler tätig. Seine Arbeiten zählen zu der sogenannten «Mongrel Art» – «Mischlingskunst» und sind international in zahlreichen Museen und Galerien vertreten.

EINTRITT gratis

Bild: ©Mark Staff Brandl

Bild: Giorgia O’Keeffe (Joan Allen), 2015, ©Mark Staff Brandl

Bild: Dr Great Art at Work ©Mark Staff Brandl

Do 12.9.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Mit Ursula Gräfe in Haruki Murakamis Welten

«…was mit Büchern»: Die neue Reihe des Literaturhauses St. Gallen ermöglicht die Begegnung mit Menschen, deren Leben von der Arbeit mit und für Bücher geprägt ist. Die Übersetzerin Ursula Gräfe ist der erste Gast. Sie überträgt seit mehr als 20 Jahren Haruki Murakamis Bücher ins Deutsche und kennt sich aus im Kosmos des japanischen Bestseller-Autors.

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Übersetzen ist wie über-setzen – an ein anderes Ufer gelangen. So definierten die Brüder Grimm diese Praxis und so begreift auch Ursula Gräfe ihr Handwerk, wie sie im Interview mit der TAZ berichtet. Man transportiert nicht nur etwas anderes in den eigenen, sondern auch sich und seine Sprache in den anderen Raum.

Seit mehr als 20 Jahren überträgt Ursula Gräfe Haruki Murakamis Bücher ins Deutsche und kennt sich aus im Kosmos des japanischen Bestseller-Autors. Zusammen mit der Übersetzerin betreten wir Murakamis Welten – die sich fliessend im magischen Raum zwischen Wirklichkeit und Irrealem bewegen. Was macht seine Literatur aus? Wie ist der scheue Autor so, wenn man ihn persönlich trifft? Und was macht die Arbeit von Ursula Gräfe besonders knifflig? Darüber unterhält sich Anya Schutzbach mit der Frankfurter Japanologin – begleitet von kleinen Lese-Häppchen mit den interessantesten und skurrilsten Beispielen.

Ursula Gräfe lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, wo sie 1956 geboren wurde. Sie hat Japanologie und Anglistik studiert und übersetzt, neben Murakami, auch Yukio Mishima, Hiromi Kawakami oder Sayaka Murata aus dem Japanischen ins Deutsche. Für ihre Arbeit erhielt sie 2019 gemeinsam mit Nora Bierich den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Die Abendkasse ist eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung besetzt.

Foto Ursula Gräfe: ©Fotofabrik

Foto Haruki Murakami: ©Noriko Hayashi

Sa 31.8.2024 — 20 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Saša Stanišić: «Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne.»

Was wäre, wenn man nicht diese eine Entscheidung getroffen hätte, sondern eine ganz andere? Was wäre, wenn uns das Schicksal ein besseres Ich beschert hätte, ein größeres Glück, oder die hübscheren und lustigeren Haustiere und Partner? – In seinem neuen Buch zeigt Saša Stanišić einmal mehr, warum er zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart zählt.

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Das Buch, dessen bemerkenswerten Titel der Autor auch selbst mit MDWAWPSADGDGMDANV abkürzt, hat eine Rahmenhandlung: Es ist Sommer 1994. Vier Freunde, «Ausländerjungs in Deutschland», denen nach eigener Prognose eine «Kackzukunft» winkt, treffen sich in den Weinbergen, und Fatih entwickelt einen Plan:

«Wie super wäre es, wenn es einen Proberaum für das Leben gäbe? Du gehst in den rein und probierst zehn Minuten aus der Zukunft? Wie bei Deichmann, nur nicht mit Schuhen, sondern mit dem Schicksal. Kostenpunkt: hundertdreißig Mark. Falls dir dann gefällt, was du siehst, kannst du es direkt einloggen und dich gleich darauf freuen, weil diese zehn Minuten werden hundertpro irgendwann kommen. Das Einloggen kostet hundertdreißigtausend Mark.» (aus: «Möchte die Witwe angesprochen werden…»)

Furios und mit Witz erzählt Saša Stanišić von unterschiedlichen Menschen, die auf wundersame Weise miteinander verbunden sind. Es sind keine Held*innen, sondern normale Menschen, verwickelt in ihre Alltagsgeschichten, die sich fragen, was wohl noch kommen wird. Und darunter liegen die grossen Themen: Wo komme ich her? Wo gehöre ich hin? «Alle schreiben darüber, aber keiner so wie Saša Stanišić. Der Ton, den er in die deutsche Gegenwartsliteratur eingebracht hat, ist einzigartig – ganz ungekünstelt, aber hochkünstlerisch, verspielt und traurig, zart und zupackend.» NDR Buch des Monats Juni

«Experimentell und komisch verbindet Saša Stanišić zwölf Geschichten über Träume und Schicksal zu einem Buch, das sich jeder Festlegung entzieht.» Süddeutsche Zeitung

Saša Stanišic wurde 1978 im bosnischen Višegrad geboren. 1992, während des Jugoslawienkriegs, floh die Familie vor den bosnisch-serbischen Truppen nach Heidelberg. Die Heimat im Zustand äusserster Zerbrechlichkeit hat Stanišić 2006 in seinem Debütroman «Wie der Soldat das Grammofon repariert» beschrieben. Es waren die Sprache und die Einbildungskraft, mit denen der Erzähler die Welt zusammenhalten konnte. Seine Werke wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und viele Male ausgezeichnet, für den Roman «Herkunft» erhielt er 2019 den Deutschen Buchpreis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.- / Kultur-Legi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Moderation: Anya Schutzbach

Büchertisch: Buchhandlung Comedia. Vielen Dank!

Foto: ©Magnus Terhorst

SAISONERÖFFNUNG LITERATURHAUS — Sa 24.8.2024 — 20 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Margrit Schriber: «Maria Antonia Räss. Die Stickerin» – Der Roman als literarisches Musical

Vom Fädlermädchen über eine Schaustickerin zur erfolgreichen Unternehmerin in New York: Margrit Schriber hat in „Die Stickerin“ dem filmreifen Leben der Maria Antonia Räss ein Denkmal gesetzt. Zur Saisoneröffnung des Literaturhauses setzt es die Schauspielerin und Sängerin Karin Enzler zusammen mit Daniel Bösch am Akkordeon in Szene. In Anwesenheit der Autorin und mit anschliessendem Apéro. – Doch wer genau war „M.A.R.“?

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Maria Antonia Räss (1893-1980) ist – frei nach Virginia Woolf – vom Stamm der Pionierinnen, der Weltenöffnerinnen und Sternenpflückerinnen. Mit nicht viel mehr als einer Sticknadel und einem Ballen Leinen war sie aus den Wellenhügeln Appenzell Innerrhodens nach New York aufgebrochen.

MRA – so das Kürzel auf allen Stickereien, gern auch als «Miss Räss Appenzell» gelesen – empfing ihre Kundschaft im Rockefeller Center an bester Adresse am Central Park und verzeichnete bereits im ersten Jahr einen Rekord-Umsatz: mit Appenzeller Stickereien. Ihre Stickerinnen haben den Faden durchs feine Tuch gezogen, das von Berühmtheiten wie Eleonore Roosevelt, Julie Andrews und Isaac Stern bewundert und getragen wurde. Mit Coco Chanel und Walt Disney verband sie eine lebenslange Freundschaft.

Margrit Schriber erzählt das Leben von Maria Antonia Räss entlang ihrer Lebensdaten und den akribisch recherchierten historischen Fakten. Mit Empathie entwirft sie das Lebensgemälde einer unerschrockenen Frau,  einer erfolgreichen unabhängigen Unternehmerin und einer unglücklich Liebenden. Karin Enzler und Daniel Bösch setzen es in Form eines «literarischen Musicals» packend in Szene.

Im Anschluss Gespräch mit der Autorin.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Studierende Fr. 10.-, Kultur-Legi Fr. 5.-. Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über Eventfrog oder an der Abendkasse ab 19.30 Uhr.

ABENDKASSE Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung zur Rose.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Innerrhoden.

Foto Margrit Schriber: ©Marc Wyss

Lesekreis Literaturhaus/1 — Bürgerratssaal im Stadthaus, Gallusstrasse 14
LL/1: Johann Wolfgang Goethe, «Die Wahlverwandtschaften»

Der Lesekreis/1 des Literaturhauses St. Gallen widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach wie «immer» (es gab Ausnahmen…) einem Klassiker der Weltliteratur. Für die neue Saison stehen «Die Wahlverwandtschaften» auf dem Programm, der Roman, der oft als Goethes bester und zugleich als sein rätselhaftester bezeichnet wird. Termine: August – Dezember, 1x monatlich; begrenzte Teilnehmerzahl.

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Um was es geht: Eduard und Charlotte, ein Paar, das spät zusammengefunden hat, empfängt zum ersten Mal Besucher auf dem Anwesen, auf das sie sich zurückgezogen hatten, um ganz füreinander zu leben. Mit Otto, einem Jugendfreund von Eduard, und Charlottes Nichte Ottilie beginnt ein verstörender Liebesreigen, und das Kräftemessen der ›Wahlverwandtschaften‹ nimmt seinen Lauf: Wie chemische Elemente ziehen sich die Protagonisten an und stossen sich wieder ab.

(Hier gehts es zu der so kompakten wie klamaukig-unterhaltsamen Kurzversion des Klassikers von Michael Sommer und seinem Playmobilensemble – wo es aber auch heisst: WARNHINWEIS: DIESES TO-GO-VIDEO ERSETZT NICHT DIE LEKTÜRE DES ORIGINALS. Dem kann das Literaturhaus nur zustimmen!)

Die Termine jeweils Dienstags, 18.30 – 20 Uhr

  • 27. August
  • 10. September
  • 22. Oktober
  • 5. November
  • 10. Dezember

 

  • 21. Januar 2025 (Zusatztermin): Zu Gast die Literaturwissenschaftlerin Dr. Heike Brandstädter.

 

Anmeldung, Teilnahmegebühr

Um einen intensiven Austausch zu gewährleisten, ist die Anzahl der Teilnehmenden pro Lesekreis auf auf 10 bis max. 12 Personen beschränkt. Anfragen und Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Teilnahmegebühr (5 Termine à 1.5 Std.) Fr. 150.-, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Das Buch: Wir lesen die Ausgabe im insel taschenbuch (im Handel derzeit mit unterschiedlichen Umschlagmotiven erhältlich).

Titelbild: Filmstill aus «Die Wahlverwandtschaften» von Siegfried Kühn, DDR 1973. Verfilmt wurde der Film später auch von Paolo und Vittorio Taviani im Jahr 1996.

Quelle Video: „Sommers Weltliteratur to go“

Lesekreis Literaturhaus/2 — Bibliothek Wyborada, Studio — Davidstrasse 42
LL/2, Gegenwartsliteratur: Jens Steiner, «Die Ränder der Welt» und Rebekka Salm, «Wie der Hase läuft»

Der Lesekreis Literaturhaus/2 befasst sich unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic wieder mit zwei aktuellen Titeln der Gegenwartsliteratur. 5 Abende, maximal 12 Teilnehmer*innen, jeweils von 19 bis 21 Uhr bei Wein und Knabbereien – und der Gelegenheit, die ausgewählten Schriftsteller*innen auch persönlich kennenzulernen. Infos & Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch.

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Die Termine

  • 17. September („Die Ränder der Welt“, bitte bis und mit Seite 98 lesen)
  • 22. Oktober
  • 12. November (Gespräch mit Jens Steiner) Der Anlass findet im Bürgerratssaal des Stadthauses der Ortsbürgergemeinde statt.
  • 10. Dezember
  • 7. Januar (Gespräch mit Rebekka Salm) Der Anlass findet im Bürgerratssaal des Stadthauses der Ortsbürgergemeinde statt.

 

Teilnahmegebühr

Fr. 200.-, inkl. persönlichem Gespräch mit der Autorin, resp. dem Autor im Lesekreis, zahlbar nach Anmeldung (Überweisung via Einzahlungsschein oder TWINT), vor Ort am ersten Teilnahmetermin oder in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten.

Die Autor*innen

Jens Steiner (*1975), studierte Germanistik und Philosophie in Zürich und Genf. Sein erster Roman »Hasenleben« erschien 2011 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2013 gewann er mit „Carambole“ den Schweizer Buchpreis und stand erneut auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Es folgten die Romane „Junger Mann mit unauffälliger Vergangenheit“, „Mein Leben als Hoffnungsträger“ und „Ameisen unterm Brennglas“. Jens Steiner lebt heute als Schriftsteller und Journalist im Burgund.

„Statt geschmeidig den Markt zu bedienen, folgt Steiner als Autor seinen eigenen Interessen: mit einer gewissen Sturheit, aber auch mit Witz und sprachlichem Eigensinn.“ (Bettina Kugler, St. Galler Tagblatt)

 

Rebekka Salm (*1979), wohnhaft in Olten, studierte Islamwissenschaften und Geschichte in Basel und Bern, arbeitet als Texterin und Erwachsenenbildnerin im Migrationsbereich und ist Mutter einer Tochter. 2019 gewann sie den Schreibwettbewerb des Schweizer Schriftstellerwegs. Ihre Siegergeschichte ist im Buch „Das Schaukelpferd in Bichsels Garten“ (2021) erschienen. 2022 erschien ihr vielbeachtetes Debüt „Die Dinge beim Namen“ und in diesem Jahr „Wie der Hase läuft“. 2023 erhielt sie von den Kantonen Baselland und Solothurn je den Förderpreis Literatur sowie von der Hans und Beatrice Maurer-Billeter-Stiftung den Förderpreis Dreitannen.

„Rebekka Salm hat ein absolut tolles Gefühl für Dramaturgie, Aufbau, Erzählökonomie. Sie schreibt gute Dialoge und hält wunderbar die Spannungsfäden zusammen bis zum Ende.“ (Elke Heidenreich über das Debüt „Die Dinge beim Namen“)

Die Bücher

„Die Ränder der Welt“: Als Sohn estnischer Auswanderer wächst Kristian im Basel der Nachkriegszeit auf und freundet sich mit dem Nachbarsjungen Mikkel an. Mikkel rotiert wie ein Kreisel durchs Leben und macht sich, kaum erwachsen, auf nach Dänemark, wo er sich einer Gruppe junger Künstler anschließt. Und Kristian bald nachholt. Auch Kristian findet in Dänemark Inspiration für seine Bildhauerei. Aber dann schlägt Mikkel sein Leben aus den Fugen, indem er eine Affäre mit Kristians großer Liebe Selma beginnt. 

Die Wut jagt Kristian durch die Welt, bis ins ferne Patagonien, wo er neu anfangen kann. Erst viele Jahre später reist Kristian wieder zurück nach Europa und erhält einen mysteriösen Brief, der ihn auf die kleine Fähre nach Christansø schickt…

 

 

„Wie der Hase läuft“: Amsterdam, 1943. In einer Bäckerei fällt ein Schuss, hinter dem Tresen stirbt ein junger Mann. Seine Witwe, fast noch ein Kind, flieht in die Schweiz. Fünfzig Jahre später verlässt im Basler Hinterland ein Familienvater Frau und Kind, in der gleichen Nacht liegt eine Frau zwischen zwei Dörfern tot am Strassenrand.
Jahrzehnte später begegnen Teresa und Mirco einander. Sie verlieben sich und versuchen sich an ihre Kindheit zu erinnern, die geprägt war von Verlust und Schweigen.
Mirco hat Angst, dass die Vergangenheit sich wiederholt, wenn man sie nicht ruhen lässt. Aber Teresa begibt sich auf Spurensuche und erschafft Stück für Stück ihre gemeinsame Geschichte.

In ihrem neuen Roman entfaltet Rebekka Salm ein Panoptikum aus Geschichten und Erinnerungen zweier Familien, die sich nicht erinnern wollen – und die doch, ob’s ihnen gefällt oder nicht, Teil einer grossen Erzählung sind.

 

Foto Gallus Frei-Tomic © Bettina Schnerr

Foto Jens Steiner © privat

Foto Rebekka Salm © Frederike Asael

Das Programm: August bis Dezember 2024

Das Herbstprogramm 2024, auch als gedruckter Leporello erhältlich. Zu den Öffnungszeiten in der Bibliothek Wyborada – und an vielen anderen Orten in St. Gallen, an dem die Kultur zuhause ist.

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ab Mittwoch, 14. August, hat aber auch die Bibliothek wieder geöffnet. Dort liegt nicht nur das gedruckte Programmheft für Sie parat – Sie können sich dann auch mit neuem Lesestoff eindecken.

Auf bald also! Und: SAVE THE DATE zur Saisoneröffnung am 24. August im Raum für Literatur.

Sommerpause Literaturhaus St.Gallen & Bibliothek Wyborada

Die Bibliothek ist ab Mittwoch, dem 14. August wieder geöffnet. Die erste Veranstaltung des Literaturhauses nach der Sommerpause findet statt am Samstag, 24. August: Zur Saisoneröffnung ein «literarisches Musical» – save the date!

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Nähere Information zu den Veranstaltungen erhalten Sie regelmässig auch über unseren Newsletter; zur einfachen Anmeldung geht es hier…

Wir wünschen bis dahin noch schöne Sommertage!

So 7.7.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage
Terézia Mora: «Muna»

Brillant beschreibt die Georg-Büchner-Preisträgerin in ihrem jüngsten Roman das Leben einer Frau in emotionaler Abhängigkeit. Ein Buch über Obsession und Hoffnung, Liebe und Schmerz. Mit der Lesung dieser grossen Autorin verabschiedet sich das Literaturhaus in die Sommerpause.

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Um was es geht:

Muna steht vor dem Abitur, als sie Magnus kennenlernt, Französischlehrer und Fotograf. Eine Nacht verbringen sie miteinander, dann verschwindet er, mit dem Mauerfall. Erst sieben Jahre später begegnen sich die beiden wieder und werden ein Paar. Muna glaubt, in der Beziehung zu Magnus ihr Zuhause gefunden zu haben. Doch schon auf der ersten gemeinsamen Reise treten Risse in der Beziehung auf. Im Laufe der Jahre nehmen Kälte, Unberechenbarkeit und Gewalt immer mehr zu. Doch Muna ist nicht gewillt aufzugeben.

»Wer diesen Roman liest, wird ihn nicht mehr los, wird sie nicht mehr los: die Ich-Erzählerin Muna.« rbb Kultur

Moderation: Anya Schutzbach

Terézia Mora, geb. 1971 in Sopron, Ungarn, lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Sie zählt zudem zu den renommiertesten Übersetzer*innen aus dem Ungarischen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi); Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Foto Autorin: Keystone/DPA/Frank Rumpenhorst

WICHTIG: RAUMÄNDERUNG - die Veranstaltung wird im STADTHAUSKELLER durchgeführt!!! Mi 3.7.2024 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen — Gallusstrasse 14
Ostschweizer Literaturgespräch #15: Lisbeth Herger & Willi Keller

+++ RAUMÄNDERUNG: DAS OLG WIRD IM STADTHAUSKELLER DURCHGEFÜHRT +++
Die von Eva Bachmann ins Leben gerufene und heute von Ruth Erat kuratierte Reihe geht in ihre 15. Runde. Zu Gast sind diesmal die Autorin, Kulturjournalistin und Schreibcoach Lisbeth Herger und der bildende Künstler Willi Keller.

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Bilder, Fakten, Schilderung von Leben, das ausgegrenzt und weggesperrt wurde und wird: Was Lisbeth Herger mit «moralisch defekt» über den Umgang mit Pauline Schwarz (1918–1982) recherchiert hat, macht Willi Keller in seinen Schwarz-Weiss-Fotografien aus der Psychiatrie der frühen Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts sichtbar.

Herger veröffentlichte 2020 ihr akribisch recherchiertes Buch über das tragische Schicksal der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Pauline Schwarz. In einem Gutachten der Zürcher Klinik Burghölzli von 1942 wurde Pauline Schwarz als «moralisch defekt» bezeichnet. Herger sichtete die ausgezeichnete Quellenlage in Form von psychiatrischen Gutachten, Gerichtsurteilen, Vormundschaftsakten und Scheidungspapieren.

Keller stiess 2014 in seinem privaten Archiv auf Fotos, die er um 1970 herum als Pfleger in der psychiatrischen Klinik Burghölzli gemacht hatte. Sein Fund erwies sich als Glücksfall, gibt es doch nur wenige fotografische Dokumentationen des Alltags in psychiatrischen Anstalten. Im 2017 erschienenen Band «Eingeschlossen» der über 80 Abbildungen enthält, dokumentiert er gemeinsam mit Sabine Jenzer und Thomas Meier den Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971.

Beider Bücher verweisen nicht nur auf Vergangenes. Im Mittelpunkt des Gesprächs über die Arbeit des Künstlers und die der Journalistin stehen natürlich Fragen nach Entstehung, Darstellung und Intention, doch zwangsläufig auch jene nach unserem Umgang mit Menschen, die überfordern.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada)
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Im Anschluss kleiner Apéro (Kollekte).

 

Fotos Lisbeth Herger und Willi Keller: privat

Di 18.6.2024 — 19 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen — Museumstrasse 32. Leseperformance & Gespräch
Rachel Lumsden: «Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei»

Die Malerin Rachel Lumsden liest zusammen mit der Schauspielerin Nicole Spiekermann aus ihrem Buch Ritt auf der Wildsau – Manifest für die Malerei. Auf Englisch und Deutsch. 

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Lumsdens Fusion aus Satire, Analyse und Gebrauchsanleitung für Malerinnen und Maler führt von den Eigenheiten der Kunstmächtigen über das schillernde Völkchen der Galeristinnen und Galeristen zu den nach wie vor geltenden Geschlechterrollen im Kunstbetrieb. Ihr grosses Anliegen aber bleibt immer der Akt des Malens selbst: Was geschieht eigentlich, wenn eine Pinselspitze – oder ein Wischmopp – die Leinwand berührt? Dieses Buch vereint alles, was Sie schon immer über die Malerei und den Kunstbetrieb wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

 

Bei dieser Veranstaltung kooperieren wir mit dem Kunstmuseum St.Gallen.

Es begrüssen Nadia Veronese (Senior Curator Kunstmuseum St.Gallen) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada und Mitinitiantin Literaturhaus St.Gallen).

Im Anschluss an die Lese-Performance von Rachel Lumsden (Autorin und Malerin) und Nicole Spiekermann (Schauspielerin) gibt’s ein Gespräch, moderiert von Kristin Schmidt (Kunsthistorikerin und Co-Leiterin Kulturförderung Stadt St.Gallen).

 

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

 

«Rasend spannende Reflexion einer Praktikerin, unglaublich sprachmächtig, kämpferisch, witzig. Leseempfehlung!»

— Radio SRF2, Kultur

Sa 15.6. bis Sa 22.6.2024 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, 9320 Arbon
Literaturtage Arbon: «Literatur und Verbrechen»

Die Arboner Literaturtage finden 2024 zum 7. Mal in der Jugendstilvilla Haus Max Burkhardt statt. Entwickelt haben sich die Literaturtage Arbon aus einer lockeren Folge von Lesungen zu einer thematisch orientierten Literaturveranstaltung. Seit den Anfängen stehen dabei die Nähe zu Autorinnen und Autoren und die Begegnungen unter Schreibenden im Zentrum.

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PROGRAMMÜBERSICHT

Der Samstags-Auftakt: «Wine&Crime», 15. Juni, 19.00

Drei Kurzkrimis von Andrea Gerster, dargeboten von Michael Schraner.
mit Weindegustation und Brot

Der kreative Sonntag: «[…] in Arbon […]» 16. Juni 11.00 bis 15.00

Neue Texte: Cornelia Buder, Marie-Claire Baumann, Margot Burchert, Judith Egger, Ruth Erat, Andrea Gerster, Gabriele Clara Leist, Johanna Rossi, Laura Vogt, Jürg Rechsteiner, Karsten Redmann.

Musik: Ernst Waespe. Dazwischen: Suppe und Süsses und mehr.

Der szenisch-literarische Mittwoch: 19. Juni 19.00

Hans Rudolf Spühler präsentiert «Hunkeler in der Wildnis» von Hansjörg Schneider.

Danach: Ein Glas Rotwein und ein Stück Käse etc.

Der Donnerstag der Autorin, Lioba Happel, «Pommfritz aus der Hölle» 20. Juni 19.00

Schweizer Literaturpreis 2023.

Danach: Zeit und Wasser und Wein und mehr.

Literaturtage Arbon für Kinder

Familienlesung: Katja Alves, 15. Juni, 11.00 Stadtbibliothek Arbon

Interaktive Lesung: Mafalda mittendrin. Zwei Mäuse auf der Flucht.

Kinder-Workshop: Fingerprint-Comics, 22. Juni 11.00 bis 12.30
Freude schenken am Fischmarktplatz, Arbon

Workshop für Kinder ab 8 Jahren mit: Andrea Gerster, Ruth Erat, Autorin und Heidi Weh.

Anmeldungen an: ruth.erat@gmx.ch

Heute Einsendeschluss!
Ausschreibung: CHRYSALIDE

Die Binding Stiftung vergibt alle zwei Jahre den «Chrysalide – Binding Förderpreis für Literatur» für die deutschsprachige Schweiz (vormals Studer/Ganz-Preis). 

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2024 schreibt die Sophie und Karl Binding Stiftung erstmals in der Deutschschweiz den Binding Preis Chrysalide für das beste unveröffentlichte Prosadebütmanuskript aus.

Mit dem Preis werden Autorinnen und Autoren gefördert, die noch keine eigene Buchpublikation vorweisen (ausgenommen Lyrik), auch nicht in digitaler Form oder auf eigene Kosten, und die das Schweizer Bürgerrecht besitzen oder ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt. Einsendeschluss: 15. Juni 2024. Alles Weitere hier.

Einreichungsfrist: bis 30.6.2024
Ausschreibung: Ulrike Crespo Förderpreis

Der WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. In einer ersten Auswahlrunde werden zehn Texte von einer fünfköpfigen Jury nominiert. Die Shortlist-Nominierung ist mit einer Dotierung von jeweils 500 € verbunden. In der zweiten und finalen Runde entscheidet sich die Jury für drei Preisträger:innentexte.

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„Es sind die nicht vollzogenen Abschiede, die unser Leben wie ein Gitternetz überlagern.“

Was erzählen Abschiede über Gegenwart und Vergangenheit? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Frank Witzel, Träger des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2024, formuliert wurde.

Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (literarischer Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben oder einen Vertrag mit einem Verlag oder einer Literaturagentur abgeschlossen haben.

Mehr Infos über diesen Link.

Fr 7.6.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
100 Jahre Zauberberg – Lassen Sie sich den Zauberberg erzählen!

Die Schauspielerin Meike Rötzer erzählt den Zauberberg so situativ und sinnlich, dass all die Situationen und Figuren des Berghofs plastisch hervortreten. Einmal mehr wird offenbar, wie zeitlos aktuell der Zauberberg ist. Dauer: ca. 2 Stunden, mit einer Apéro-Pause.

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Die Bewohner des Internationalen Sanatoriums Berghof im Schweizer Hochgebirge bilden eine äußerst illustre geschlossene Gesellschaft eigenwilliger Charaktere, in die Hans Castorp zunächst als Gast aufgenommen und mit der er schlussendlich wegen seiner zu Mme. Chauchat entfachten Liebe sieben Jahre verbringen wird.

Im Zentrum der Erzählperformance stehen die bestechenden Charaktere, irrwitzigen Situationen und Hans Castorps unentwegte Suche. Neben philosophischen Ausführungen über die Zeit oder die Krankheit bilden die brillanten Dialoge der beiden widerstreitenden Mentoren Hans Castorps das politische Kernstück. Der Diskurs der beiden Gelehrten endet in einem Duell – der weltberühmte Roman mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

«Meike Rötzer vollbringt das Kunststück, den Roman von Thomas Mann so zu erzählen, dass sie nicht nur dessen inhaltlich wichtigsten Punkte und Figuren unterbringt, sondern auch die passende Atmosphäre schafft. Sie reduziert den Text auf das Wesentliche, erzählt voller Spannung und verschafft dem Roman, der oft als ungelesener Backstein im Regal verstaubt, die ihm gebührende Aufmerksamkeit.» Leonie Berger, SWR3

(Sehen Sie hier einen kleinen Ausschnitt mit Interview aus der Erzählperformance von Meike Rötzer in der Thomas-Mann-Stadt Lübeck.)

Meike Rötzer, Schauspielausbildung Otto-Falckenberg-Schule, München. Festengagements Badisches Staatstheater Karlsruhe, Städtische Bühnen Kiel; div. freie Produktionen und TV. Lesungen, Sprecherin/Autorin für Radiofeatures, Hörbücher und Podcast NATURerKUNDEN. 2008-2022 Lektorin für Belletristik Verlag Matthes & Seitz Berlin. 2022 Gründung des Erzählbuchverlags, 2023 nominiert für Deutschen Hörbuchpreis Kategorie beste Interpretin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, Mitglieder A*dS und TeilnehmerInnen der aktuellen Lesekreis gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden, mit kleinem Pausen-Apéro.

Amuse Oreille zur Erzählperformance am 7. Juni im Raum für Literatur zu
«Der Zauberberg» von Thomas Mann

Wenn Sie sich einen Eindruck darüber verschaffen mögen, was unter einer «Erzählperformance» eigentlich genau zu verstehen ist, können Sie hier einmal hineinhören…

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Meike Rötzer erzählt «Der Zauberberg». Per Klick zur 4-minütigen Kostprobe!

Wir freuen uns, Sie an der «Zauberberg»-Veranstaltung am 7. Juni im Raum für Literatur zu begrüssen. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Fr 14.6.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost — Eingang St. Leonhard Strasse 40, 3. Etage — St. Gallen
Tonio Schachinger, «Echtzeitalter». Deutscher Buchpreis 2023

Ein elitäres Wiener Internat, untergebracht in der ehemaligen Sommerresidenz der Habsburger, der Klassenlehrer ein antiquierter und despotischer Mann. Was lässt sich hier fürs Leben lernen? Till Kokorda kann weder mit dem Kanon noch mit dem snobistischen Umfeld viel anfangen. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, konkret: das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2. Ohne dass jemand aus seiner Umgebung davon wüsste, ist er mit fünfzehn eine Online-Berühmtheit, der jüngste Top-10-Spieler der Welt. Nur: Wie real ist so ein Glück?

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Tonio Schachinger erzählt von einer Jugend zwischen Gaming und Klassikerlektüre, von Freiheitslust, die sich bewähren muss gegen flammende Traditionalisten – und von dem unkalkulierbaren Rest, der nicht nur die Abschlussklasse 2020 vor ungesehene Herausforderungen stellt. Dabei sind die Wendungen so überraschend, sein Humor so uneitel und nahbar: «Echtzeitalter» ist Beispiel und Beweis für die zeitlose Kraft einer guten Geschichte. Und ein großer Gesellschaftsroman.

Moderation: Luzia Stettler

«Ein Roman, der grundsätzlich den richtigen Ton trifft, zwischen spöttischer Distanz, Analyse und Einfühlung.» ORF

«Schlicht bewundernswert … ein grossartiger Roman.» Adam Soboczynski, DIE ZEIT

Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. «Nicht wie ihr», sein erster Roman, wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet und stand 2019 bereits auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Tonio Schachinger lebt in Wien.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi), Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über eventfrog.ch oder das Literaturhaus St. Gallen. Senden Sie uns Ihren Reservierungswunsch einfach per Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

 

 

Mi 22.5.2024 — 19 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #14: Viviane Sonderegger & Doris Vogel

Die 14. Ausgabe des etablierten Formats mit Viviane Sonderegger und Doris Vogel verspricht Einblicke in die kreative Arbeit junger Schreibtalente und stellt unter anderem Fragen, wo und wie sich Türen für junge Dichterinnen heutzutage öffnen, und welche das sind.

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Das Ostschweizer Literaturgespräch wurde von Eva Bachmann ins Leben gerufen und wird heute von Ruth Erat kuratiert. Am 22. Mai geht die Reihe in ihre 14. Runde. Zu Gast sind diesmal zwei junge Lyrikerinnen mit ihren neuen Texten.

Viviane Sonderegger ist in Speicher AR aufgewachsen und studiert – nach ihrer Matura an der Kantonsschule Trogen mit dem Schwerpunktfach Musik und Bildnerisches Gestalten – in Bern. Ende 2022 wurde sie im Rahmen eines Projekts zur Talentförderung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Textprobe:

… Eine dritte Art zu lernen ist Ver-Lust,
denn ein gebrochenes (H)erz ählt dir just,
wo du stehst & was von dir übrigbleibt …

Im Ostschweizer Literaturgespräch trifft Sonderegger auf die Lyrikerin Doris Vogel, die Anfang März 2024 ihr Lyrikdebüt im Alfred Kröner Verlag veröffentlicht hat.

Doris Vogel, im oberschwäbischen Aulendorf aufgewachsen, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Gustav Kluge, Jonas Burgert und Professor Marcel van Eeden sowie Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Autorin lebt und arbeitet als Kunsterzieherin, Lyrikerin, Malerin in Eislingen/Fils.

In ihrem bemerkenswerten Lyrikdebüt widmet sich Vogel einem der wohl größten Mythen des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von der komplizierten und vielschichtigen Biografie Elvis Presleys, legt sie mit diesem Band Gedichte vor, die das Leben des gleichsam prototypischen Stars vom Anfang bis zum Ende, von der Geburt bis über den Tod hinaus bedenken, reflektieren. Die Gedichte spielen auf ungewohnt überraschende Weise mit Sprache und Perspektive, Bilderreichtum und Klarheit, mit assoziativer Weite und unmittelbarer Greifbarkeit.

Mit freundlicher Unterstützung der Appenzellischen Gemeinnützigen Gesellschaft und der Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden, für die wir herzlich danken.

 

 

Bewerbungen bis 15.5.2024
Ausschreibung: Das Literarische Forum Oberschwaben

Die Ausschreibung für die Teilnahme am Literarischen Forum 2024 in Wangen richtet sich an Autor:innen aus der Ostschweiz. Einsendeschluss für Lesungsbewerbungen ist der 15. Mai 2024.

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Was genau das Literarische Forum Oberschwaben ist, das erfahren Sie über diesen Link. Dass das Forum auch einmal in St. Gallen stattfand, können Sie hier nachlesen. Was Sie als Schreibende aber akut interessieren könnte wäre, sich mit einem eigenen, unveröffentlichten Text für das diesjährige Forum anzumelden. Einsendeschluss ist der 15. Mai. Mehr dazu hier…

Es wäre schön, auch einige Schweizer Stimmen der aktuellen Literatur in Wangen/Allgäu zu hören!

Noch bis zu den Sommerferien — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #17: Nora Rekade

Nora Rekade lässt sich von alltäglichen Situationen berühren und setzt diese in Bilder, Collagen und Installationen um – mit einem traumwandlerischen Gespür für Existenzielles.

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Am 8. Mai 2024 um 19 Uhr wird bereits zum 17. Mal der Bestand der Bibliothek Wyborada Thema einer künstlerischen Intervention, diesmal an den Themengebieten «Körper und Psyche» anknöpfend.

Erinnerungssplitter, Gedankenfragmente, Gefühlsempfindungen, Wünsche stehen am Anfang. Die Künstlerin überträgt diese in Bilder von weiterreichender Bedeutung, zu Metaphern für innere Zustände. Ihre Arbeiten gehen dabei weit über die reine Spiegelung und Abbildung emotionaler Gemütszustände hinaus und verweisen auf die Ab- und Beweggründe der menschlichen Existenz. Mit ihrer Arbeit will sie «Gefühle nicht transportieren, sondern auslösen», sagt sie.

Nora Rekade, Jahrgang 1977, studierte 2005 bis 2011 an der Akademie der Bildenden Künste Wien Performative Bildhauerei und erhielt ihr Diplom mit Auszeichnung. Nach drei Semestern Studium der Philosophie an der Universität Wien kehrte sie nach St.Gallen zurück. Hier und in der Region waren ihre künstlerischen Arbeiten in Ausstellungen beispielsweise im Zeughaus Teufen, im Nextex oder Hiltibold zu sehen.

Die Auslegeordnung im Studio wird Ausgangslage zum gemeinsamen Gespräch sein.

Eintritt frei / Kollekte

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler.

 

 

 

Do 2.5.2024 — 19.30 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Sayaka Murata: «Zeremonie des Lebens»

Sayaka Murata hat mit ihrem Bestseller »Die Ladenhüterin« und ihrem letzten Roman »Das Seidenraupenzimmer« bewiesen, dass wohl keine andere Autorin derzeit faszinierendere Geschichten über die beunruhigende Natur der menschlichen Existenz erzählt als sie.

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Die »Zeremonie des Lebens«, ihr erster ins Deutsche übertragene Erzählband mit dem sie nun in St. Gallen zu Gast sein wird, versammelt 12 Kurzgeschichten – ein Genre, für das Murata in Japan ganz besonders bewundert wird.

In diesen so aufrüttelnden wie beglückenden Geschichten über Familie und Freundschaft, Sex und Intimität, Zugehörigkeit und Individualität lotet die Autorin aus, wie schockierend, phantastisch und unheimlich man denken muss, um etwas Wahres über unsere Realität erzählen zu können.

Ein junges Mädchen ist zum ersten Mal verliebt, obwohl sie insgeheim tiefe Gefühle für den Vorhang in ihrem Zimmer hegt; eine Frau begeistert sich für Möbel und Kleidung aus menschlichem Material und gerät darüber mit ihrem Verlobten in Streit; Familien ehren ihre Verstorbenen in Zeremonien, bei denen kannibalische Feste in Sex übergehen – der Band versammelt zwölf dieserart absurde, komische und auch zärtliche Storys, die uns in die Tiefen menschlicher Abgründe führen.

Moderation: Anya Schutzbach

Dolmetsch: Der Japanologe, Übersetzer und Publizist Thomas Eggenberg

Lesung der deutschen Passagen: Die Schauspielerin und Ensemblemitlied des Theaters St.Gallen Pascale Pfeuti

»Murata lotet mit brutaler Zartheit die innere Welt beschädigter Seelen aus.« (Brigitte)

»Murata entlarvt auf brillante Weise die Gefühllosigkeit und Willkür unserer Konventionen.« (New Yorker)

»Ihr funkelnder Stil und Blick für Details sind absolut einzigartig.« (Vogue)

Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarisches Werk erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen, so z.B. den renommiertesten Literaturpreis Japans für den Roman »Die Ladenhüterin«, den Akutagawa-Preis.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi)

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung über eventfrog.ch versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 19 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia. Dômo arigatô gozaimasu!

Sa 20.4.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St.Gallen, Lokremise, Grünbergstr. 7
***Tickets: Warteliste*** — LꝏT #6: Joachim Meyerhoff

Prominenter Schauspieler und Bestsellerautor – wie geht das zusammen? Im Gespräch mit der Dramaturgin Laura Friedrich und Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, gibt Joachim Meyerhoff Auskunft und liest ein «Best-of» seiner Bücher.

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Das langjährige Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters ist zwar inzwischen an der Berliner Schaubühne zuhause, immer wieder kann man ihn aber auch an anderen grossen Häusern sehen, wie z.B. den Münchner Kammerspielen. Mit seinem Romanzyklus «Alle Toten fliegen hoch» betrat er 2011 dann auch die literarische Bühne und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; seine autobiografisch angelegten Romane (wie Amerika, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war oder Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke) haben sich mehr als 2,3 Millionen Mal auf dem deutschsprachigen Buchmarkt verkauft.

Im Rahmen der Reihe LooT (Literatur links with Theater) gibt der gefeierte Schauspieler und Regisseur Einblicke in sein Leben als umtriebiger Theatermann und Romanautor, spricht auch über sein Leben nach dem Schlaganfall (denn auch darüber hat er geschrieben: Hamster im hinteren Stromgebiet) – und liest ein Best-of aus seinen Büchern.

 

TICKETS: WARTELISTE

Tickets im Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen. Zum Ticketverkauf gelangen Sie hier. Wichtiger Hinweis: Die Ermässigungen (Mitglieder Verein Wyborada, inkl. Studierende) sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anwählbar!

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada sowie Studierende)

Bisher erschiene Bücher:

Amerika. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 1. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 2. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2013

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 3. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015

Die Zweisamkeit der Einzelgänger. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 4. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017

Hamster im hinteren Stromgebiet. In: Alle Toten fliegen hoch. Nr. 5. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia – wofür wir herzlich danken.

Do 4.4.2024 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen»

Der neue Roman der preisgekrönten rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea handelt von der Verquickung des Lebens mit der Kunst – und entführt seine Leserinnen und Leser von der ligurischen Küste unserer Tage in das New York der Golden Twenties.

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Voller Hoffnungen und Sehnsüchte reist der junge und aufstrebende Bildhauer Constantin Avis 1926 nach New York. Ein einflussreicher Galerist will ihn unter seine Fittiche nehmen und in dieser Stadt der Träumer und Macher ganz gross herausbringen. Beflügelt von einer aufkeimenden Liebe und der Aussicht auf Erfolg, schwebt er durch dieses neue Leben und droht dabei, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn wie weit kann ihn seine Kunst wirklich tragen?

Ein ganzes Jahrhundert später versucht Dora, diese Frage zu beantworten. Im beginnenden Frühling an der ligurischen Küste schreibt sie an einem Roman über Constantin Avis. Doch je tiefer sie sich hinabgleiten lässt in diese andere Welt, desto stärker vermischt sich ihre Geschichte mit der von Constantin, und sie begreift, dass sie seine Fragen nur mit ihrem eigenen Leben beantworten kann.

Moderation: Anya Schutzbach

Den Büchertisch betreut die Buchhandlung Comedia – herzlichen Dank!

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman «Die nicht sterben» war 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada // Mitglieder Kunstverein // Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Fr 22.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Sylvie Schenk: «Maman». Lesung und Gespräch

Mit ihrem aktuellen Buch «Maman» schaffte es die deutsch-französische Schriftstellerin Sylvie Schenk im Jahr 2023 sowohl auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises als auch auf die SWR Bestenliste. Am 22. März stellt die Autorin dieses – von der Kritik – hochgelobte Erinnerungsbuch im Raum für Literatur (Hauptpost) vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Saxofonisten Heribert Leuchter. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung: 1916 wird Sylvie Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war diese eine Seidenarbeiterin, wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommenden mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter dieser Unklarheit, als Schriftstellerin ist sie deshalb noch immer von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. „Maman“ ist waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich. Nach „Schnell, dein Leben“ hat die Autorin erneut einen Text voll Schönheit und Temperament geschrieben.

Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland. Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane Schnell, dein Leben (2016), Eine gewöhnliche Familie (2018), Roman d’amour (2021) und Maman (2023).

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 6.3.2024 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur, Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Etage — 9000 St. Gallen
Simone Meier, «Die Entflammten». Lesung und Gespräch

Die Schweizer Bestsellerautorin Simone Meier liest am 6. März im Raum für Literatur (Hauptpost) aus ihrem aktuellen Roman «Die Entflammten». Lesung und Gespräch beginnen um 19.30 Uhr. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Frankreich und Holland um 1900. Die junge Jo van Gogh-Bonger verliert ihren geliebten Mann Theo an die Syphilis. Kurz zuvor hat sich Theos Bruder Vincent van Gogh erschossen. Jo bleibt nichts als ein Baby und Hunderte Bilder des noch unbekannten Malers. Sie beschließt, Vincent weltberühmt zu machen, und setzt damit eine gigantische Erfolgsstory in Gang.

Über hundert Jahre später stößt die Kunsthistorikerin Gina auf Jos Geschichte. Und Jo nimmt sie mit in eine Welt voller Menschen, die besessen sind: von der Liebe, der Kunst und von Visionen. Ginas Vater ist Schriftsteller und versucht seit zwanzig Jahren erfolglos, sein zweites Buch zu schreiben. An seiner Seite wird Ginas Faszination für Jo selbst zu einem rauschhaften Roman über eine kurze, aber folgenreiche Liebe. Und über zwei Familiengeschichten im Zeichen der Kunst.

Simone Meier, geboren 1970, ist Autorin und Journalistin. Nach einem Studium der Germanistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte arbeitet sie als Kulturredakteurin, erst bei der WochenZeitung, dann beim Tages-Anzeiger, seit 2014 bei watson. 2020 und 2022 wurde sie zur »Kulturjournalistin des Jahres« gewählt. Bei Kein & Aber erschienen ihre Romane FleischKuss und Reiz. Simone Meier lebt und schreibt in Zürich.

EINTRITT Fr. 20.- / erm. 15.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada, Studierende), Kultur-Legi Fr. 5.-, A*dS gratis, Geflüchtete gratis

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link. Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Mi 21.02.2024 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #16: Christina Lauchenauer

Das Hungertuch von Christina Lauchenaucher ist kein Quilt – es ist ein Statement!

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Zum 16. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention.

Christina Lauchenauer entdeckte vor über vierzig Jahren ihre Liebe zu Quilts. Zuerst hat sie sie nur gesammelt, mittlerweile beschreibt sie ihre Leidenschaft als «dritten Beruf». Zu jedem Quilt weiss sie eine Geschichte zu erzählen. So auch zum «Hungertuch», das nach Artist’s Choice der Bibliothek Wyborada gehören wird.

Im gemeinsamen Gespräch erfahren wir die Geschichte zum Tuch und Einblicke ins Schaffen von Christina Lauchenauer. En passant streifen wir Themen wie Care-Arbeit, Gleichberechtigung oder Sexismus, die den Buchbestand der Bibliothek Wyborada ausmachen.

Die gelernte Buchhändlerin aus Horn TG nähte in jungen Jahren ihre eigene Garderobe und fasste so in der Modeszene Fuss. Ihre hochwertigen Quilts und Quiltjacken präsentiert Christina Lauchenauer an nationalen und internationalen Ausstellungen.

Eintritt frei / Kollekte

Zum Gespräch wird Weisswein und Knusperstangen gereicht.

 

Foto: Sara Merz für Annabelle

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin K. Bühler. Im ersten Halbjahr 2024 sind Christina Lauchenauer (21.2.) und Nora Rekade (8.5.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

FÄLLT AUS
Bodensee-Sommerkurs: Literarisches Schreiben und Textgestaltung

Der für das letzte Juni-Wochenende geplante Schreibkurs fällt aus. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Veranstalter.

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Das blaue Haus in Arbon am Bodensee (Haus Max Burkhardt) ist das Gesamtkunstwerk eines Dekorationsmalers und Fotografen – ein Ort des Sehens und Gestaltens. Hier vermittelt Ruth Erat als Autorin und Kunstschaffende literarisches Schreiben und Textgestaltung mit dem Typographen Lukas Erat.

Zum Auftakt geht‘s auf den See, dann ins blaue Haus. in den drei Tagen wird intensiv geschrieben, zugehört, diskutiert, geht es um die Qualitäten der eigenen Arbeiten und um Wege, Neues zu wagen und Unerwartetes zu schaffen – Formen zu finden, dies miteinander und je einzeln, mit dem Laptop oder nur mit Papier und Stift.

Am Ende wird auch eine mögliche typografische Form gesucht. Dafür vermittelt Lukas Erat Grundlagen und hilft bei der Gestaltung des eigenen Textes.

So sollen, wozu das Haus gleichsam auffordert, ihre jeweils passende Gestalt erhalten: Sätze und Satzfolgen, die sich über die Ränder der eigenen Arbeit hinaus zu einer neuen Einheit fügen und diese auch wieder aufbrechen…

Kursgebühr pro Person:
733 Euro / 700 CHF

inklusive Apéro, Kaffee, Mittagessen am See

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sinnvoll begrenzt. Es zählt das Eingangsdatum Ihrer Buchung.

Anmeldungen über die Website: www.schreibkomplizen.net

So 11.2.2024 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
Daniel Kehlmann, «Lichtspiel». Lesung und Gespräch

Daniel Kehlmanns lang erwarteter neuer Roman «Lichtspiel», ein Buch über Kunst und Macht, Schönheit und Barbarei, entführt uns in die Filmwelt der 1930er Jahre und zeigt, was Literatur vermag: durch Erfindung die Wahrheit hervortreten zu lassen.

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Nach der Machtergreifung 1933 flieht G.W. Pabst, vielleicht der grösste Regisseur seiner Epoche, vor den Gräueln des neuen Deutschlands nach Hollywood. Hier ist er ein Niemand. Nicht einmal Greta Garbo, die er unsterblich gemacht hat, kann ihm helfen. Und so findet Pabst sich schon bald in seiner Heimat Österreich wieder, wo er das barbarische Regime mit aller Deutlichkeit zu spüren bekommt. Doch der Propagandaminister in Berlin will das Filmgenie haben. Während Pabst noch glaubt, dass er dem Werben widerstehen und sich keiner Diktatur als der Kunst fügen wird, ist er schon den ersten Schritt in die rettungslose Verstrickung gegangen.

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, wurde für sein Werk mehrfach mit namhaften Literaturpreisen honoriert. «Die Vermessung der Welt» ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit geworden, sein Roman «Tyll» stand monatelang auf der Bestsellerliste und hat international Anerkennung bekommen. Daniel Kehlmann lebt in Berlin.

Das Gespräch mit dem Autor führt Nicola Steiner (Leiterin Literaturhaus Zürich).

TICKETS im Vorverkauf nur über das Theater St. Gallen über diesen Link.

_Entgegen der Ankündigung im Magazin «Stimmen» von Konzert & Theater St.Gallen sind Reservation und Ticketkauf nicht über das Literaturhaus St. Gallen oder die Bibliothek Wyborada möglich.

_Die Ermässigungen sind erst ab Schritt 2 des Bestellvorgangs im Warenkorb anzuwählen.

EINTRITT Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); erm. 15.- (Studierende – entsprechende Tickets sind nur an der Abendkasse gegen Vorlage des Studierendenausweises erhältlich und nur solange noch freie Plätze vorhanden sind)

Der Autor wird nach der Lesung Bücher signieren. Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

Foto: Heike Steinweg

Mo 5.2.2024 — 19.30 Uhr — Neue Aula der Kantonsschule am Burggraben, Eingang Lämmlisbrunnenstrasse — 9000 St. Gallen
Zeruya Shalev, «Nicht ich»

Die weltbekannte Autorin von «Liebesleben» zu Gast beim Literaturhaus St. Gallen. Sie präsentiert ihr allererstes Buch, das erst jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, in der grossen Aula der Kantonsschule am Burggraben. Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Als Zeruya Shalev ihren Roman „Nicht ich“ vor 30 Jahren in Israel veröffentlichte, war das zwar ein hochliterarisches Ereignis, aber zugleich auch eine Provokation. Es rief wütende Empörung hervor. Jetzt erscheint dieser frühe grosse Wurf der Autorin erstmals im Berlin Verlag auf Deutsch.

Was ist der Erzählerin wirklich geschehen? Die junge Frau tischt eine Geschichte nach der anderen auf. Nur eins scheint klar: Sie hat Mann und Tochter für ihren Geliebten verlassen und nun zerbricht sie daran. Der Spiegel, den sie sich erzählend vorhält, scheint in Stücke gesprungen und in jeder Scherbe schillert eine andere Version.

Das Gespräch mit Zeruya Shalev führt Marcy Goldberg (deutsch / englisch). Die deutsche Übersetzung von Anne Birkenhauer liest die Schauspielerin Graziella Rossi.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link . Bei Problemen mit der Buchung versuchen wir zu helfen; senden Sie einfach ein Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 18.30 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 25.- / erm. 20.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada); Fr. 15.- (Studierende, Kultur-Legi); Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule am Burggraben freier Eintritt

Foto Shalev: Jonathan Bloom

HINWEIS — Buchvernissage — Sa 6.1.2024 — 17:30 Uhr — Raum für Literatur
Marlies Pekarek «Geheime Gefühlskammern öffnen» (nach «Granada» von Federico García Lorca)

Das Künstlerbuch von Marlies Pekarek wird am Dreikönigstag gefeiert. Die Reprints des Orginals sind in der Bibliothek Wyborada als Wandarbeit installiert.

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Vor bald zwanzig Jahren entdeckte die St.Galler Künstlerin Marlies Pekarek das schmale Bändchen mit den Prosadichtungen Granada von Federico García Lorca aus dem Arche-Verlag. Die Texte Lorcas und die sorgfältig gestaltete, bibliophile Aufmachung inspirierten sie zu eigenen gedanklichen und künstlerischen Assoziationen. Ihre Übermalungen sind nicht illustrativ, sondern eine durch und durch subjektive, rein intuitive Annäherung an die Texte. Mit ihrem eigenständigen, künstlerischen Beitrag hat Marlies Pekarek ein kleines, kostbares Gesamtkunstwerk geschaffen.

Die Wandinstallation mit den faksimilierten Seiten von «Geheime Gefühlskammern öffnen», das nun auch als Kunstbuch vorliegt, befindet sich als Schenkung von Alexa Lindner-Margadant (1936–2023), langjährige Unterstützerin der Bibliothek Wyborada und des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, in der Bibliothek Wyborada und ist dort zu besichtigen.

Ursula Badrutt schreibt in ihrem Einleitungstext: «Mit dem vorliegenden Reprint als überarbeitetes Kunstbuch gibt Marlies Pekarek dem Leben und Wirken von Federico García Lorca in seiner Aktualität und Bedeutung neue Beachtung und Verbreitung.»

Buchvernissage am Dreikönigstag, Samstag, 6. Januar 2024, 17.30 Uhr, im Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, Eingang St. Leonhardstrasse 40, 3. Stock

Begrüssung: Yvette Sánchez, Lesung: Marcus Schäfer

Anschliessend Apéro und Dreikönigskuchen

Geheime Gefühlskammer öffnen ist ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich oder bei Marlies Pekarek direkt zu bestellen www.pekarek.ch/shop. Preis CHF 28.00

Federico García Lorca: Granada (Prosadichtungen)

Marlies Pekarek: Zeichnungen

Mit einem Einführungstext von Ursula Badrutt

Januar bis Juni — Literaturhaus-Lesekreis/1 — Bürgerratssaal im Stadthaus, Gallusstrasse 14
Dante, «Die Göttliche Komödie» & Sibylle Lewitscharoff, «Das Pfingstwunder»

Der Lesekreis/1 des Literaturhauses St. Gallen widmet sich unter der Leitung von Anya Schutzbach wie «immer» (es gibt Ausnahmen…) einem Klassiker der Weltliteratur. In diesem Halbjahr hat man sich die grösste Komödie der Weltliteratur vorgenommen, die «Divina Commedia» von Dante Alighieri. Diese als Sprungbrett in die Gegenwart nehmend, beschäftigt sich der Kreis ab März mit Sibylle Lewitscharoffs Roman «Das Pfingstwunder», der ohne Dante nicht zu haben ist…

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Der Lesekreis trifft sich ein Mal pro Monat. Die Termine im aktuellen Halbjahr sind:

Dienstag, 30. Januar

Dienstag, 13. Februar

Dienstag, 26. März

Dienstag, 23. April

Dienstag, 28. Mai

Dienstag, 11. Juni

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 10 Personen beschränkt, um einen konzentrierten und intensiven Austausch zu ermöglichen.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Anmeldungen und Informationen für die Lesekreis-Angebote ab September 2024 über literaturhaus@wyborada.ch.

HINWEIS

Seit März 2024 bietet das Literaturhaus St. Gallen einen zweiten Lesekreis an: Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic (literaturblatt.ch) werden jeweils aktuelle Bücher der Gegenwartsliteratur gelesen, z.T. auch mehrere Bücher pro Saison.

Informationen auch hierzu über literaturhaus@wyborada.ch oder über diesen Link.

März bis Juli — Literaturhaus-Lesekreis/2 — Bibliothek Wyborada, Studio —Davidstrasse 42
Karl Rühmann, «Glasmurmeln, ziegelrot» & Mireille Zindel, «Fest»

Unter der Leitung von Gallus Frei-Tomic werden von Anfang März bis Juli zwei aktuelle Titel der Gegenwartsliteratur gelesen.

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Die Treffen finden ein Mal pro Monat im Studio der Bibliothek Wyborada statt.

Der aktuelle Lesekreis ist ausgebucht. Falls Sie Interesse an einem der kommenden Angebote haben, melden Sie sich gern per Mail an literaturhaus@wyborada.ch.

Zu den Büchern:

«Glasmurmeln, ziegelrot»: Das Kind wächst während des Kalten Krieges 
in einem osteuropäischen Land auf, wird als Fremdes von seinen Mitschülern gehänselt und von der Staatsmacht schikaniert. Es gibt vieles, was das Kind nicht verstehen kann 
und auch nicht verstehen soll. Um damit fertig zu werden, zieht es sich in seine Sprache zurück, die nur es selbst und die Mutter einschliesst. Es verwandelt alles in Geschichten und schafft so aus Bedrohlichem Interessantes, aus Ungewissem Vertrautes.

Karl Rühmann gelingt es in diesem Episodenroman, prägnante Sprachbilder für die Welt seiner Hauptfigur, «das Kind», zu formulieren. Zugleich zeichet er in feinen Szenen die Wirkungsmacht der Fantasie.

«Fest»: Noëlle befindet sich in einer psychiatrischen Klinik im Kanton Jura, in die ihr Gatte Bertram sie gefahren hat. Seit fünf Jahren ist sie einem Mann namens David verfallen, der sich seit Monaten nicht mehr bei ihr meldet. Noëlle, die nicht weiss, dass sie wahnkrank ist, wähnt sich im Ferienhaus von Bert­rams Mutter, wo sie sich von den letzten anstrengenden Jahren erholen will. Zwar erkennt sie, dass sie bei einem Psychiater in Behandlung ist, sieht jedoch weder den Klinikalltag noch die anderen Patienten um sich herum. Sie ist nicht gewillt, den Wahnsinn aufzugeben, denn das Spiel um Wirklichkeit und Einbildung hält eine ganz persönliche Form von Freiheit für sie bereit.

«Fest» ist der Roman einer schmerzhaften Liebe, die zu emotio­naler Abhängigkeit, Realitätsflucht und Identitätsverlust führt.

 

Sowohl Karl Rühmann als auch Mireille Zindel werden zu jeweils einem Termin des Lesekreises persönlich anwesend sein.

Das aktuelle Programm: April – Juli 2024

Mit den Farben der Jahreszeit startete das Literaturhaus im April in die neue Saison. Wenn Sie wissen möchten, wie es bis zu unserer Sommerpause weitergeht, klicken Sie auf «weiter»!

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Eröffnet wurde das Frühjahrsprogramm von der rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea am 4. April. Mit Sayaka Murata und dem Träger des Deutschen Buchpreises Tonio Schachinger folgen Stimmen aus Japan und Österreich, und neben der deutsch-ungarischen Schriftstellerin Terézia Mora wird auch die britische Künstlerin Rachel Lumsden bei uns zu Gast sein. Auf der Bühne des Theaters St. Gallen geht es weiter mit der schönen Reihe LooT und dem gefeierten Schauspieler und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff, wir feiern 100 Jahre Zauberberg, indem wir ihn uns erzählen lassen (!), und natürlich fehlen auch die nächsten Folgen der Ostschweizer Literaturgespräche und Artist’s Choice nicht. Herzlich willkommen!

Das Literaturhausjahr 2023

Nach insgesamt 25 literarischen Veranstaltungen, zwei ausgebuchten Lesekreisen und einem Audiowalk verabschiedet sich das Literaturhaus für dieses Jahr von der Bühne.

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Backstage jedoch wird fleissig weiter gewerkelt, um Sie auch im nächsten Jahr mit einem so vielseitigen wie anspruchsvollen Programm zu erfreuen, zu überraschen und hoffentlich auch weiterhin zu begeistern.

Bis wir unsere Pläne aus dem Sack lassen – obschon sich das ein oder andere schon in gut informierten Kreisen herumgesprochen hat – laden wir hier ein zu einem Rückblick auf schöne Momente in 2023, mal mehr, mal weniger scharf.

Viel Vergnügen und auf bald! Ihre Anya Schutzbach

 

Sa 9.12.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7 — LOK 2
LooT#5: Lukas Bärfuss

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz, der Büchnerpreis-Trägerin Emine Sevgi Özdamar und dem Berner AutorInnenpaar Ariane von Graffenried und Martin Bieri stellen wir in der 5. Ausgabe den gemeinhin als «streitbaren Publizisten» bekannten gefeierten Dramatiker, Romancier und hochpolitischen Autor Lukas Bärfuss vor.

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Lukas Bärfuss ist derzeit mit seinem jüngsten Roman «Die Krume Brot» in aller Munde – und auf grosser Lese-Tournee. Unabhängig von dieser Aktualität aber wird in in der 5. Ausgabe der LooT-Reihe der Autor in all seinen Facetten vorgestellt und befragt: Zu seinem Leben als Theatermensch, zu seinem literarischen Schreiben und seiner Rolle in der Gesellschaft.

Vor dem Hintergrund von Auszügen aus zwei seiner Stücke befragt die Schauspielleiterin Barbara Brüesch den Dramatiker Bärfuss, das Gespräch über seine Literatur und was das eine vom anderen unterscheidet führt Anya Schutzbach.

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 15.- (nur an der Abendkasse): Mitglieder Literaturhaus, Bibliothek Wyborada und U30-Club von Konzert und Theater St. Gallen

Nota bene: Die Anwahl ermässigter Tickets im Webshop des Theaters ist erst möglich im Warenkorb. D.h.: Sie müssen zunächst ein reguläres Ticket in den Warenkorb legen, und können erst dann die Ermässigung anwählen.

Tickets online im Vorverkauf über das Theater St. Gallen – oder an der Abendkasse.

Foto: ©Claudia Herzog

LESUNG & GESPRÄCH // So 3.12.2023 — 17 Uhr — Forum Pfalzkeller St. Gallen — Klosterhof
Olga Tokarczuk, «Empusion»

Die polnische Literaturnobelpreisträgerin stellt ihren jüngsten Roman vor – eine «natur(un)heilkundliche Schauergeschichte». Tickets im Vorverkauf über eventfrog.ch (siehe Link am Ende dieses Beitrags) oder an der Abendkasse (wir bitten um Reservation per Mail). Die Abendkasse ist ab 16 Uhr geöffnet. Freie Platzwahl.

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Es ist der erste Roman, den die preisgekrönte Autorin nach dem Nobelpreis veröffentlicht hat. Die Literaturkritik ist sich einig: Er ist meisterhaft. «Ein reines Lese- und auch intellektuelles Vergnügen» (Ilma Rakusa, NZZ), «hochintelligent und witzig» (Benedikt Herber, Die Zeit), und in der FAZ bewundert Marta Kijowska vor allem die große Fähigkeit Tokarczuks, im Schreiben «eine andere Sichtweise auf die Welt» zu suchen und zu finden – um nur einige Stimmen zu nennen.

«Empusion» mutet an wie das zeitgenössische Gegenstück zu Thomas Manns «Zauberberg»: Im September 1913 reist der an Tuberkulose erkrankte Ingenieurstudent Mieczyslaw Wojnicz nach Görbersdorf, zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Luftkurorte Europas. Im «Gästehaus für Herren» nimmt er zwischen kuriosen Charakteren Quartier. Neben dem Kuralltag ereignen sich im beschaulichen Görbersdorf unerklärliche und makabre Todesfälle: Am Tag nach Mieczyslaws Ankunft begeht die Frau des Pensionswirts Selbstmord, und jedes Jahr im Herbst wird ein Mann im Wald zerfetzt aufgefunden. Der hochgelobte Roman vereint in mystisch-skurriler Weise Literatur- und europäische Geistesgeschichte, Zeitgeschichte und Feminismus.

Olga Tokarczuk (*1962 in Sulechow, Polen) studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Ihr Werk umfasst neun Romane und drei Erzählbände und wurde in 37 Sprachen übersetzt. 2019 erhielt sie den Literaturnobelpreis. Sie wurde zwei Mal mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, dem Nike-Preis ausgezeichnet. Für «Die Jakobsbücher» wurde sie zudem mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis ausgezeichnet und für «Unrast» mit dem Man Booker International Prize. Zum Schreiben zieht sich Olga Tokarczuk in ein abgeschiedenes Berghäuschen an der polnisch-tschechischen Grenze zurück.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Polnisch statt. Das Gespräch führt Olga Tokarczuks kongenialer Übersetzer Lothar Quinkenstein, die Übersetzung fürs Publikum übernimmt Isabelle Vonlanthen, stellvertretende Leiterin Literaturhaus Zürich. Lesung in deutscher Sprache: Boglárka Horváth.

Im Foyer werden vor der Veranstaltung Getränke und kleine Snacks angeboten.

TICKETS im Vorverkauf über diesen Link / Bei Problemen beim Ticketkauf bitte ein kurzes Mail an literaturhaus@wyborada.ch

ABENDKASSE ab 16 Uhr. Für den Kauf von Tickets an der Abendkasse bitten wir um Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

Freie Platzwahl.

EINTRITT: Fr. 35.- / erm. 30.- (Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada). Fr. 15.- (Studierende, Teilnehmende des Lesekreises, Mitarbeiter:innen Team Literaturhaus und Kultur-Legi)

BÜCHERTISCH: Die Buchhandlung Zur Rose besorgt den Büchertisch. Dort finden Sie, auch vor der Veranstaltung, eine grosse Auswahl von Büchern aus dem Werk Olga Tokarczuks.

Die Autorin wird nach der Lesung Bücher signieren.

Foto: Lukasz Giza

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Kanton St.Gallen und Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Dank an Delinat St. Gallen und dem Bierfalken für Wein und Catering.

Veranstaltungstipp: Do 30.11.2023 — 19.30 Uhr — Zeughaus Teufen — Zeughausplatz 1 — 9053 Teufen
Daniel Schreiber, «Die Zeit der Verluste»

Nach seinen Bestsellern «Nüchtern» und «Allein» geht der deutsche Autor Daniel Schreiber in seinem neuen Buch der Frage nach: Wie lässt sich ein Leben in Zeiten um sich greifender Verluste führen? – Dazu hat ihn das Zeughaus Teufen in seine aktuelle Ausstellung zu einer Lesung eingeladen.

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In «Die Zeit der Verluste», das am 20. November erscheint, erzählt Daniel Schreiber ausgehend von der persönlichen Erfahrung des Tods seines Vaters von einem Tag im nebelumhüllten Venedig – und analysiert dabei unsere private und gesellschaftliche Fähigkeit zu trauern. Gleichzeitig sucht er nach Wegen, mit einem Gefühl umzugehen, das uns oft überfordert.

Daniel Schreiber schafft es wie kein Zweiter, grosse Themen neu zu betrachten. Nichts möchten wir lieber ausblenden als die Unbeständigkeit der Welt. Dennoch werden wir immer wieder damit konfrontiert. Wie gehen wir um mit dem Bewusstsein, dass etwas unwiederbringlich verloren ist? In seinem neuen Essay nimmt Daniel Schreiber eine zentrale menschliche Erfahrung in den Blick, die unsere Gegenwart massgeblich prägt und uns wie kaum eine andere an unsere Grenzen bringt: den Verlust von Gewissheiten und lange unumstösslich wirkenden Sicherheiten.

Für die Veranstaltungen bittet das Zeughaus Teufen um Anmeldung auf info@zeughausteufen.ch.

Teilnahme (inkl. Eintritt in die Ausstellung) Fr. 10.-/5.- CHF.

Moderation: Anya Schutzbach

Foto: ©Christian Werner

Mi 29.11.2023 — 19 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40
Ostschweizer Literaturgespräch #13: Ivo Ledergerber & Tanja Kummer

Frauenfeld – St. Gallen. Buchhändlerin, Autorin – Autor, Publizist. Beide Literaturvermittelnde, und ein Hund.

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Die in Frauenfeld gebürtige Autorin und Buchhändlerin Tanja Kummer schreibt für Kinder und Erwachsene, publiziert in Mundart und Hochsprache und arbeitet derzeit an einem Band mit Kurzgeschichten. Sie trifft auf jenen St. Galler Autor, Publizisten und Literaturvermittler, der sie mit seinem Schaffen und seinem Lehren auf seine besondere Weise gefördert und ermutigt hat: Ivo Ledergerber.

Beide sind auch Literaturvermittelnde; allein, in Zusammenarbeit mit Musikschaffenden, Malenden, Lesenden – und Tanja Kummer auch mit Luna, ihrem Hund.

Moderation: Ruth Erat
Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.-
Anmeldung: nicht erforderlich, aber hilfreich über literaturhaus@wyborada.ch

Fotos: Tanja Kummer ©A. Kubli, Ivo Ledergerber ©I. Ledergerber

Mi 22.11.2023 — 19 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #15: Morena Barra

Zum 15. Mal ist der Bestand unserer Spezialbibliothek Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention –

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diesmal inspiriert von Clarissa Pinkola Estés Buch «Die Wolfsfrau» und deren archetypischen Geschichten von Frauen und ihrer Verbindung zur wilden Natur.

Die Künstlerin Morena Barra hat sich auf La Gomera mit der Mystik, den Legenden und den Elementen der Vulkansinsel auseinandergesetzt und zeigt im Studio die daraus entstandene audiovisuelle Installation «Voy recolectar huesos» (übersetzt «Ich werde Knochen sammeln»).

Eintritt: kostenlos

Getränke: Kollekte

Do 2.11.2023 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32
Milena Moser, «Der Traum vom Fliegen»

«Etwas in ihr meinte zu wissen, wie es sich anfühlte, Flügel zu haben und diese zu bewegen. Sie war sich ganz sicher, dass die Fähigkeit zu fliegen irgendwo in ihr angelegt war.»

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Sie gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Schweiz und lebt seit einigen Jahren in San Francisco: Milena Moser.

Ihr mittlerweile 32. Roman, «Der Traum vom Fliegen», ist ein Buch über Freundschaft und das Gefühl, ausgeschlossen und nicht «normal» zu sein, über vermeintliche Schwächen und potentielle Stärken – und darüber, was diese scheinbaren Gegensätze miteinander verbindet:

Als Sofia von ihren Vätern wegen ihres Übergewichts in die Privatklinik Los Pajaritos an der Westküste der Vereinigten Staaten gebracht wird, denkt sie nicht daran, dünner zu werden, schließlich hat sie nicht ohne Grund so viel zugenommen. Sofia will um jeden Preis verhindern, ihre Bodenhaftung zu verlieren, und ihr Übergewicht gibt ihr Halt.

Doch sie hat nicht mit den neuen Bekanntschaften in der Klinik gerechnet. Ihre anhängliche Zimmergenossin Emerald, der mysteriöse, zarte Blue, die ständig unzufriedene Carmel und nicht zuletzt der dominante Zach, bei dem sich alles nur um ihn selbst dreht, mischen Sofias zurückgezogenes Leben ordentlich auf. Und schließlich muss sie erkennen, dass uns manchmal gerade die Menschen am besten verstehen, die uns zunächst fremd erscheinen.

Moderation: Julia Knapp

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 20.- (Ermässigungen für Mitglieder Verein Wyborada, Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada sowie Mitglieder Kunstverein St. Gallen). Kultur-Legi: Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung: aufgrund begrenzter Platzzahl empfohlen: literaturhaus@wyborada.ch

November
Literatur im Kino(k): Frisch/Bachmann, Seethaler, Julia Franck, Claire Keegan

Im November stehen – neben dem Spielfilm «Reise in die Wüste» über die Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch – auch verschiedene Literaturverfilmungen auf dem Programm.

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Nähere Infos zu Inhalt, Terminen, Uhrzeiten und Eintritt jeweils per Klick auf den Filmtitel oder über https://www.kinok.ch

«Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste»

Ein Film von Margarethe von Trotta über Bachmanns schwierige Beziehung zu Max Frisch, der seine Premiere an der diesjährigen Berlinale hatte

«Ein ganzes Leben» – ab 11. November

Verfilmung von Robert Seethalers gleichnamigem Roman

«Die Mittagsfrau» – ab 16. November

Verflimung von Julia Francks gleichnamigem Roman

«The Quiet Girl» – ab 16. November

Verfilmung von Claire Keegans Roman «Foster» (dt. «Das dritte Licht»)

Mi 1.11.2023 — 19 Uhr — Stadthaus St. Gallen, Festsaal — Gallusstrasse 14
Ostschweizer Literaturgespräch #12: Joachim Rittmeyer & Stefan Keller

In der von Ruth Erat kuratierten Gesprächsreihe sind in ihrer 12. Runde zwei politisch und künstlerisch Engagierte zu Gast:

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Während bei Joachim Rittmeyer das Kabarett ein ästhetisch faszinierendes Kunstwerk auf die Bühne zaubert («Knackwerk»), bringt uns Stefan Keller mit seinem Buch «Spuren der Arbeit» Station für Station einen Weg nahe, der mit Gonzenbachs Imperium in Bischofszell auch mit Hölderlin beginnt. Eine spannungsvolle Ausgangslage!

Zur Lektüre empfohlen:

Stefan Keller, Spuren der Arbeit

Stefan Keller, Bildlegenden

Stefan Keller, Grüningers Fall

Wir danken der Buchhandlung Zur Rose für die Besorgung des Büchertischs.

Eintritt Fr. 20.-, erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada); Legi Fr. 5.-; Mitglieder A*dS gratis, Geflüchtete gratis

Anmeldungen über literaturhaus@wyborada.ch

Nov./Dez. 2023 – Das Programm von Literaturhaus und Bibliothek

Voilà das neue Programm für die beiden letzten Monate des Jahres, in dem auch die Bibliothek wieder mit einer neuen Ausgabe von Artist’s Choice und der Fortsetzung des LeGENDEry Bookclubs vertreten ist.

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Und wenn Sie das Gedruckte bevorzugen: Der Programmleporello liegt, wie immer, in der Bibliothek Wyborada und vielen anderen, uns verbundenen Kulturinstitutionen auf:

Im open art museum, dem Kunstmuseum St. Gallen, der Bibliothek Hauptpost und dem Raum für Literatur, der Militärkantine, natürlich den Buchhandlungen Zur Rose und Comedia, bei Orell Füssli und Bücher Lüthy, dem Frauenarchiv, der DenkBar und im Stadthaus – und vielen anderen Orten mehr.

Sa 28.10.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
LooT#4: Ariane von Graffenried & Martin Bieri

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach Kim de l’Horizon, Wolfram Lotz und Emine Sevgi Özdamar stellen wir in der 4. Ausgabe zwei aussergewöhnliche Mehrfach-Talente aus Bern mit ihren Stücken, Texten und «Liedern» vor.

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Schriftstellerin, Theaterautorin und Spoken-Word-Performerin Ariane von Graffenried bewegt sich in ihren Texten an der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance. Autor, Dramaturg und Journalist Martin Bieri schreibt mal Lyrik, mal Dramatik oder auch mal über Kunst und Sport. Beide sind sie multiple Sprachtalente. Gemeinsam schreiben sie Theatertexte, die mit hinreissendem Sprachwitz blinde Flecken der Gesellschaft ins Blickfeld rücken. Ihre Figuren sind eigenwillig, nie unfehlbar und immer irgendwie liebenswert. Falls es sie gibt, eine sogenannte «Schweizer Mentalität» – in den Texten dieses AutorInnenduos wird sie erahnbar. Und auf’s Korn genommen.

Mit: Christian Hettkamp und Pascale Pfeuti
Moderation: Anya Schutzbach und Laura Friedrich

Ariane von Graffenried ist Autorin, Spoken-Word-Performerin und promovierte Theaterwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall» und des Duos «Fitzgerald & Rimini», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft und wurde im letzten Jahr mit dem Grossen Literaturpreis von Stadt und Kanton Bern ausgezeichnet.

Die babylonische Sprachverwirrung ist für sie ein produktiver, der poetischen Weltwahrnehmung ungemein förderlicher Zustand. Davon zeugt, unter anderem, ihre in der edition spoken script pocket erschienenen Sprechtexte «Babylon Park».

Martin Bieri steht für Lyrik, Dramatik, Journalismus. Das – und viel Interessantes mehr – ist nachzulesen auf seiner Homepage. Wie Ariane von Graffenried ist auch er eine Textmaschine, und die von ihnen gemeinsam verfassten Theaterstücke wie  Versteckt – Lucia in Finsterland, Das Ende von Schilda oder Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte werden auf vielen Bühnen gespielt.

Ariane von Graffenried und Martin Bieri werden aus ihren Büchern lesen, rezitieren, performen; Laura Friedrich, Dramaturgin am Theater St. Gallen und Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses, führen das Gespräch, Christian Hettkamp und Pascale Pfeuti, Mitglieder des Ensembles, geben ein Stück aus einem gemeinsamen Stück der beiden Gäste auf die Bühne.

Eintritt: Fr. 25.- / erm. 15.- (Mitglieder Literaturhaus, Bibliothek Wyborada und U30-Club von Konzert und Theater St. Gallen)

Tickets online im Vorverkauf über das Theater St. Gallen  – oder an der Abendkasse.

Foto: ©Michael von Graffenried

Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Im 2024 wird der Leseclub selbstorganisiert weitergeführt.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben.

Ort: Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), St.Gallen.

In Ausnahmefällen findet das Treffen im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) statt.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr.

Kosten: keine

Wer der Gruppe beitreten und sich aktiv engagieren möchte, kann sich gerne bei samira.bookclub@bluewin.ch melden.

Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiteten 2023 jeweils durch den Abend. Das Projekt wurde als Kooperation zwischen dem Archiv für Frauen-,  Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der Bibliothek Wyborada initiiert.

So 15.10.2023 — 17 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Buchpremiere Erica Engeler, «Wortein wortaus». Gedichte

«Das Wasser schlägt unermüdlich seine / Morsezeichen gegen die Strandmauer. / Immer noch Analphabetin, lese ich / mit den Sinnen den Algengeruch, / die Möwenschreie, das Sommergefühl.»

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Die mehrfach ausgezeichnete Autorin liest aus ihrem jüngsten Werk – und spricht mit den Schriftsteller-KollegInnen Ruth Erat, Christine Fischer, Gertrud Macher, Monika Schnyder und Clemens Umbricht über deren Lieblingsstellen.

«Wortein wortaus» – dieser Titel ist mehrdeutig: Er weist darauf hin, dass Erica Engeler seit Jahrzehnten tagein, tagaus leidenschaftlich mit dem Wort beschäftigt ist, tönt aber auch an, dass das Wort sich verweigern kann.

Eine Veranstaltung des Freundeskreises der Autorin in Kooperation mit dem Literaturhaus St. Gallen. Mit kleinem Premièren-Apéro im Anschluss.

Eintritt frei.

Foto: Franziska Mesmer-Rast

Literaturnobelpreis 2023: Jon Fosse

«Jeder Text, selbst ein Gedicht, ist eine Art Universum, das seinen eigenen Gesetzen folgt.» Jon Fosse

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Wer den norwegischen Autor näher kennenlernen möchte, dem empfiehlt das Literaturhaus ein Feature aus dem Archiv von Deutschlandfunk Kultur: Der Norweger Jon Fosse. Ein Meister der Gegenwartsliteratur.

Mi 4.10.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Sarah Elena Müller, «Bild ohne Mädchen»

Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2023

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«Bild ohne Mädchen» ist sicher eines der am meisten besprochenen Bücher in diesem Jahr. Die Multimediakünstlerin Sarah Elena Müller greift darin ein heisses Thema auf: Pädophilie im linksalternativen Milieu der 90er.

Sensibel und doch mit verstörender Eindringlichkeit nähert sie sich einem Familientrauma und lotet dabei die Grenzen des Sagbaren aus. «Das ist beklemmend. Aber das ist auch grosse Literatur.» SRF2 Kultur

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada). Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Foto: Sarah Elena Müller ©Laura Stevens

«Sarah Elena Müllers erster Roman nimmt uns mit auf einen Tauchgang in die finsteren Tiefen der Geschichte eines heranwachsenden Kindes, das seine Gewalterfahrungen mit phantastischen Bildern ummantelt und beweist darin sowohl analytische Scharfsicht als auch künstlerisches Feingefühl.» Schweizer Buchjahr

Mi 27.9.2023 — 19:30 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14, St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #11: Berta Thurnherr & Alice Köppel

Zu Gast bei Ruth Erats Ostschweizer Literaturgesprächen sind diesmal die Diepoldsauer Autorin und Erzählerin Berta Thurnherr und ihre Enkelin Alice Köppel.

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Berta Thurnherr befasst sich seit vielen Jahren mit der Diepoldsauer Mundart, doch sie ist mehr als eine Bewahrerin des «Tippilzouar» Dialekts – sie ist eine Neuschöpferin.

Als Gesprächspartnerin hat sie ihre Enkelin gewählt, Alice Köppel, manchen St. GallerInnen bereits bekannt als eine Teilnehmerin der letztjährigen Schreibwerkstatt des Wortlaut-Festivals und ausgezeichnet als «Junges Talent» in der Sparte Literatur des Internationalen Lyceumsclubs St. Gallen.

Von Berta Thurnherr ist erhältlich das Buch «Rundumm Rii», Klappenbroschur, 184 Seiten, erschienen in der edition spoken script im Verlag Der gesunde Menschenversand.

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen und Bibliothek Wyborada). Legi: Fr. 5.-, Mitglieder A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch.

Fotos : ©Monika Nägele

Do 14.9.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — St. Leonhard-Strasse 40, St. Gallen
Buchpremiere: Laura Vogt, «Die liegende Frau»

Drei Jahre nach ihrem letzten Roman legt die St. Galler Autorin Laura Vogt nun ein neues Buch vor. Pünktlich zum offiziellen Erscheinungstermin laden wir ein zur Buchvernissage.

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Erneut taucht die Autorin tief ein in die Gefühlswelt von Frauen um die dreissig, skizziert sie mit all ihren Schwächen und Stärken, Enttäuschungen und Hoffnungen. Es ist ein lebendiger, lebensbejahender Roman, der deutlich macht, wie Individualismus, Mutterschaft und Selbstbestimmung ständig neu verhandelt werden müssen.

Mit Premierenapéro im Anschluss. Moderation: Anya Schutzbach

Anmeldung nicht zwingend, aber wünschenswert: literaturhaus@wyborada.ch

Eintritt: Fr. 20.- / erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Mitglieder GdSL / Studierende). Cartitas Kultur-Legi Fr. 5.-, Geflüchtete gratis.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur St. Gallen.

Foto Laura Vogt: ©Ayse Yavas

Sa 2.9.2023 — 18 Uhr — Wartsaal Bahnhof Trogen (Treffpunkt)
«Fremd Zuhause». Ein literarischer Audiowalk durch Trogen

Das Literaturhaus St. Gallen eröffnet die Saison mit einem literarischen Audiowalk – und ist damit zu Gast in Trogen. Um was es geht? Mit Knopf im Ohr das eigene Umfeld mit anderen Augen sehen. Spazieren Sie mit!

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Alle fühlen sich manchmal fremd. Und doch blenden wir das eigene Fremdsein oft aus. Was passiert, wenn wir die vertraute Umgebung mit anderen Augen sehen, mit anderen Ohren hören? – Ein gemeinsamer, etwa einstündiger Spaziergang lotet genau das aus. Im Ohr dabei: Melinda Nadj Abonji, Usama Al Shahmani, Angelika Overath, Samira El-Maawi und Asa S. Hendry.

Treffpunkt: 18 Uhr im Wartsaal Bahnhof Trogen, nach dem Spaziergang Apéro und Austausch im Säli des Palais Bleu.

Anfahrt ab St. Gallen: Mit dem Appenzeller Bähnli ab Bahnhof St. Gallen, Abfahrt  17.26 Uhr, Ankunft Trogen 17.52 Uhr.

Wichtig: Bitte eigenes Mobiltelefon mit Internetverbindung, GPS, genügend Ladung sowie gute Kopfhörer mitbringen.

Der Rundgang wird begleitet von Karin Bucher und Anya Schutzbach – die Ihnen auch bei allfälligen Tücken der Technik zur Seite stehen.

Teilnahme inkl. Apéro Fr. 15.- / erm. Fr. 10.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Der Audiowalk lässt sich übrigens jederzeit und überall auch individuell erwandern: fremdzuhause.ch. Er ist nicht an einen spezifischen Ort gebunden, sondern führt entlang von fünf Stationen, die es überall gibt: eine Sitzbank, ein Brunnen, ein Spielplatz, eine Kirche, ein Gemeindehaus.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden und der Rudolf und Gertrud Bünzli-Scherrer-Stiftung.

In Kooperation mit der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Fr 1.9.2023 — 18 Uhr — Treffpunkt Studio Bibliothek Wyborada — Davidstrasse 42
«Fremd Zuhause». Ein literarischer Audiowalk durch St. Gallen

Das Literaturhaus eröffnet die Saison mit einem literarischen Audiowalk: Mit Knopf im Ohr das eigene Umfeld mit anderen Augen sehen. Spazieren Sie mit!

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Alle fühlen sich manchmal fremd. Und doch blenden wir das eigene Fremdsein oft aus. Was passiert, wenn wir die vertraute Umgebung mit anderen Augen sehen, mit anderen Ohren hören? – Ein gemeinsamer, etwa einstündiger Spaziergang lotet genau das aus. Im Ohr dabei: Melinda Nadj Abonji, Usama Al Shahmani, Angelika Overath, Samira El-Maawi und Asa S. Hendry.

Treffpunkt: 18 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada, nach dem Spaziergang Apéro und Austausch.

(Und wer am 1. September verhindert ist oder einfach Lust hat, den Spaziergang im Appenzellerland zu machen: Am Samstag, dem 2. September findet die Veranstaltung in Trogen/AR statt, nur 20 min. mit dem Appenzeller Bähnli vom Bahnhof St. Gallen entfernt.)

Wichtig: Bitte eigenes Mobiltelefon mit Internetverbindung, GPS, genügend Ladung sowie gute Kopfhörer mitbringen.

Der Rundgang wird begleitet von Karin Bucher und Anya Schutzbach – die Ihnen auch bei allfälligen Tücken der Technik zur Seite stehen.

Teilnahme inkl. Apéro Fr. 15.- / erm. Fr. 10.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

* Der Audiowalk lässt sich übrigens jederzeit und überall auch individuell erwandern: fremdzuhause.ch. Er ist nicht an einen spezifischen Ort gebunden, sondern führt entlang von fünf Stationen, die es überall gibt: eine Sitzbank, ein Brunnen, ein Spielplatz, eine Kirche, ein Gemeindehaus.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt St. Gallen – Gesellschaftsfragen.

AUSSCHREIBUNG
Hospitanzen Literaturhaus ab März 2023

Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen wurde 2019 aus der bereits seit 1986 bestehenden Bibliothek Wyborada heraus gegründet. Dieses noch junge Literaturhaus bietet ab März 2023 wieder 8 bis 12wöchige Hospitanzen an, die auch Einblicke in den Bibliotheksbetrieb bieten.

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Zu besetzen sind zwei- bis dreimonatige Hospitanzen im Rahmen eines Pensums bis zu 50%. Dauer und Umfang richten sich nach den Möglichkeiten der Bewerberinnen und Bewerber.

Der Schwerpunkt der Mitarbeit liegt in den Bereichen Kommunikation, Programmkoordination und Veranstaltungsdurchführung. Erste Arbeitserfahrungen im Kultur/Literaturbetrieb sind von Vorteil, aber nicht zwingend. Ein grosses Herz für die Literatur allerdings setzen wir voraus.

Die Tätigkeit teilt sich auf in eine Mitarbeit vor Ort (in den Räumen der Bibliothek Wyborada im Lagerhaus an der Davidstrasse 42 in St. Gallen) und Arbeiten, die im Homeoffice übernommen werden können. Bei Interesse können HospitantInnen auch in die Bibliotheksarbeit hineinschnuppern.

Die Hospitanzen werden mit einem kleinen Honorar vergütet, allfällige Reisekosten können je nach persönlicher Situation übernommen werden.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung der Programmleitung in der Konzeption und Umsetzung von Kommunikations-Massnahmen (on- und offline)
  • Betreuung der Website
  • Bewirtschaftung der Social-Media-Kanäle
  • Eigenständiges Planen und Umsetzen von Teilprojekten
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen und deren Organisation
  • AutorInnenbetreuung
  • Pflege der Adressdaten

 

Sie bringen mit

  • Interesse am Literaturbetrieb
  • Interesse an Kultur und an aktuellen gesellschaftlichen Fragen
  • ein (begonnenes oder absolviertes) Hochschulstudium oder
  • Ausbildung im Bereich Kulturmanagement oder Kommunikation
  • Affinität und Freude an digitalen Kanälen sowie dem
  • eigenständigen Verfassen redaktioneller Inhalte
  • Erfahrung mit online-Redaktionssystemen
  • eine rasche Auffassungsgabe und ein Gefühl fürs Wesentliche
  • eine genaue, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und die
  • Bereitschaft, auch an Abendveranstaltungen teilzunehmen

 

Darüber hinaus sind Sie offen und neugierig, kommunikativ, lesen gern und haben keine Scheu vor Telefonaten. Ausserdem sind Sie sattelfest im Deutschen, schriftlich wie mündlich.

Wir bieten

  • eine vielseitige, anregende Arbeit in engem Austausch mit der Programmleiterin
  • die Weitergabe von Knowhow und Netzwerk im Literaturbetrieb
  • Einblick in die Bibliothekstätigkeit
  • die Freiheit selbstständigen Arbeitens
  • Mitspracherecht und Verantwortung für eigene Projekte
  • flexible Arbeitszeiten (auch home-office)
  • eine flache Hierarchie
  • die Möglichkeit, Erfahrung und Wissen in der Kommunikation zu sammeln und eigene Ideen einzubringen
  • einen Arbeitsplatz nur 5 Minuten vom Bahnhof St. Gallen
  • Einblicke in die kulturelle Landschaft St. Gallens durch die Begleitung vieler kooperativer Projekte

 

Wenn Sie während acht bis zwölf Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Literaturhauses erhalten möchten und Lust haben, Ihre Energien einzubringen in unser kleines, engagiertes Team, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres möglichen Arbeitsbeginns: literaturhaus@wyborada.ch

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich gern an Anya Schutzbach:

+41 (0)79 251 3954

oder per eMail: literaturhaus@wyborada.ch

Lesekreis Literaturhaus — div. Termine September bis Dezember — jeweils 18 Uhr — Stadthaus, Bürgerraatssaal — Gallusstrasse 14
Olga Tokarczuk, «Empusion. Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte»

Auf dem Programm des Literaturhaus-Lesekreises steht diesmal nicht, wie bislang üblich, ein Klassiker der Weltliteratur, sondern eine Neuerscheinung: Der erste Roman Olga Tokarczuks nach dem Nobelpreis.

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Nach Virginia Woolfs «Orlando» und einem Streifzug durch Prousts «Recherche», sprich: «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit», befasst sich der Lesekreis in seiner dritten Runde mit Olga Tokarczuks hintersinnigen Replik auf Thomas Manns «Zauberberg».

Die Lesekreise sind auf 12 Teilnehmende beschränkt, um einen konzentrierten und intensiven Austausch zu gewährleisten – und pro Saison wird nur ein Buch gelesen. Die Treffen finden ein Mal pro Monat statt, in der Regel von 18 – 19.30 Uhr. Die Termine im Herbst 2023:

26. September

31. Oktober

28. November

12. Dezember

Der aktuelle Kreis ist ausgebucht. An einer Teilnahme künftiger Lesekreis-Angebote Interessierte können sich gern per Mail direkt an die Leiterin des Literaturhauses wenden: literaturhaus@wyborada.ch.

Das neue Programm: September / Oktober

Nach der Sommerpause gelten ab dem 16. August neue Öffnungszeiten für die Bibliothek – und das Literaturhaus präsentiert sein Programm September / Oktober. Einen ersten Überblick finden Sie hier,

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und falls Sie’s lieber gedruckt hätten: Der Programmleporello liegt in der Bibliothek Wyborada und vielen anderen, uns verbundenen Kulturinstitutionen auf:

Im open art museum, der Kunsthalle St. Gallen, der Bibliothek Hauptpost und dem Raum für Literatur, der Militärkantine, natürlich den Buchhandlungen Zur Rose und Comedia, bei Orell Füssli und Bücher Lüthy, dem Kunstmuseum, dem Frauenarchiv, der DenkBar und im Stadthaus – und vielen Orten mehr.

 

#wearewyborada, die Dreizehnte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die das Literaturhaus St. Gallen und die Bibliothek Wyborada (aus)machen. Hier begrüssen wir Nadine, die uns als Hospitantin noch bis Ende September begleitet.

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«Leggere può creare indipendenza steht auf meiner Stofftasche. Das stimmt, denke ich. Lesen kann Unabhängigkeit schaffen. Lesen schafft Unabhängigkeit. In der Literatur ist alles möglich. Wir können uns stetig neu erfinden. Eintauchen in Welten, die uns ohne sie verwehrt bleiben. Lesen, Weiterdenken, Diskutieren. Das gefällt mir. Darauf zu blicken, was Menschen bewegt und wie sich dies in Büchern spiegelt.

Ich freue mich, für das Literaturhaus St. Gallen tätig zu sein und die Frauenbibliothek zu unterstützen. Ich freue mich auf die kommenden Veranstaltungen sowie die Begegnungen mit den Autor:innen und Leser:innen.»

Foto: Sarah Müller

bis 13.8.2023
Wir machen Sommerpause!

Liebe Bibliotheks-Nutzer:innen, liebes Literaturhaus-Publikum

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Nach neun Lesungen, einem Ostschweizer Literaturgespräch, zwei Artist’s Choices, drei Ausgaben der aufregenden Reihe LooT, der Fortsetzung des LeGENDERy Bookclubs, des Literaturhaus-Lesekreises, der Wybo-goes-Wiki Schreibwerkstatt und einem literarischen Spaziergang machen Literaturhaus und Bibliothek nun Sommerpause.

Die Bibliothek öffnet am Mittwoch 16.8.2023 um 10:00 Uhr wieder die Tür.

Das Literaturhaus-Programm beginnt im September.

Was wir derweil ausbrüten verraten wir Mitte August. Lassen Sie sich überraschen und lesen Sie sich entspannt durch den Sommer!

Karin K. Bühler & Anya Schutzbach

 

 

Mi 21.6.2023 — 20 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32 — NUR NOCH WENIGE PLÄTZE
Judith Hermann, «Wir hätten uns alles gesagt»

Ihre Bücher seien unbeirrbare Erkundungen der menschlichen Verhältnisse, so die NZZ. In ihrem jüngsten Buch erzählt die Autorin Judith Hermann zum ersten Mal von Kindheit, Familie, Freundschaft und ihrem Lebensweg, von dem, was ihr Schreiben und Leben miteinander verbindet. /// Es sind nur noch wenige Plätze frei. Bitte kontaktieren Sie das Literaturhaus per Mail für eine Anmeldung oder bei Rückfragen: literaturhaus@wyborada.ch ///

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«Geschichten schreiben heisst misstrauisch sein. Lesen heißt, sich darauf einzulassen. Jede Geschichte erzählt von einem Gespenst.»

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, veränderte 1998 die literarische Welt mit ihrer Erzählsammlung «Sommerhaus, später». Erzählungen wie «Rote Korallen» und «Hunter-Thompson-Musik» haben eine ganze Generation von Leserinnen und Lesern geprägt und über Jahre begleitet. Hermann kreierte den «Sound einer neuen Generation», wie der Kritiker Hellmuth Karasek damals, im Jahr 1998, im «Literarischen Quartett» schwärmte.

Mit ihrem aktuellen Buch reflektiert die Autorin 25 Jahre später auf ihren grossen Erfolg und auf ihr Leben. Mit erstaunlicher Offenheit und immer der Kunst des Schreibens und der Exaktheit der Gedanken verpflichtet, lässt sie uns ein in ihre Gedankenwelt. Wahrheit, Erfindung und Geheimnis. Wo beginnt eine Geschichte, und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit?

Begrüssung: Gallus Frei-Tomic; Moderation: Anya Schutzbach

Infos: Die Veranstaltung findet statt im Kunstmuseum St. Gallen (Vortragssaal im sous-sol). Freie Platzwahl. Die Abendkasse im Foyer ist ab 19 Uhr besetzt. Das Café des Kunstmuseums bietet Getränke und kleine Snacks an.

Eintritt: regulär CHF 25, erm. CHF 20* (*Mitglieder Literaturhaus St. Gallen / Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein St. Gallen, Mitglieder Literaturhaus Bodmannhaus, Studierende). Cartitas Kultur-Legi CHF 5, Geflüchtete gratis.

Die Veranstaltung ist inzwischen ausverkauft. Anmeldung Warteliste: literaturhaus@wyborada.ch.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Thurgau / Bodmanhaus.

Bild: Andreas Reiberg

Sa 17. bis So 25. Juni — Haus Max Burkhardt, Unter dem Zeltdach — Rebenstrasse 33, Arbon
MIT EIN ANDER: Die Literaturtage Arbon 2023

Auch in diesem Jahr finden wieder die von den ostschweizer Autorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster kuratierten Literaturtage im schönen Haus Max Burkhardt, unterm Zeltdach im Garten und in der Bibliothek Arbon statt.

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Mit dabei: Beatrice Stebler und Team, Erika Kronabitter, Ines Strohmaier, Alice Köppel, Viviane Sonderegger, Berta Thurnherr, Werner Rohner, Erwin Messmer, Peter Höner, Stefan Philippi, ein Audio-Walk mit dem schönen Titel Fremd Zuhause, Stefan Keller, Tanja Kummer und vielen mehr.

Mehr Infos finden Sie über diesen Link.

Eintritt: Kollekte.

Mi 14.6.2023
Streiktag – Bibliothek am Nachmittag geschlossen

Zuerst wird demonstriert, dann zu Artist’s Choice #14 mit Regula Engeler flaniert!

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Info zum Feministischen Streik St.Gallen.

Komm‘ auch!

Mi 14.6.2023 — 19:30 Uhr — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #14: Regula Engeler

Zum 14. Mal is der Bestand der Bibliothek Wyborada Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention —

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diesmal mit der für ihre geheimnisvollen und poetischen Fotografien bekannte Künstlerin Regula Engeler.

Ausgangslage für ihren Beitrag im Studio ist das Buch «Flâneuse» von Lauren Elkin und damit verschiedene Perspektiven auf die Bewegungen durch den Raum.

Vorher wird aber nicht flaniert, sondern protestiert. Nach dem Feministischen Streik in der Innenstadt öffnet die Bibliothek ihre Tür um 19:30 Uhr für Engelers bildhafte Poesie und ein Glas Wein.

Eintritt: kostenlos

Getränke: Kollekte

Ab 10:46 gibt’s in der Marktgasse ein Programm zum Feministischen Streik. Die Demonstration beginnt um 18:00 Uhr. Um 19:30 geht’s für die einen mit den Reden auf dem Marktplatz weiter — für die anderen mit Regula Engeler in der Wybo. Wir freuen uns!

Mo 15.5.2023 — 19.30 Uhr — Stadthaus, Festsaal — Gallusstrasse 14, St. Gallen
Nino Haratischwili, «Das mangelnde Licht»

Die 1983 in Tbilissi/Georgien geborene Erfolgsautorin Nino Haratischwili liest aus ihrem jüngsten Roman «Das mangelnde Licht».

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Wie in ihrem Welterfolg „Das achte Leben (Für Brilka)“ stehen auch hier Georgien und seine Menschen im Zentrum der Geschichte.
Die preisgekrönte Autorin und Regisseurin erzählt von einem verlorenen Land und einer verlorenen Generation: Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit stürzt der junge Staat ins Chaos. In Tbilissi finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen – die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Keto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt.

Die Moderatorin und frühere SRF-Literaturredakteurin Luzia Stettler kennt Nino Haratischwili und ihr Werk seit vielen Jahren. Sie führt im Festsaal des Stadthauses durch den Abend.

Eintritt: regulär CHF 25, erm. CHF 20 (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada, Mitglieder Kunstverein St. Gallen, Studierende). Cartitas Kultur-Legi CHF 5, Geflüchtete gratis.

Begrenzte Platzzahl, Ticketreservation empfehlenswert: literaturhaus@wyborada.ch oder Tel.: 079 251 3954

BUCHPREMIERE — Do 4.5.2023 — 19.30 Uhr — open art museum, Foyer — Davidstrasse 44, St. Gallen
Ruth Erat, «Zug nach Tatti»

Ruth Erat stellt ihr neues Buch vor.

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In ihrem neuen Buch erzählt Ruth Erat in zwei verflochtenen Strängen von einer Reise in die Maremma, die zum Abenteuer wird, und von der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen. „Eine Autofiktion mit Übermalungen“, so die Autorin. Ein sehr persönlicher, schwebender Text, graphisch gestaltet von Lukas Erat.

Im Anschluss Premieren-Apéro

Eintritt regulär CHF 20, erm. CHF 15

Foto Ruth Erat: Ladina Bischof

KUNSTMARKT — So 4.6.2023 — 11 bis 18 Uhr — Dachatelier — Teufenerstrasse 75, St. Gallen
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Die Bibliothek Wyborada ist mit ARTIST’S CHOICE an der faF!

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Seit 2019 betreibt die Bibliothek Wyborada das Projekt Artist’s Choice.

mit dem der Bestand der Frauenbibliothek vermittelt und gleichzeitig einen Einblick in das zeitgenössische Kunstschaffen ausgewählter Künstler:innen ermöglicht wird.

Idee dabei ist das Durchforsten und Neuentdecken des Spezialbestands der Bibliothek. Dazu werden Bildende Künstler:innen eingeladen, sich von den 12’000 Medien zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen oder historischen Frauenthemen, Krimis, Biografien, Lyrik oder Gegenwartsliteratur von und über Frauen* zu einem künstlerischen Beitrag inspirieren zu lassen. Die Recherche vor Ort führt jeweils zu einer öffentlichen Präsentation im Studio der Bibliothek.

Bisher haben im Studio der Bibliothek Wyborada folgende Künstler:innen eine Intervention realisiert: H.R. Fricker, Karin Karinna Bühler, Salome Schmuki, Herbert Weber, Ines Marita Schärer, Claude Bühler, Sebastian Stadler, Ida Vera Müller, Hulda Zwingli, Beatrice Dörig, Birgit Widmer, Andrea Vogel und Raoul Doré.

Am 14. Juni wird Regula Engeler im Studio der Bibliothek Wyborada einen Einblick in Artist’s Choice #14 geben. Aktuell folgen wir aber der Einladung von fAF ins Dachatelier:

Die fair Art Fair (fAF) ist ein Projekt des Künstler:innen-Kollektivs Streunender Hund. Die fAF23 widmet sich dem Zusammentreffen von Offspaces und Projekträumen für zeitgenössische Kunst aus verschiedenen Orten der Schweiz. Die Eingeladenen erhalten die Möglichkeit, sich und ihre Organisationen vor- und auszustellen. Der Austausch der Offspaces untereinander steht genauso im Fokus wie die Interaktion mit dem Publikum.

Eigens für fAF23 werden Regula Engeler und Karin Karinna Bühler in einer freundschaftlichen Kooperation Plakate produzieren. Der Kunstmarkt der anderen Art findet auf dem Areal des Dachateliers in St.Gallen statt.

Wir freuen uns über neugierige Besucher:innen!

 

 

Book Club — Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Nächstes Treffen: Do 8.6.2023 um 19 Uhr in der Bibliothek Wyborada.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiten jeweils durch den Abend.

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr. Die Termine für die 2. Jahreshälfte werden am Juni-Treffen besprochen.

Kosten: keine

Die Lesegruppe wird sich auch nach den Sommerferien wieder treffen und austauschen. Es gibt wenige freie Plätze!

Anmeldung: judith.grosse@frauenarchivostschweiz.ch

 

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Archiv für Frauen-,  Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz und der Bibliothek Wyborada.

Di 2.5.2023 — 18:30 Uhr — Treffpunkt Bibliothek Wyborada
Literarischer Spaziergang

Auf den Spuren von St. Galler Autorinnen geleiten uns der Publizist und Kulturvermittler Richard Butz und die Schauspielerin Nathalie Hubler durch die Stadt:

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Der literarische Streifzug führt von der Bibliothek Wyborada in die Innenstadt. Unterwegs rezitiert Nathalie Hubler an vier Stationen ausgewählte Texte u.a. von Betty Scherz, Dora Schlatter und Regina Ullmann.

Richard Butz nennt weitere St.Galler Autorinnen wie Elisabeth Gerter, Regula Lüscher, Liana Ruckstuhl, Rosa Louis, Olga Diener, Blanche Merz, Claudia Vamvas, Julia Tardy-Marcus, die es (wieder) zu entdecken gilt.

 

Treffpunkt Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock

Stationen Leonhardspärkli, Globus, Gallusplatz, Kirche St. Laurenzen

Kosten 15 CHF, 10 CHF Mitglieder Verein Wyborada

Anmeldung bibliothek@wyborada.ch

 

 

Historische Ausgaben der Autorinnen Elisabeth Gerter, Dora Schlatter und Regina Ullmann stehen in der Bibliothek Wyborada zum Entdecken bereit.

Frist zur Einreichung — 31.5.2023
Ausschreibung: Literarisches Forum Oberschwaben

Das Literarische Forum Oberschwaben lädt ein, sich mit einem eigenen Text bis zum 31. Mai 2023 für die Werkstattlesungen im Juli 2023 zu bewerben.

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«Ich fahr nach Wangen», sagen die alten Hasen. Und damit meinen sie nicht nur die kleine Stadt im Allgäu, in der das Literarische Forum Oberschwaben für gewöhnlich tagt. «Wangen» steht für den lebendigen literarischen Austausch von Schreibenden aus der Region zwischen Bodensee und Donau. Einmal im Jahr, üblicherweise im Juli, kommen rund 60 Autorinnen und Autoren aus dem erweiterten alemannischen Sprachraum zu Werkstattgesprächen und Lesungen zusammen.

Das 62. Forum tagt  heuer am 7.+8. Juli. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 31. Mai mit einem Text bewerben.

Eingereicht werden können unveröffentlichte fiktionale Prosa und Lyrik.

Die Vorlesezeit für die Bewerbungstexte ist klar auf 15 Minuten begrenzt. Im Umfang entspricht das etwa 13.000 Zeichen inkl. Leerzeichen.

Näheres über diesen Link. Gern weitersagen!

Sa 29.4.2023 — 20 Uhr — Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
LooT#3: Emine Sevgi Özdamar, «Ein von Schatten begrenzter Raum»

LooT – Literatur und Theater. Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Diesmal zu Gast die türkisch-deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Emine Sevgi Özdamar.

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Immer mehr DramatikerInnen bespielen mit ihren kraftvollen, kühnen Texten auch die Bühnen der Literatur. Ein fliessender Übergang zwischen verschwisterten Disziplinen im Fokus einer neuen Reihe: LooT (Literatur links with Theater) lotet aus, ist Lotse.

Nach den Gästen Kim de l’Horizon und Wolfram Lotz bestreitet den dritten Abend die türkisch-deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin Emine Sevgi Özdamar, die von Anfang an sowohl Theaterstücke wie auch Romane und Erzählungen schrieb. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach mit renommierten Auszeichnungen wie dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Kleist-Preis oder im letzten Jahr dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Als „herausragende Autorin, der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound“ verdanken, beschreibt sie die Jury des Büchner-Preises. In ihrem aktuellen Roman «Ein von Schatten begrenzter Raum» spannt sie einen Bogen vom Osmanischen Reich über die Pariser Theaterszene der 1970er- Jahre bis in unsere Gegenwart. Und singt dabei das vielstimmige Loblied auf ein Nachkriegseuropa, in dem es für kurze Zeit möglich schien, allein mit den Mitteln der Poesie Grenzen einzureißen.

Emine Sevgi Özdamar wuchs in Istanbul auf, wo sie die Schauspielschule besuchte. Mitte der siebziger Jahre ging sie nach Berlin und Paris und arbeitete mit den Regisseuren Benno Besson, Matthias Langhoff und Claus Peymann. Sie übernahm zahlreiche Filmrollen und schreibt seit 1982 Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Emine Sevgi Özdamar lebt in Berlin.

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf nur über die Billetkasse des Theater St. Gallen

oder per Telefon an der Theaterkasse: +41 71 242 06 06.

Dauer 90 min., mit einer Pause.

Das Gespräch mit Emine Sevgi Özdamar führen Anya Schutzbach (Literaturhaus St. Gallen) und Anita Augustin (Theater St. Gallen).

(© Foto Özdamar: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag)

/ / / MUSS LEIDER AUSFALLEN / / / Mi 26.4.2023 — 19 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14
Esther Kinsky, «Rombo»

Die Lesung mit Esther Kinsky, eine Veranstaltung des Verein Pro Friuli in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus St. Gallen, muss leider ausfallen. Für alle, die dies bedauern: «Rombo», ihr grossartiger Roman, kann in der Bibliothek Wyborada ausgeliehen werden! Ab Mittwoch, 13.30 Uhr ist sie wieder geöffnet.

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»Später wird jeder von dem Geräusch reden. Vom ›Rombo‹. Mit dem es anfing. Mit dem alles anders wurde, wie man so sagt, mit einem Schlag, dabei war es eher ein Stoß, wie das dumpfe, stumpfe Ende einer aus weiter Ferne herangerollten Bewegung.« Rombo, das ist das italienische Wort für «Donnern». Esther Kinskys «Rombo» ist die meisterhafte Erzählung einer Naturkatastrophe – und wie sie sich einschreibt ins Gedächtnis der Menschen.

Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Existenz, lässt sich die Sprache nicht so einfach finden.

In Esther Kinskys noch vor Erscheinen preisgekröntem Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleissen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.

Man muss kein angstfreudiger Apokalyptiker sein, um in diesem Buch mehr zu sehen als nur Literatur. Es ist eine grosse Bildersuche, die zum heutigen Gefühl der Zeitenwende eine Geschichte erzählt, die gleichermassen real ist, wie sie als erschreckende Metapher wirkt. Die einen hören den Rombo in den Prognosen der Klimaforscher, die anderen in den Prognosen führender Gesellschaftspessimisten. (Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung)

Mit einem Ausblick auf die italienische Übersetzung des Buchs.

Eintritt frei. Im Anschluss an den Anlass wird ein Apéro serviert.

Eine Veranstaltung des Verein Pro Friuli, in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus St. Gallen.

Esther Kinsky wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Essays und Erzählprosa ebenso umfasst wie Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kleist-Preis 2022.

© Foto Esther Kinsky: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

April bis Juni 2023
Das Literaturhaus-Programm

Nach neun Lesungen, darunter auch ein Ostschweizer Literaturgespräch, zwei Ausgaben der aufregenden neuen Reihe LooT, der Fortsetzung unseres Proust-Lesekreises, der Treffen des LeGENDERy Bookclubs und der «Wybo-goes»Wiki»- Schreibwerkstatt geht es ab April rosaorange weiter! Hier finden Sie eine Übersicht des neuen Programms.

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WORTLAUT LITERATURFESTIVAL: Sa 25.3.2023 — 14 Uhr — Kellerbühne, St. Georgen-Strasse 3
Mareike Fallwickl, «Die Wut, die bleibt»

Mareike Fallwickl sei eine «Meisterin der sehr österreichischen Kunst, die Dinge des Lebens mit Witz, Scharfsicht und genüsslicher Boshaftigkeit zu sezieren», heisst es.

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Auch in ihrem jüngsten Roman wirft sie einen entlarvenden Blick auf unsere Gesellschaft, ohne den Sinn für Humor zu verlieren, auch wenn es hart zugeht: Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit. Die älteste Tochter sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

Moderation: Anya Schutzbach

Eine Veranstaltung im Rahmen des Wortlaut Literaturfestivals, mehr hier…

Die Kellerbühne ist zugänglich für Menschen mit Rollstuhl.

Tickets (Vorverkauf und Tageskasse): Siehe hier…

A U S V E R K A U F T — Prolog zum Wortlaut Literaturfestival: Mi 22.3.2023 — 20 Uhr — Festsaal Stadthaus — Gallusstrasse 14
Elke Heidenreich liest

Foto: Stephan Pick

Inzwischen sind alle Plätze ausgebucht. Wir bitten Gäste mit Voranmeldung, die n i c h t kommen können, um eine kurze Nachricht – so können wir die Plätze an Personen auf der Warteliste weitergeben (literaturhaus@wyborada.ch oder 079 251 3854).

Reservierte Karten können ab 19 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden. Bis 19.45 Uhr nicht abgeholten Karten gehen in den freien Verkauf.

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Den «Prolog» zum Wortlaut Literaturfestival, das am Freitag, dem 24. März beginnt, bestreitet heuer Elke Heidenreich. Im letzten Jahr musste die Autorin und bekannte Literaturkritikerin ihre Lesung im Literaturhaus leider absagen – dafür liest sie in diesem gleich aus zwei Büchern:

«Ihr glücklichen Augen», ihr jüngstes, sind «Kurze Geschichten zu weiten Reisen». Sie selbst war in ihrem Leben viel auf Reisen; sie folgte der Musik, ihren Freunden, der Liebe, der Literatur – und war auch schon in der Frauenbadi in Zürich. Voller Witz erzählt sie von dieser Leidenschaft, die sie um die ganze Welt geführt hat.

Ihre andere (und eigentlich erste) Leidenschaft aber gilt den Büchern. In «Hier gehts lang!» spricht sie über die wichtigen, prägenden, rettenden Bücher ihres Lebens. Und warum dies meist Bücher von Frauen waren.

Gespräch: Anya Schutzbach

Tickets:  Nur mit Voranmeldung über literaturhaus@wyborada.ch (auch Wortlaut-Festivalpass- InhaberInnen) >> alle Plätze ausverkauft.

Eintritt: Fr. 25.- | erm. Fr. 20.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.-

Reservierte Karten können am 22. März ab 19 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden. Wir empfehlen, frühzeitig zu kommen und ausreichend Zeit zum Kauf der Karten einzuplanen. Bis 19.45 Uhr nicht abgeholten Karten gehen in den freien Verkauf. Freie Platzwahl.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Wortlaut Literaturfestival, mehr hier.

Wir bitten Gäste mit Voranmeldung, die nicht kommen können um eine kurze Nachricht – so können wir die Plätze an Personen auf der Warteliste weitergeben. Vielen Dank!

Book Club — Bibliothek Wyborada und Frauenarchiv Ostschweiz
LeGENDERy Bookclub

Der Buchclub zu Sachbüchern aus Genderperspektive.
Nächstes Treffen: Do 11.5.2023 um 19 Uhr im Frauenarchiv.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir tauschen Erfahrungswelten aus und vernetzen uns.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv) und Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada) leiten jeweils durch den Abend.

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr:

12.1. Archiv

9.2. Bibliothek

9.3. Archiv

6.4. Bibliothek

11.5. Archiv

8.6. Bibliothek

 

Die Lesegruppe ist aufgrund sehr grosser Nachfrage ausgebucht, weshalb derzeit leider keine weiteren Anmeldungen möglich sind.

Die Lesegruppe wird sich auch nach den Sommerferien wieder treffen und austauschen. Die Termine dazu – und eventuelle freie Plätze – werden hier im Vorfeld kommuniziert.

Sa 4.3.2023 — 20 Uhr — LooT#2, Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
Wolfram Lotz, «Heilige Schrift»

LooT – Literatur und Theater: Eine Reihe von AutorInnen-Lesungen und Gesprächen in Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen. Nach dem Auftakt mit Kim de l’Horizon ist diesmal der deutsche Dramatiker Wolfram Lotz zu Gast.

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Der Autor ist in St. Gallen kein Unbekannter. In den letzten Jahren hat Schauspieldirektor Jonas Knecht sein Publikum bereits mit den Stücken «Einige Nachrichten an das All», «Die lächerliche Finsternis» und «Das Ende von Iflingen» in den Irrwitz des Lotz’schen Kosmos eingeführt.

Anlässlich der Kooperation mit dem Literaturhaus liest Lotz diesmal selbst – und zwar aus seinem vor kurzen bei S. Fischer erschienen Buch «Heilige Schrift»; ein radikaler Selbstversuch. Ziel war, das Leben möglichst vollständig und unmittelbar zu erfassen, mit allen literarischen Mitteln. Ein Jahr lang protokollierte er jeden Tag, von morgens bis nachts. Ein wahnwitziges Projekt, das zeigt, was es wirklich bedeutet, über die Gegenwart zu schreiben.

Ergänzend zur Lesung: Ein Gespräch zwischen Wolfram Lotz und Jonas Knecht, im Anschluss präsentieren die Ensemblemitglieder Anja Tobler, Birgit Bücker und Anna Blumer Ausschnitte aus «Die lächerliche Finsternis».

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf nur über diesen Link beim Theater St. Gallen

oder per Telefon an der Theaterkasse: +41 71 242 06 06.

(Foto Wolfram Lotz: Patrick Pleul)

bis Fr 24.3.2023 — Studio, Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice

Das «Mastertape» von Raoul Doré mit einer eigens zusammengestellten Tracklist zu feministen Punkgruppen und deren Songs ist noch bis zum 24.3.2023 im Studio der Bibliothek Wyborada ausgestellt.

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Einmal mehr war das Studio – unser Lesesaal, Sitzungszimmer, Aufenthaltsraum – zum Ausstellungsort.

Raoul Doré, unser 13. Artist’s-Choice-Künstler, präsentierte am 1.3. ein eigens hergestelltes Mastertape mit Tracklist zu feministischem Punk. Der Künstler und Schlagzeuger gewährte einen Einblick in seine Biografie, die Musikgeschichte und das Buch von Andi Zeisler «Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl – Der Ausverkauf einer politischen Bewegung».

Fairytales in the Supermarket, Raoul Doré, 2023

 

Raoul Doré studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und beschäftigt sich seither mit Grafik, Malerei und analoger Trickfilmkunst.

Mi 1.3.2023 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #13: Raoul Doré

Zum 13. Mal ist der Bestand der Bibliothek Wyborada Ausgangspunkt für eine künstlerische Intervention.

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Einmal mehr wird das Studio – unser Lesesaal, Sitzungszimmer, Aufenthaltsraum – zum Ausstellungsort. Diesmal ist Raoul Doré zu Gast.

Der Künstler und Schlagzeuger nimmt das Buch von Andi Zisler «Wir waren doch mal Feministinnen. Vom Riot Grrrl zum Covergirl – Der Ausverkauf einer politischen Bewegung» zum Anlass, sich zeichnerisch mit dem subkulturellen Aspekt des Feminismus in der alternativen Musik- und Kulturszene zu beschäftigen.

Raoul Doré studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und beschäftigt sich seither mit Grafik, Malerei und analoger Trickfilmkunst.

Eintritt frei / Kollekte

Es gibt Bier und Brezeli

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin K. Bühler. 2023 sind Raoul Doré (1.3.), Regula Engeler (14.6.) und Morena Barra (22.11.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

Do 23.2.2023 — 19 Uhr — Bibliothek Wyborada, Studio — Davidstrasse 42, 1. Stock
Luna Al-Mousli, «Um mich herum Geschichten»

Aufgewachsen zwischen Ost und West, zwischen Damaskus und Wien, war der jungen Luna Al-Mousli der Ruf des Muezzin so vertraut wie die neusten Hits von Britney Spears. Von diesem Mit- und Nebeneinander wird erzählt, in orientalischer Manier.

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Nach ihrem Erfolgsbuch Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus lässt Luna Al-Mousli diesmal die scheinbar unbelebten Dinge vom Leben in einer chaotischen Grossfamilie erzählen. Oft sind es ganz einfach Gegenstände, die von den Geheimnissen erzählen… Man muss ihnen nur lang genug zuhören.

Sei es die Oud des Freundes, die Urkunde des Grossvaters, der Schrank mit einem abgetragenen Anzug oder ein Schlüssel, der zu keiner Tür mehr passt – zwischen Melancholie und Lebensfreude fängt Luna Al-Mousli die syrische Lebenswirklichkeit einer Zeit ein, die noch gar nicht lang zurück liegt.

Moderation: Anya Schutzbach

Arabischsprachiges Publikum willkommen. Das Gespräch im Anschluss an die Lesung kann zweisprachig geführt werden.

Eintritt: Fr. 20.- | erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung aufgrund begrenzter Platzanzahl erbeten: literaturhaus@wyborada.ch

Foto: ©Mafalda Rakoš

Do 16.2.2023 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen — Museumsstrasse 32
Martina Clavadetscher, «Vor aller Augen»

«Leg Dich hin, bitte schön, Mädchen, die Beine so, die Arme so, die Hände da, hat er gesagt, und jetzt hänge ich in seinen Befehlen fest. Das sind meine Beine, meine Füße, mein Bauch, meine Arme, mein Kopf. ICH bin das. Aber darunter steht sein Name.»

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In ihrem jüngsten Buch nimmt Martina Clavadetscher einen radikalen Perspektivenwechsel vor: Endlich haben jene Frauen eine Stimme, die lange nur gesehen wurden. Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, die Dame mit dem Hermelin, Frauen auf weltberühmten Gemälden von Leonardo da Vinci, Vermeer, Rembrandt, Courbet, Schiele, Munch. Wir sehen ihre Körper, ihre Blicke, ihre Kleidung, gebannt oder verbannt in einen ewigen Augenblick. Doch wer waren sie ausserhalb dieses Moments? Clavadetscher ist den Hinweisen ihres Lebens nachgegangen – und lässt die Frauen erzählen.

Einführung von Gianni Jetzer, Direktor Kunstmuseum St. Gallen mit Bildbetrachtung Frans Floris: «Girl with a pearl earing», 1555/60

Eintritt: Fr. 20.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada sowie des Kunstvereins St. Gallen und Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Martina Clavadetscher, geboren 1979, ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Nach ihrem Studium der Deutschen Literatur, Linguistik und Philosophie arbeitete sie für diverse deutschsprachige Theater, gewann den Essener Autorenpreis und war für den Heidelberger Stückemarkt nominiert. Für ihren Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» erhielt sie 2021 den Schweizer Buchpreis.

Foto: ©Ingo Höhn

Mi 8.2.2023 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur — Hauptpost, Eingang St. Leonhard-Strasse 40, 3. Stock
Marlene Streeruwitz, «Tage im Mai.»

Eine der wichtigsten und politisch profiliertesten Stimmen in der deutschsprachigen Literatur zu Gast im Literaturhaus St. Gallen.

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Die bekannte österreichische Autorin und Dramatikerin Marlene Streeruwitz präsentiert ihren soeben erschienenen Roman »Tage im Mai.«. Angelegt als roman dialogué, erzählt Streeruwitz von einer Mutter-Tochter-Beziehung, die an der Gegenwart zu zerbrechen scheint. Und macht dabei genau diese Gegenwart auf virtuose Weise sichtbar: Leben zwischen Überforderung, Isolation und einem Austausch, der nur noch über Netflix-Serien stattfindet.

»Tage im Mai.« ist ein virtuoser Roman, der mit wechselnden Perspektiven von der Entfremdung erzählt, von einer Welt, in der Krieg und Verschwörung wieder zum Alltag werden.

NEU: Eva Bachmann über Marlene Streeruwitz im Saiten-Magazin, nachzulesen hier…

Moderation: Shantala Hummler

Eintritt: Fr. 25.- | Erm. Fr. 20.- (Mitglieder Literaturhaus & Bibliothek Wyborada; Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Marlene Streeruwitz, in Baden bei Wien geboren, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Bremer Literaturpreis und den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, »Flammenwand.« auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019. 2021 erschien die Breitbach-Poetikvorlesung »Geschlecht. Zahl. Fall.«

Foto: Heribert Corn

Mi 1.2.2023 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #10: Laura Vogt & Karsten Redmann

Kann man Schreiben lernen? Und gibt es sie, die Genies, oder ist literarisches Schreiben reines Handwerk?

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Tut dem Text das Brüten im stillen Kämmerlein gut, oder doch besser die Konfrontation mit Kolleg:innen? Welche Rolle spielen Literaturinstitute wie es sie in Biel, Leipzig und Hildesheim gibt? Wie erkennt eine Autorin, ein Autor überhaupt, ob ein Text gelingt, ob Handlung, Figuren und Sprache stimmig sind? Lohnt es sich, an die Leserschaft zu denken? Und was ist eigentlich einfacher, einen Roman zu schreiben oder eine Kurzgeschichte?

Karsten Redmann und Laura Vogt sprechen über Kunst und Kreativität, eigene und fremde Texte und ihre jeweilige Schreibpraxis.

Moderation: Ruth Erat

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Eintritt CHF 20 / ermässigt CHF 15

Anmeldung hilfreich, aber nicht notwendig: literaturhaus@wyborada.ch

Fotos: ©Ayse Yavas

Lesekreis Literaturhaus — Di 28.2.2023 — 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Marcel Proust

Auf dem Programm des Lesekreises Literaturhaus steht auch in diesem Jahr ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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(Der Lesekreis ist mit 10 Teilnehmenden ausgebucht. Dieser Eintrag hat die Aufgabe, die Mitlesenden über die nächsten Passagen und allfällige Terminverschiebungen zu informieren. Interessierte können sich für nähere Auskünfte gern an Anya Schutzbach wenden: literaturhaus@wyborada.ch)

Nachdem wir bislang in Combray unterwegs waren, machen wir am 28. Februar einen Sprung, und zwar zu dem Roman im Roman, „Eine Liebe Swanns“ (ab S. 274 in unserer Ausgabe):

Paris 1885: Der Lebemann Charles Swann lässt sich auf eine lockere Liaison mit der Kurtisane Odette von Crécy ein. Dadurch riskiert er sein soziales Ansehen. Als er sich schließlich in sie verliebt und aus der Affäre eine ernsthafte Beziehung wird, droht diese durch seine Besitzansprüche und seine krankhafte Eifersucht zu scheitern.

Je nach Kapazitäten kann man bis S. 328 unten lesen („…von ihrem Herzen verborgen hatte“) – aber natürlich auch weiter! Wir wollen jedenfalls versuchen, in diese Erzählung und Swanns Welt (und die der Verdurins e.a.) einzutauchen.

Ein hilfreicher Begleiter bei der Lektüre ist das bei Reclam erschienene  «Proust-ABC» von Ulrike Sprenger. Das Literaturhaus bedankt sich beim Verlag für die freundliche Unterstützung.

Die folgenden Termine:

28. März (mit der Option Ausweichtermin 4. April, falls zu viele am 28. März verhindert wären)

25. April

30. Mai

5. Juni, mit kleinem Abschluss-Apéro.

/// AUSVERKAUFT /// Do 26.1.2023 — 20 Uhr — LooT#1, Literaturhaus & Theater St. Gallen, Lokremise, Grünbergstrasse 7
Kim de l’Horizon

«In der Sprache, die ich von dir geerbt habe, in meiner Muttersprache also, heisst Mutter MEER. Die Frauen meiner Kindheit sind ein Element, ein Ozean.» Im Romandebüt «Blutbuch» erzählt Kim de l’Horizon die oft vergessene Geschichte weiblicher Familienmitglieder.

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Dieses mehrfach preisgekrönte Buch ist ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeiten.

Mit all den Rezensionen und Berichten, die über Kim de l’Horizon und Blutbuch erschienen sind, liesse sich schon fast ein eigenes Buch drucken. Ein Grund mehr, diesen Roman zu lesen und die Person dahinter kennenzulernen! Umso mehr, als dieser fluide Text auf so vielen Ebenen fasziniert und in seinen Bann zieht: als mitreissender Sprachfluss, als traurige und beklemmende Analyse eines Aufwachsens im familiären Verschweigen, als Emanzipationsgeschichte, als Beschreibung nonbinärer Lebenswelten und als so vieles mehr.

Im Anschluss an Kims Lesung – moderiert von Anya Schutzbach – und nach einer Pause an der Theaterbar setzen Ensemblemitglieder des Schauspiels Ausschnitte aus Kim de l’Horizons jüngstem Bühnenstück Hänsel & Greta & The Big Bad Witch, uraufgeführt im September 2022 am Schauspiel Bern, in Szene.

LooT: Immer mehr Dramatiker*innen bespielen mit ihren kraftvollen, kühnen Texten auch die Bühnen der Literatur. Ein fliessender Übergang zwischen verschwisterten Disziplinen im Fokus einer neuen Reihe: Literatur/Theater lotet aus, ist Lotse. Wir freuen uns, dass Kim de l’Horizon diese neue Reihe eröffnet!

Eintritt: Fr. 20.- | freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf über diesen Link beim Theater St. Gallen.

 

Kim de l’Horizon wurde 1992 in Ostermundigen bei Bern geboren. Bachelor in Germanistik, Film- und Theaterwissenschaften in Zürich sowie Literarischem Schreiben in Biel. Zurzeit Masterstudiengang Transdisziplinarität an der ZHdK. They ist Mitglied des Kollektivs e0b0ff und der Redaktion des Literaturmagazins delirium. In der Spielzeit 21/22 ist they Hausautor*in am Stadttheater Bern im Förderprogramm Stücklabor. Kim hat zahlreiche Preise gewonnen, neben den im Herbst 2022 verliehenen Deutschen und Schweizer Buchpreisen u.a. den Treibhaus- und den OpenNet-Wettbewerb der Solothurner Literaturtage für Prosa, den Textstreich-Wettbewerb für Lyrik, den Dramatiker*innenförderpreis Dramenprozessor 2020 und einen Kurzfilmwettbewerb der HAZ.

Schreibwerkstatt Auftakt — So 22.1.2023 — 10 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki

Im vergangenen Jahr wurde Wybo Goes Wiki ins Leben gerufen. Nun geht die Wikipedia-Schreibwerkstatt in die zweite Runde.

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Wikipedia wird auch auch als Gedächtnis der Welt bezeichnet. Allerdings werden die Leistungen von Frauen und deren Biografien nicht adäquat dargestellt – oft sind sie gar nicht sichtbar. Wybo Goes Wiki leistet Abhilfe!

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz. Sie können mit Ihren Lieblingsfrauen vorbeikommen oder sich von einer Liste inspirieren lassen. Die Bibliothek Wyborada stellt die nötige Literatur und Getränke zur Verfügung.

Karin K. Bühler, Leiterin der Bibliothek Wyborada, zeigt erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen auf und beantwortet Fragen rund um Wikipedia. Autorinnen aus der bestehenden Schreibgruppe stehen ebenfalls untersützend bereit.

Zudem begleiten die erfahrenen Wikipedia-Schreibenden Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! das Projekt.

Wir freuen uns auf viele Schreiblustige und kreative Stunden.

Anmeldung: bibliothek@wyborada.ch

Mitbringen: eigener Laptop

Kosten: keine

Do 19.1.2023 — 19 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44
Annemarie Schwarzenbach, «An den äussersten Flüssen des Paradieses»

Im Zentrum des Schaffens von Annemarie Schwarzenbach steht das Reisen. Zur Eröffnung des neuen Literaturhausjahres, in dem wir unser Publikum auf viele Reisen mitnehmen möchten, begleiten wir Annemarie Schwarzenbach auf ihren Fahrten durch Europa, nach Asien, Afrika und in die USA in den Jahren 1933 bis 1942.

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Annemarie Schwarzenbachs «Sehnsucht nach dem Absoluten» ist der eigentliche Antrieb für diese «unheilbare Reisende», die Welt zu entdecken. Die eindrücklichsten Passagen aus Feuilletons, Reportagen, Erzählungen, Tagebuchnotizen und Briefen der Autorin zum Thema Reisen wurden 2016 erstmals in Buchform veröffentlicht.

Der Herausgeber Roger Perret präsentiert ausgewählte Textpassagen, Anya Schutzbach liest.

Eintritt: Fr. 20.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada, GönnerInnen Museum im Lagerhaus, Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Lesekreis Literaturhaus — div. Termine Jan. bis Juni — jeweils 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Marcel Proust, «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» gemeinsam lesen

Auf dem Programm des Literaturhaus-Lesekreises steht auch im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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Mit 10 Teilnehmenden ist der Lesekreis ausgebucht. Wer gleichwohl interessiert ist, kann sich für nähere Informationen gern an Anya Schutzbach wenden: literaturhaus@wyborada.ch.

Dieser Eintrag hat die Aufgabe, die Mitlesenden über die nächsten Passagen und allfällige Terminverschiebungen zu informieren.

Nachdem wir zunächst in Combray unterwegs waren, haben wir einen Sprung gemacht zu den Verdurins und dort jenen Swann näher kennengelernt, der uns schon in Combray begegnet ist.

Es folgte die Lektüre von «Eine Liebe Swanns», einen Roman im Roman des ersten Bandes der «Recherche», was eine nähere Beschäftigung mit Swann und Odette nach sich zog.

Von dort aus wagten wir einen Blick in Band 5, bzw. näherten uns dem in «Die Gefangene» Erzählten auf dem Umweg eines Hörspiels. Hier zu entdecken: Das spezielle Verhältnis des Ich-Erzählers zu Albertine – und interessante Parallelen zu manchem, was wir bereits aus «Eine Liebe Swanns» kennen. Eine kurze Zusammenfassung des letzten Treffens vom 25. April geht demnächst an die TeilnehmerInnen.

Die folgenden Termine:

((Termin noch offen)): «Un amour de Swann». Gemeinsamer KinoK-Besuch, Freundinnen und Freunde und Interessierte herzlich willkommen zur Sondervorführung im privaten Rahmen von Volker Schlöndorffs Verfilmung mit Jeremy Irons (Charles Swann), Ornella Muti (Odette de Crécy), Alain Delon (Baron Charlus), Fanny Ardant (Duchesse de Guermantes), Marie-Christine Barrault (Madame Verdurin), Anne Bennent (Chloé), u.a.

Anmeldung über literaturhaus@wyborada.ch

30. Mai

5. Juni, mit kleinem Abschluss-Apéro.

Lesekreis Literaturhaus — Di 31.1.2023 — 18 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock
Marcel Proust

Der Lesekreis im Literaturhaus geht in die zweite Runde. Auf dem Programm steht wieder ein Klassiker der Weltliteratur: Marcel Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit».

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Nach der guten Erfahrung einer gemeinsamen Lektüre mit Virginia Woolfs Roman «Orlando» soll der Lesekreis künftig zu einem festen Bestandteil des Programms werden.

Sofern ausreichend Anmeldungen eingehen, kann es am Dienstag, dem 31. Januar losgehen: Zur Einstimmung beginnen wir mit Eine Liebe von Swann, einem Kapitel aus dem ersten Bandes der «Recherche». Dieser erste Band, In Swanns Welt (oder Unterwegs zu Swann, je nach Ausgabe), erschien 1913 im frz. Original als Du côte de chez Swann.

Anschliessend widmen wir uns der Flüchtigen (je nach Ausgabe auch Die Entflohene), dem vorletzten Band der «Recherche» (im Original: Albertine disparue, erschienen 1925).

Wir empfehlen als Textgrundlage die Frankfurter Ausgabe von Luzius Keller.

Zwischen Januar und Juni trifft man sich jeweils am letzten Dienstag des Monats von 18 bis 19.30 Uhr im Studio der Bibliothek Wyborada (sofern in der Gruppe keine andere Uhrzeit bevorzugt wird).

Im März/April wird die Romanistin, Proustianerin und Verfasserin des Proust-ABC Ulrike Sprenger im Literaturhaus zu Gast sein. Und vielleicht gelingt es auch, Schlöndorffs Verfilmung Eine Liebe von Swann gemeinsam im Kinok zu sehen.

Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 150 für alle sechs Lesekreis-Termine. Erforderlich ist eine feste Zusage bis zum 20. Januar 2023, um entsprechend planen zu können. Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 10 beschränkt. Mitglieder von Literaturhaus & Bibliothek erhalten mit Anmeldung ein Exemplar des Proust-ABC als Geschenk.

Anmeldungen und Rückfragen über literaturhaus@wyborada.ch

 

Lektüreliste:

Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Frankfurter Ausgabe (Suhrkamp). Auch als suhrkamp taschenbuch erhältlich.

Band 1: Unterwegs zu Swann

Band 6: Die Flüchtige

Lesegruppe — Do 12.1.2023 — 19 Uhr — Frauenarchiv Florastrasse 6
LeGENDERy Bookclub

Wir gründen einen Buchclub zu Themen aus Genderperspektive: Das erste Treffen findet am 12. Januar statt.

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Alles, was wir fühlen, denken und tun, ist durch unser Geschlecht bestimmt – denn unser Geschlecht ist massgeblich durch patriarchale gesellschaftliche Strukturen und Vorstellungen geprägt. Der LeGENDERy Bookclub nimmt dies zum Anlass, sich mit Themen wie Gender in der Ökonomie, der Medizin, am Arbeitsplatz oder Queer-Feminismus und Mental Load auseinanderzusetzen.

Gemeinsam werden Auszüge aus aktuellen Sachbüchern gelesen und diskutiert. Wir wollen Erfahrungswelten austauschen und uns vernetzen.

Die Treffen sind offen für alle Geschlechter und für alle Menschen, die Freude am kollektiven Lesen und Denken haben. Wir freuen uns über jede*n von euch!

Julia Gramlich (Psychologin), Judith Grosse (Leiterin Frauenarchiv), Karin K. Bühler (Leiterin Bibliothek Wyborada)

Anmeldung: archiv@frauenarchivostschweiz.ch

Kosten: keine

Ort: Abwechselnd im Archiv für Frauen- Geschlechter- und Sozialgeschichte (Florastrasse 6) und im Studio der Bibliothek Wyborada (Davidstrasse 42), beide St.Gallen.

Termine: Jeweils am 2. Donnerstag des Monats um 19 Uhr:

Das 1. Treffen findet am 12.1.23 im Frauenarchiv statt (9.2. Bibliothek, 9.3. Archiv …).

Es ist auch möglich, später einzusteigen oder an einzelnen Treffen teilzunehmen.

Willkommen im Club!

 

Januar bis März 2023
Das Literaturhaus-Programm

Fünf hochkarätige, moderierte Lesungen, eine davon mit zweisprachigem Publikumsgespräch arabisch-deutsch. Die Hommage an eine Ikone der 30er-Jahre und die Fortsetzung unserer Wikipedia-Schreibwerkstatt. Der Start einer Kooperationsreihe mit dem Theater St. Gallen, LooT. Ein neuer Lesekreis, der sich wieder einen Klassiker vorknöpft,

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an den man sich selbst nicht so ohne weiteres herantraut. Selbstverständlich die Fortsetzung der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche. Und eine neue Ausgabe von Artist’s Choice (die 13.!). Neu: Ein Debattenzirkel, sowie die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Wortlaut Literaturfestival St. Gallen im März. Das ist unser Start ins neue Jahr.

Das gedruckteProgramm können Sie ab dem 11. Januar in der Bibliothek Wyborada zu den Öffnungszeiten abholen (und bei der Gelegenheit auch das ein oder andere Buch mitnehmen). Auf Wunsch schicken wir Ihnen das Programm auch per Post; schreiben Sie uns einfach Ihre Adresse an literaturhaus@wyborada.ch.

LESUNGEN UND PODIUM — Mi 7.12.2022 — 19 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44
Anna Ospelt, Laura Vogt, Julia Weber: Mutterschaft und Schreiben

Wie wirkt sich Mutterschaft auf das eigene Schreiben aus, wenn sich nicht nur die Frage nach dem «Wie» stellt, sondern auch nach dem «Wann», wenn es kaum mehr Freiräume für das eigene Schaffen gibt? Und wenn, dies vor allem, auch eine Pandemie zu zusätzlicher Isolation verdammt?

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«Writer’s Life and Motherhood», die während der ersten Lockdowns verfassten Notate* der deutsch-israelischen Autorin Vanessa F. Fogel, gaben den Anstoss: Was beschäftigte, was quälte Autorinnen, wenn sie nicht nur Corona-bedingt in eine Art Insolation gezwungen wurden, sondern auch der Ausnahmezustand Mutterschaft das seinige dazu beitrug?

Dies auch im eigenen, veröffentlichten Werk literarisch zu reflektieren galt lange als Tabuthema. In jüngster Zeit hat sich dies fundamental geändert, was der Erfolg von Büchern wie Julia Webers «Die Vermengung» oder Laura Vogts «Was uns betrifft» aufs beste dokumentieren.

Eine emotional, ökonomisch und alltagspragmatisch äusserst komplexe Gemengelage, mit der sich auch die Autorin Anna Ospelt in ihrem im Frühjahr erscheinenden Roman «Frühe Pflanzung» auseinandersetzt; eine besondere Freude also, an diesem Abend den Blick in ein noch unveröffentliches Buch werfen zu dürfen.

Die Autorinnen lesen aus ihren Büchern und diskutieren unter der kundigen Gesprächsführung der Moderatorin Monica Cantieni.

Im Anschluss ist die kleine Bar im Museum im Lagerhaus geöffnet und bietet Gelegenheit, die Diskussion bei einem Glas Wein fortzusetzen.

*Eine Auswahl der auf englisch verfassten und unredigierten «Essays» (wie sie selbst es nennt) von Vanessa F. Fogel liegen für Interessierte ab dem 16. Nov. in der Bibliothek Wyborada auf und können mitgenommen werden. Auch zur Veranstaltung stehen diese Texte zur eigenen Lektüre zur Verfügung, auf Wunsch verschicken wir sie auch im Vorfeld per Mail. Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Service nur unseren Mitgliedern anbieten können. (Infos zur Mitgliedschaft finden Sie hier…)

Eintritt: Fr. 25.- | Erm. Fr. 15.- (Mitglieder Wyborada, GönnerInnen Museum im Lagerhaus, Studierende) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch für diese Veranstaltung besorgt die Buchhandlung Comedia. Wir danken herzlich!

Alle Fotos ©Ayşe Yavaş

Mi 14.12.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #12: Andrea Vogel

Erneut ist die Bibliothek Ausgangsort einer künstlerischen Intervention.

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Die Fachbibliothek ist ein Ort, der zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Geschichte(n) rund um «die Frau*» und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Passend zur Jahreszeit wählt die Performance-Künstlerin Andrea Vogel das Buch Als ob ich selber nackt in Schnee und Regen stehe … der Jüdin, Kommunistin und Künstlerin Alis Guggenheim (1896-1958) aus unserem Bestand und wärmt es performativ auf. Darüber hinaus gewährt uns die Preisträgerin des Konstanzer Kunstpreises 2022 einen Einblick in ihre Performance-Reihe «Sculpture Massage».

Eine Videoprojektion und Textpassagen werden Ausgangslage zum gemeinsamen Gespräch sein.

Eintritt frei / Kollekte

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler. 2023 sind Raoul Doré (1.3.), Regula Engeler (14.6.) und Morena Barra (22.11.) mit einem künstlerischen Beitrag zu Gast.

Speziellen Dank: Diese besondere Form der Bestandsvermittlung wird im Jahr 2022 von der Bibliothekskommission des Kanton St.Gallen mit einem finanziellen Beitrag unterstützt.

Bild: Andrea Vogel, Sculpture Massage #20, 8. März 2021 («Frau», Bronze, 1928, Alis Guggenheim, *1896, †1958)

Do 10.11.2022 — 19 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Schweizer Buchpreis 2022, drei Nominierte zu Gast: Simon Froehling, Lioba Happel und Thomas Röthlisberger

Seit dem 21. September steht sie fest: die Shortlist des Schweizer Buchpreises 2022. Vor Bekanntgabe, wer heuer mit dem wichtigsten Preis des Schweizer Buchmarkts ausgezeichnet wird, sind drei der fünf Nominierten auf Lesetour: Thomas Röthlisberger, Lioba Happel und Simon Froehling. Wir stellen Ihnen die AutorInnen und ihre Bücher vor.

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«Eigentlich irrt sich der Hund nie. Er hat eine merkwürdige Art zu flennen entwickelt, ein Fiepen beinahe, wenn er ein fremdes Tier wittert.» Thomas Röthlisberger, Steine zählen

«Du bist gesund genug, dich zu verlieben, beschließt du an einem selbst für Athen ungewöhnlich heißen Oktobermorgen – ja, traust dich sogar zu sagen: gesund genug für die Liebe.» Simon Froehling, Dürrst

«Vatter, der Hahn kräht. Sitzt auf der abgewandten Seite des Universums auf einem Misthaufen und kräht seine Lyrik ins Weltall: Gott im Himmel, was bin ich blöde.» Lioba Happel, Pommfritz

Schon die ersten Sätze der Bücher, die sich auf der diesjährigen Shortlist finden, spiegeln die Eigenwilligkeiten, mit denen sich tatsächlich alle fünf auszeichnen. Drei davon können wir unserem Publikum in Anwesenheit der Nominierten vorstellen: Ruth Erat, Marina Schütz und Anya Schutzbach sprechen mit Lioba Happel, Thomas Röthlisberger und Simon Froehling über ihre Werke. Und darüber, was es für sie bedeutet, auf dieser Liste zu stehen.

Im Anschluss besteht Gelegenheit, sich im Café des Kunstmuseums bei einem Glas über das Gehörte auszutauschen und vorläufige Wetten abzuschliessen darauf, wer am 20. November mit dem wohl populärsten aller Schweizer Literaturpreise ausgezeichnet wird.

Näheres zu den Nominierten und ihren Büchern finden Sie auch über diesen Link.

Eintritt: Fr. 25.- | Mitglieder Wyborada, Mitglieder Kunstverein, Studierende Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

 

Fotos (von links nach rechts):

Simon Froehling ©Dieter Kubli

Lioba Happel ©Diana Obinja

Thomas Röthlisberger ©Ayse Yavas

Mi 16.11.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42
Artist’s Choice #11: Birgit Widmer

Die Bibliothek als Ausgangsort künstlerischer Interventionen. Diesmal: Eine performative Lesung.

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«I am Louise Nevelson»: Die bildende Künstlerin Birgit Widmer liest im Studio der Frauenbibliothek Wyborada Ausschnitte aus Louise Nevelson «Dawns + Dusk, Conversations with Diana Mac Known», die sie später in einen physischen Zeltbody aus der Reihe «Wir sind» überführt.

Eintritt frei / Kollekte

 

Die Veranstaltungsreihe Artist’s Choice wird kuratiert von der Leiterin der Bibliothek Wyborada und Künstlerin Karin Karinna Bühler. Der nächste Termin: Mi., 14. Dezember, 19 Uhr mit Andrea Vogel (soeben ausgezeichnet mit dem Konstanzer Kunstpreis) und ihrer Hommage an die Jüdin, Kommunistin und Künstlerin Alis Guggenheim (1896 – 1958).

Mi 23.11.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #9: Jolanda Spirig & Isabella Huser

«Zeitzeugnisse». Unter diesem Titel diskutieren und präsentieren die Autorinnen wechselseitig ihre neuen Bücher, die auf je eigene Weise die Schweizer Vergangenheit und Gegenwart ins Zentrum stellen: Spirig mit «Hinter dem Ladentisch – Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren», Huser mit «Zigeuner».

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»Es gibt das Bild der Schweiz vor und ein neues nach der Lektüre dieses Romans.» Mit diesem Satz wirbt der Verlag für «Zigeuner» von Isabella Huser. Über Jolanda Spirigs neustes Buch heisst es Vergleichbares: «Es zeigt den Alltag einer Familie des unteren Mittelstandes und die religiöse Prägung beispielhaft auf und wird so zum Zeitzeugnis.» Und doch sind die beiden Werke nicht nur thematisch völlig verschieden, auch formal gehen sie gänzlich andere Wege. Wie das klingt, was das bei Lesenden auslöst, wie das entstanden ist, was die jeweils gewählte Textsorte schafft – dies steht neben den beiden Facetten unserer Schweizer Vergangenheit und Gegenwart im Zentrum.

Moderation: Ruth Erat.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Foto Isabella Huser: ©Daniela Huser
Foto Jolanda Spirig: ©Willi Keller

Di 29.11.2022 — 17 Uhr — Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen, Museumstrasse 50
Auszeichnung «Junge Talente»: Alice Köppel und Viviane Sonderegger

Im Rahmen eines Projekts zur Talentförderung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen werden in diesem Jahr zwei junge Talente aus der Sparte Literatur ausgezeichnet:

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Die Diepoldsauerin Alice Köppel, die seit diesem Semester in Luzern studiert:

… ich tauche ein in diese Bubble, der Automatismus meiner Bewegungen verwandelt sich in Schwerelosigkeit. Halb schwebend, halb springend, irgendwo zwischen schnell und langsam, zwischen grün und gelb, zwischen Mais und Korn, weicht jede Hektik aus meinem Körper. Sauerstoff prickelt in meinen Blutbahnen, Sonnenstrahlen kitzeln meinen Rücken …

und die aus Speicher stammende Viviane Sonderegger, Studentin in Bern:

… Eine dritte Art zu lernen ist Ver-Lust,
denn ein gebrochenes (H)erz ählt dir just,
wo du stehst & was von dir übrigbleibt …

Beide lesen aus ihren prämierten Texten.

Begrüssung: Cornelia Buob, Moderation: Anya Schutzbach.

Eintritt frei.

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Eine Veranstaltung des Internationalen Lyceum Clubs St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Wyborada St. Gallen.

/// SCHWEIZER BUCHPREMIERE /// Mi 26.10.2022 — 19.30 Uhr — Theater Parfin de Siècle, Mühlensteg 3, St. Gallen
Bettina Scheiflinger, «Erbgut». Mit Melinda Nadj Abonji

Kann man sich vom unsichtbaren Erbe seiner Vorfahren lösen? – Der Debütroman der Wiler Autorin spielt auf der historischen Folie der Schwarzenbach-Initiative von 1970 und stellt genau diese Frage.

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Dazu setzt Bettina Scheiflinger Szenen aus verschiedenen Biografien wie Mosaiksteinchen nebeneinander und macht so sichtbar, wie über Generationen Verhaltensweisen, Lebensentwürfe und Traumata weitergegeben werden.

In der Schweiz war die Schwarzenbach-Initiative von 1970 der Auftakt zu einer ganzen Reihe von «Überfremdungsinitiativen», die Generationen von Menschen mit Migrationsgeschichte traumatisierten.

Eröffnet wird der Abend von der Autorin Melinda Nadj Abonji, Gründungsmitglied des Vereins «Tesoro». Er vertritt die Interessen der ausländischen Arbeiterfamilien, die zwischen 1934 und 2002 vom Schweizerischen Statut A (Saisonnier) und B (Jahresaufenthalter) betroffen waren. «Erbgut ist eines der gewichtigsten Debüts in diesem Jahr.» Judith Hoffmann, Ö1 Kulturjournal

Begrüssung: Maria Pappa, Stadtpräsidentin St. Gallen

Moderation: Richi Küttel

Eintritt regulär: Fr. 25.- | ermässigt Fr. 20.- (Mitglieder Wyborada und Parfin de Siècle) | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch besorgt dankenswerterweise die Buchhandlung Comedia.

Foto Scheiflinger ©Mercan Suembueltepe

Foto Abonji ©Peter Tillessen

ab Mi 26. Oktober wieder geöffnet
Herbstferien Bibliothek

Die Bibliothek bleibt während der Herbstferien geschlossen. Ab Mittwoch, dem 26. Oktober sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns aufs Wiedersehen zu den üblichen Öffnungszeiten:

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Mittwoch – Freitag: 13.30 bis 18 Uhr
Samstag: 13 bis 16 Uhr

Tel.: +41 (0)71 222 65 15

SAISONERÖFFNUNG — Do 25.8.2022 — 19.30 Uhr — Theater-Bistro, Figurentheater St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 34
Noemi Somalvico, «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein»

«Ein sehr menschliches und anrührendes Bestiarium. Noemi Somalvico gelingt dazu etwas Unmögliches: Sie schreibt gleichzeitig La Fontaines Fabeln und Daniil Charms’ absurde Erzählungen fort. Saukomisch zwar, aber sie meint es tierisch ernst.» Lukas Bärfuss

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In ihrem Debütroman verführt uns Noemi Somalvico vom Diesseits ins Jenseits. Dabei tun sich zahlreiche Fragen auf: Geht es hier wirklich um Gott? Das Jenseits? Gar das Paradies?

Darüber und die vielfältigen Welten dazwischen unterhalten sich die Autorin und Sara Räss, Studierende am deutschen Seminar der Universität Zürich. Im Mittelpunkt aber steht natürlich die Lesung. Wir freuen uns auf diesen himmlischen Abend!

Eintritt inkl. Begrüssungsglas: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Figurentheater St. Gallen Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 5.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Noemi Somalvico, 1994 in Solothurn geboren, studierte Literarisches Schreiben in Biel, contemporary arts practice in Bern und ging dazwischen allerlei Beschäftigungen nach. Sie arbeitete für den Film, in Schulen, an Empfängen. Ihre Erzählungen und Lyrik wurden in Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, im Dunkeln performt und im Radio vorgelesen. «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» ist Somalvicos Debüt.

Foto Noemi Somalvico © Tim Rod

Buchcover "Ist hier das Jenseits, fragt Schwein", Noemi Somalvico

Sa 27.8.2022 — 18.00 Uhr — Kronengaragen, 9107 Urnäsch
Silvia Tschui, «Der Wod»

Im Rahmen des Appenzeller Projekts «Streunende Berna» – ein alter Bus, der über die Dörfer zieht – liest die Autorin aus ihrem rasanten Generationenroman in dem es unter anderem um die ganz besondere Beziehung einer unternehmungslustigen Frau zu ihrem Auto geht …

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Ein leise und bös dahergesagter Satz auf einer Feier zum Fünfundsiebzigsten führt zu Herzinfarkt und Blutvergießen. Denn Jahrzehnte zuvor, auf der Flucht zweier kleiner Brüder aus Mecklenburg zu Kriegsende, ist etwas geschehen, das nicht vergessen, nie vergeben wurde. Und ein Unglück zeugt das nächste in der schweizerisch-deutschen Familie, um deren Geschichte es hier geht. Der Roman spannt einen Bogen über Epochen und Ländergrenzen hinweg, erzählt vielstimmig und mit regionalen und historischen Sprachfärbungen viel Welt: von einer Druckerei in Mecklenburg, der Uhrenmanufaktur in der Schweiz, von Geheimgesellschaften und Künstlerkreisen, Nazis und Widerständlern, Großbürgern und Hell’s Angels, Feigheit und Mut, Krieg und Vertreibung, Geheimnisse, Lügen, Tod und Neubeginn,. Und immer wieder ist da der titelgebende Wod, der wilde Jäger aus der norddeutschen Sage, über den man ungestraft nicht spottet, denn sonst lässt er einen ein Leben lang nicht los …

Silvia Tschui (silviatschui.ch) geb. 1974 in Zürich, studierte Germanistik und Grafikdesign und absolvierte den Lehrgang Literarisches Schreiben in Biel. Von Leichenwaschen abgesehen hat sie in sämtlichen Klischee-Jobs gearbeitet, die es für Autoren gibt. Später war sie als Animationsfilmregisseurin, Lehrerin und Journalistin für verschiedene Medien tätig. Ihr erster Roman «Jakobs Ross» war in der Schweiz ein preisgekrönter Bestseller, wurde auf die Bühne gebracht und ist in der Entwicklung zu einem Kinofilm.

An der Gitarre: Philipp Schaufelberger.

**Der Bus macht am Nachmittag des 27. August zwischen 15 und 19 Uhr Station an den Kronengaragen in Urnäsch.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto: © Thomas Meier

So 28.8.2022 — 14.00 Uhr — Landsgemeindeplatz, 8050 Appenzell
Daniel Mezger, «Land spielen»

Eine junge Familie – zwei Erwachsene, drei Kinder – zieht aufs Land. Diese simple Konstellation ist Stoff genug für einen humorvollen Roman über die Demontage von Träumen. Daniel Mezger liest die skurrilsten Passagen anlässlich des Zwischenstopps der «Streunenden Berna» auf ihrer Tour durchs Appenzellerland…

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Im kleinen Haus, zuhinterst im Tal und weg vom Dorf, sucht die Familie ein neues Zuhause, ein neues Leben. Zunächst sind sie beschäftigt mit der Sanierung des Hauses, doch bald folgt der Wunsch nach sozialer Anbindung in der Dorfgemeinschaft. Die Kinder werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und auch die Erwachsenen realisieren bald, dass es mit einem Besuch in der Dorfkneipe nicht getan ist. Ein wirklicher sozialer Kontakt entwickelt sich nur zu den beiden anderen Zugezogenen, dem Dorflehrer und seiner psychisch labilen Frau. Besonders gut scheinen sich ebendiese und der Familienvater zu mögen. Ausgelöst durch diese Spannung und durch die aufkeimende Freundschaft des ältesten Sohnes mit dem Försterjungen brechen alte und neue, innere und äußere Konflikte auf. Die Konstellationen kommen in Bewegung, plötzlich ist alles offen, alles möglich, nach oben, nach unten.

Daniel Mezger (danielmezger.ch) gelingt es mit »Land spielen« sprachlich und formal grandios, diese Geschichte von der Suche nach dem Glück, von innerer und äußerer Fremdheit, modernem Zusammenleben und der Migration im Kleinen zu erzählen.

**Der Bus macht am Sonntag, dem 28. August zwischen 12 und 17 Uhr Station auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell.**

Eintritt frei.

Mehr zum Projekt «Streunende Berna»: www.streunenderhund.ch

Foto:©Jos Schmid

Do 22.9.2022 — 20 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Katja Petrowskaja, «Das Foto schaute mich an»
(c) Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

Die NZZ reiht Petrowskaja neben AutorInnen wie Walter Benjamin oder Susan Sontag ein in den «Horizont der großen Foto-Literatur». Ob sie Eisbären in Königsberg betrachtet, Bergmänner im Donbass oder ihre eigene Mutter am Schwarzen Meer – es ist eine Schule des Sehens,

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zu der die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin einlädt. Sie liest aus ihren in der Bibliothek Surkamp erschienenen Prosaminiaturen, die Fotos werden projiziert.

Mit diesen Foto-Kolumnen, die sie 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu schreiben begann, hat Katja Petrowskaja ihr eigenes Genre geschaffen: kurze Prosa, Landschaft, Biografie, Zeitgeschichte und Form auf minimalem Raum verdichtend. Und sie knüpft, zwischen den Zeilen, die Fragen daran: Woraus besteht die Gegenwart? Aus dem, was in Ausstellungen hängt, an Plakatwänden verwittert oder über die Bildschirme läuft? Wie gelingt es, den intimen Moment der Bestürzung oder des Staunens in Sprache zu verwandeln?

Gerade weil Katja Petrowskaja alles persönlich nimmt, gewinnen ihre Texte eine Kraft, die dem Augenblick seine Wahrheit abringt.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu, Stanford und Moskau Literaturwissenschaft und ist als Journalistin für deutsch und russischsprachige Medien tätig. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther (2014) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Tbilissi und Berlin.

»Kurze, packende Betrachtungen des Lebens, Zeitgeschichte und eine eigene Form des Erzählens, auf minimalem Raum verdichtet. Katja Petrowskaja zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen dieser Zeit.« , DIE ZEIT

Foto: © Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

das foto schaute mich an

 

Do 15.9.2022 — 19.00 Uhr — Einlass ab 18:30 Uhr — Militärkantine St. Gallen, Kreuzbleicheweg 2 — Booklaunch-Party
Christoph Keller, «Every Cripple a Superhero». Mit Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber
Christoph Keller, Foto von Jan Heller Levi

Ein starkes Buch, jetzt auch auf Englisch! Ein Grund, zu feiern.

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Christoph Keller gehört zu den wichtigen Gegenwartsautoren – und mit Publikationen wie «Jeder Krüppel ein Superheld» trägt er immer wieder dazu bei, auch Menschen mit Behinderungen und Minderheiten eine Stimme zu geben.

Nun bringt der renommierte Londoner Penguin Verlag den Text im englischen Original heraus – denn ursprünglich verfasst wurden diese Texte in New York, wo Keller viele Jahre lebte. Dass dieses Buch nun auch internationale Beachtung findet ist ein Anlass, der gefeiert werden muss – vielstimmig, mehrsprachig und barrierefrei.

Mit auf der Bühne: Dorothee Elmiger, Meral Kureyshi, Michael Fehr und Peter Weber

An den Handpans: Kay Rauber & Matthias Zuber

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia St. Gallen.

Eintritt (inkl. Apéro): Fr. 25.- | ermässigt Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | SchülerInnen Fr. 10.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturförderung von Stadt und Kanton St. Gallen, dem A*dS (Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz), der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, der Kath. Kirche im Lebensraum St. Gallen, der Seelsorge im Zusammenwirken mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen – ein Fachbereich des Bistums St. Gallen und der Militärkantine.

Foto: © Jan Heller Levi

Finale mit Apéro: DI 27.9.2022 — 19 Uhr — Studio Wyborada, Davidstrasse 42
Lesekreis: «Orlando», von Virginia Woolf
aus Film "Orlando"

Ab August hat das Literaturhaus einen Lesekreis angeboten. Gelesen wurde ein Klassiker der Weltliteratur, über den Tilda Swinton sagte: «Orlando hat mich viel über das Menschsein gelehrt. Ein Buch, das unter jedes Kopfkissen gehört.»

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Sechs Termine waren für die gemeinsame Lektüre angesetzt, zu denen sich ein bunt gemischter Kreis von Lesenden bis Mitte September regelmässig traf.

Am Dienstag, dem 27. September, diskutieren wir das letzte Kapitel des Romans, verbunden mit einem kleinen Apéro zum Abschluss dieser intensiven gemeinsamen Lektürezeit. «Rattigan Glumphoboo!»

(Ein Blick in die sogenannte Vergangenheit:

Mo, 15.8. / 17.00-18.30 Uhr  –> bis S. 128 lesen

Mo, 29.8. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 244 lesen

Di, 6.9. / 17.30-19.00 Uhr –> bis S. 283 lesen

Mi, 14.9. / 19.00-20.30 Uhr –> bis S. 283 lesen (Ende Kapitel 5)

Mi, 21.9. / 17.00-18.30 Uhr –> fiel aus

Di, 27.9. / 19.00-21.00 Uhr –> bis zu Ende lesen

Es macht nichts, wenn man den einen oder anderen Termin verpasst, oder mal später kommen oder früher gehen muss. Auch muss nicht immer die vereinbarte Seitenzahl gelesen werden. Es soll ja vor allem Spass machen!

Teilnahmegebühr: auf Spendenbasis / Kollekte)

Der Roman von Virginia Woolf erzählt von einer jugendlichen Person, die vier Jahrhunderte durchlebt, ohne merklich zu altern. Als Jüngling verbringt Orlando Zeit am englischen Hof, wo sich Elizabeth I. in ihn verliebt. Lange hält er es da aber nicht aus und lässt sich  sich als Botschafter nach Konstantinopel versetzen. Dort fällt er in einen langen, tiefen Schlaf. Als er aufwacht, ist er ein anderer – eine andere … Und das bringt Probleme mit sich: Orlando verliert all ihren Besitz, all ihre Rechte – und macht sich wieder davon. Im London des 18. Jahrhunderts verkehrt sie, die Dichterin, mit bedeutenden Intellektuellen und geniesst die Liebe beider Geschlechter. Ganz anders wird es ihr im viktorianischen Zeitalter mit seinen strikten Moralvorstellungen ergehen.

Als Biographie getarnt, hinterfragt dieser furiose Roman auf ebenso geistreiche wie auch komische Weise Geschlechterstereotype. Er hat nichts an Aktualität eingebüsst, eher noch dazugewonnen und es lohnt sich, ihn (wieder)zulesen.

Basis unserer Lektüre ist die Ausgabe, die bei Kampa Pocket erschienen ist, mit einem Vorwort von Tilda Swinton. Sie sind aber selbstverständlich sind frei, auch die eigene Ausgabe mitzubringen.

Übrigens: Im Frühjahr zeigte das Fotomuseum Winterthur eine Ausstellung zu Orlando, kuratiert von Tilda Swinton. Die in diesem Beitrag oben verwendete Aufnahme zeigt die Schauspielerin in dem sehr sehenswerten Film «Orlando» von Sally Potter.

ab Mi 17. August wieder geöffnet
Sommerferien Bibliothek

Die Bibliothek war während den Sommerferien geschlossen. Ab Mittwoch, dem 17. August sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Sommerpause* Literaturhaus

Im Juli gönnt sich – und Ihnen – das Literaturhaus vier Veranstaltungs-freie Wochen. In denen wir zwar nicht gerade faulenzen, aber irgendwo an einem See, am Meer oder einfach in einer Wiese das Herbstprogramm vorbereiten. Im August geht es dann

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mit dem Angebot einer Orlando-Lesegruppe; shared reading also jetzt auch im Literaturhaus. Die Termine werden mit den Interessierten abgestimmt, wer Lust hat, mitzumachen: Eine kurze Mail mit dem Betreff Orlando an literaturhaus@wyborada.ch genügt. Anmeldung bitte bis zum 25. Juli – für unsere Planungen.

Den offiziellen Auftakt des Herbstprogramms macht am 25. August die junge Autorin Noemi Somalvico, die gerade für Ihr Debüt »Ist hier das Jenseits, fragt Schwein« mit dem Literaturpreis des Kanton Bern ausgezeichnet wurde,

dicht gefolgt von Silvia Tschui und Daniel Mezger, die im Rahmen einer schönen Aktion des Appenzeller Kollektivs «Streunender Hund» am 27. und 28. August lesen werden.

Schwimmen Sie gut durch den Sommer, wir freuen uns aufs Wiedersehen!

Ihre Anya Schutzbach & Team

*Die gleissende Sonne unseres Beitragsmotivs stammt übrigens vom Programmflyer zu Maria Ursprungs starkem Stück »Die nicht geregnet werden«, das im Mai am Theater St. Gallen zur Uraufführung kam.

Veranstaltungstipp: 18.6. - 23.6.2022 — Haus Max Burkhardt, Rebenstrasse 33, Arbon
Literaturtage Arbon

Im sogenannten «Sonnenblumenhaus» in Arbon finden auch in diesem Jahr wieder die Literaturtage statt. Zu Gast: Brigitta Gehrig, Andrea Martina Graf, Willi Häne, Jan Heller Levi, Christoph Keller, Tom Kummer, Brigitte Meyer, Lorenz Pauli, Helena Rüdisühli, Monika Schnyder, Martin Stierli, Tina Stroheker, Clemens Umbricht und Florian Vetsch. Und natürlich die Kuratorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster, auch mit eigenen Texten.

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Das diesjährige Thema: «Texte und Bilder, Sprache und Sprachen».

Das Programm in Haus und Garten:

Samstag, 18.06.

19 Uhr: Auftakt mit Andrea Gerster, Ruth Erat und Martin Stierli

Sonntag, 19.06.

ab 11 Uhr: Jan Heller-Levi, Christoph Keller, Clemens Umbricht, Florian Vetsch, Erica Engeler; Monika Schnyder & Helena Rüdisühli sowie Willy Häne; Andrea Graf & Brigitta Gehrig und Ruth Erat mit Brigitte Meyer

Mittwoch, 22.06.

19 Uhr: Tom Kummer

Donnerstag, 23.06.

19 Uhr: Tina Stroheker

Nach Solothurn ist vor Simone Lappert in St. Gallen:
Lyrik lohnt sich!
©Ayse Yavas

©Ayse Yavas

Nach drei prallen Tagen in einem vor Literatur pulsierenden Solothurn freuen wir uns, etwas mitgebracht zu haben von dort für alle, die am Auffahrts-Wochenende nicht auch an die Aare kommen konnten:

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Simone Lappert. Zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther rockte sie – so suggestiv wie brodelnd – das Solothurner Stadttheater, in das am Freitagmittag keine Maus mehr gepasst hätte.

Gabriele Barbey erlebte die Autorin tags darauf in einer Debatte mit dem Titel «Achtung, Lyrik!». Gern weisen wir an dieser Stelle auf ihr Streiflicht bei Saiten hin: Lyrik lohnt sich!

Mehr zur Veranstaltung am Mittwoch, dem 8. Juni hier.

Mi 25.5.2022 — 20 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, St. Gallen
Irene Dische, «Die militante Madonna»

Von einem der auszog, das Gendern zu leben: Mit einem Schelmenstreich stellt Irene Dische den Chevalier d’Éon 200 Jahre nach seinem Tod ins Rampenlicht ihres Romans – und eröffnet damit ein Rollenspektakel der Geschlechter.

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Ein atemberaubender Roman über Männer und Frauen – und eine aussergewöhnliche historische Figur, die beides war. Irene Dische erzählt die wahre Geschichte des Chevalier d’Eon de Beaumont, der 1728 in Frankreich auf die Welt kam und 1810 in London starb. D’Eon war Diplomat, Soldat, Bibliothekar, Freimaurer, Degenfechter, Schriftsteller und Spion – und verbrachte den grössten Teil seines turbulenten Lebens als Frau. Bis zu seinem Tod rätselte ganz London, wer die militante Madonna, die in öffentlichen Degenkämpfen alle Männer in die Knie zwang, wirklich war.

Irene Dische wurde 1952 in New York geboren, hat in Harvard studiert und lebt heute in Berlin und Rhinebeck/USA. Von Hans Magnus Enzensberger entdeckt, veröffentlichte Irene Dische 1989 ihr literarisches Debüt, den Erzählungsband Fromme Lügen, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Es folgten zahlreiche Romane und Erzählungsbände.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung literaturhaus@wyborada.ch

Büchertisch: Buchhandlung Zur Rose

Weitere Titel von Irene Dische in der Bibliothek Wyborada:
Grossmama packt aus (Roman, 2006)
Lieben (Erzählungen, 2007)
Ein Job (Kriminalroman, 2009)  

Foto Dische © Max Lautenschläger / Visum

Noch ein Ausflug — Fr 27. oder Sa 28. Mai 2022 — Datum zur freien Auswahl, jeweils ab 10 Uhr
Solothurner Literaturtage! Wer kommt mit?

In diesem Jahr finden die Solothurner Literaturtage wieder «in echt» statt, wie üblich von Freitag bis Sonntag nach Auffahrt. Wer Lust hat, dieses famose Literaturfestival in kundiger Begleitung zu erleben, ist herzlich willkommen, Anya Schutzbachs Einladung zu folgen.

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Die Solothurner Literaturtage sind das grösste mehrsprachige Literaturfestival der Schweiz, heuer gehen sie in die 44. Ausgabe. Über 70 Schweizer AutorInnen und ÜbersetzerInnen sowie internationale Gäste aus den Sparten, Prosa, Lyrik, Spoken Word und Übersetzung stehen auf dem Programm – das Sie übrigens auch in unserer Bibliothek abholen können.

Wir fahren da natürlich hin – diese Literaturtage sind einer unserer liebsten Pflichttermine des Jahres!

Wer Lust hat, Anya Schutzbach am Freitag, dem 27. oder am Samstag, dem 28. Mai zu begleiten, sich von ihr durch den Dschungel all der verlockenden Angebote lotsen zu lassen, in lockerer Runde vor der legendären Genossenschaftsbeiz «Kreuz» oder im schönen Barockgarten des Palais Besenval zu sitzen, Autorinnen und Autoren und sonstige Bookster zu treffen (und zwischendurch auch einmal an der Aare entlangzuspazieren), ist dazu herzlich eingeladen. (An- und Abreise sowie Festivaltickets sind individuell zu organisieren. Direkte Züge ab St. Gallen 2 Std. Fahrzeit.)

Anmeldung per Email mit Angabe des Wunschdatums 27. oder 28. Mai an literaturhaus@wyborada.ch .

Nähere Fragen werden auch gern telefonisch beantwortet: 079 – 251 3954.

Mi 8.6.2022 — 14 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki, Schreibwerkstatt

Wikipedia wird auch auch als «Gedächtnis der Welt» bezeichnet. Allerdings werden die Leistungen von Frauen und deren Biografien nicht adäquat dargestellt – oft sind sie gar nicht sichtbar. Wybo Goes Wiki leistet Abhilfe!

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Zu den folgenden Terminen finden im Studio der Bibliothek Wyborada Zusammenkünfte statt, bei denen Interessierte Biografien von Frauen ergänzen – oder neu schreiben:

Mi 8. Juni, jeweils ab 14 Uhr

Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz. Sie können mit Ihren «Lieblingsfrauen» vorbeikommen oder sich von einer Liste inspirieren lassen. Die Bibliothek Wyborada stellt die nötige Literatur und Getränke zur Verfügung.

In der Schreibwerkstatt beantworten Karin K. Bühler und Ruth Erat Fragen rund um Wikipedia und zeigen erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen auf.

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory!  sind erfahrene Wikipedia-Schreibende und begleiten das Projekt.

Wir freuen uns auf viele Schreiblustige und kreative Stunden.

Anmeldung: bibliothek@wyborada.ch

Mitbringen: eigener Laptop

Kosten: keine

Spoken Poetry Performance Mi 8.6.2022 — 19.30 Uhr — Keller der Rose, Gallusstrasse 18
Simone Lappert, «längst fällige verwilderung». Musik: Martina Berther
Foto: Livio Baumgartner

«Unterm Eis: Simone Lapperts erster Lyrikband legt einen brodelnden Untergrund frei» (Frankfurter Rundschau): Texte über Aufbrüche, Abschiede, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart.
Foto © Livio Baumgartner

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längst fällige verwilderung ist eine Spoken Poetry Performance zu Simone Lapperts gleichnamigem Lyrikband. Darin vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell, die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt sich, fragt uns: ›sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?‹

Diese Texten voller Schönheit, Klugheit und Witz begleitet die E-Bassistin Martina Berther und kontrastiert sie. Mal laut und wild, mal nachdenklich leise – und immer wieder augenzwinkernd.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Zur Rose – und mit freundlicher technischer Unterstützung von Marc Jenny.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Simone Lappert (simonelappert.com) geboren 1985 in Aarau, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mit ihrem Debütroman ›Wurfschatten‹ stand sie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Preises, ihr Roman ›Der Sprung‹ war für den Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre Lyrik wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis und einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur Basel ausgezeichnet. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt ›Babelsprech.International‹. Sie lebt in Zürich.

Martina Berther (martinaberther.ch) ist eine der vielseitigsten E-Bassistinnen der Schweizer Musikszene. Ihr Klangspektrum reicht von Popmusik über experimentelle bis hin zu freier Improvisation. Mit ihren Bands Ester Poly und AUL, solo aka Frida Stroom sowie mit Sophie Hunger ist sie international unterwegs. Sie schreibt Musik für Filme, interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeiteni und ist als Multiinstrumentalistin und Sessionmusikerin tätig. 2020 wurde sie mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, 2018 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich. Geboren und aufgewachsen in Chur, lebt sie heute in Zürich.

bis 16.6.2022 — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #9: Beatrice Dörig

Für diese Ausgabe von Artist’s Choice liess sich die St.Galler Künstlerin von Franziska Schutzbachs «Die Erschöpfung der Frauen» inspirieren.
Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

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Die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft reflektiert Beatrice Dörig dabei ausgehend des von Schutzbach geprägten Begriffs «Fawning».

Im aktuellen Saiten (05/2022, S. 52) fragt Karsten Redmann, weshalb Beatrice Dörig das Buch Die Erschöpfung der Frauen wählte. Darauf antwortet die Künstlerin: «Franziska Schutzbach schreibt über den Begriff Fawning, den es in der englischsprachigen Traumaforschung für nettes Verahlten in Gefahrensituationen gibt und sinngemäss heisst, sich wie ein süsses Rehkitz zu geben. Es wird der Versuch beschreiben einer Person zu gefallen, um einen Konflikt oder Übergriff zu vermeiden. Dieser Begriff gab den Anstoss einer kleinen Serie mit Zeichnungen.»

Mehr zur Arbeitsweise der Künstlerin und den thematischen Hintergründen war am 18.5.2022 bei Bier und Brezel zu erfahren.

 

Präsentation dieser Papierarbeiten in Anwesenheit der Künstlerin:

18.5.2022, 19 Uhr

Es gibt Bier & Brezeli.

Anmeldung erwünscht: bibliothek@wyborada.ch

Die Papierarbeiten sind bis zum Samstag 16. Juni 2022 zu im Studio der Bibliothek Wyborada zu besichtigen.

29.6.2022 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #10: Hulda Zwingli

Das Kollektiv Hulda Zwingli macht mit seinen Aktionen auf Instagram Furore. Für Artist’s Choice trägt Martina Morger Textauszüge vor, die live auf unserem Instagram-Kanal @wyborada übertragen werden.

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Hulda Zwingli setzt sich überall dort, wo öffentliche Gelder im Spiel sind, für eine geschlechtergerechte Vertretung in der Bildenden Kunst ein. Und zwar sehr erfolgreich!

Hinter dem Pseudonym steht ein Zürcher Kunstkollektiv. Als anonyme Influencerin auf Instagram erfreut sie sich immer grösserer Beliebtheit und zunehmendem Einfluss.

Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada reflektiert. Zur neuen Frauenbewegung, zu Frauenprojekten und Biografien von kämpferischen Frauen gibt es viele Bücher in unserer Bibliothek. Die feministische Initiative «Hulda Zwingli» thematisiert diese Teilbestände unserer Spezialbibliothek aufs Vorzüglichste.

Die Manor-Kunstpreisträgerin Martina Morger wird Hulda-Aussagen vortragen. Der Anlass wird zudem live via Instagram gestreamt – und damit eine direkte Verbindung zu Hulda hergestellt.

Instagram-Lesung: 19 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen! Es gibt Bier & Brezel.

 

Links:

Kurzporträt von Hulda Zwingli: SRF-Kulturplatz

Ausstellungsbeitrag von Hulda Zwingli in Schaffhausen: collettiva.ch

Wir kritisieren die Mehrheit von 85 Prozent weissen Männern: swissinfo.ch
Die Spaziergänge der Hulda Zwingli in Zürich: swissinfo.ch

Folge Hulda Zwingli auf Instagram: @huldazwingli

 

Do 19.5.2022 — 19.30 — Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus, Am Dorfplatz 1, Gottlieben
Sasha Filipenko, «Die Jagd»

«Ein erschütternd aktuelles und rasant erzähltes Buch» (Nora Zukker, Tagesanzeiger), «ein sardonisch-luzides Meisterwerk, am Puls Russlands und Filipenkos Heimat Belarus» (Ulrich Lössl, news.at).
Lesung und Gespräch mit dem Autor und Ulrich Schmid (Russisch und Deutsch).

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**Eine Anmerkung zum Veranstaltungsort: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau macht das Literaturhaus St. Gallen einen Ausflug nach Gottlieben: Die Lesung findet im Bodmanhaus Am Dorfplatz 1 in 8274 Gottlieben statt**

Der belarussische Autor Sasha Filipenko (38) hat sich in seinen beiden ersten auf Deutsch erschienenen Romanen „Rote Kreuze“ und „Der ehemalige Sohn“ mit dem stalinistischen Terror in der Sowjetunion beziehungsweise mit dem Leben unter dem Regime von Diktator Alexander Lukaschenko in seiner Heimat auseinandergesetzt. Diesmal nimmt Filipenko das postsowjetische System der Gewalt und Unterdrückung unter die Lupe und gibt einen Einblick in das heutige Russland – wenngleich vor Kriegsausbruch in der Ukraine.

Erzählt wird die Geschichte des idealistischen Journalisten Anton Quint, der sich mit einem Oligarchen anlegt. Worauf dieser den Befehl gibt, Quint fertigzumachen. Die Hetzjagd ist eröffnet.

Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen mit Schwerpunkt Politik und Medien in Russland sowie Nationalismus in Osteuropa wird das Gespräch mit dem Autor auf Russisch führen und für das Publikum übersetzen.

Lesung: Anya Schutzbach.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Er studierte Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sasha Filipenko wohnte bis 2020 in St. Petersburg. Er musste Russland verlassen und hält sich derzeit an wechselnden Wohnorten in Westeuropa auf.

In einem Interview meint der Autor: «Meine Aufgabe ist das Schreiben. Wenn ich nach Belarus zurückkehren würde, könnte ich nicht mehr schreiben. Da sässe ich höchstwahrscheinlich im Gefängnis, genau wie viele andere Schriftsteller und Philosophen. Das würde meine Arbeit extrem behindern.»

Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus

Eintritt Fr. 10.- | Mitglieder Wyborada und Freunde des Bodmanhauses Fr. 8.- | Ermässigt Fr. 5.-

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Foto © Lukas Lienhard/ Diogenes Verlag

Das Programm April – Juni

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen bis Ende Juni.

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Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Oder Sie kommen in der Bibliothek vorbei und holen sich den aktuellen Programmflyer ab (und vielleicht auch das ein oder andere Buch!).

Neulich im Keller der Rose…
Foto: Livio Baumgartner

begeisterte Simone Lappert zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther das Publikum…

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Schummrig war’s im ausverkauften Keller der Rose und das Gewölbe erfüllt vom Sound einer eindrücklichen Spoken Poetry Performance: Simone Lappert rezitierte frei aus ihrem aktuellen Band längst fällige verwilderung, congenial begleitet von Martina Berther am E-Bass. Unforgettable!

Mit Dank an die Buchhandlung zur Rose und Marc Jenny, der uns bei der eher komplexen Technik unterstützte :- )

Fotos © Xenia Hitz

Ausflug mit Sonderführung: Sa 21.5.2022 — 11.30 — Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44-45
«Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf» Fotoausstellung, kuratiert von Tilda Swinton

«Ich sehe Orlando als eine Geschichte über das Leben eines Menschen, der danach strebt, sich vollständig von den Konstruktionen des Geschlechts oder sozialer Normen zu befreien.» Tilda Swinton

Foto: Mickalene Thomas, Untitled #2 (Orlando Series), 2019 © Mickalene Thomas und Yancey Richardson Gallery, New York.

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Im Vorfeld der Lesung mit Irene Dische am 25. Mai, in der es um eine historische Figur geht, die im 18. Jhdt. als Frau und als Mann lebte, bietet das Literaturhaus einen gemeinsamen Besuch der Orlando-Ausstellung in Winterthur mit einer Sonderführung an. Denn:

Virginia Woolfs avantgardistischer Roman «Orlando» handelt ebenfalls von einem jungen adligen Menschen, der imstande war, das Geschlecht zu wechseln. Die von Tilda Swinton entwickelte Ausstellung zeigt Werke zeitgenössischer Kunstschaffender, die zentrale Themen der Geschichte Orlandos aufgreifen: Geschlechterfluidität, die Idee eines grenzenlosen Bewusstseins und die Perspektive endlosen Lebens. So wird ein Bogen geschlagen zur «Militanten Madonna»von Irene Dische – und zur

Lesegruppe im August. Auf dem Plan steht: «Orlando». So schliesst sich der Kreis.

Anmeldung zum Ausstellungsbesuch mit Sonderführung erforderlich bis zum 16. Mai an literaturhaus@wyborada.ch.

Treffpunkt am Fotomuseum: Samstag, 21. Mai, ca. 11 Uhr. Führung mit Astrid Näff 11.30 – 12.30 Uhr. Anschliessend gemeinsames kleines Mittagessen vor Ort.

Eintritt inkl. Sonderführung: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 10.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS Fr. 10.- | Geflüchtete gratis

Lynn Hershman Leeson, Rowlands/Bogart (Female Dominant), 1982, aus der Serie Hero Sandwich © Lynn Hershman Leeson und Bridget Donahue, New York

Jamal Nxedlana, FAKA Portrait, Johannesburg, 2019 © Jamal Nxedlana

Installationsansicht Orlando – Nach einem Roman von Virginia Woolf, Fotomuseum Winterthur © Fotomuseum Winterthur / Conradin Frei

Mi 28.9.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #8: Claudia Vamvas & Manuel Güntert

«Ein Buch oder kein Buch?» Im Mittelpunkt der 8. Ausgabe der von Ruth Erat kuratierten Gesprächsreihe steht diesmal die Frage: Muss es unbedingt ein Buch sein? Eine Lektorin/Musikerin und ein Soziologe – Schreibende beide – tauschen sich aus.

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Claudia Vamvas, Lektorin und Akkordeonistin, ist 2016 durch ihre auf Twitter präsentierten Alltagsbeobachtungen zur Buchautorin geworden, von Manuel Güntert, Wissenschaftler und Publizist, erschien kürzlich ein schwarzer Erzählband: «Der Un-Fall, der nicht fällt».

Für den Soziologen, der in wissenschaftlichen Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen veröffentlicht, ist dies als eine Art Relikt einer Zeit geschuldet, in der er anstatt schwarzer Hefte Punkfanzines auf der Strasse und an Konzerten verkaufte.

Seine Texte führen in eine nicht ganz ferne Vergangenheit zurück, während Claudia Vamvas, in ihren Ferien als Strassenmusikerin unterwegs, immer wieder Alltagsgeschichten notiert, doch von ihrem Schreiben sagt: Ein Buch muss es nicht sein.

Wie man auf andere Art Gehör findet, danach fragt das OLG, sprich: Ruth Erat, die das Gespräch eröffnet.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Beginn: 19 Uhr. Wie immer bietet die DenkBar vor der Veranstaltung ab 18 Uhr ein Kulturplättli an.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit der DenkBar.

Claudia Vamvas arbeitet nach zwei Jahrzehnten im Buchhandel heute als Korrektorin/Lektorin und gelegentlich als Texterin. Daneben schreibt sie Kürzestprosa sowie Kurzgeschichten – und spielt leidenschaftlich gerne Akkordeon. Im Herbst 2016 erschien im Berliner Frohmann Verlag «Sitze im Bus». 2017 erhielt Vamvas den Förderpreis in der Sparte Literatur der Stadt St. Gallen, wo sie auch heute lebt.

Manuel Güntert, geboren in Münsterlingen, lebt heute in Kreuzlingen. Er wurde an der Universität Konstanz im Fach Soziologie über Machtausübung in sozialen Gruppen promoviert und lebte lange in Israel, wo er an der Tel Aviv University forschte. Aktuell arbeitet Güntert an einem Buch über den ontologischen Gottesbeweis.

#wearewyborada, die Zwölfte
Foto: Nils Grootenzerink

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Hier begrüssen wir Xenia, die uns als Hospitantin bis Anfang September begleitet.

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«Ich weiss eigentlich nicht so recht, was ich will. Studiums- und Lebensplanwechsel erwäge ich fast stündlich. Aber eins weiss ich bestimmt: In der Literatur fühl ich mich zuhause. Denn dort muss ich mich nicht entscheiden. Kürzlich las ich Orlando von Virginia Woolf und fühlte mich frei: Mit ihr* durch die Jahrhunderte zu reisen gab mir alle Zeit der Welt und ich konnte Höfling*, Gesandte:r, Reisende:r und Dichter:in in einem sein. (Übrigens: Im August findet ein Lesekreis zu Orlando statt. Über Details informiere ich sie ganz bald.) Ich geniesse meine Zeit im Literaturhaus St. Gallen, wo ich solche Buchreisen unternehmen und hinter die Kulissen des Literaturbetriebs schauen kann. Inmitten der Sommerpause bereiten wir gerade das Herbstprogramm vor.«

Foto © Nils Grootenzerink

August – Dezember 2022
Das Literaturhaus-Programm bis Dezember

Ein Lesekreis, der am 16. Dezember seinen inoffiziellen Abschluss findet, 13 Veranstaltungen und 28 AutorInnen im Programm – was das Literaturhaus in diesem Herbst alles bot (und bis zum Jahresende auch noch bietet), finden Sie hier auf einen Blick.

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Ob alles so wie geplant auch stattfinden kann, darüber halten wir Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden.

Den Programmflyer können Sie in der Bibliothek zu den Öffnungszeiten abholen (und bei der Gelegenheit auch das ein oder andere Buch mitnehmen).

Mi 27.4.2022 – 19.30 – Museum im Lagerhaus (Parterre), Davidstrasse 44
Adelheid Duvanel, «Fern von hier». Lesung & Gespräch

«Die vollständig gesammelten Erzählungen der Adelheid Duvanel sind eines der grossartigsten erzählerischen Werke des 20. Jahrhunderts.» (Michael Krüger, Die Zeit) – Ein Abend über Leben und Werk einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

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Adelheid Duvanel (* 23. April 1936 in Basel, † 8. Juli 1996 ebda) war lange ein Geheimtipp und gilt als Meisterin der kleinen Form. Anlässlich ihres 25. Todestags 2021 machte der Limmat Verlag mit dem Band «Fern von hier» erstmals die gesammelten Erzählungen der Autorin zugänglich: «Eine verlegerische Grosstat und eine Ermutigung, diese Schriftstellerin weiter- oder neu zu lesen», so die Jury anlässlich der Auszeichnung des Buches mit dem Preis der Hotlist 2021.

In ihren Miniaturen und Texten erzählt Duvanel packend aus dem Leben von meist versehrten Existenzen, die aber beharrlich ihre Würde gegen die Zumutungen des Lebens verteidigen.

Um uns diese Autorin vorzustellen und nahezubringen, berichtet die Herausgeberin des Bandes, Elsbeth Dangel-Pelloquin, über Leben und Werk und liest aus Duvanels Texten.

Das Museum im Lagerhaus, eines der wichtigen Häuser für schweizerische Naive Kunst und Art brut, ist im Besitz einiger Zeichnungen und Gemälde der Autorin und Künstlerin, darunter Selbstporträts – wenngleich die Frauenfiguren bei Adelheid Duvanel letztlich immer sie selbst meinen.

Prof. Dr. em. Elsbeth Dangel-Pelloquin lehrte Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Sie publizierte Bücher zu Schnitzler, Hofmannsthal und Jean Paul sowie Aufsätze u.a. zu Keller, Stifter, Aichinger, zur Literaturgeschichte des Kusses, der Tränen, zu komparatistischen Themen und zu Autorinnen der Gegenwartsliteratur.

Von Adelheid Duvanel in unserer Bibliothek:

Anna und ich (1985)

Das Brillenmuseum (1982)

Windgeschichten (1980)

Wände, dünn wie Haut (1979) – und natürlich: Fern von hier.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Den Büchertisch besorgt die Buchhandlung Comedia – wir danken herzlich!

SCHWERPUNKT BILBIOTHEK WYBORADA: FEMINISTISCHE KRIMIS
Krimis aus weiblicher Perspektive

900 feministische Krimis

Nervenkitzel pur – 900 Krimis von Frauen …

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Ob hartgesottene Ermittlerin, unbeholfene Antiheldin oder leideschaftliche Polizistin, die weiblichen Figuren in der Krimiliteratur sind heute so vielfältig wie ihre Leserschaft. Im Bestand der Bibliothek Wyborada finden sich neben aktuellen Neuerscheinungen auch feministische Krimis aus der Frühzeit des Genres in den 1980er Jahren.

Drei unserer ehemaligen HospitantInnen haben sich mit näher mit dem Genre befasst:

_Was macht ein Krimi zu einem feministischen Krimi, was macht einen Roman zu einem feministischen Roman? Eine Annäherung. Von Sara Räss

_Sara Paretsky, «Schadenersatz». Von Jakob Reeg

_J.M. Redmann, «Sag niemals ja». Salome Heiniger hat sich einen Krimi aus den 90er-Jahren vorgenommen

#wearewyborada, die Elfte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Sara, die uns als Hospitantin bis Mai 2022 begleitet.

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«Texte lesen ist für mich eine Art, die Welt zu entdecken, meine Neugier zu stillen, neue Orte, Kulturen und Perspektiven kennenzulernen. In meinem Germanistikstudium wurden mir überwiegend Texte von alten weissen Männern vermittelt, weshalb ich mich in meiner Zukunft im Literaturbetrieb dafür einsetzen möchte, dass Stimmen von FLINTA* eine Bühne geboten wird. Weibliches Schreiben hat eine lange Geschichte, und es ist wichtig, gegenwärtigen sowie vergangenen marginalisierten Stimmen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Deshalb freue ich mich sehr, die nächsten Monate beim Literaturhaus St. Gallen und in der feministischen Bibliothek Wyborada St. Gallen mitzuwirken.»

2. – 8. Juli 2022 — Tatti (Toskana, Italien)
Schreibwerkstatt mit Tom Kummer > muss leider ausfallen

Nach der erfolgreichen ersten Schreibwerkstatt in dem schönen toskanischen Bergdorf Tatti im vergangenen September bieten wir in diesem Jahr einen Sommerkurs an – und freuen uns sehr, dass der Schriftsteller Tom Kummer erneut zugesagt hat.

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Das Angebot richtet sich an alle Schreibenden, Anfänger wie Fortgeschrittene, die sich in der Zurückgezogenheit ganz ihren Texten widmen möchten. Tom Kummer betreut die Arbeit am Text, gibt Hinweise und beleuchtet die besondere Produktivität im subjektiven Schreibprozess.

Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St. Gallen, begleitet die Gruppe und gibt in zwei Nachmittags-Seminaren ergänzend Einblicke hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und die Wege, die ein Stoff bis zum fertigen Buch zurücklegt.

Ein sechs Tage währender produktiver Urlaub, kreative Rekreation.

Weitere Informationen unter Fattoria di Tatti oder schreibkomplizen.net

Anmeldung oder Rückfragen unter literaturhaus@wyborada.ch

13.4. – 23.4.2022
Die Bibliothek macht Frühlingsferien

Ab Mittwoch 27. April ist die Bibliothek wieder für Sie geöffnet.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Do 7.4.2022 — 18 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Hauptversammlung

Am Donnerstag dieser Woche findet die Hauptversammlung des Vereins Literaturhaus & Bibliothek Wyborada statt, zu der alle Mitglieder eingeladen sind.

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Auf Wunsch leiten wir den Mitgliedern die entsprechenden Unterlagen auch per Mail zu. (Bitte um Zusendung der Unterlagen über diesen Link). Mit anschliessendem Apéro.

Ab 20 Uhr: Ein Abend «mit» Patricia Highsmith (s.u.). Die TeilnehmerInnen der Mitgliederversammlung geniessen freien Eintritt.

Zur besseren Planung danken wir für eine Anmeldung an info@wyborada.ch.

Do 7.4.2022 — 20 Uhr — Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, Parterre
Patricia Highsmith, «Tage- und Notizbücher»

Vor wenigen Monaten erstmals publiziert: Die privaten Tage- und Notizbücher der grossen Autorin Patricia Highsmith. Was sind das für Dokumente, was erzählen sie, wie sind sie literarisch einzuordnen? Die Mitherausgeberin Friederike Kohl, die zu diesem Abend eigens aus Berlin anreist, berichtet von der Editionsarbeit, Anya Schutzbach liest aus den Texten.

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Das eigene Leben war für Patricia Highsmith vordergründig nie ein literarisches Thema. Von der öffentlichen Neugier schirmte sie sich konsequent ab. Vor kurzem erschien bei Diogenes erstmals eine Auswahledition ihrer «Tage- und Notizbücher».

18 Tage- und  38 Notizbücher, die sie seit ihrer College-Zeit geführt hatte, wurden nach ihrem Tod in ihrem Wäscheschrank gefunden. Man erfährt, wie Patricia Highsmith mindestens zwei Leben gleichzeitig führte und aus einer kühlen Halbdistanz psychologische Romane über elementare Themen schrieb wie Liebe, Fremdsein und Mord.

Friederike Kohl, geb. 1983, studierte Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit angloamerikanischem Schwerpunkt an der Universität Passau und in Limoges, Frankreich. Sie war mehrere Jahre in der Verlagsbranche tätig und lebt als freie Redakteurin in Berlin.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Gönner:innen des Museum im Lagerhaus Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

**Da sich die Veranstaltung an unsere diesjährige Mitgliederversammlung anschliesst, ist der Eintritt für alle Teilnehmenden der Mitgliederversammlung gratis.**

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Foto Patricia Highsmith © Archiv Diogenes Verlag

/// Wortlaut St. Galler Literaturfestival /// Sa 26.3.2022 — 11 Uhr — Festsaal Stadthaus, Gallusstrasse 14, St. Gallen
Yael Inokai, «Ein simpler Eingriff»

Ein neuartiger Eingriff soll Frauen von ihren psychischen Leiden befreien. Doch ist das menschenwürdig? Inokai erzählt eine Geschichte von Emanzipation, Liebe und Empathie. Die Lesung der Basler Autorin ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

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Meret ist Krankenschwester. Die Klinik ist ihr Zuhause, ihre Uniform trägt sie mit Stolz, schliesslich kennt die Menschen in ihrem Leiden niemand so gut wie sie. Bis eines Tages ein neuartiger Eingriff entwickelt wird, der vor allem Frauen von psychischen Leiden befreien soll. Die Nachwirkungen des Eingriffs können schmerzhaft sein, aber danach fängt die Heilung an. Daran hält Meret fest, auch wenn ihr langsam erste Zweifel kommen.

„Ein simpler Eingriff“ ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die in einer Welt starrer Hierarchien und entmenschlichter Patientinnen ihren Glauben an die Macht der Medizin verliert. Es ist auch die intensive Heraufbeschwörung einer Liebe mit ganz eigenen Gesetzen. Denn Meret verliebt sich in eine andere Krankenschwester. Und überschreitet damit eine unsichtbare Grenze.

Yael Inokai, geboren 1989, studierte Philosophie in Basel und Wien, anschließend Drehbuch und Dramaturgie in Berlin. 2012 erschien ihr Debütroman Storchenbiss. Für ihren zweiten Roman Mahlstrom wurde sie mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS: Politisch Schreiben und lebt in Berlin.

Moderation: Anya Schutzbach

Tickets über Wortlaut St. Galler Literaturfestival

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Rahmen des Festivals ausgeschriebenen Massnahmen.

Eine Kooperation von Literaturhaus Wyborada St. Gallen und dem Wortlaut St. Galler Literaturfestival.

Foto Inokai © Ladina Bischof

Sa 26.3.2022 — 15 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Artist’s Choice #8: Vera Ida Müller

Im Rahmen von BiblioWeekend 2022 wird Vera Ida Müller «nach den Sternen greifen»…

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Mit «Artist’s Choice» wird der Medienbestand der 1986 als Frauenbibliothek gegründeten Bibliothek Wyborada mit neuen Augen betrachtet.

Die Fachbibliothek ist ein Ort, der zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Geschichte(n) rund um «die Frau*» und der sie prägenden Gesellschaft einlädt. Im Studio der Wyborada, dem kleinen Schreib- und Lesesaal, wird diesmal die Künstlerin Vera Ida Müller mit einem eigens für dieses Format entwickelten Vortrag «Nach den Sternen greifen».

Vera Ida Müller (*1979) ist in St.Gallen aufgewachsen und lebt in Berlin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie das «Vexer Verlag Büro Berlin» und produziert wunderschöne Bücher.

15 Uhr: Vortrag von Vera Ida Müller

Platzzahl beschränkt: Um Anmeldung wird gebeten: bibliothek@wyborada.ch

Kosten: Der Eintritt ist frei.

 

Hinweise zum Literatur-Samstag:

Die Veranstaltung findet im Rahmen von Biblioweekend statt, einer Iniative von Bibliosuisse. Die Bibliothek Wyborada ist Mitglied des Berufsverbands. An diesem Wochenende haben sich schweizweit diverse Bibliotheken besondere Veranstaltungen ausgedacht.

Zudem empfehlen wir Wortlaut – Sankt Galler Literaturfestival: Die Lesung von Yael Inokai (11:00) wird von unserer Literaturhausleiterin Anya Schutzbach moderiert.

 

Neulich im Museum im Lagerhaus…

Anya Schutzbach und Friederike Kohl im Gespräch über Patricia Highsmith.

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Nach der diesjährigen Hauptversammlung des Vereins Literaturhaus & Bibliothek Wyborada fand ein Gespräch mit Friederike Kohl, der Mitherausgeberin der Tage- und Notizbücher von Patricia Highsmith statt. Ein Abend reich an Einblicken in das Leben von Highsmith und in die Editionsarbeit der Herausgeberinnen.

Fotos © Sara Räss

Neulich beim Wortlaut Literaturfestival…

Die Lesung mit der Basler Autorin Yael Inokai war ein voller Erfolg.

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Yael Inokai hat nach der gelungenen Lesung letzten Samstag ein paar neue Fans, meint auch das Tagblatt. Sie begeistert mit ihrem neuen Roman und damit, dass sie die Interpretation voll und ganz dem Leser und der Leserin überlässt und einige Fragen einfach unbeantwortet lässt.

Die Lesung mit Yael Inokai war eine Kooperation des Literaturhaus Wyborada und Literaturfestival Wortlaut St. Gallen. Wir Danken dem Wortlaut-Team für die angenehme Zusammenarbeit.

Fotos © Timon Furrer

Neulich im Botanischen Garten…

Buch-Weltpremiere von THE GARDEN im Botanischen Garten: Szenische Lesung der bislang nur als Theatertext vorliegenden Erzählung von Paul Bowles im bis auf den letzten Platz besetzen Pavillon. Neben dem Herausgeber Florian Vetsch mit auf der Bühne: Claire Plassard und Christoph Keller.

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Christoph Keller (in der Rolle des Imam) hier im Gespräch mit Übersetzer und Herausgeber Florian Vetsch.

Claire Passard (Hexe und Nachbar)

Christoph Keller, Florian Vetsch, Anya Schutzbach und Claire Passard (v.l.n.r.)

Fotos © Elena Müller

Neulich in der Denkbar…

Die Thurgauer Autorin Zsuzsanna Gahse im Gespräch mit dem St. Galler Lyriker Clemens Umbricht, in der bewährten Moderation von Ruth Erat.

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Das Publikum war begeistert von einem wirklich anregenden und in die Tiefe der Schreibprozesse abtauchenden Gespräch zwischen zwei wunderbar eigenwilligen Autor*innen.

Fotos © Sara Räss

Mi 9.3.2022 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11, St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #7: Zsuzsanna Gahse & Clemens Umbricht

Clemens Umbricht und die von ihm eingeladene Autorin Zsuzsanna Gahse sind Reisende, auch in Gedanken. Geht es ihnen um Erinnerungen? Um Vorstellungen? Um Recherchen?

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Darüber, was sich hinter ihren Texten und Gedichten verbirgt, unterhalten sich Autorin und Autor in der DenkBar. Lesend und diskutierend brechen sie auf zu einer Exkursion durch ihr aktuelles Schaffen – und stellen sich nicht zuletzt Fragen wie: Was ist das eigentlich, ein Gedicht?

Zsuzsanna Gahse lebt in Müllheim (TG), vorher unter anderem in Wien und in Stuttgart, geboren wurde sie 1946 in Budapest. Ihre literarische Arbeit bewegt sich zwischen Prosa und Lyrik und zwischen erzählerischen und szenischen Texten. Es liegen von ihr mehr als dreissig Buchpublikationen vor, zuletzt «Bergisch teils farblos» (2021) und «Schon bald» (2019), beide erschienen in der Edition Korrespondenzen, Wien. «Andererseits», die Salzburger Vorlesungen (2020) wurden vom Verlag Sonderzahl, Wien, herausgegeben. 2019 wurde sie ausgezeichnet mit dem Schweizer Grand Prix Literatur. 

Clemens Umbricht, geb. 1960, ist in Reiden (LU) aufgewachsen, wohnt in Andwil (SG) und arbeitet als Verlagsleiter in Teufen (AR). Zu seinen letzten Gedichtbänden gehören: «Museum der Einsichten» und «LyrikHeft 13» (beide 2012). 2019 hat er Gedichte der in St. Gallen lebenden Amerikanerin Jan Heller Levi ins Deutsche übersetzt («So sollte man reisen»). Für seine Lyrik wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit den Lyrikpreisen der Literaturzeitschrift «orte» 1997 und 2011. 

2022 erscheint im Caracol-Verlag sein neuer Gedichtband. 

Moderation: Ruth Erat

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Wyborada St. Gallen in Kooperation mit der DenkBar St. Gallen.

Foto Zsuzsanna Gahse © Yves Noir

12 tausend Mal Lesestoff. Zum Beispiel: Biografien

In der Bibliothek Wyborada findest du mehr als 1’500 Biografien von Frauen, die ihrer Zeit oft weit voraus – und dabei kühn, kritisch, verletzlich, klug und abenteuerlustig waren.

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Die Bibliothek Wyborada, 1986 als Frauenbibliothek und Fonothek gegründet, hält 12’000 Medien für dich bereit. Neben fesselnden Biografien findest du bei uns Literatur zu Feminismus, Gender, Queerness, aktuellen und historischen Frauenthemen, dazu auch Krimis, Literatur von Ostschweizer Schriftstellerinnen und anregende Gegenwartsliteratur von und über Frauen*.

Literaturhaus Wyborada St. Gallen
Das Programm Januar – März 2022

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Veranstaltungen im ersten Quartal:

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Corona-bedingt mussten einige Lesungen Ende 2021 ausfallen, einige davon können aber glücklicherweise nachgeholt werden.

Wir halten Sie auf dieser Homepage sowie über unseren Newsletter auf dem Laufenden. Oder Sie kommen in der Bibliothek vorbei und holen sich den neusten Programmflyer.

Wir freuen uns, Sie dort oder zu dem ein oder anderen Anlass zu sehen!

#wearewyborada, die Zehnte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Elena, die uns als Hospitantin bis März 2022 begleitet.

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«Im Tauziehen meiner Interessen – zwischen Kuhstall und Klubnächten, zwischen den ganzen Tag draussen schaffen und stundenlang schreibend in der Bibliothek sitzen – ist die Hospitanz im Literaturhaus eine weitere Zwischenstation in meinem unentschlossenen Hin und Her.

Die Zeit bei Wyborada ist für mich eine Spurensuche nach den verschiedenen Handlungssträngen eines «Buchlebens»: Vom geschrieben, verlegt, vertrieben zum katalogisiert, eingeordnet, ausgeliehen und schliesslich gelesen, gehört, präsentiert werden.

Hier gelandet bin ich, weil (FLINTA*)* Literatur mein SafeSpace ist, mir Kraft gibt, mir die Augen öffnet, mich ermächtigt, mich mit anderen verbindet und mich tröstet.

Ich freue mich auf die Abende mit dem Literaturhaus und die Tage in der Bibliothek!»

*Flinta*: Frauen, Lesben, Intersex, Nonbinäre, Trans und Agender Menschen

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Do 24.2.2022 — 19 Uhr — Grüner Pavillon im Botanischen Garten, Stephanshornstrasse 4
Paul Bowles: «The Garden». Buchvernissage mit Florian Vetsch. Special guests: Claire Plassard und Christoph Keller

Bowles‘ Stück «The Garden» wurde 1967 zwar uraufgeführt – aber bisher nie veröffentlicht. Florian Vetsch, der mit Bowles (1910–1999) befreundet war, arbeitete zusammen mit dem Autor an einer Buchfassung des Stücks, das nun, 55 Jahre nach der Uraufführung in Tanger, vorliegt.

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Kaum einer kennt die Welt der Beatniks und deren Werke besser als Florian Vetsch. Als Herausgeber schrieb Vetsch (zusammen mit Boris Kerenski) bereits mit dem legendären «Tanger Telegramm» Geschichte.

Seit 1995 hatte er mit Paul Bowles an der Herausgabe von dessen Bühnenstück «The Garden» in der vorliegenden Buchform gearbeitet. Doch Bowles Tod am 18. November 1999 liess ihn das Projekt beiseitelegen – bis es ihm vor wenigen Jahren, wie per Zufall und fast fertig, wieder in die Hände fiel.

Seine Uraufführung auf der Bühne erfuhr das Stück schon am 28. und 29. April 1967 in Tanger im Palais du Marshan, nur veröffentlicht wurde es nie. Diese Buchvernissage ist also gewissermassen eine Welturaufführung; nicht einmal eingefleischte Bowles-Kennerinnen und -kenner wussten um die Existenz einer Buchfassung!

Um dies zu feiern, laden wir im Anschluss zu einem Apéro ein. Mit freundlicher Unterstützung von Brigitte Kemmann und der Kulturzentrale.

Neben Florian Vetsch lesen: Claire Plassard und Christoph Keller.

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung unter literaturhaus@wyborada.ch

Das Buch liegt zur Ansicht in der Bibliothek Wyborada auf.

Weiter Informationen zum Titel auf der Website des Bilger Verlags.

Covid-19 Schutzkonzept: Die Maskenpflicht ist auch bei unseren Veranstaltungen aufgehoben. Wir empfehlen jedoch, auch weiterhin während der Veranstaltungen eine Schutzmaske zu tragen. Hygienemasken und Desinfektionsmittel stehen für Sie bereit.

Foto Paul Bowles: © Roy Round. Everett Collection Inc.

Bibliothek Wyborada — Winterferien

Mittwoch bis Samstag 2.–5.2.2022 geschlossen

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Mi 16.2.2022 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumsstrasse 32
Lyrik: Levin Westermann liest aus «bezüglich der schatten»

Einer der Träger der Schweizer Literaturpreise zu Gast in St. Gallen: Der Lyriker Levin Westermann.
«du legst die hände / flach auf den tisch. / du sitzt / ganz still und langsam / wird es hell.»

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1980 in Meerbusch, geboren, studierte Levin Westermann am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er mittlerweile auch als freier Schriftsteller lebt und arbeitet. Er wurde für seine Lyrik mit diversen Preisen ausgezeichnet: dem Lyrikpreis «Orphil» (für seinen ersten Gedichtband «unbekannt verzogen»), dem Clemens-Brentano-Preis und dem Literaturpreis des Bundesamts für Kultur für «bezüglich der schatten».

In dieser vierteiligen Komposition schieben sich gegenläufige Realitäten ineinander. Sprechinstanzen – wir, ein Fuchs, Anne Carson, Roland Barthes oder Gott – stehen auf postapokalyptischem Grund, bewahren sich aber den Humor und ihre Ruhe, weil es ohnehin zu spät ist.

»›bezüglich der schatten‹ ist eine Reise ohne Umwege in die Apokalypse. Sprachmächtig beschreibt Levin Westermann die Welt in Auflösung, dem Untergang geweiht. Ein äußerst gelungenes, düsteres Meisterwerk. Aber keine Angst: Der Zustand der Welt birgt keinen wirklichen Grund zur Besorgnis – es ist alles nur Fiktion.« (Michael Ehlers, WDR5)

Moderation: Prof. Dr. Phillip Theisohn, Zürich

Musik (E-Gitarre): Michael Bucher

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Rezensionen zu «bezüglich der schatten» unter diesem Link.

Für einen Einblick in «farbe komma dunkel» empfehlen wir ein Gespräch zwischen Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller in ihrem Podcast Eins.Sieben.Drei (Folge 19) sowie diesen literarischen Buchblog.

Schutzmassnahmen: Für dir Veranstaltung gelten die im Februar gültigen Corona-Bestimmungen, d.h. 2G (geimpft/genesen). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Levin Westermann: © Bettina Wohlfender

Durch Klick auf die Cover gelangen Sie auf die Website des jeweiligen Bandes.

Mo 7.2.2022
35 Jahre Bibliothek Wyborada

Am 7. Februar 1987 wurde die Frauenbibliothek Wyborada an der Harfenbergstrasse eröffnet.

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Eine kleine Frauengruppe gründete im Mai 1986 den Verein Wyborada. Er sollte Trägerin einer Frauenbibliothek, einer Dokumentations-, Informations- und Archivstelle werden.

«Immer mehr Frauen kamen dazu: Das Bedürfnis war offenkundig. So etwas wie eine Schneeballwirkung setzte ein […] und es beteiligten sich bald 21 aktive Frauen am Projekt. […] Bereits am 7. Februar 1987 war es dann soweit: Die erste öffentliche Frauenbibliothek der Deutschschweiz mit einem Grundstock von mehr als 2’000 Büchern und Zeitschriften konnte an der Harfenbergstrasse in St.Gallen eröffnet werden.»

So berichtete das Schweizer Frauenblatt vom 12.12.1987 über die neu gegründete Institution.

Heute ist der Bestand auf 12’000 Medien gewachsen und die Bibliothek ist Teil des St.Galler Bibliotheksnetzes. Nachdem 2019 die Frauenbibliothek von einer drohenden Schliessung gerettet und um das Literaturhaus erweitert wurde, tritt die Institution unter dem Namen Literaturhaus & Bibliothek Wyborada auf.

/// 100. Geburtstag Erika Burkart /// Do 10.2.2022 — 19 Uhr — Raum für Literatur, St. Leonhardstrasse 40, St. Gallen
«Erika Burkart – Eine Beschwörung»

Am 8. Februar würde die bedeutendste Lyrikerin der Schweiz 100 Jahre alt. Doch wer war Erika Burkart? 

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Ihr selbst war klar: «Die Bezeichnung Naturlyrikerin greift zu kurz. Fünfzigjähriger tradierter Irrtum der Rezensenten.» Und was macht ihr Werk aus? Lässt es sich überhaupt in die Gegenwart transponieren?

Diesen Fragen geht das Autorinnen-Kollektiv RAUF* nach und fügt aus Burkarts Texten eine Collage.

Es lesen und sprechen: Tabea Steiner und Mariann Bühler. DJ Saskia Winkelmann steuert Musik bei, die für Erika Burkart von zentraler Bedeutung war.

«Unsere Kindheit beeinflusst unseren Umgang mit allem, was uns zustösst. (Eine Kruste ist noch keine Haut.) Wie lange es dauert, bis sich in einem Menschen genügend grundbildende Substanz abgelagert hat von jener, die, als Boden tragend, als Erdreich nährend, nicht einbricht.»

 

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Februar gültigen Corona-Regelungen. Hier das aktuelle Schutzkonzept.

*RAUF, das sind Mariann Bühler, Anaïs Meier, Gianna Molinari, Katja Brunner, Michelle Steinbeck, Sarah Elena Müller, Eva Seck, Tabea Steiner und Julia Weber. Sie treten in wechselnden Formationen auf.

Ihr Erika Burkart-Projekt wurde unterstützt von Migros Kulturprozent, Stadt Bern, Kanton Bern, Swisslos Kanton Aargau,Stiftung Anne-Marie Schindler, Landis & Gyr Stiftung, der Burgergemeinde Bern und der Fondation Jan Michalski.

Illustration © Marianna Weber (studiododo)

Di 25.1.2022 – 19 Uhr – Theater Parfin de Siècle, Mühlensteg 3, St. Gallen
«Alma & Misia – Was tut man nicht alles für ein Genie»

In einer szenischen Lesung nach Ruth Werfel begegnen sich zwei Frauen, die von der regen Kultur des frühen 20. Jahrhunderts zu berichten wissen wie kaum zwei andere: Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert. Ein Text für drei Personen, zwei Frauen und einen Mann, inszeniert auf der Bühne des Theaters «Parfin de Siècle».

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Die Frauen Alma Mahler-Gropius-Werfel und Misia Natanson-Edwards-Sert erzählen sich in einer fiktiven Begegnung ihre aussergewöhnlichen Lebensgeschichten. Als Zeitzeuginnen und Protagonistinnen des kulturellen Lebens im Wien und Paris der Belle Epoque halten sie Rückschau.

Alma ist hinreichend bekannt. Sie plaudert aus dem Nähkästchen ihrer berühmten Bekanntschaften und Beziehungen, wie z.B. über Mahler, A.G. Gropius, Kokoschka, Werfel, Zemlinsky, Schönberg, Berg oder Klimt.

Misia kennt man hierzulande weniger, sie ist gewissermassen das Gegenstück zu Alma und eng befreundet mit den Grossen der Musik- und Kunstszene in Paris: Cocteau, Toulouse-Lautrec, Renoir, Bonnard, Vuillard; sie gehörten zu ihrem engsten Kreis. Doch auch von Debussy, Fauré, Strawinsky oder Diaghilev, dem Gründer der Ballets Russes, weiss sie zu berichten.

Der Mann skizziert in Sequenzen das Verhältnis der jeweiligen Ehemänner oder Geliebten zu den beiden Frauen und zitiert dazu u.a. Gustav Mahler, Cocteau, Oskar Kokoschka, Fauré, A. G. Gropius und Strawinsky.

Als literarische Verkörperungen lesen und spielen (im Bild von links nach rechts): Pia Waibel (Alma), Graziella Rossi (Misia) und Helmut Vogel (alle Männer)

Eintritt: Fr. 35.– | Mitglieder Wyborada und Parfin de Siècle Fr 25.– | Studierende Fr. 20.– | Caritas Kulturlegi Fr. 5.– | Mitglieder A*dS und Geflüchtete gratis

Kartenvorverkauf: www.parfindesiecle.ch | Telefon: 071 245 21 10

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Januar gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (genesen/geimpft). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Wyborada St. Gallen in Kooperation mit dem Theater Parfin de Siècle .

#wearewyborada, die Achte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Salome, die uns als Hospitantin bis Januar 2022 begleitet.

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«Von den Bergen komme ich her. Aus einem Dorf, in dem ein Ziegenbock mit einem Faible für Zierpflanzen, Hobbygärtnerinnen regelmässig schlaflose Nächte beschert. Weg von den Bergen nach St. Gallen zu Bibliothek & Literaturhaus Wyborada hat mich der Hunger nach Büchern getrieben und die Lust am stundenlangen Lesen. Die Bibliothek ist für mich ein Ort der Inspiration, das Literaturhaus bietet Autorinnen und Autoren eine Bühne und lädt das Publikum ein, am Diskurs über Literatur mitzudiskutieren. Momentan studiere ich Kommunikation in Winterthur und freue mich, dass nebst Vorlesungen an den Hochschulen auch Kulturveranstaltungen wieder live stattfinden können. Ich hoffe, es kann so bleiben.

Es gilt: An die Leselampen und hoch die Bücher!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Do 20.1.2022 — 19 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Ruth Erat, «Einmal schwamm eine Wildsau im See». Buchpremiere

Ruth Erats neues Buch ist eine kleine Preziose. Entstanden ist es in enger Zusammenarbeit mit ihrem Mann, dem Gestalter Pablo Erat, und ihrem Sohn Lukas.

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Es versammelt kurze Erzählungen und Lyrik der Autorin, kongenial flankiert von semantischen Typografien der beiden Grafiker.

Alle drei befassen sich mit Landschaften, die Ruth und Pablo Erats Leben und Arbeiten geprägt haben. Der Bodensee ist das Gewässer der Kindheit, sein internationaler Kulturraum das Gebiet des Alltags. Das Gebirge zeigt sich als Landschaft des Herkommens, aber auch einer unbekannten Fremde, während das Meer im Süden und Norden einen Sehnsuchtsraum zwischen Rom und dem Polarkreis ausmisst.

Darin tauchen Menschen auf, Träumerinnen und Arbeitssuchende, Erzählerinnen und Wandernde. Eine Wildsau schwimmt im See, ein Ehepaar marschiert endlos weiter, ein Christbaum geht über Bord, an der Grenze zur Schweiz stossen Freunde zufällig auf das Märchen vom Machandelboom, in der Schattenkammer geht Tag für Tag die Titanic unter und im Einfamilienhausgarten tröstet ein Trampolin.

**Mehr auch auf saiten.ch: «Hinausfliegen könnte man». Peter Surber über Ruth Erats neues Buch.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem kleinen Premierenbuffet im Café des Kunstmuseums, ausgerichtet von Lukas Erat.

Ruth Erat, 1951 in Herisau geboren, promovierte nach einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie zur Lyrik von Mechthild von Magdeburg. Sie ist Verfasserin von Prosa, Lyrik und dramatischen Werken und arbeitet als Kunstschaffende. Sie ist Mitglied von A*dS, visarte und SWB.

Pablo Erat, 1944 in Arbon geboren, arbeitete nach der Fachklasse für Buchdruck und Schriftsatz an der Kunstgewerbeschule als freier Gestalter, gründete und leitete die Erat Design Group, engagierte sich für die Berufsbildung und den Berufsverband der Schweizer Grafikdesigner und war Mitglied der Kulturkommission Arbon. Ende Mai 2021 ist er in St. Gallen gestorben.

Eintritt: Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Weitere Informationen zum Titel auf der Website des Verlags, sowie weitere Titel von Ruth Erat, die auch in der Bibliothek Wyborada in der Davidstrasse zu finden sind, unter diesem Link.

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die derzeit gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (geimpft/genesen). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Ruth Erat © Ladina Bischof
Foto Pablo Erat © Ruth Erat

#wearewyborada, die Neunte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Barbara, die unsere Abendveranstaltungen als Frau vor Ort tatkräftig unterstützt.

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«Als langjährige Bewohnerin der Stadt St. Gallen unterstütze ich als Kultur- und Literaturwissenschaftlerin das Team des Literaturhauses in der Veranstaltungsorganisation.

Dabei erhalte ich Einblicke hinter die Kulissen der verschiedenen Bühnen, kulturellen Veranstaltern und der mir bestens vertrauten städtischen Institutionen. Parallel dazu arbeite ich als Pädagogische Mitarbeiterin für den Mittagstisch Oberstufe Ost in St. Gallen und kann dort mein Wissen als Lehrerin einbringen.

Beides, Bildung und Literatur, sind die Fundamente für eine kulturell empfindsame Gesellschaft, die ein Miteinander und kein Gegeneinander einfordert.

Dies durch meine beruflichen Tätigkeiten vorzuleben, ist mir ein persönliches Anliegen und kann sich in beiden Berufsfeldern optimal entfalten.»

Wir begrüssen Barbara herzlich in unserem Team, dem sie bereits seit Ende Oktober unter die Arme greift, und freuen uns auf die kommende gemeinsame Zeit!

 

#wearewyborada

So 23.1.2022 — 10 bis 16 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada
Wybo Goes Wiki: Edit-a-thon

Mit der Wikipedia-Schreibwerkstatt Frauen sichtbar machen.

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Denn Frauen sind auf Wikipedia nicht nur als Schreibende, sondern auch inhaltlich untervertreten.

Chris Regn und Daniela Brugger vom kollaborativen Projekt Who writes his_tory! führen deshalb bei uns im Studio der Bibliothek Wyborada eine Schreibwerkstatt für Wikipedia-Einträge durch.

Wikipedia.org ist an Zugriffen gemessen die sechstgrößte Website der Welt, eine der wichtigsten Quellen für unser kollektives Wissen. Obwohl sie eigentlich allen offensteht, sind neun von zehn Autor*innen weiß und männlich. Warum das ein Problem ist? Weil die Kriterien dafür, was überhaupt als relevantes Wissen gilt, so fast ausschließlich von dieser Gruppe definiert werden. Die Enzyklopädie ist damit ärmer an Erfahrungen, als sie es sein sollte. Das kann sich nur ändern, wenn mehr Frauen* an der Wikipedia mitwirken (Juliane Leopold, missy magazine).

In der Schreibwerkstatt werden Fragen rund um Wikipedia beantwortet und erste Schritte zum Erstellen und Editieren von Beiträgen aufgezeigt. Ziel ist das Erstellen von Einträgen zu wichtigen Frauen* aus der Ostschweiz.

Im Anschluss können sich die Schreibenden immer wieder mit Fragen ans Wybo-Wiki-Schreibteam (Karin K. Bühler und Ruth Erat) wenden. Je nach Bedarf ist es auch möglich, dass sich eine Schreibgruppe formiert, die sich regelmässig im Studio zum Schreiben trifft.

Covid: Zertifikatspflicht 2G

Anmeldung erforderlich: bibliothek@wyborada.ch

Details zur Durchführung werden den Teilnehmer*innen per Mail mitgeteilt.

Kosten keine.

 

 

Do 13.01.2022 — 19 Uhr — Theater-Bistro, Figurentheater St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 34
Judith Keller liest, Sebastian Ryser liest mit: «Oder?»

Die aus dem November herübergerette Lesung der Zürcher Autorin und des aus St. Gallen stammenden Theatermanns eröffnet das Literaturhausprogramm 2022 mit einem kühnen Text, der «souverän auf der Grenze zwischen Nouveau Roman und Sesamstrasse balanciert».

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Bevor Sie weiterlesen: Hier gibts Judith Keller zu sehen und zu hören:

 

Judith Keller ist das, was man einen Geheimtipp nennen könnte, obschon ihr Name in der sogenannten Szene bereits seit ihrem Debüt «Die Fragwürdigen» kursiert. Nun hat sie ihren ersten Roman vorgelegt: «Oder?».

Zusammen mit dem St. Galler Puppenspieler und Regisseur Sebastian Ryser stellt sie ihn (den Roman) und ihre Protagonistinnen Alice und Charli im Rahmen einer dialogischen Lesung vor.

Um was es geht? Um Alice und Charli. Zwei schwierige Töchter, deren Leben schlecht verzählt sei, wie sie selbst finden. Also nehmen sie das Heft selbst in die Hand und begeben sich auf die Suche nach ihrem Autor. Damit wird «Oder?» zum Logbuch einer seltsamen Reise (Odyssee?), die von den Luchswiesen über den Peloponnes und wieder zurück in die Fantasiewelt Oerlikon führt.

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt Fr. 20.- | Mitglieder Wyborada Fr. 15.- | Caritas Kulturlegi Fr. 5.- | Studierende Fr. 17.- | Mitglieder A*dS gratis | Geflüchtete gratis

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zu Judith Keller: hier...

Mehr zu Sebastian Ryser: hier…

Mehr zum Buch: hier...

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für die Veranstaltung gelten die im Januar gültigen Corona-Regelungen, d.h. 2G (genesen/geimpft). Hier das aktuelle Schutzkonzept.

Foto Judith Keller: © Ayse Yavas
Foto Sebastian Ryser: © Uwe Arens

Zum Jahresende 2023
Thank you!

Nach einem reichen literarischen Jahr mit 30 Lesungen (davon drei Debüts, drei Buchvernissagen, zwei Lyrik-Programme und zwei szenische Interpretationen), drei Ostschweizer Literaturgesprächen, einem Lesekreis mit Virginia Woolf, drei Artist’s Choices, einer Wikipedia-Schreibwerkstatt und verschiedenen Ausflugsangeboten verabschieden wir uns bis Anfang Januar von allen, die

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zu uns gehören – auf die ein oder andere Weise.

Wir danken allen Autorinnen und Autoren, die bei uns zu Gast waren; den Moderator:innen, Tontechniker:innen und Herausgeber:innen; unseren Mitgliedern, die uns die Treue halten; allen, die Bücher in der Bibliothek Wyborada ausleihen; unserem Vorstand und den vielen Helfer:innen; den engagierten Kooperationspartner:innen, insbesondere all jenen, die dem Literaturhaus Asyl gewähren, solang es kein eigenes Zuhause hat sowie denjenigen Privatpersonen und Institutionen, die das Projekt Literaturhaus finanziell unterstützen; allen Hospitant:innen und natürlich: Unserem Publikum.

Auf bald im Neuen Jahr!

 

/// MUSS LEIDER AUSFALLEN /// 28./29./30.12. – jeweils ab 10 Uhr – Literaturhaus Liechtenstein, Poststrasse 27, 9494 Schaan
Schreibwerkstatt in Liechtenstein mit José F.A. Oliver

Zum Jahresende schon Pläne? Nach dem erfolgreichen Schreibseminar mit Tom Kummer, das Ende September in der Toskana stattfand, weisen wir gern hin auf die nächste Schreibwerkstatt der «schreibkomplizen»: Drei Tage mit José F. A. Oliver im Literaturhaus Liechtenstein.

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Kursleiter ist dismal der renommierte Essayist, Lyriker, Übersetzer und Kurator José F.A. Oliver. Neben einer Lesung der Texte «in Arbeit» steht dabei vor allem der produktive Austausch in der Gruppe sowie in konzentrierten Zweiergesprächen im Fokus. In anregender Atmosphäre auf Augenhöhe kann so den eigenen Stärken und Schwächen begegnet sowie weiterführende Wege des Schreibens besprochen werden.

Die Schreibwerkstatt findet in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen des Literaturhaus Liechtenstein statt.

Weitere Informationen und Anmeldung über www.schreibkomplizen.net

Foto José F.A. Oliver: © B. Peterson

Di 7.12.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen, Museumstrasse 32
Dana Grigorcea: «Die nicht sterben»

Dana Grigorcea erzählt eine politische Schauergeschichte und verbindet in atmospärischer Weise Vampir- und Ceaușescumythos mit dem postkommunistischen Rumänien. Wir freuen uns, die vielbeachtete und preisgekrönte Schriftstellerin in St. Gallen begrüssen zu dürfen.

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Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer grossbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.

Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist.

«Die nicht sterben» ist Schauerroman, Fantasy, Satire und Gesellschaftsanalyse in einem. Dana Grigorcea poetische Sprachkraft schafft eine flirrende und sinnliche Atmosphäre und macht aus einem alten Stoff zeitlos starke Literatur.

Moderation: Anya Schutzbach

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir ein zu einem Glas an der Bar des Cafés im Kunstmuseum St. Gallen.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie ist eine schweizerisch-rumänische Schriftstellerin und Philologin. Ausserdem ist sie journalistisch tätig, unter anderem für die NZZ, die FAZ und beim Fernsehsender ARTE in Strassburg und war Dozentin für Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.
Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen geehrt, wie dem 3sat-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 und war auf der Shortlist zum Schweizer Buchpreis (2015).

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis.

Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk sowie der NZZ. Durch Klick auf das Buchcover erhalten Sie weitere Informationen der Website des Verlags.

Und: Sie finden es auch in unserer Bibliothek in der Davidstrasse!

Schutzmassnahmen: Für unsere Veranstaltungen gilt weiterhin die sogenannte 3G-Regelung, d.h. zum Einlass ist der Nachweis einer Genesung, vollständigen Impfung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen gültigen Covid-Zertifikats erforderlich. Dazu kommt ab 6. Dezember die Maskenpflicht in Innenräumen, auch während der Veranstaltungen.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Dana Grigorcea: © Mardiana Sani

VERANSTALTUNGSHINWEIS So 12.12.2021 – 15 Uhr – Raum für Literatur, St.Leonardstrasse 40, St. Gallen
Buchvernissage mit Erica Engeler und Irène Bourquin

Gerne weisen wir auf eine Veranstaltung des Caracol Verlags hin: Die beiden Ostschweizer Autorinnen Erica Engeler und Irène Bourquin stellen ihre neuen Bücher vor:

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Wie Drachenfliegen am Meer von Erica Engeler und Windrose von Irène Bourquin. Musikalisch begleitet werden die Autorinnen von Christian Berger mit seinem OUD, einer Kurzhalslaute aus dem Vorderen Orient. Anschliessend an die Lesung gibt es die Möglichkeit auf weitere Gespräche bei einem Glas Wasser oder Wein.

Weitere Informationen unter www.caracol-verlag.ch

Anmeldung an: sekretariat@caracol-verlag.ch

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Festsaal Katharinen…

Im schönen Festsaal Katharinen versammelten sich Autor*innen, Kritiker*innen, Lesende und Schreibende, um in der Tradition des «Literarischen Forums» einen gemeinsamen Nachmittag damit zu verbringen, sich

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im Sinne eines Freundeskreises auszutauschen über noch unveröffentlichte und in Arbeit befindliche Texte.

Es lasen Ruth Erat, Anna Teufel, Joachim Off, Uwe Schneider und Mechthild Betz, über ihre völlig unterschiedlichen Texte diskutierten Eva Bachmann, Zsuzsanna Gahse und Franz Hoben – und ein engagiertes Publikum.

Im Bild der Moderator des Forums, Oswald Burger (links), neben ihm die Autorin und Poetry Slammerin Anna Teufel.

Do 28.10.2021 – 19 Uhr – Grabenhalle, Unterer Graben 17, 9000 St. Gallen
Schweizer Buchpreis 2021: Die Nominierten

Seit Anfang des Monats steht sie fest: Die Shortlist des Schweizer Buchpreises 2021. Vor Bekanntgabe, wer heuer mit dem wichtigsten Preis des Schweizer Buchmarkts ausgezeichnet wird, sind die Nominierten auf Lesetour. Auch in St. Gallen!

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So freuen wir uns, die Autorin Veronika Sutter (nominiert mit «Größer als du») und Thomas Duarte (mit «Was der Fall ist») persönlich begrüssen zu können – beide Bücher Debüts, die es in sich haben.

Die Romane von Martina Clavadetscher («Die Erfindung des Ungehorsams») und Michael Hugentobler («Feuerland») stellen wir dem Publikum im Gespräch vor: Aus «Feuerland» liest der bekannte Schauspieler Helmut Vogel, und Anya Schutzbach erzählt von ihrem persönlichen Lektüreerlebnis mit Martina Clavadetschers Roman.

Im Anschluss kann man an der Bar der Grabenhalle mit Verena Sutter und Thomas Duarte auf ihre Nominierung anstossen, Wetten abschliessen oder über das Gehörte fachsimpeln und diskutieren.

Näheres zu den Nominierten und ihren Büchern finden Sie über diesen Link oder per Click auf die unten gezeigten Cover.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Wir bitten, so möglich, um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>> Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses (Covid-Zertifikat) erforderlich. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

(Fotos: Janine Schranz, Vera Husfeldt, Dominic Nahr, Edition 8)

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Raum für Literatur

Die Freude war gross, als wir am 25. September gemeinsam im Raum für Literatur die Buchvernissage von «Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt.» feierten. Ein wunderbarer Abend zu einem aussergewöhnlichen Buch –

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In einem abwechslungsreichen Format präsentierten das Literaturhaus sowie das Solidaritätsnetz Ostschweiz und die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz dieses aussergewöhnliche Buch: Mit Gesprächen zwischen der Moderatorin Christine Lötscher und den Jugendlichen Mehdi, Alem und Mohammad sowie Lesungen einzelner Geschichten.

Die Einblicke in das Leben der Jugendlichen verwandelten den Abend in weitaus mehr als einen Blick ins Buch: ein ergreifendes wie erheiterndes Ereignis von gesellschaftlicher Relevanz.

Unser Dank gilt den Kooperationspartnerinnen von der Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz und dem Solidaritätsnetz Ostschweiz, Ana Victoria Paredes und Barbara Weibel, Christine Lötscher für die Moderation, Mehdi, Alem & Mohammad für die ehrlichen und sympathischen Worte auf der Bühne (in Mundart und Hochdeutsch, dem sogenannten «Ausländerdeutsch»), dem tibetanischen-libanesischen Team für ihre vorzüglichen Köstlichkeiten zum Apéro, dem Team des Raums für Literatur, Leonie Schwendimann von der Buchhandlung «Zur Rose» für den Büchertisch, sowie allen am Projekt Beteiligten und natürlich dem grossen und grossartigen Publikum!

Sa 9.10.2021 — 13 bis ca. 18 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, 9000 St. Gallen
Literarisches Forum

Fünf AutorInnen präsentieren Texte, an denen sie gerade arbeiten – drei «KritkerInnen» & das Publikum diskutieren darüber. Eine Nachmittagsveranstaltung zum Kommen und Gehen, für Schreibende und Lesende und alle, die sich für den Arbeitsprozess an Literatur interessieren.

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Das Literarische Forum Oberschwaben ist ein seit 1967 bestehender Kreis von SchriftstellerInnen, der sich ein Mal pro Jahr im Sommer in Wangen im Allgäu versammelt. Obschon im Oberschwäbischen verortet, ist das Einzugsgebiet für die zur Teilnahme zugelassenen AutorInnen seit je die Kultur- und Sprachregion Oberschwaben / Bodensee / Vorarlberg und die Schweiz.

Da im vergangenen Jahr das Forum ausfallen musste, bietet das Literaturhaus St. Gallen den TeilnehmerInnen von 2020 eine nachgeholte Bühne:

Mechthild Betz, Ruth Erat, Joachim Off, Uwe Schneider und Anna Teufel präsentieren Texte, an denen sie arbeiten – Eva Bachmann, Zsuzsanna Gahse und Franz Hoben diskutieren darüber. Vor allem aber ist auch das Publikum eingeladen, mitzudiskutieren und den AutorInnen eine Rückmeldung auf das Gehörte zu geben. Die Leitung des Forums liegt in den Händen von Oswald Burger, dem langjährigen spiritus rector des Forums.

Im Kern der Veranstaltung steht der freundschaftlich-produktive und gern auch kritische Austausch zwischen den AutorInnen, KritikerInnen und den anwesenden Bookstern, sprich: Zwischen allen, die sich für Text und Literatur interessieren.

Dauer der Veranstaltung 13 bis ca. 18 Uhr. Gäste können jederzeit dazustossen und auch während der Veranstaltung kommen und gehen.
Es steht ein kleines Buffet bereit, an dem man sich in den Pausen stärken kann.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

 

**Schutzmassnahmen: Aufgrund COVID19: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses erforderlich.

Mi 3.11.2021 — 19 Uhr — Studio Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, St.Gallen
Artist’s Choice #7: Sebastian Stadler

Der Manor-Kunstpreisträger 2019 zeigt in den Räumen der Bibliothek Wyborada eine fotografische, ortsspezifische Arbeit.

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Basis für seine fotografische Intervention vor Ort ist der feministische Bestand unserer Spezialbibliothek. Sebastian Stadler nimmt ihn zum Anlass, sein eigenes Fotoarchiv nach Frauen zu durchsuchen.

Entstanden ist eine assoziativ angelegte Diashow mit dem Künstler nahestehenden Frauen und deren Umfeld. Mit traumwandlerischer Sicherheit projiziert Stadler Doppelbilder farbstark auf den weissen Vorhang im Studio.

Sebastian Stadler lebt in Zürich und ist als Künstler und freischaffender Fotograf tätig. Sein Schaffen umfasst die Medien der Fotografie und des Videos und thematisiert Besonderheiten seines Umfeldes sowie die Frage nach dem Abbild der Realität: Die Beschäftigung mit Fotografie und Video folgt einem dokumentarischen Aufspüren von medialen, ästhetischen, kulturellen, aber auch gesellschaftlichen Fragestellungen.

 

sebastianstadler.ch

 

So 7.11.2021 — 15.00 Uhr — Kunstbibliothek Sitterwerk
Reading the Library

Zur Finissage der Ausstellung «Reading the Library» findet in der Kunstbibliothek Sitterwerk ein Gespräch mit den Kuratorinnen Lucie Kolb und Eva Weinmayr mit Bibliothek Wyborada statt.

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Im vergangenen April wurde die Bibliothek Wyborada von Roland Früh in die Kunstbibliothek Sitterwerk eingeladen, um den gegebenen Bestand einem feministischen Blick zu unterziehen.

Die Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk verfolgt eine Vielfalt von Ansatzpunkten, die sich kritisch mit Wissenspraktiken in Bibliotheken beschäftigen: Zum einen arbeitet sie mit einer dynamischen Ordnung der Bücher mittels Radiofrequenz Technologie (RFID), die es Nutzer:innen erlaubt, die Bücher in den Regalen nach eigenem Gutdünken anzuordnen und umzusortieren, um Bezüge zwischen den Büchern herzustellen. Zudem können durch die Werkbank, einem sensitiven Tisch, der auf ihm abgelegte Bücher und Materialien erfasst und digital abbildet, die beiden Sammlungen der Kunstbibliothek und des Werkstoffarchiv in Beziehung gesetzt, thematisch verortet und mit eigenen Notizen, Bildern oder Kommentaren versehen werden. Dynamische Ordnung und Werkbank erlauben den Benutzer:innen, neue Zugänge zu den Inhalten zu schaffen, respektive zu verfolgen.

In einem dreijährigen Projekt zur Weiterentwicklung des dynamischen Ordnungssystems und der Werkbank befragte die Stiftung Sitterwerk neue Möglichkeiten, alternative Zugänge zu Wissen im Bibliotheksraum zu etablieren. In diesem Rahmen beleuchtete die Veranstaltungsreihe «Finders Keepers» das Potential der Nutzer:innen für die Bibliothek. Die Workshopreihe «Kunst Produktion Sprache» richtete den Blick auf die Verschlagwortung und untersuchte die Möglichkeit eines ortsspezifischen Vokabulars. Die Veranstaltungen hinterfragten die Konstruktion von Ordnungssystemen und deren Einfluss auf die Wissensproduktion. Darauf aufbauend zielt die Ausstellung «Reading the Library» nun mit einer de-kolonialen, intersektionell feministischen Perspektive darauf, die Wissenspraktiken in Bibliotheken zu untersuchen und rückt insbesondere den Bibliothekskatalog in den Fokus.

An drei Wochenenden trafen sich Karin K. Bühler, Ruth Erat, Marina Schütz und Sibylle Omlin vor Ort und diskutierten, stellten Bücher neu zusammen, beleuchteten den Bibliothekskatalog nach feministischen Kriterien. In der Folge entstanden drei Editionen, die in der Kunstbibliothek aufliegen. Zudem ist in der aktuellen Ausstellung «Reading the Library» ein Video zur Auseinandersetzung zu sehen.

Sonntag, 7.11.2021 um 15.OO Uhr, Kunstbibliothek Sitterwerk

Gespräch mit Karin K. Bühler, Ruth Erat und Marina Schütz mit den beiden Kuratorinnen Lucie Kolb und Eva Weinmayr

Mehr: Ausstellung «Reading the Library»

Di 9.11.2021 — 19.30 Uhr — Kunstmuseum St.Gallen, Museumsstrasse 32, 9000 St. Gallen
Anne Weber liest

Die ursprünglich für den 14. März dieses Jahres geplante Matinée mit der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2020 musste, aus bekannten Gründen, in damals ferne Zukunft verschoben werden. Jetzt stehen beide vor der Tür: Die Zukunft und Anne Weber. Die Autorin liest aus «Annette, ein Heldinnenepos» und nimmt uns mit in die Welt der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir.

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Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher – wofür sie von Yad Vashem später den Ehrentitel «Gerechte unter den Völkern» erhalten wird –, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung… und noch heute an Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams.

Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. Die mit grosser Sprachkraft geschilderten Szenen werfen viele Fragen auf: Was treibt jemanden in den Widerstand? Was opfert sie dafür? Wie weit darf sie gehen? Was kann sie erreichen?

«Annette, ein Heldinnenepos» erzählt von einer wahren Heldin, die alle etwas angeht. «Ein Leseglück von Anfang bis Ende.» – Süddeutsche Zeitung

Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen an der Bar der Cafeteria im Kunstmuseum.

Moderation: Anya Schutzbach

Ort Kunstmuseum St. Gallen, Vortragssaal, Museumsstrasse 32

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr 15.- / Studierende Fr. 17.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Mitglieder A*dS gratis / Geflüchtete gratis

Anmeldung erbeten: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zu «Annette, ein Heldinnenepos» hier.

Bücher von Anne Weber in unserer Bibliothek hier.

Weitere Bücher von Anne Weber:

Ahnen. Ein Zeitreisetagebuch (2016)

Kirio (2020), sowie ihr jüngstes Buch

Tal der Herrlichkeiten (2021)

**Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die sogenannte 3G-Regel: Für die Teilnahme ist der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses (Covid-Zertifikat) erforderlich. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

© Foto Anne Weber: Thorsten Greve

Mi 17.11. – 19 Uhr – DenkBar, Gallusstrasse 11, 9000 St. Gallen
Ostschweizer Literaturgespräch #6: Christine Fischer & Franziska Greising

Schreibend Älterwerden – was heisst das? Woher kommt es, wohin ist es unterwegs? «In all den Jahren», so das Leitmotiv des nächsten Ostschweizer Literaturgesprächs zwischen Franziska Greising (links) und Christine Fischer, die

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in den frühen Achtzigerjahren von Franziska Greisings «Kammerstille» gepackt, geschüttelt und bestärkt wurde. Aus Anlass des OLG #6 hat sie ihre massgeblichen Schreibhebamme und -göttin aus Luzern nach St. Gallen eingeladen, mit der sie bis heute vieles verbindet. Gerade auch das Weiterschreiben, diese Lust am Text, der entsteht.

Beide sind vor allem mit Romanen und Gedichten, aber auch mit Theatertexten präsent. Und sie haben eine besondere Affinität zum Experiment und zur umfassenden Gestaltung.

«Franziska Greising zieht eine eigenwillige Spur – gegen das Gewohnte, Bekömmliche der allgemeinen Mainstream Literatur.» schreibt Isolde Schaad. Denn «Die Welt ist nicht das, wonach sie den Anschein macht.», würde Christine Fischer vielleicht ergänzen.

Gesprächsleitung: Ruth Erath

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada oder Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Mitglieder des A*dS gratis. Geflüchtete gratis.

Wir bitten, so möglich, um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

**Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet); bitte denken Sie an Ihr entsprechendes Covid-Zertifikat. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Weitere Informationen und Publikationen der Autorinnen:

Christine Fischer: hier

Franziska Greising hier

– und selbstverständlich auch in unserer Bibliothek!

DAS AKTUELLE PROGRAMM
Der Herbst im Literaturhaus

Mit einem üppigen Programm starten wir in den literarischen Herbst. Eine Übersicht finden Sie per Klick auf «weiter» am Ende dieses Beitrags, alle näheren Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen veröffentlichen wir kontinuierlich aktualisiert auf unserer Homepage. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!

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Sa 25.09.2021 — 18 Uhr — Raum für Literatur Hauptpost, St. Leonhard-Strasse 40, 9000 St. Gallen
«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» (Buchvernissage)

Ostschweizer Asylorganisationen präsentieren ihr neustes Buch, das elf unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) ein Gesicht gibt und sie erzählen lässt von ihren Fluchterfahrungen und ihrem Alltag in der Schweiz.

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«Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» ist ein Buch über die Hoffnung. Es ist aber auch ein zutiefst erschütterndes Portrait von unvorstellbaren Erlebnissen auf der Flucht und lässt die weit entfernten Schlagzeilen und Zahlen zu realen Menschen werden. Elf Jugendliche berichten von Fluchtgründen, von der Ankunft in der Schweiz, wo sie nach ihrer grossen Willensleistung auf der Flucht auf einmal warten müssen und nichts tun können.

Wir freuen uns ganz besonders, dass einige der Jugendlichen sich bereit erklärt haben, auch an diesem Abend von ihren Erlebnissen zu berichten. Der Abend wird moderiert von Prof. Dr. Christine Lötscher.

 

Zu den Herausgeber*innen: Im Solidaritätsnetz Ostschweiz haben sich seit 2004 über 1200 Personen zusammengeschlossen, weil sie mit der heutigen Asylpolitik nicht einverstanden sind. Die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz wurde 2008 infolge der Verschärfungen der Asyl- und Ausländergesetze im September 2006 gegründet. Die Aufgabe der Beobachtungsstelle ist es, die Umsetzung der Gesetze und deren negative Folgen für die betroffenen Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten zu dokumentieren und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Solidaritätsnetz Ostschweiz und Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht Ostschweiz.

 

Türöffnung 18 Uhr, Begin 18:30 Uhr.

Nach der Vernissage laden wir zu einem Apéro und Austausch mit den Referierenden ein.

Der Eintritt ist frei.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Mehr zum Buch finden Sie hier…

und natürlich auch in unserer Bibliothek!

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

KLEINER RÜCKBLICK
Neulich im Grünen Pavillon

Genau «Mitte September» gewährte uns Peter Weber Einblick in die literarische Mystery Box der Imagination und las seinen grandiosen Text «Pilzbox».

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Begleitet von psychedelischem Maultrommelspiel und einem angeregten Austausch über das Schreiben und die wundersame Welt der Mykologie verwandelte dabei die Zeit des abnehmenden Lichts den Grünen Pavillon in eine ganz eigene produktive Dunkelkammer.

Wir danken dem Botanischen Garten St. Gallen für den schönen Ort, der Buchhandlung Comedia für die bereitgestellten Bücher – und Peter Weber fürs gemeinsame Abtauchen nach dort, wo die Stoffe schlummern.

(Die Anthologie «Dunkelkammern», in der Peter Webers Text erschien, ist aus unserer Sicht eine unbedingte Lese-Empfehlung. Mehr Infos dazu hier.)

 

19. bis 25.9.2021 — täglich — Tatti (Italien)
Schreibseminar in der Maremma

Ein Angebot für alle Schreibenden: fine stagione in den Bergen der Maremma, sechs Tage schreiben, diskutieren, Ruhe finden. Bringen Sie Texte mit, die Ihnen wichtig sind. Der Schweizer Schriftsteller Tom Kummer arbeitet mit Ihnen in kleiner Gruppe an Ihren Stoffen, Anya Schutzbach ergänzt das Schreibseminar um Blicke hinter die Kulissen der Verlegerei.

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Die herrliche Fattoria di Tatti, etwa 40 km. landein- nord- und bergwärts von Grosseto, liegt in erhöhter Lage mit sagenhafter Aussicht, die sich von den angrenzenden Olivenhainen und Wäldern bis zum Horizont des Meeres erstreckt. Organisiert von den schreibkomplizen, findet hier nach der Hauptsaison ein Schreibseminar statt, das in diesem Jahr der bekannte Autor Tom Kummer leitet. (Hier gehts zur Karte.)

Ergänzt wird die Arbeit am Text durch zwei Blöcke „Theorie“: Anya Schutzbach, langjährige Verlagsfrau, gibt Einblicke in das System Literarturbetrieb, erläutert den Weg vom Manuskript zur Veröffentlichung – und beantwortet auch ansonsten alle Fragen rund ums Buch.

Der Stundenplan lässt dennoch genügend Zeit für eigenes Schreiben in Ruhe, für Ausflüge ans Meer und den Genuss von Kulinarischem.

Kursgebühr pro Pers. 1.850,- Euro, inkl. Verpflegung und sechs Übernachtungen.

Bei Fragen schreiben Sie gern eine kurze Nachricht an literaturhaus@wyborada.ch, wir verabreden uns dann auf ein Telefonat. Sie können sich auch direkt an die schreibkomplizen wenden (Herrn Uwe Schneider) oder die Fattoria di Tatti:

Uwe Schneider, +49 (0)172 71 29 120, hallo@schreibkomplizen.net

Conny, Fattoria di Tatti, +39 0566 912001, fattoria@tattifattoria.it

Die fröhliche Frauengruppe, Lorella, Patricia, Cornelia, Sabrina und Alessia, freuen sich, Sie in der Fattoria di Tatti willkommen zu heissen. Das Bed&Breakfast entspringt einer Idee von Ruedi Gerber, Schweizer Filmemacher und Unternehmer, der sich vor vielen Jahren in die Maremma verliebt und das wenige Minuten vom Dorf Tatti entfernt liegende Landgut Sequerciani erworben hat.

Mi 15.9.2021 – 19.30 Uhr – Grüner Pavillon des Botanischen Gartens – Stephanshornstrasse 4, 9016 St. Gallen
Peter Weber öffnet eine poetische «Pilzbox»

Peter Weber? DER Peter Weber? Ja, der Peter Weber. Der Toggenburger Autor war eine ganze Weile nicht in der Region öffentlich zu erleben. Wir freuen uns daher sehr, dass er (und seine Maultrommel) bei uns zu Gast sind mit einem Text,

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der inspiriert von Friedrich Dürrenmatts «Stoffe-Projekt» die sichtbaren und unsichtbaren Prozesse des Schreibens ergründet.

Sinnbildlich begleiten uns dabei Pilze, die wir voll Genuss von unseren Tellern gabeln, denen wir im Wald mit neugieriger Vorsicht begegnen und die unter den Männlein im Walde versteckt die fruchtbaren Tiefen der Erde bewohnen – das rhizomatische Myzel als Gedankenlabyrinth.

Von den ungreifbaren Quellen der Imagination, fesselnden Zwängen und Verwandlungen der eigenen literarischen Dunkelkammer liest Peter Weber seinen Text «Pilzbox» im Grünen Pavillon des Botanischen Gartens St. Gallen.

(Die Anthologie mit dem Titel «Dunkelkammern. Geschichten vom Entstehen und Verschwinden», in der dieser Text enthalten ist, erschien 2020 bei Suhrkamp. Mehr zum Buch finden Sie hier.)

Bislang erschienen von Peter Weber vier Bücher: «Der Wettermacher» 1993, «Silber und Salbader» 1999 und «Die melodielosen Jahre», 2007.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.-* / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

*** Da sich die Veranstaltung an unsere diesjährige Mitgliederversammlung anschliesst – gepuffert von einem kleinen Apéro zur Begrüssung des Autors – ist die Veranstaltung für die Teilnehmer der Mitgliederversammlung gratis.***

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Zutritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat. Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Anfahrt:

mit ÖV:

Ab Hauptbahnhof St. Gallen mit Buslinie 1 (Richtung St. Gallen – Stephanshorn), 11 Stationen bis Naturmuseum, 3 Minuten zu Fuss bis zum Botanischen Garten 

oder: 

Buslinie 2 (Richtung Guggeien), 11 Stationen bis Lindenstrasse, 4 Minuten zu Fuss bis Botanischer Garten 

mit dem Auto:

Stephanshornstrasse 4, 9016 St. Gallen, Parkplätze ausserhalb des Botanischen Gartens vorhanden

Do 16.9.2021 — 19 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
«Meine Nacht schläft nicht». Ein Abend zu Annemarie von Matt mit Roger Perret

UND DIE NÄHTE MEINER STRÜMPFE ZIEHT MIR NIEMAND MEHR ZURECHT

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Die in Root im Kanton Luzern geborene Annemarie von Matt (1905-1967) lebte seit der Heirat mit dem Bildhauer Hans von Matt in Stans. Nach einer kunstgewerblichen Ausbildung schuf sie dort zuerst Arbeiten, die von der Volkskunst und von religiös-naiven Bildwelten beeinflusst sind. Mit ungewöhnlichen Objekten und Zeichnungen sprengte sie die Grenzen der Konvention.

Gleichzeitig entstand ein umfangreiches literarisches Werk aus zu Lebzeiten unveröffentlichten Aufzeichnungen, Gedichten und Briefen. Viele der Texte sind mit Bleistift auf kleinformatigen Zetteln notiert und der Moderne verpflichtet. Sie erinnern mit ihrer Sprachlust und -kritik zuweilen an die Erkundungen Robert Walsers im «Bleistiftgebiet».

 

Im Zentrum ihres literarischen Schaffens stehen die sprachmächtigen Schreiben an den geheimen Geliebten, den Luzerner Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Sie gehören zu den herausragenden Zeugnissen der Briefkunst in der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts.

In den letzten Jahren ihres Lebens zog sich Annemarie von Matt aus der Öffentlichkeit zurück und verwahrloste zunehmend. Die Modernität ihres künstlerischen und literarischen Schaffens wird erst nach ihrem Tod erkannt.

Der Herausgeber Roger Perret stellt Leben und Werk der Stanser Künstlerin im Gespräch mit Ruth Erat vor und liest ausgewählte Texte und Briefe.

Das Buch «Meine Nacht schläft nicht» wurde übrigens von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Lyrik-Empfehlung 2020 ausgewählt. Mehr darüber auch über diesen Beitrag im Deutschlandfunk.

Foto Roger Perret: Erik Brühlmann

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher das beliebte «Kulturplättli» essen kann.

Neulich im Studio Wyborada

Blut ist keines geflossen, als Isabel Rohner zur nächtlichen Stunde im schummrigen Studio Wyborada aus ihrem neusten Kicherkrimi «Gretchens Rache» las. Die ein oder andere Leiche im Keller blieb dabei dennoch nicht unbeobachtet…

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Gebannt haben wir Isabel Rohner bei ihrem erfreulich heiteren Einstieg in ihren Roman gelauscht. Zwischen dramaturgischem Figurenregister, dem einen oder anderen ostschweizerischen Ton und augenzwinkernden literarischen und persönlichen Querbezügen zeigte sich, wo die eigentlichen Leichen begraben liegen: in den Elfenbeintürmen eines kanonischen Patriarchats, die im Leben als Autor:in, Leser:in oder Romanfigur nicht nur den Literaturbetrieb vor die Herausforderungen architektonischer Dekonstruktionsarbeiten stellen.

Wen es schlussendlich in «Gretchens Rache» erwischt, wurde noch nicht verraten. Wir empfehlen daher sehr, einen eigenen Blick in das Buch zu werfen – selbstverständlich auch in unserer Bibliothek.

Wir danken dem Neustartfestival für die Kooperation und Freude an der Kultur, der Buchhandlung «Zur Rose» für die Bereitstellung der Bücher und natürlich Isabel Rohner für den wunderbaren Abend!

Das neue Schutzkonzept

Bitte halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneempfehlungen des BAG und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder in den letzten Tagen mit Personen Kontakt hatten, die kürzlich Covid-19-positiv getestet wurden.

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Ab Montag, 20. Dezember 2021, wird in der Schweiz die Zertifikats- und Maskenpflicht ausgeweitet. Für Veranstaltungen wird der Zutritt auf 2G beschränkt.

Die Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada finden daher unter der 2G-Regelung (geimpft / genesen) statt.

Für alle Veranstaltungen gilt demnach in Innenräumen

  • Covid-Zertifikatspflicht (GG) für Personen ab 16 Jahren und
  • das Tragen von Masken auch während der Veranstaltung in den Innenräumen
  • eine Sitzpflicht

 

Bringen Sie also bitte zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen ein gültiges Ausweisdokument sowie ein gültiges Covid-Zertifikat mit, um eine Genesung oder Impfung (in ausgedruckter oder elektronischer Form) nachzuweisen.

Covid-Zertifikat

Das Covid-Zertifikat ist in Bezug auf das Cornavirus ein gültiger Nachweis über:

  • eine Genesung, die weniger als 180 Tage zurückliegend mittels PCR-Test nachgewiesen wurde
  • eine vollständige Impfung

 

Nach den aktuellen Bestimmungen des BAG befähigt der Nachweis einer negativen Testung nicht zur Teilnahme an Veranstaltungen.

Das Covid-Zertifikat können Sie sich an entsprechenden kantonalen Behörden, Impfstellen und Apotheken ausstellen lassen. Weitere Informationen über den Erhalt des Covid-Zertifikats finden Sie auf der Website des Kantons St. Gallen sowie des BAG.

Sie können das gültige Zertifikat entweder in Papierform oder elektronisch in der kostenlosen «Covid-Certificate»-App vorzeigen.

Für Kinder von 0-16 Jahren gilt keine Pflicht zum Vorzeigen eines Covid-Zertifikats.

Kontaktnachverfolgung

Über die Einlasskontrolle Ihres Covid-Zertifikats werden Ihre Kontaktdaten automatisch in unserer Liste zur Kontakt-Rückverfolgung erfasst. Diese Daten werden von uns vertraulich behandelt, nicht an Dritte weitergegeben und nach 14-tägiger Frist wieder aus unserem System gelöscht.

Im Fall eines Kontakts mit einer Covid-19-erkrankten Person können Sie von den befugten öffentlichen Stellen kontaktiert und über weitere Massnahmen zur Vorbeugung der Ausbreitung des Coronavirus informiert werden.

Hygiene

Kontaktflächen wie Türklinken und Ablageflächen werden vor und nach den Veranstaltungen desinfiziert. Ausserdem stehen Ihnen am Eingang und im Veranstaltungsraum Desinfektionsmittel-Spender zur Verfügung.

Lüftung

Die Veranstaltungsräume werden vor und nach den Veranstaltungen gelüftet. Wenn die Aussentemperaturen und -geräusche es erlauben, halten wir Fenster geöffnet oder sorgen auch während der Veranstaltung zwischendurch für Lüftung.

Apéros

Unter den Bedingungen des Zutritts unter 2G ist die Konsumation von Speisen und Getränken leider nicht möglich, es können daher während der Veranstaltungen leider bis auf weiteres keine Speisen und Getränke angeboten werden.

Das vorliegende Schutzkonzept gilt ab dem 20.Dezember 2021 für alle Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Es folgt den aktuellen Bestimmungen des BAG und wird laufend den geltenden Weisungen und Empfehlungen der Behörden angepasst. Bei Fragen und Anmerkungen stehen Anya Schutzbach und Karin K. Bühler gerne zur Verfügung (Geschäftsleitung Literaturhaus und Bibliothek Wyborada).

Sa 11.09.2021 — Cocktails in der Bibliothek: 21:00 bis 23:00 Uhr — Treffpunkt Lesung: 23:00 Uhr
Isabel Rohner, «Gretchens Rache». Ein Krimi unterm Dach

Im Rahmen des Festivals Neustart Kultur laden wir im verlassenen Dachstock unserer Bibliothek zu einer schaurig-komischen Mitternachts-Krimi-Lesung ein. Die St. Galler Autorin Isabel Rohner wird uns aus ihrem neusten feministischen Kicherkrimi «Gretchens Rache» vorlesen.

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Gretchens Rache erzählt davon, wie in einem Tagungshotel im Spreewald AutorInnen und KritikerInnen zusammenkommen, um sich in gehobener Atmosphäre über Literatur zu unterhalten und noch wichtiger, diese zu Geld zu machen. Romanheldin ist Linn Kegel, eine feministische Krimiautorin, welche genau diesen Literaturbetrieb hasst, aber von ihrem Verleger gezwungen wird, mitzumachen. Was dann beim abendlichen Krimidinner geschieht ist wahrlich (nicht) zum Totlachen…

Der Roman ist humorvoll und anspielungsreich geschrieben, nimmt gängige Klischees aufs Korn und setzt sich kritisch mit dem männerdominierten Literaturmarkt auseinander.

Dr. Isabel Rohner ist Autorin, Herausgeberin, Demokratieerklärerin, Feministin und Hedwig-Dohm-Expertin. Sie wurde 1979 in St. Gallen geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Romanistik und lebt heute in Berlin. Zu hören ist Rohner regelmässig in ihrem erfolgreichen Podcast «Die Podcastin» zusammen mit Regula Stämpfli. Ausserdem schreibt sie humoristische Kicher-Krimis und Bücher zum Frauenstimmrecht.

Wir laden ab 21 Uhr zu Cocktails in der Bibliothek Wyborada ein und werden uns dann ab um 23:00 Uhr gemeinsam in den Dachstock wagen.

Treffpunkt: Bibliothek Wyborada, 1. Stock, Davidstrasse 42, 9000 St. Gallen.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Aufgrund der Pandemie müssen gegen Vorweisen eines Zertifikats (3G: Getestet, Geimpft, Genesen) die Tickets/Bändel an folgenden Verkaufsstellen gekauft werden:

Freitag, 10. September 2021 (10.00 – 18.00 Uhr)

Samstag 11. September 2021 (10.00 – 20.00 Uhr)

  • Valiant Bank, Marktgasse 11 (nur Freitag, 8.30 – 18.30 Uhr)
  • St.Gallen-Bodensee-Tourismus, Bankgasse 9 (Samstag nur bis 15:00 Uhr offen)
  • Mint Event Bus (Bahnhofsplatz)
  • Naturmuseum, Rorschacher Strasse 263
  • Kunstmuseum, Museumstrasse 23

 

– Erwachsene: 20.– CHF
– mit KulturLegi: 10.– CHF
– Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: Eintritt frei
– Personen mit Aufenthaltsbewilligung F und N: Eintritt frei

Der Festivalbändel wird an der Verkaufsstelle ans Handgelenk angebracht und dient als Nachweis, dass das Covid-Zertifikat kontrolliert wurde. Bei den Veranstaltungsorten wird der Bändel kontrolliert, bis dahin gilt Maskenpflicht. Nach dem Eingang gilt keine Maskenpflicht. Natürlich darf, wer will, die Maske anlassen.

Mehr Informationen zum Festival und zu den Covid-Massnahmen gibt’s auf der Website des Neustart-Festivals.

Mehr Informationen zum Buch finden Sie hier…und hier…

 

 

ANREGUNG FÜRS WOCHENENDE 03.-05.09.2021 – Literaturhaus Schaan (FL)
15. Liechtensteiner Literaturtage

[autor*in + verlag : ein gemischter satz] – unter diesem Motto finden am ersten Septemberwochenende die 15. Liechtensteiner Literaturtage im Literaturhaus Schaan statt.

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«gemischter satz»:

Die Klammer der Literaturtage bildet das weite Feld Betriebsververhältnis zwischen Verlag / Lektor*in & Autor*in. Sowohl der Eröffnungsvortrag am Freitagabend als auch die Matinée am Sonntag widmen sich diesem so eigenen galaktischen Beziehungskosmos.

Am Samstag und Sonntag sind eine ganzen Reihe wunderbarer Autorinnen und Autoren zu Gast, darunter Marcel Beyer, Róža Domašcyna, Christina Viragh oder Julia Weber.

Das ganze Programm finden Sie per Klick auf unten stehendes Motiv, das das Programmheft der Liechtensteiner Kolleg*innen ziert:

KLEINE RÜCKBLENDE
Letzten Donnerstag im Literaturhaus

«Das Schweigen der Tofuesser» (so titelte das St. Galler Tagblatt seinen Bericht über die Lesung): Am Donnerstag las der Frankfurter Journalist und Metzgerssohn Klaus Reichert im St. Galler Festsaal Katharinen, die Moderation übernahm Richi Küttel, auch er: Ein Metzgerssohn.

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Im wundervollen Katharinensaal der Stadt St. Gallen konnte endlich die bereits für März geplante und zwei Mal verschobene Veranstaltung zu einem Thema stattfinden, das unsere Gesellschaft polarisiert: Es geht um die Wurst. Und ein altes Handwerk.

So war diese Veranstaltung – ein Mix aus Gespräch, Debatte und Lesung – eine Art Auftakt für ein Veranstaltungsformat, das im Literaturhaus künftig einen festen Platz erhalten soll. Themen, die uns bewegen, auf der Basis gehaltvoller Sachbücher gemeinsam zu diskutieren.

 

 

Im Anschluss an eine Stunde, die wie im Flug verging, wurde im Kreuzgang des ehemaligen Klosters bei einem Becher Wein und sowohl veganen Würstchen als auch Moschtbröckli aus AR weiterdiskutiert.

noch bis zum 30.8.2021 — Studio Wyborada
Artist’s Choice #6: Claude Bühler
Claude Bühler

Im Rahmen der Feministischen Aktionstage gestaltete die St. Galler Künstlerin ihren interventionalen Blick auf den Bestand der Frauenbibliothek Wyborada – und bezauberte mit einer Sound-Performance zum Buch «Häutungen» von Verena Stefan. Das Audio-File liegt zum Hören bereit.

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Claude Bühler lebt und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und kulturelle Aktivistin in St.Gallen und Bonstetten ZH. An der Ostkreuzschule in Berlin studierte sie künstlerische und dokumentarische Fotografie. Seither setzt sie sich vermehrt auch mit Hilfe der experimentellen Klangproduktion mit gesellschaftskritischen und feministischen Themenbereichen auseinander. Seit 2019 gestaltet sie zusammen mit anderen Künstler:innen den salon vert als Ort für interdisziplinäre DIY-Musikproduktion.

Für Artist’s Choice setzte sich Claude Bühler mit dem Buch «Häutungen» von Verena Stefan auseinander, das übrigens im Studio aufliegt. Eine echte Wiederentdeckung!

Aus den Vorbereitungen für die Sound-Performance hat Bühler eine Radiosendung geschnitten, die auf Kanal K ausgestrahlt wurde. Die Sendung ist bis 30.8.2021 im Studio der Wyborada zu hören. Sie kann auch hier nachgehört werden: Salon vert

 

Claude Bühler an der Sound-Performance vom 12.6.2021 im Studio

claudiabuehler.ch

/// VERSCHOBEN AUF 2022 ///
Judith Hermann, «Daheim»

/// Die Lesung mit Judith Hermann muss leider krankheitsbedingt ausfallen und wird ins Frühjahr verschoben ///

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Sie hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen, ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schliesst vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affaire, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll.

Judith Hermann erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft an der Küste eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung. Und von der Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht.

«Mit ihren spröden Figuren, schrägen Bildern und noch mehr Aussparungen ist Judith Hermann ein sehr poetischer und zugleich zeitdiagnostischer Roman gelungen.» (Anne-Sophie Scholl, NZZ am Sonntag)

>>Weitere Einblicke in den Roman finden Sie in diesem Beitrag des Deutschlandfunk, sowie auf der Website des Verlags.

Judith Hermann, 1970 in Berlin geboren, erhielt auf die Veröffentlichung ihrer Romane und Erzählungen ausserordentliche Resonanz und ist unter anderem mit dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet worden. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Mehr zur Autorin finden Sie hier.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis. Ebenfalls kostenloser Eintritt für Mitglieder des A*dS.

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

>>Schutzmassnahmen: Bei dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regel, d.h. für die Teilnahme ist am Einlass der Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder eines negativen Testergebnisses in Form eines ausgedruckten oder elektronischen Covid-Zertifikats erforderlich. Unser aktuelles Schutzkonzept finden Sie hier.

(Foto Judith Hermann: Michael Witte)

Do 26.8.2021 — 19:30 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11, 9000 St. Gallen
Klaus Reichert liest: «Fleisch ist mir nicht Wurst»

Die Lesetournee des Frankfurter Journalisten und Metzgerssohns Klaus Reichert führt ihn gegen Ende der Grillsaison auch nach St. Gallen. Sein Buch «Fleisch ist mir nicht Wurst» ist ein aufrüttelnd-humorvolles Plädoyer für Fleischkonsum mit Mass und Anspruch – und Respekt vor dem Tier auf dem Teller.

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Wollen wir Fleisch essen, müssen Tiere dafür sterben. Eine Tatsache, die seit Langem bekannt ist, aber immer mehr verdrängt wird. Statt beim Metzger, wo das Steak noch vor unseren Augen vom Stück geschnitten wird, kaufen die meisten Menschen es im Supermarkt – aufs Gramm genau portioniert und abgepackt, nur an den Etiketten wird noch erkennbar, um welches Tier es sich einmal gehandelt hat. Und plagt einen das schlechte Gewissen oder ekelt einen die Massentierhaltung an, wird zu veganen Bratlingen gegriffen, die Fleisch imitieren. Dabei wissen wir instinktiv: Kein Fleisch ist auch keine Lösung!

Wer isst eigentlich alles Fleisch und wenn ja, wie viel? Stellen wir uns die Frage des Tierwohls nur, weil unsere Bäuche voll sind? Ist am Ende unser Appetit größer als unser Mitleid? Und ist billig per se schlecht?

Es gibt viele Fragen, die wir, angesichts des grenzenlosen Überflusses in dem wir leben neu beantworten müssen.

Klaus Reichert wirbt für mehr Wertschätzung und Respekt für die Tiere, die für uns ihr Leben lassen müssen. Kann man Tiere lieben und sie trotzdem schlachten?  Klaus Reichert stammt aus einer Familie, die schon in der dritten Generation dafür sorgt, dass Fleisch etwas Besonderes ist und bleibt. Er ist hinter der Fleischtheke aufgewachsen, hat seinem Großvater und Vater über die Schulter geschaut und hautnah erlebt, mit welcher Leidenschaft sie einen Handwerksberufs ausübten, über den nicht selten die Nase gerümpft wird.

 

Klaus Reichert, geboren 1963 in Frankfurt-Höchst, wuchs in einer Metzgerfamilie auf. Er schreibt Drehbücher und Hörspiele und hat als Ghostwriter Sachbücher verfasst. Als freier Journalist moderiert er im Radio Talksendungen und aktuelle Magazine und war Anchor einer Bundesligashow. Klaus Reichert ist Kommunikationsberater eines Bestattungshauses und gehört zu den Gründern der Künstlergruppe Gotensieben, deren Ausstellung »Metzgerei Seele & Söhne« große Beachtung fand. Mit seinem Bruder Thomas, der den Familienbetrieb übernahm, verbindet ihn eine enge Beziehung, bei der es häufig um die Wurst geht. Beide leben im Frankfurter Raum.

Mehr zur Künstlergruppe finden Sie hier: www.gotensieben.de

Hier gelangen Sie zum Familienbetrieb: www.haxenreichert.de

Mehr zum Buch hier…

Moderation: Richi Küttel

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

#wearewyborada, die Siebte

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor. Heute: Karin K. Bühler. Sie leitet seit Herbst 2020 die Bibliothek Wyborada.

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«Die Bibliothek Wyborada ist eine überraschende, gesellschaftskritische, unterhaltsame Fundgrube an Medien zu diversen Aspekten von Frau* in der Gesellschaft. Neben den Fachbüchern zur historischen und aktuellen Frauengeschichte faszinieren mich im Moment gerade auch die Biografien. Endlich gibt es eine Wand voll Identifikationsfiguren – Vorbilder, die ich in meiner Jugend vermisst habe.»

Karin K. Bühler übernahm im Herbst 2019 zusammen mit Patricia Holder die Co-Leitung von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Seit November 2020 bringt die Informationswissenschaftlerin und Bildende Künstlerin in der Funktion als Leiterin der Bibliothek frischen Wind in die 1986 gegründete Frauenbibliothek.

#wearewyborada #bibliothekwyborada #literaturhauswyborada #wyboradasanktgallen

#wearewyborada, die Sechste

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Daher begrüssen wir hier herzlich Jakob, der uns ab August als Hospitant begleitet.

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«Seit 23 Jahren bin ich von Sprache umgeben, habe sprechen, lesen und schreiben gelernt und bin selbst ein Teil von Sprache geworden. Mich fasziniert an Literatur, dass sie sich scheinbar nur in meinem Geist befindet und gleichzeitig ein ganz eigenes Netz gelebter Kultur spannt. So kann ein Buch nicht nur kalten Novemberregen vergessen machen, sondern auch Grund und Gegenstand für produktiven Austausch sein.

In meinem derzeitigen Literatur-Kunst-Medien Studium gehe ich kreativen Phänomenen vor allem theoretisch nach. Die Hospitanz bei Literaturhaus und Bibliothek Wyborada bedeutet für mich eine Möglichkeit, an kulturellen Verflechtungen aktiv beteiligt zu sein. Ich möchte durch aktuelle literarische Prozesse gründeln, Kultur erfahren und Texte lesen, schreiben und sprechen. Ich freue mich darauf, zu erleben und erlebbar zu machen, wie Wörter unsere Welt mitgestalten. 

Damit ein herzliches Hallo und ab die Post!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

VERANSTALTUNGSHINWEIS — Do 19.8.2021 — 19:30 Uhr — Frauenarchiv, Florastrasse 6, 9000 St. Gallen
Esther Vorburger-Bossart: «Lebensgeschichten von religiösen Frauen» (Buchvernissage)

Zur Feier von 50 Jahren Frauenstimmrecht veranstaltet das Archiv für für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz verschiedene Lesungen und Podiumsdiskussionen. Am Donnerstag, 19. August liest Esther Vorburger-Bossard aus ihrem neuen Buch «Lebensgeschichten von religiösen Frauen».

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Dr. phil. Esther Vorburger-Bossart ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Für ihr neustes Buch hat sie sich der Oral History angenommen und 50 Ordensschwestern aus acht religiösen Gemeinschaften befragt. Dadurch erforscht sie sowohl die Gestaltung von weiblichem Ordensleben als auch in die (individuelle) Identitätsgeschichte von Frauen.

Mehr Informationen gibts unter diesem Link.

Das Buch Lebensgeschichten von religiösen Frauen ist übrigens auch in unserer Bibliothek erhältlich.

AUSFLUGSTIPP — Sa 10.7.2021 — 9:00 bis 18:00 Uhr — Wangen im Allgäu
Literarisches Forum Oberschwaben 2021

Das Forum ist eine seit 1967 bestehende Veranstaltung, zu der sich ein Mal pro Jahr im Sommer SchriftstellerInnen aus der Region Oberschwaben / Bodensee / Vorarlberg und der Schweiz versammeln. Es ist so etwas wie ein „kleines Klagenfurt“,

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auch wenn nicht, wie beim Ingeborg-Bachmann Wettbewerb, Preise verliehen werden: Eine öffentliche Lese- und Debattierrunde für Autoren und Kritikerinnen. Öffentlich werden neue Texte gelesen und freundschaftlich zerpflückt, das Publikum ist eingeladen, sich an den Debatten zu beteiligen.

Von jungen Debütanten bis zu betagteren „Klassikerinnen“, von Autorinnen, die gerade ihr erstes Buch veröffentlicht haben bis zu arrivierten Kollegen, die auf ein umfangreiches Werk zurückblicken – viele nehmen auf Einladung der Jury mit grossem Gewinn an diesen Treffen teil. Auch das Spektrum der Genres ist breit: Es reicht von ambitionierter Lyrik über spannungsreiche Erzählungen verschiedenster Couleur bis hin zu literarischer Essayistik.

Am Vorabend des Forums wird am Freitag, dem 9. Juli um 20 Uhr der Autor, Kritiker und Verleger Peter Renz anlässlich seines 75. Geburtstags gewürdigt.

Wer ein Übernachtungsquartier sucht, kann sich ans Gästeamt Wangen (Telefon +49 (0)7522 74211, www.wangen.de, tourist@wangen.de) wenden.

Anreise ab St. Gallen per Bahn und wahl/teilweise auch per Schiff über den See möglich.

Wer mehr darüber wissen möchte und Interesse hat, kann sich per Mail mit Anya Schutzbach in Verbindung setzen, die (wie übrigens auch die Arboner Autorin Ruth Erat), selbst anwesend sein wird: literaturhaus@wyborada.ch.

Die Feier für Peter Renz und auch das Forum finden Corona-Schutzkonzeptbedingt nicht im Waaghaus der Stadt statt, sondern in der Stadthalle, Jahnstraße 21, 88239 Wangen im Allgäu (hier gehts zur Karte).

Parkplätze gibt es in ausreichender Zahl in der Nähe. Vom Bahnhof Wangen ist die Stadthalle zu Fuss in knapp zehn Minuten zu erreichen.

26.6. bis 4.7.2021
Literaturtage Arbon

Vom 26. bis 4. Juli finden im schönen Haus Max Burkhardt in Arbon die Literarischen Tage statt. Das Programm der diesjährigen Literarischen Tage steht unter dem Motto «Nachbarschaft». Wie immer, sind alle herzlich eingeladen, neben den Lesungen auch den Garten, das Haus und die darin enthaltenen, literarischen Schätze zu (be-)suchen und zu heben.

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Mi. 23.6.2021 — 18:00 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11 — Vortrag
Simona Pfister: Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Die Veranstaltung mit Simona Pfister musste leider abgesagt werden. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin im Herbst 2021.

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Über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten

Sich der Nahrung zu verweigern – das scheint in der Geschichte des christlichen Westeuropas eine spezifisch weibliche Tugend zu sein. So häufen sich ab dem Spätmittelalter Berichte über weibliche Heilige, die wochen- oder gar monatelang gefastet haben sollen und damit ihre Wundertätigkeit und moralische Vorbildhaftigkeit bewiesen. Von männlichen Heiligen sind derartige Praktiken hingegen fast kaum überliefert.

In einem Vortrag mit anschliessendem Gespräch geht Simona Pfister diesem Ideal der nicht-essenden, geistig vorbildhaften Frau nach; von dessen Entstehung im Mittelalter, über die individuellen Geschichten der heiligen Frauen bis hin zur Frage, wie deren Fasten mit den Möglichkeiten des weiblichen Schreibens heute zusammenhängt.

Simona Pfister ist Autorin, Journalistin und Religionswissenschaftlerin. Sie lebt in Zürich und schreibt u.a. für „Das Magazin“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Wegen begrenzter Platzanzahl Anmeldung unter literaturhaus@wyborada.ch

Di. 29.6.2021 — 20:00 Uhr — Rösslitor Orell Füssli, Marktgasse, St. Gallen
Monika Helfer liest

Nach ihrem Erfolgsbuch «Die Bagage» ist die vielfach ausgezeichnete Vorarlberger Autorin mit ihrem neuen Roman «Vati» bei uns zu Gast. Der Roman porträtiert die Nachkriegsgeneration und erzählt vom Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen und der Suche nach der eigenen Herkunft.

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Ein Mann mit Beinprothese, ein Abwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber. Monika Helfer umkreist das Leben ihres Vaters und erzählt von ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Von dem vielen Platz und der Bibliothek im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, von der Armut und den beengten Lebensverhältnissen. Von dem, was sie weiss über ihren Vater, was sie über ihn in Erfahrung bringen kann. Mit grosser Wahrhaftigkeit entsteht ein Roman über das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen, eine Suche nach der eigenen Herkunft. Ein Erinnerungsbuch, das sanft von Existenziellem berichtet und schmerzhaft im Erinnern bleibt. «Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden.»

Monika Helfer schreibt fort, was sie mit ihrem Bestseller «Die Bagage» begonnen hat: ihre eigene Familiengeschichte.

Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, hat zahlreiche Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur und dem Solothurner Literaturpreis ausgezeichnet. Für «Die Bagage» (2020) erhielt sie den Schubart-Literaturpreis 2021 der Stadt Aalen und den Solothurner Literaturpreis 2020 sowie den Bodensee-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Rösslitor Bücher Orell Füssli, Türöffnung 19.30 Uhr.

Eintritt Fr. 18.– / Mitglieder Wyborada oder Premium/Student Card Fr. 10.- 

Vorverkauf am Kundendienst-Schalter der Buchhandlung 2. UG, 071 227 47 35 oder per Mail an abholfach.roesslitor@orellfuessli.ch

Mehr zum Buch hier… . Sie finden es natürlich auch in unserer Bibliothek! Ausserdem von Monika Helfer in der Bibliothek: Die Bagage (Roman, 2020)

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Foto Monika Helfer: © Salvatore Vinci

#wearewyborada, die Fünfte

Seit dem 1. Juni haben wir eine neue Hospitantin, Olivia. Sie ist die Nachfolgerin von Viviane, der wir herzlich danken und hinterherwinken! Mehr von unserer dritten Hospitantin in der jungen Geschichte des Literaturhauses…

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«Ich habe soeben ein Germanistik- und Rechtsstudium an der Universität Zürich abgeschlossen. Weshalb ich lese? Ich geniesse die Einsamkeit, welche das Lesen mit sich bringt – gleichzeitig lernt man dabei so viele erstaunliche und besondere Welten und Figuren kennen. Im Studium durfte ich vor allem den literarischen Kanon wälzen und das sind vor allem Männer*. Aber es gibt unglaublich viele gute Bücher von Frauen*, wie z.B. den neuen Roman von Monika Helfer (am 29. Juni bei uns zu Gast). Umso mehr freue ich mich darauf, im Literaturhaus Wyborada St. Gallen daran mitzuwirken, Gegenwartsliteratur und insbesondere Literatur von Frauen sichtbarer zu machen.»

Neue Blog-Serie – jetzt online

«GEN V», die neue Blog-Serie von Emeli Glaser ist online! Die junge Berliner Journalistin widmet sich gleich einem kontroversen Thema: Männer.

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Hier geht’s zum Blog: Kaugummis und Karpfenbilder.

 

Illustration: Noon Selina Marrero Julian.

HEUTE Mi 12. Mai — 18:30 Uhr — Historisches und Völkerkundemuseum
#wyboradatipp: Buchvernissage zur Biografie von Susanne Steiner-Rost

VERANSTALTUNGS-TIPP: Im Rahmen der Ausstellung «klug & kühn – Frauen schreiben Geschichte» findet heute die Buchvernissage zur Biografie der religiös-sozialen Anwältin Susanne Steiner-Rost «Du bist wirklich souverän» mit der Autorin Marianne Jehle-Wildberger im HVM statt.

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Bitte anmelden unter www.info@hvmsg.ch oder 071 242 06 42.

Standort: Historisches und VölkerkundemuseumMuseumstrasse 50, St. Gallen; Öffnungszeiten: Di–So, 10–17 Uhr

Mehr Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

© Foto: Viviane Sonderegger

Mi 9.6.2021 — 19:30 Uhr — Festsaal Katharinen, Katharinengasse 11
Vortrag & Tipps: Annette Heizmann mit «Der Hildegard-Code»

Für Hildegard-Einsteiger*innen und Hildegard-Fans: Die Tübinger Theologin Annette Heizmann erschliesst in ihrem Buch «Der Hildegard-Code» die jahrhundertealte, verblüffend aktuelle Lebensweisheit der Hildegard von Bingen und gibt praktische Ratschläge. Mit musikalischer Begleitung durch die Singer-Songwriterin Elke Voltz.

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Körpererfahrung und gesunde Ernährung, Selbstannahme und
Leben im Einklang mit der Natur: Wer heute nach einer ganzheitlichen
Lebensweise fragt, findet jahrhundertelang bewährte und verblüffend aktuelle Antworten in Leben und Lehre der Hildegard von Bingen. Aus einer tiefen Kenntnis der Originalschriften Hildegards und in zeitgenössischer Sprache erschliesst die Theologin und Therapeutin Annette Heizmann die Lebensweisheit der Hildegard von Bingen für Menschen heute: Neun Wege, die Leib, Seele und Geist erneuern und stärken.

Annette Heizmann ist Theologin und Religionspädagogin, Autorin und lösungsorientierte systemische Familientherapeutin. Die Mutter von drei Kindern ist ausgewiesene Hildegard-Expertin mit zahlreichen Veranstaltungen. Sie lebt bei Tübingen.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Bei schönem Wetter wird es im Anschluss an die Veranstaltung im schönen Innenhof des ehemaligen Klosters und im Kreuzgang bei einem Apéro Gelegenheit zu einem Austausch mit der Autorin und der Musikerin geben.

Mehr Informationen zum Buch finden Sie hier. Sie finden es übrigens natürlich auch in unserer Bibliothek.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

HINWEIS

Für alle, die schreiben! Dieser Literatur-Förderpreis der renommierten Crespo Foundation ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und will junge Autor*innen motivieren, gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu nehmen und literarische Positionen zu aktuellen Diskursen zu entwickeln. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2021.

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Wortmeldungen gesucht: „Vom Unsichtbaren schreiben, die Gegenwart sehen. Wie tritt der Klimawandel in Erscheinung?“

Mehr erfahren Sie über diesen Link

ES GEHT WEITER
Die nächsten Termine

Finden Sie hier eine Übersicht der Termine bis Ende Juni.

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Für alle, die hungrig sind nach Text und Buch, nach Geist, Begegnung und Literatur: Anbei unser Frühsommerbuffet.

Die detaillierten Angaben für alle Veranstaltungen werden demnächst als Einzelbeiträge aufgeschaltet.

So., 30. Mai: Simona Pfister über Weiblichkeit, Heiligkeit und Fasten (Matinee, 11 Uhr) > wird verschoben auf 23. Juni, 18 Uhr

Mi., 2. Juni: Ostschweizer Literaturgespräch #5: Dorothee Elmiger & Christoph Keller

Mi., 9. Juni: Vortrag & Tipps: Annette Heizmann mit «Der Hildegard-Code»; Musik: Elke Voltz

Sa., 12. Juni: Artist’s Choice #6: Claude Bühler (im Rahmen der Feministischen Aktionstage)

Di., 29. Juni: Lesung: Monika Helfer, «Vati»

 

Wir bemühen uns, Sie hier immer über den letzten Stand informiert zu halten. In Zweifelsfragen schreiben Sie einfach eine Email an literaturhaus@wyborada.ch.

Denken Sie auch daran, sich bei Interesse auch über diese Mailadresse anzumelden; die Platzzahl ist auf 50 Personen begrenzt, in den Räumen des Studios auf 6 und in der DenkBar auf 20.

WETTBEWERB
And the WINNER is…

Bis zum 30. April bestand die Möglichkeit, unsere Programmplakate auf den Sankt Galler Kultursäulen zu entdecken und einzusenden. Unter allen Teilnehmenden verlosten wir ein Plakat und ein Gratis-Ticket für eine Veranstaltung eigener Wahl. Danke für die vielen Einsendungen. Jetzt steht die Gewinnerin fest!

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Wir gratulieren Désirée Weyermann zu ihrem Gewinn bei unserem Plakat-Wettbewerb!

FÄLLT AUS — MI 12.5.2021 — Ausflug Schweizerische Nationalbibliothek, Bern
«Fleisch – Eine Ausstellung zum Innenleben»

Der Ausflug in die Schweizerische Nationalbibliothek war gewissermassen gedacht als Vorbereitung zur Lesung «Fleisch ist mir nicht Wurst» von Klaus Reichert, die auf den 27. August verschoben werden musste. Die faszinierende Austellung «Fleisch – Eine Ausstellung zum Innenleben» endet leider am 30. Juni. Sehenswert ist sie aber auch ohne Gruppenreise:

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Angesiedelt zwischen Liedern von Stiller Has, Rezeptbüchern und Lebensratgebern sind u.a. zu sehen Dürrenmatts Metzgervisionen, Daniel Spoerris Esskunst und Wurstwerbungen von Bell.

Mehr Informationen zur Ausstellung hier.

©Foto: Nationalbibliothek 2021, Simon Schmid

Mi 2.6.2021 — 19:30 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #5: Dorothee Elmiger und Christoph Keller

Christoph Keller meets Dorothee Elmiger: In der fünften Ausgabe der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche lädt der bekannte St. Galler Autor (und aktueller Träger des Alemannischen Literaturpreises) Dorothee Elmiger ein – die in Appezöll aufs Gymnasium ging und heute in Zürich lebt und arbeitet. Sie erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt war sie mit ihrem Roman «Aus der Zuckerfabrik» auf den Shortlist für den Schweizer und für den Deutschen Buchpreis 2020.

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Zwei Schreibende mit Bezug zur Ostschweiz und internationaler Ausrichtung, Preisträgerin und Preisträger, sind mit ihren neuen Büchern präsent: Es geht um welthaltige Bücher, grenzüberschreitende Texte und Formate und um denkende, recherchierende, erzählende, provozierende Schreibende. Das Wyborada-Format bringt ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die etwas zu sagen und sich und uns zuhörend, lesend und diskutierend begegnen.

Dorothee Elmiger, die den Literaturbetrieb der konformen Romanprosa aufmischt – so dass wir von abgestiegenen Lottokönigen und psychisch Kranken ebenso lesen wie von Sklaverei und Kolonialismus  – und Christoph Keller, dessen Homepage uns warnt «Alles hier ist wirklich mit Ausnahme des Autors.» und zu dessen letztem Werk wir lesen: «… eine ebenso unorthodoxe wie provokative Befragung dessen, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, ein Mensch mit körperlicher Behinderung zu sein. Was es bedeutet, den Alltag zu bewältigen, zu lieben, zu schreiben, zu reisen (oder eben nicht).»

 

Dorothee Elmiger, 1985 in Wetzikon geboren, studierte Geschichte, Philosophie und Literarisches Schreiben. Für ihr Debüt «Einladung an die Waghalsigen» wurde sie 2010 für den Schweizer Buchpreis nominiert, ihr zweites Werk «Schlafgänger» wurde 2014 mit dem Hermann-Hesse-Förderpreis ausgezeichnet und 2014 und 2020 erneut für den Schweizer Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien ihr Buch «Aus der Zuckerfabrik» (Hanser).

 

Christoph Keller, 1963 in St. Gallen geboren, ist der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane, unter anderem «Gulp», «Ich hätte das Land gern flach“ und «Der beste Tänzer». Seine Fantasie «Der Boden unter den Füssen» wurde mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm «Jeder Krüppel ein Superheld: Splitter aus dem Leben in der Exklusion» (Limmat Verlag) sowie als Herausgeber (mit Jan Heller Levi) «The Essential June Jordan» (Copper Canyon Press). Keller, der über zwanzig Jahre in New York gelebt hat, schreibt auf Deutsch und Englisch.

 

© Foto Dorothee Elmiger: Peter-Andreas Hassiepen

© Foto Christoph Keller: Ayşe Yavaş

 

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher etwas Kleines essen kann.

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen. Dort erhalten Sie beide Bücher selbstverständlich auch schon vor dem 2. Juni. Von Dorothee Elmiger in unserer Bibliothek zu finden:

«Einladung an die Waghalsigen» (Roman, 2010) /«Schlafgänger» (Roman, 2014) / mehr zu den Büchern per Klick auf Titel

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Vierte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada St. Gallen (aus)machen. Unsere neue Bloggerin Emeli Glaser ist 24 Jahre alt und Journalistin aus Berlin. In deutschen Zeitungen schreibt sie über Dragqueens, Horrorfilme und

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Frauenhass im Internet. Für Wyborada durchkämmt sie ab jetzt alle zwei Monate Popkultur und soziale Medien nach den heißesten Phänomenen des Zoomer-Feminismus.

«Ich finde, Feminismus muss radikal sein. Wie soll man sonst das System Patriarchat stürzen? Dazu gehört, mich nicht mehr mit der literarischen oder anderweitigen «Kunst» von Typen zu langweilen, von der andere Typen gesagt haben, dass sie irgendwie wertvoll wäre. Alles, was gerade die Welt bereichert, ist queer, BIPoC, feminin. Und man findet es auf Social Media. In meinem Blog «Gen V» möchte ich ein paar der Trend-Schätze teilen, die ich so finde. Hier entlang, meine König:innen!»

Social Media: Twitter/Instagram

Foto: Annkathrin Weis

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

GROSSE RÜCKBLENDE: So sahs im Frühjahrspogramm aus (eine Auswahl)
//// Neulich im Literaturhaus ////

Die erste live-Lesung vor Publikum nach dem Lockdown in diesem Jahr. Den Auftakt machte die Zürcher Autorin und Journalistin Simone Meier und las am 22. April aus ihrem jüngsten Roman «Reiz». Mit im Vortragssaal: Augusto Giacometti.

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Herzlichen Dank an unseren Kooperationspartner Kunstmuseum St. Gallen für diese schöne Geste – und der Buchhandlung Comedia für die Bereitstellung der Bücher. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Ostschweizer Literaturgespräch #4:

Andrea Gerster & Daniel Ammann

Nach dreimaligem Corona-bedingten Verschiebenmüssen war es am 28. April endlich soweit: Unter der Leitung von Ruth Erat (Mitte) konnte das Gespräch zwischen der Arboner Autorin und dem Publizisten aus Rorschach stattfinden. Ein lebendiger Austausch über das Leben und das Schreiben und wie beides zusammengeht. Wir danken der DenkBar für Gastfreundschaft und Partnerschaft. (Foto: Viviane Sonderegger)

 

Artist’s Choice #5:

Ines Marita Schärer & Lea Rüegg

(Foto: Karin Karinna Bühler)

 

Pia Solèr und Corin Curschellas

«Die Weite fühlen»

Am 2. Mai, dem Namenstag der Heiligen Wiborada, ein besonderer Anlass: Die Bündner Hirtin Pia Solèr verliess die Einsamkeit ihrer Welt im Lugnez, um für uns aus ihrem Buch «Die Weite fühlen» zu lesen. Mit auf der Bühne die bekannte Singer-Songwriterin Corin Curschellas.

Wir danken der Grabenhalle für die grosse, auch ton- und lichttechnische Unterstützung und der Buchhandlung Zur Rose. (Foto: CCBY, Patrik Eschle)

 

Autor/innen-Foyer

In Zeiten ohne Buchmessen, Lesungen, Festivals fehlt vielen Schreibenden der Austausch. Zusammen mit dem Aargauer Literaturhaus haben wir darum am 3. Mai einen virtuellen Think-and-Talk-Tank geöffnet, exklusiv für Autorinnen und Autoren.

Herzlichen Dank an die Inputs von Ruth Erat, Dana Grigorcea und Feridun Zaimoglu! (Fotos: Ruth Erat © Linda Bischof / Dana Grigorcea © Ayse Yavas / Feridun Zaimoglu © Melanie Grande)

 

Jessica Jurassica & special guest Kris Schneeberger

Buchpremiere! Am 6. Mai stellte die «Kunstfigur» Jessica Jurassica ihren Roman «Das Ideal des Kaputten» vor. Die Moderation übernahm Frau Schneeberger (deren alter ego heuer einen der Schweizer Literaturpreise erhielt). Die Location erwies sich als ideal auch ohne kaputt: Dank an den Jugendkulturraum flon (unsere Nachbarn in der Davidstrasse) – und die Kolleginnen von der Buchhandlung Comedia fürs Heranschleppen der Bücher. (Foto: Anya Schutzbach)

So 2.5.2021 — 16:00 Uhr — Grabenhalle, Unterer Graben 17, St. Gallen
Pia Solèr & Corin Curschellas

Eine kleine Sensation: Pia Solèr, Hirtin aus dem Lugnez, macht eine Lesung! Sie verlässt die Einsamkeit ihrer Welt nur selten. Zum Namenstag unserer Patronin Wyborada aber kommt sie nach Gallen, zusammen mit einer zweiten Legende aus ihrem Kanton: Corin Curschellas, der bekannten Singer & Songwriterin, einer «grossen Stimme Graubündens und der Weltmusik» (Südostschweiz).

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Vor genau zehn Jahren erschien Pia Solèrs Buch »Die Weite fühlen« und ist seither so etwas wie ein geheimer Bestseller. Einfach mal weg sein – eine der großen Sehnsüchte des zivilisierten Menschen. Doch wie fühlt es sich an, schon immer einfach weg zu sein, von Berufs wegen?

Pia Solèr lebt weit hinten im Val Lugnez. Ans Bücherschreiben hat sie nie gedacht. Bis sie einer danach fragte; »wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ich etwas zu sagen habe?« Und dann erzählt sie. Vom Schnee-Einbruch im Oktober über Nacht. Oder davon, dass SMS nur verschickt werden können, wenn  der Wind aus einer bestimmten Richtung kommt. Davon, wenn der Hund stirbt; sie begräbt ihn allein.

Ihre Aufzeichnungen sind authentisch, alltäglich und einzigartig. Hier spricht keine Aussteigerin, auch kein mönchischer Eremit. Hier spricht eine Frau aus der Mitte Europas, sie erzählt von harter Arbeit und einsamen Stunden, vom Fortschritt und Zerfall unserer Tage, vor allem aber erzählt sie vom Leben in der Natur, auf 2000 Metern Höhe, in der sich Weite fühlen lässt.

Mit der Musikerin und Sängerin CORIN CURSCHELLAS verbindet sie eine über Jahre währende Freundschaft; die wenigen Male, die Pia Solèr überhaupt öffentlich las, traten die beiden meist gemeinsam auf; eine wunderbar bereichernde Symbiose. Corin Curschellas archaischer Ton, ihre so kraftvolle wie zarte Stimme und der Zauber einer Musik, die so jung und so alt zu sein scheint wie die Welt, begleitet Pia Solèrs leisen Bericht aus ihrem Universum.

Corin Curschellas ist eine singuläre Erscheinung in der Schweizer Musikszene. Auf ihrer Reise durch alle Zeiten und Stile der modernen Musik hat sie sich eine eigene Welt erschaffen. Die Sängerin, Musikerin, Komponistin, Texterin und Schauspielerin ist kosmopolitisch, selbstironisch, vielschichtig und aussergewöhnlich inspiriert.

 

Die Veranstaltung findet statt in der Grabenhalle, Unterer Graben 17, 9000 St. Gallen, Einlass ab 15:30 Uhr

Eintritt Fr. 28.- / Mitglieder Wyborada Fr. 23.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten unbedingt um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

 

Mehr zum Buch hier… ; sie finden es übrigens natürlich auch in unserer Bibliothek!

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen. Dort erhalten Sie das Buch selbstverständlich auch schon vor dem 2. Mai.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

///// Exklusiv für Autor/innen ///// Mo 3.5.2021 — 19:00 Uhr — Digital, Zoom
Autor/innen-Foyer digital: Ideenaustausch & Diskussion

Feridun Zaimoglu copyright: Melanie Grande www.grande-fotografie.de

Viele Schreibende vermissen den Austausch. Das Literaturhaus Wyborada St. Gallen und das Aargauer Literaturhaus laden am Montag, dem 3. Mai 2021 abends zu einem (virtuellen) Autor/innen-Foyer per Zoom ein unter dem Motto: «Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.» (Mark Twain)

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Die Situation der Autorinnen und Autoren ist mit der Pandemie zusätzlich prekär geworden. In unserem Autor/innenfoyer wollen wir konkrete Ideen, Visionen, aber auch Utopien entwickeln und diskutieren. Wie kann die Situation der Schreibenden kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden, was braucht es jetzt? Kreative, überraschende, freche, utopische Vorschläge, Visionen und Ideen – im Kontext zur heutigen Situation.

Im Zentrum steht der Austausch, die Diskussion. Wir freuen uns, wenn Sie – unter der Voraussetzung, dass Sie Autor/in sind – an dieser Diskussion unter deutschsprachigen Kolleg/innen teilnehmen.

Mit drei kurzen Inputs von Ruth Erat, Dana Grigorcea und Feridun Zaimoglu steigen wir in die Diskussion ein.

Veranstaltungsform: Digital, Zoom / Gespräch in Deutsch

Moderation: Dr. Bettina Spoerri, Ltg. Aargauer Literaturhaus, Beginn der offiziellen Veranstaltung: 19.00 Uhr (Dauer bis ca. 20:30 / 21.00 Uhr).

Sichern Sie sich Ihren Platz/Ihre Plätze hier.

Frist: bis spätestens 3. Mai, 12h – der vertrauliche Zoomlink wird sodann vor dem Meeting per Mail verschickt. Zu spät eintreffende Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Fotos: Ruth Erat © Linda Bischof / Dana Grigorcea © Ayse Yavas / Feridun Zaimoglu © Melanie Grande

ABGESAGT — So 25.4.2021, 11:00 Uhr
Lesung mit Anna Stern

Die für den 25. April angekündigte Veranstaltung von Anna Stern wird leider vorerst ausfallen. Doch auch wenn «das alles hier, jetzt» nicht stattfinden kann – wir setzen auf die Zukunft! Und wer den 25. April lesend verbringen möchte: Das Buch ist natürlich auch in unserer Bibliothek zu haben.

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Do 29.4.2021 — 18:00 bis 19.30 Uhr — Performative Edition — Wyborada
Artist’s Choice #5: Ines Marita Schärer
traum

«Ich bin so vielfach in den Nächten …»

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Die Künstlerin nimmt den Gedichtband «Ich bin so vielfach in den Nächten…» aus dem Bestand der Bibliothek als Anknüpfungspunkt und verwebt verschiedene lyrische Texte von Frauen* aus ihrer Umgebung zu einem vielstimmigen, mehrschichtigen Traumbild. Mit der Traumsammlung beabsichtigt sie eine Bestandesaufnahme von aktuellen Ängsten, Sehnsüchten und Vorstellungen.

In einem performativen Setting im Studio der Wyborada fügen sich Text und Klang zu einem frei begehbaren Stimmungsbild.

Sound: Lea Rüegg, Stimme: Ines Marita Schärer (inesmarita.ch)

zwischen 18:00 und 19:30 Uhr*

Studio, Bibliothek Wyborada, Davidstrasse 42, 9000 St.Gallen

*max. Anzahl sind 6 Personen im Raum, Mundschutz obligatorisch

 

Inspirationsquelle für die Performance: «Traumgedichte» von Magdalena Rüetschi

 

Do 6.5.2021 — 19:30 — Jugendkulturraum flon, Davidstrasse 42, St. Gallen — BUCHVERNISSAGE
Jessica Jurassica & special guest: Kris Schneeberger

Buchpremiere! Die Kunstfigur aus dem Appenzeller Hinterland bricht Tabus, provoziert, irritiert. Nun präsentiert sie ihr neues Buch, «Das Ideal des Kaputten». Mit auf der Bühne Kris Schneeberger (jüngst ausgezeichnet mit einem der Schweizer Literaturpreise).

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Das Buch »Das Ideal des Kaputten« schildert das Bild einer reflektierten, feministischen und feinfühligen Erzählerin auf der Suche nach ihrer Rolle, ihrem Platz und nach Liebe außerhalb von gängigen Abhängigkeitsverhältnissen. Jessica Jurassica erweist sich in ihrem Roman als sorgfältige und präzise Autorin. Das Spiel mit den Metaebenen und den Alter Egos beherrscht sie perfekt.

Bekannt und zu einer Art geheimen Star (nicht nur in den sozialen Netzwerken) wurde sie mit ihrer erotischen Fan-Fiction »Die verbotenste Frucht im Bundeshaus« mit dem Schweizer Bundesrat Alain Berset in der Hauptrolle. Ihr erster Roman ist nun eine überraschende, kluge, auch poetische Lektüre.

Jessica Jurassica wurde 1993 im Appenzeller Hinterland geboren und lebt seit 2013 in Bern, wo sie ein paar Jahre lustlos verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer studiert hat, bis sie schließlich den Absprung in die Gastronomie schaffte: Heute arbeitet sie erfolgreich als Barkeeperin in einem Nachtclub. Sie ist außerdem Musikerin, Spoken-Word- Performerin, Künstlerin und schreibt als freie Autorin und Kolumnistin für verschiedene Schweizer Medien essayistische und politische Texte über Kunst, Musik, Drogen, Sex, Feminismus und darüber, wie sie als Kind im Appenzeller Hinterland einmal mit dem Fahrrad ein Huhn überfuhr. Jessica Jurassica hat das KSB Kulturmagazin, das Underground-Label die yungen huren dot hiv sowie das Euro-Dance-Duo CAPSLOCK SUPERSTAR mitgegründet.

Kris Schneeberger (*1976), Schriftsteller*in und Künstler*in, ausgebildet am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne sowie in Contemporary Arts Practice an der HKB, liebt Bäume. Auch in seinem Romanerstling «Neon Pink & Blue» spielen Bäume eine wichtige Rolle als Begleiter und Behüter von Menschen. Kris Schneeberger «moderiert» den Abend mit Jessica Jurassica.

Die Veranstaltung findet statt im Jugendkulturraum flon, Davidstrasse 42, 9000 St. Gallen, Einlass ab 19 Uhr

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten unbedingt um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

© Foto Jessica Jurassica: Oliva Talina Fosca / edit JJ

© Foto Kris Schneeberger: Julien Chavaillaz / edit Schneeberger

Mehr zum Buch von Jessica Jurassica hier…

Mehr zum Buch von Christoph Schneeberger hier…

Den Büchertisch zur Veranstaltung organisiert freundlicherweise die Buchhandlung Comedia in St. Gallen. Dort erhalten Sie beide Bücher selbstverständlich auch schon vor dem 6. Mai. »Das Ideal des Kaputten« ist natürlich auch in der Bibliothek vorrätig.

Wir folgen bei allen Veranstaltungen den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

WETTBEWERB
Plakate? Wo?

SpäherInnen aufgepasst! Schickt uns eure Fotos von diesem Plakat auf den Sankt Galler Kultursäulen, per E-Mail an literaturhaus@wyborada.ch. Unter allen Einsendungen verlosen wir ein Plakat und ein Gratis-Ticket für eine Veranstaltung eigener Wahl.

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Teilnahmebedingungen: Mit dem Einsenden erklärst du dich einverstanden, dass wir deine Mailadresse zur Kontaktaufnahme verwenden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 29.4.21.

 

#wettbewerbwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada

Do 22.4.2021 — 19:30 Uhr — Kunstmuseum St. Gallen Museumsstrasse 32
Lesung mit Simone Meier

Hurra! Das Warten hat ein Ende, wir lassen die Rosé-Champagner Korken knallen: Am nächsten Donnerstag kommt Simone Meier nach Sankt Gallen und liest aus ihrem Erfolgsroman «Reiz». Die Platzanzahl ist begrenzt, eine rasche Anmeldung ist deshalb von Vorteil.

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»Simone Meiers Romane sind Rosé-Champagner: Sie lesen sich leicht, man merkt kaum, wenn man nachschenkt, und zum Schluss ist man verzückt tipsy.« (Tages-Anzeiger)

Nicht nur der Tages-Anzeiger ist begeistert von Simone Meiers drittem und vielleicht reifsten Roman. Nach ihren Erfolgsbüchern «Fleisch» und «Kuss» ist in diesem Frühjahr «Reiz» erschienen – und landete directement auf Platz 3 der Schweizer Bestsellerliste.

Um was es diesmal geht? Die Journalistin Valerie, allen Meier-LeserInnen gut bekannt, hat ganz gut gelebt, und so langsam schaut sie den Wirren der Liebe und des Lebens gelassen entgegen. Dagegen hat der Schulabbrecher Luca noch alles vor sich. Simone Meier bringt die lebenserfahrene Zynikerin und den jungen Idealisten in einem dramatischen Moment zusammen.

«Wie die beiden Vorgängerromane ist es ein doppelbödiger Text, der leichtfüßig daherkommt, dann aber überraschend düstere Themen anschneidet. Meier beherrscht beide Tonlagen.» taz

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kunstverein Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch

Die Veranstaltung findet statt im Vortragssaal des Kunstmuseums St. Gallen, Museumsstrasse 32, 9000 St. Gallen.

Simone Meier, geboren 1970, ist Autorin und Journalistin. Nach ihrem Studium arbeitet sie zunächst als Kulturredakteurin, erst bei der WochenZeitung, dann beim Tages-Anzeiger, seit 2014 bei watson. Sie hat diverse Preise und Stipendien gewonnen. 2020 wurde sie zur »Kulturjournalistin des Jahres« gewählt.

Mehr zum Buch hier... .

Von Simone Meier in unserer Bibliothek zu finden:

«Fleisch» (Roman, 2017) / mehr zum Buch per Klick auf Titel

Den Büchertisch zur Veranstaltung betreut freundlicherweise die Buchhandlung Comedia in St. Gallen. Dort erhalten Sie das Buch selbstverständlich auch schon vor dem 22. April.

 

Selbstverständlich folgen wir den neuesten Corona-Bestimmungen. Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Mi 28.4.2021 — 19:30 Uhr — DenkBar, Gallusstrasse 11
Ostschweizer Literaturgespräch #4: Andrea Gerster und Daniel Ammann

Drei Mal angekündigt, drei Mal verschoben: Die vierte Ausgabe der beliebten Ostschweizer Literaturgespräche. Auf dem Podium eine Autorin aus Arbon und ein erst kürzlich nach Rorschach gezogener Autor und Publizist. Die DenkBar bietet vor der Veranstaltung ab 18:30 Uhr im Garten kleine Speisen und Getränke an.

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«Wenn man schreibt, schreibt man immer über sich selbst.» (Doris Dörrie) – «Stimmt so nicht», sagt Andrea Gerster. Daniel Ammann fällt das «so» in ihrer Antwort auf. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über das Leben und das Schreiben und wie beides zusammengeht.

Andrea Gerster stellt Moni heisst mein Pony vor und liest aus dem sich noch in Arbeit befindenden Romanmanuskript Die Streifung. Daniel Ammann liest aus fertigen oder noch entstehenden Erzählungen und präsentiert überspitzte Betrachtungen.

Eintritt Fr. 20.- / Mitglieder Wyborada und Kulturkreis DenkBar Fr. 15.- / Caritas Kulturlegi Fr. 5.- / Studierende Fr. 17.- / Geflüchtete gratis

Begrenzte Platzzahl, wir bitten um Anmeldung: literaturhaus@wyborada.ch.

In Kooperation mit der schönen DenkBar im Zentrum von St. Gallen – wo man auch vorher etwas Kleines essen kann.

Andrea Gerster, Autorin und Herausgeberin, lebt in Arbon. Bisher erschienen fünf Romane, drei Erzählbände für Erwachsene und vier Publikationen für Jugendliche und Kinder. Mitglied der Kunstkommission und der Jury für den Literaturpreis des Landes Vorarlberg, zahlreiche Werkbeiträge, Anerkennungs- und Literaturpreise.

Daniel Ammann, Literaturkritiker und Medienwissenschaftler, lebt in Rorschach und arbeitet als Dozent und Schreibberater in Zürich. Neben einem Romanprojekt sinniert er gern über erste Sätze und analysiert leidenschaftlich Schriftsteller:innen-Filme. Beiträge im NZZ-Feuilleton, Jurypräsident Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis.

 

Mehr zum Buch von Andrea Gerster finden Sie hier.

Von Andrea Gerster in unserer Bibliothek zu finden: (Klick auf den Titel für mehr)

Dazwischen Lili (2008)

Käfermanns Liebe (2004) 

Verlangen nach mehr (2015)

 

Von Daniel Ammann zuletzt erschienen:

Der weisse Schatten und andere Geschichten (2018)

Covering Brandl (2020)

 

Die Ostschweizer Literaturgespräche sind ein offener Dialog über literarisches Schreiben. Zwei Autor:innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch: Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben? Bisher zu Gast: Ruth Erat / Theres Roth-Hunkeler, Julia Sutter / Frauke Jacobi, Ruth Loosli / Irène Bourquin.

© Foto Andrea Gerster: Janine Guldener

© Foto Daniel Ammann: Christina Ammann

 

Unser Schutzkonzept finden Sie hier.

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Dritte

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Viviane Sonderegger. Die Appenzellerin, die in Bern Musik- und Theaterwissenschaft studiert, ist die zweite Hospitantin in der Geschichte der Wyborada.

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«Ich studiere zwar Musik- und Theaterwissenschaft, aber wenn sich mein Hirn wieder einmal wie ein Klotz am Körper anfühlt, ist das Schreiben mein Ventil und das Lesen ein tiefes Durchatmen. So hat es mich zum Literaturhaus gezogen. Ich freue mich auf diesen Reiz, bin gespannt auf die Debatte fastende Heilige vs. Plädoyer für Fleischkonsum, kann das alles hier, jetzt kaum erwarten und möchte die Weite fühlen – und wer weiss, vielleicht schon bald wieder live!»

#hospitanzwyborada #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

März bis Juni
Das Programm auf einen Blick

In Zeiten wie diesen gilt es flexibel zu sein! Dennoch wagen wir es, Ihnen an dieser Stelle einen Überblick zu geben, wie die nahe Zukunft bei uns möglicherweise aussehen könnte. Das Programm der kommenden Monate auf einen Blick

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per Klick über diesen Link.

Sa 20.3.2021 — AUSFLUG
Anna Göldi Museum, Glarus

«Nachträglicher Ausflug» – das ist nicht etwa ein früher Handke-Titel, sondern eine verzögerte Programm-Aktivität anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März. Im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten bieten wir an: Open Air im Glarnerland & Museumsbesuch. Ein Ausflug auf den Spuren eines nahezu unfassbaren Frauenschicksals und veritablen Justizskandals.

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Die Rede ist von Anna Göldi, eine der letzten Frauen, die der Hexerei beschuldigt und 1782 hingerichtet wurde. Das Urteil rief europaweit Empörung hervor. Das in Glarus beheimatete Anna Göldi Museum setzt dieser Frau ein Denkmal und richtet einen weiteren Fokus auf das Thema Menschenrechte.

Ablauf des Ausflugs:

Treffpunkt: Um 11:30 Uhr vor dem Anna Göldi Museum (Fabrikstrasse 9, 8755 Glarus/Ennenda). Anreise nach Glarus individuell. (Vorschlag ÖV ab St. Gallen: 10:05 Uhr. Für Anreisende mit eigenem PW stehen ausreichend Parkplätze rund ums Museum zur Verfügung. Weitere Infos zur Anreise hier…)

Führung durch das Museum im historischen Hänggiturm mit dem Schriftsteller Walter Hauser («Der Justizmord an Anna Göldi», Limmat Verlag).

Nach der Führung folgt ein kleiner Imbiss: Sandwiches, Obst und Getränke. Jede:r erhält ein eigenes Lunch-Paket. Bei der Anmeldung bitte Unverträglichkeiten oder Sonderdiäten angeben.

Nach der Stärkung und bei guter Wetterlage disloziert unsere kleine Gruppe ins Stadtzentrum von Glarus. Open air führt uns Walter Hauser vom Landsgemeindeplatz auf Anna Göldis Spuren zu historischen Schauplätzen ihrer Geschichte.

Rückreise individuell. (Vorschlag ÖV ab Glarus: 16:43 Uhr oder 17:15 Uhr)

 

Anmeldung:

Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis spätestens 18. März per eMail an literaturhaus@wyorada.ch unter Angabe Ihres Namens und den Namen Ihrer Begleitung/en, sowie der telefonischen Kontaktdaten (contact-tracing).

Teilnahmegebühr: 30 Fr. / Mitglieder 25 Fr. / Studierende 17 Fr. / Caritas Kulturlegi 10 Fr. (Inbegriffen: Eintritt, Führungen, Imbiss.)

Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Die Teilnahme ist grundsätzlich allen Interessierten möglich, auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen!

Bei Fragen melden Sie sich gern per eMail oder telefonisch bei Anya Schutzbach: 079 251 3954.

Wir freuen uns auf einen Tag voller besonderer Einblicke und spannender Gespräche!

Bitte tragen Sie im Museum eine Schutzmaske und beachten Sie das Schutzkonzept vor Ort. Im Museum bitten wir Sie, ausreichend Abstand zu wahren und sich in Gruppen von höchstens 5 Personen an den einzelnen Stationen aufzuhalten. Der Imbiss wird an der frischen Luft eingenommen.

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada, die Zweite

Im Rahmen unserer Aktion #wearewyborada stellen wir an dieser Stelle all jene vor, die Bibliothek & Literaturhaus Wyborada (aus)machen. Heute: Alice Weniger. Sie schreibt für den Blog und ist seit Herbst 2020 auch im Vorstand des Vereins.

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«Ich beschäftige mich lieber mit Texten von anderen Autor*innen, statt mit meinen eigenen, weshalb ich wohl auch Literatur in Basel studiere. Momentan zum Beispiel mit Sibylle Berg für ein Seminar. Texte in kollektiver Form zu besprechen gibt mir all die guten Feels und Teil dieses jungen Literaturhauses zu sein ebenso. Ein Ort, in dem verschiedene Generationen und Literaturverständnisse zusammen Prosecco trinken und Platz haben.»

(Anm. der Redaktion: Zu ihren Blogs gehts übrigens hier…. Demnächst findet Ihr sie auch auf Instagram @wyborada @alaliest)

#wyboradablog #wyboradasanktgallen #literaturhauswyborada #bibliothekwyborada #wearewyborada

Mo 22.3.2021 — 19:30 Uhr — ONLINE
Krise als Chance? Wandel des Literaturmarkts

VERANSTALTUNGS-TIPP aus dem Aargauer Literaturhaus Lenzburg:
Ein Fachgespräch, ein Podium, wie es zur Buchmesse Leipzig hätte stattfinden können – zu der «normalerweise» jetzt im März der Literaturbetrieb gepilgert wäre.

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Unübersehbar steht in diesen Zeiten die Frage im Raum: Wie sollen Autorinnen und Autoren, Buchhandlungen und Verlage das wirtschaftlich überleben? Welche neuen Strategien und konkreten Massnahmen braucht es, um die professionelle Produktion von Literatur weiter sicherzustellen?

Ein kurzer Blick zurück. 2019 musste der Grossbuchhändler KNV Insolvenz anmelden. Die Buchbranche war alarmiert, die Auswirkungen trafen insbesondere kleine und mittelgrosse Verlage – und damit auch viele Autor:innen. Seit 2020 bringt die Corona-Pandemie den Literaturbetrieb mehr oder weniger zum Stillstand.

Wie reagieren Verlage auf diese Herausforderungen? Die Verbände, die die Interessen der Autorinnen und Autoren, der Buchhandlungen und der Verlage vertreten?

Es diskutieren: Alexander Skipis (Geschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels), Annette Hug (Autorin und A*dS-Vorständin) und Peter Haag (Verleger Kein & Aber). Moderation: Anya Schutzbach.

Eine Online-Live Veranstaltung des Aargauer Literaturhauses Lenzburg (mehr dazu hier).

Teilnahme: 10 Fr. // Hier geht’s zum Ticket-Shop.

Sobald bezahlt, ist dies vom Aargauer Literaturhaus Lenzburg registriert – und Sie erhalten am Sendetag bis spätestens eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung per persönlicher Mail (an die Mailadresse, mit der Sie Ihre Bezahlung registriert haben) den Zugangslink zur Live-Veranstaltung.

In einer zweiten, bis max. 24 h späteren Mail erhalten Sie nach der Veranstaltung wiederum persönlich den vertraulichen Link zur Aufzeichnung.

noch bis Ende März — Studio der Bibliothek — wieder geöffnet!
Artist’s Choice #4: Herbert Weber

Der Medienbestand der 1986 gegründeten Frauenbibliothek ist Ausgangslage für Herbert Webers Fotografien.

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Der St.Galler Künstler setzt seine Position als Mann, Leser, Künstler, Vater, Herbert in Bezug zu Buchtiteln und Inhaltsverzeichnissen. In Form von Bild und Wort sind Papierarbeiten entstanden, die vor Ort präsentiert werden.

 

Acht Prints von Herbert Weber im Studio.

herweber.ch

Do 25. bis So 28.3.21 — ONLINE
#wyboradatipp: Literaturfestival Wortlaut

VERANSTALTUNGS-TIPP: Unsere lieben Kolleg*Innen vom St. Galler Literaturfestival Wortlaut haben es geschafft, für die diesjährige Ausgabe ein wunderbares digitales Programm auf die Beine zu stellen.

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Vom 25.- 28.3.21 finden im virtuellen Raum die unterschiedlichsten Begegnungen mit spannenden Autor*Innen und Künstler*Innen statt. Mehr Infos und das gesamte Programm finden Sie auf www.wortlaut.ch.

PS: Auch wir dürfen Teil davon sein! Nämlich am 27.3. um 21:00 Uhr, wenn es heisst «Willkommen in der Zoom-Bar»! Mehr zum Online-Abend mit Hildegard E. Keller hier.

Sa 27.3.2021 — 21:00 bis ca. 22:15 Uhr — ONLINE
Late-Night mit Ladies

Willkommen in der Zoom-Bar. Die Gastgeberin, Hildegard E. Keller, serviert Geschichten und der Barmann einen Cocktail. Diesmal empfängt sie drei Ladies, die in ihrem soeben erschienen Roman «Was wir scheinen» eine wichtige Rolle spielen: Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann und Alfonsina Storni.

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Drei Frauen, die viel gewagt haben. Von ihnen erfahren wir: «Wer selbst denkt und fühlt und sich ausdrückt, lebt! Ganz ohne Gefahr geht das aber nicht.» Deshalb tun wir gut daran, uns immer wieder mal kräftig Mut anzutrinken – am besten in Gemeinschaft.

 

Eintritt frei.

Informationen zur Teilnahme erhalten Sie auf www.wortlaut.ch

Eine Veranstaltung vom Wortlaut St. Galler Literaturfestival in Kooperation mit dem Literaturhaus Wyborada.

 

Die Gastgeberin: Die in St.Gallen geborene Hildegard E. Keller Autorin, Verlegerin, Literaturkritikerin und Professorin Hildegard E. Keller, wirft einen frischen Blick auf Künstlerinnenbiografien, mit Hörspiel, Theater, Film und nun auch in ihrem ersten Roman. Sie wird aus ihren jüngsten Büchern vorlesen (Hildegard Keller: «Was wir scheinen», Eichborn, 2021; Alfonsina Storni: «Chicas» und «Cuca», Edition Maulhelden 2021).

Der Barmann: Christof Burkard betreibt mit Hildegard Keller die Edition Maulhelden und tritt mit ihr als Duo unter dem Namen «Maulhelden» auf. Seine Domäne ist die Küchenkultur, aber wenn’s sein muss, mixt er auch Cocktails.

 

Mehr zu Hildegard Kellers Roman «Was wir scheinen» hier.

Mehr zu Alfonsina Storni in der Edition Maulhelden hier.

© Foto / Collage: Hildegard Keller

MI, DO, FR, SA
Der Lesesaal ist offen!

Das Studio – unser Lesesaal – ist wieder geöffnet! Und …

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Deshalb ist die Besichtigung von Herbert Webers Beitrag für Artist’s Choice endlich wieder möglich. Wir freuen uns, seine Werke noch bis Ende März präsentieren zu dürfen!

Anlässlich des Todes von Helen Meier ist eine Auswahl ihrer Werke in unserem Sonderregal zu finden. Auch zum Thema Frauenstimmrecht gibt es dort Neuanschaffungen und ausgewählte ältere Werke zu entdecken.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Öffnungszeiten Bibliothek
Mittwoch – Freitag: 13.30 bis 18.00 Uhr
Samstag: 13.00 bis 16.00 Uhr

März - Juni
Das Programm

Wir haben das Motto des ersten Halbjahrs 2021 mit einem Satz des Schauspielers, Puppenbauers und -spielers Michael Pietsch* überschrieben, der Sie neugierig machen soll darauf, was wir Ihnen an geistigen (und körperlichen!) Angeboten machen wollen. Über den folgenden Link gehts zur

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> PROGRAMMÜBERSICHT,

(nach dem Öffnen des Links einfach vom Titelfoto ein bisschen nach unten scrollen).

Jeweils zum Ende des Monats informieren wir Sie über alle Veranstaltungen des Folgemonats en detail.

Darüber ob, wann und wo genau diese stattfinden können, halten wir Sie auch über Instagram, facebook und unseren Newsletter auf dem Laufenden.

Auf bald!

(*Michael Pietsch ist übrigens Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Über diesen Podcast, dem der Satz auch entnommen ist, können Sie ihn kennenlernen.)

Literaturhaus & Bibliothek stellen sich vor:
#wearewyborada

Das ist Rebecca, erste Hospitantin von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada ever! Seit Anfang Februar ist sie mit von der Partie.

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«Ich bin Kunstgeschichtsstudentin und leidenschaftliche Leserin. Meine Begeisterung für die Literatur und die Organisation verschiedenster Projekte hat mich zum Literaturhaus Wyborada geführt. Mein persönliches Highlight? Die Sonntagsmatinée mit Anne Weber im März! Denn was gibt es Schöneres, als den Worten einer Buchpreisträgerin zu lauschen während draussen die ersten Vögel zwitschern?»

17.4.1929 – 13.2.2021
Zum Tod von Helen Meier

Mit einem Lieblingssatz der Autorin Ruth Erat aus dem Werk ihrer Kollegin verabschieden wir uns von Helen Meier, einer «Ausnahmeerscheinung der Schweizer Literatur» (SRF).

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«Wenn man an einem graunebligen Spätnachmittag einen Wiesenhang hinaufstampft, um oben vom Wald gespaltenes Holz herunterzuholen, die Kühle des Grases in die Schuhe dringt, wenn einem die Nässe die Kleider verklebt und man genau weiss, dass es vorbei ist, nicht nur das Jahr vorbei ist, wenn man in Kehrtwendungen geht, weil das Bord steil ist, man langsam Höhe gewinnt, nahe am Waldrand angekommen ist, ganz am Waldrand angekommen ist und man die Vergeblichkeit spürt, mit Trotz vermischt, sehr viel Trotz und Gleichgültigkeit, weil man weiss, was kommen wird […], dann brauchte man nur noch einen Schrei auszustossen, und man wüsste genau, dass man noch einmal davongekommen ist, dass man noch einmal die Zunge herausgestreckt hat, noch einmal der Trauer den Trotz nachgeschmissen hat, damit sie vom Sockel komme, die Stetsbereite, die Wichtigtuerin, dass man dem Schmerz noch einmal in den Hintern einen Tritt gegeben, damit er krieche, der Giftspritzer, man wüsste genau, dass die Waage, die entweder steigt oder fällt, noch einmal im Steigen begriffen ist, noch einmal steigt, gestiegen ist, steigen wird, das Angesicht des Lebens unveränderlich lebendig.»

(Aus: Helen Meier, «Das einzige Objekt in Farbe». Zürich 1985)

Foto © Charles Linsmayer, nach der Entgegennahme des Kulturpreises AR am 24. Mai 2017

FEBRUAR-SPECIAL
BTT – Das Büchertipptelefon

Fehlt Ihnen der Austausch mit Ihren Lieblingsbuchhändler*innen? Sind Sie auf der Suche nach Lesestoff und hätten gern die eine oder andere Empfehlung?

weiter ...

Obschon unsere ersten Veranstaltungen des Jahres aus bekanten Gründen ausfallen müssen, können wir ganz und gar ungefährliche Gespräche über Literatur anbieten, sogar ohne Maske:

Im Februar steht Ihnen Anya Schutzbach für ganz persönliche Lektüre-Empfehlungen zur Verfügung – und zwar am Telefon.*

Und so gehts:

Schreiben Sie eine eMail an literaturhaus@wyborada.ch, dass Sie interessiert sind. Vielleicht mögen Sie darin auch kurz Ihre Lektüre-Vorlieben skizzieren oder umreissen, welche Art Buch Sie für jemand anderen suchen. Wir melden uns dann bei Ihnen zurück, um einen Telefontermin abzustimmen; vorgesehen sind jeweils 10 -15 Minuten Gespräch.

Wer sich nicht so gern festlegen mag, kann es auch einfach spontan versuchen: Jeweils Montags zwischen 16 und 18 Uhr ist das BTT besetzt und Sie erreichen Anya Schutzbach unter der Nummer 079 – 251 3954.

*Auf Wunsch kann auch ein Gespräch via Skype oder Zoom vereinbart werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anrufe!

HINWEIS
Preis der Akademie für gesprochenes Wort und des PEN-Zentrums Deutschland

Wir möchten alle Autor*innen hinweisen auf einen neuen Literaturpreis – Einsendeschluss ist der 28. Februar 2021.

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Mehr erfahren Sie über diesen Link.

Mi 9.12.2020 — 19:30 Uhr — Architektur Forum Ostschweiz, Davidstrasse 40
Ein Abend mit Simone Meier

Für Simone-Meier-Fans und grundsätzlich Neugierige: Im Anschluss an unsere Hauptversammlung am 9. Dezember öffnen wir den Saal auch für Nicht-Mitglieder. Wir haben die Zürcher Autorin und Journalistin eingeladen zu einer Art «sneak preview» und einem Werkstattgespräch.

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Simone Meier gibt uns Einblick in ihren neusten Roman, der im Februar 2021 bei Kein & Aber erscheinen wird: Reiz – noch vor allem, was offiziellerweise «Buchpremiere» genannt werden könnte.

Dabei steht sie, ganz im Sinne dessen, was wir im Literaturhaus pflegen wollen, für einen offenen Austausch zur Verfügung über Dinge, die uns Lesende und Schreibende interessiert: Was ist das eigentlich, ein sogenanntes writer’s life? Sie sagt: Ich bin für alle Fragen offen.

Und wir für Gäste! Bitten allerdings um verbindliche Anmeldung bis zum 9. Dezember, 14 Uhr über literaturhaus@wyborada.ch oder per Telefon (079-251-3954).

Eintritt für Mitglieder gratis, Nicht-Mitglieder 20 CHF, erm. 14 CHF.

Zusatzvorstellungen: 2., 4. und 5.12.2020 — 20 Uhr — Kellerbühne
«Herzzeitlose» – Ein Stück von Margit Koemeda

Nach dem grossen Erfolg der Uraufführung Ende November bietet die Kellerbühne Zusatzvorstellungen im Dezember an.

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Eine Frau reflektiert ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Therapeutische Gesprächsmomente, erinnerte Dialoge und Tagebucheinträge erzählen vom beidseitig schmerzhaften Ablösungsprozess.

Näheres zum Stück und Presse hier

Inszenierung: Matthias Peter
Eintritt: Fr. 38.- | Studenten, Lehrlinge 23.-

Kellerbühne, St.Georgenstrasse 3, St.Gallen

Mi 11.11.2020 — 19:30 Uhr — Raum für Literatur
Buchvernissage Laura Vogt

«Was uns betrifft»: Buchvernissage in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada und der Gesellschaft für Sprache und Literatur. Reservationen über laura.vogt@gmx.ch

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Was bedeutet es in der heutigen Zeit, Mutter zu sein? Was ist Weiblichkeit? Welche Beziehungen sind möglich, und wie bleibt man darin selbstbestimmt?
«Was uns betrifft» – Der zweite Roman der Ostschweizer Autorin Laura Vogt, erschienen bei Zytglogge.

Raum für Literatur in der Hauptpost, St. Gallen. Lesung mit musikalischer Umrahmung von Andi Bissig und Apéro unter Corona-Bedingungen; Eintritt frei.

Moderation: Gallus Frei-Tomic.

Foto: Amanda Züst.

Die nächsten Veranstaltungen
Vorschau November

Buchvernissage Laura Vogt, Margrit Koemedas neues Stück im Kellertheater

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Mi 11.11.20 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Laura Vogt: «Was uns betrifft». Buchvernissage in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.
Weitere Informationen und Reservation per Mail an laura.vogt@gmx.ch

So 22.11.20 — 17 Uhr — Kellerbühne. Uraufführung.
Boglárka Horváth spielt «Herzzeitlose» von Margit Koemeda. Anschliessend Publikumsgespräch mit der Autorin, Moderation Anya Schutzbach.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.
Weitere Informationen online unter kellerbuehne.ch oder hier.

Mi 4.11.2020 — 20 Uhr — Musiksaal im Kirchhoferhaus St.Gallen
Lesung mit Anna Ospelt
Anna Ospelt © Ayse Yavas

© Ayse Yavas

Wir freuen uns, dass die Liechtensteiner Autorin trotz der aktuellen Situation nach St. Gallen kommt!

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Ospelt liest aus ihrem literarischen Debüt Wurzelstudien, «einem der eigenwilligsten Bücher der letzten Zeit» (Daniel Graf, Republik). Das Buch ist im Limmat Verlag erschienen und kann vor Ort erworben werden; Anna Ospelt signiert gern.

Moderation: Anya Schutzbach

Kirchhoferhaus, Museumstrasse 29, St.Gallen
Anfahrt: siehe hier

Türöffnung 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Bitte planen Sie genügend Zeit für den Einlass ein.

Eintritt: 20 CHF, Mitglieder Wyborada und Studierende 10 CHF, Caritas KulturLegi gratis

Begrenzte Platzzahl! Reservationen bitte mit Angabe Ihrer Kontaktdaten bis 4. November, 15 Uhr per Mail an info@wyborada.ch

An der Veranstaltung gilt Maskenpflicht. Bitte beachten Sie das Schutzkonzept für Literaturhaus-Veranstaltungen und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht gesund fühlen oder in den letzten Tagen Kontakt mit aktuell Covid-19-Erkrankten hatten.

Ab sofort — an allen Veranstaltungen: Unser Schutzkonzept

Bitte halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneempfehlungen des BAG und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder in den letzten Tagen mit Personen Kontakt hatten, die kürzlich Covid-19-positiv getestet wurden.

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Mund-Nasen-Schutz
• Bei unseren Veranstaltungen gilt Maskenpflicht. Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz auch vor dem Veranstaltungsraum und in öffentlichen Bereichen wie Fluren oder Treppenhäusern.

Hygiene
• Kontaktflächen wie Türklinken und Ablageflächen werden vor und nach den Veranstaltungen desinfiziert.
• Am Eingang und im Veranstaltungsraum stehen Ihnen Desinfektionsmittel-Spender zur Verfügung.

Abstand
• Bitte achten Sie darauf, den erforderlichen Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Auch im Sitzplatzbereich kann der Abstand zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, eingehalten werden.

Kontaktdatenerfassung
• Die Abstandsregeln und die allgemeine Maskenpflicht dienen Ihrem Schutz. Da die Möglichkeit einer Covid-19-Ansteckung trotzdem nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, nehmen wir bei Ihrer Anmeldung oder an der Kasse Ihre Kontaktdaten auf. Ihre Daten werden ausschliesslich für Contact-Tracing-Zwecke verwendet, falls dies nötig werden sollte, und nach 14 Tagen gelöscht.
• Im Fall eines möglichen Kontakts mit Covid-19-erkrankten Personen können Sie von den befugten öffentlichen Stellen informiert und aufgefordert werden, sich in Quarantäne zu begeben.

Lüftung
• Die Veranstaltungsräume werden vor und nach den Veranstaltungen gelüftet. Wenn die Aussentemperaturen und -geräusche es erlauben, halten wir die Fenster geöffnet oder sorgen auch während der Veranstaltungen zwischendurch für Lüftung.

Gastroangebote
• Wir verzichten bis auf Weiteres auf Apéros. Bei den meisten Veranstaltungen besteht aber die Möglichkeit, ein Getränk an Ihren Platz mitzunehmen.

 

Das vorliegende Schutzkonzept gilt ab dem 20. Oktober 2020 für alle Veranstaltungen von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Es folgt dem Rahmenschutzkonzept für öffentliche Veranstaltungen des BAG (26. Juni 2020) und wird laufend den geltenden Empfehlungen und Weisungen der Behörden angepasst. Bei Fragen oder Anmerkungen stehen Frau Anya Schutzbach oder Frau Karin K. Bühler gerne zur Verfügung (Geschäftsleitung Literaturhaus und Bibliothek Wyborada).

Mi 4.11.20 — 20 Uhr — Kirchhoferhaus
Anna Ospelt: «Wurzelstudien»

Die Liechtensteiner Autorin zu Gast im Literaturhaus Wyborada

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«Wer war wohl dieser Henry Goverts, der auf die gleiche Hängebuche blickte wie ich meine ganze Kindheit hindurch?» – Bei Anna Ospelts Elternhaus steht ein Baum, auf den früher auch der Verleger Henry Goverts geblickt hat. Über den Baum stellt die Autorin eine Verbindung zum Vorbesitzer des Hauses her und sammelt alles, was ihr bei ihren botanischen und literarischen Recherchen begegnet, bis zur eigenen Verwandlung.

«Anna Ospelts literarischer Erstling «Wurzelstudien» ist eines der eigenwilligsten Bücher der letzten Zeit: poetisch flirrend zwischen Prosa, Essay, Lyrik sowie zwischen Text und Fotografie.» (Daniel Graf in der Republik, 15.8.2020)

Die Lesung findet im Musiksaal des Kirchhoferhauses statt. An der Veranstaltung gilt Maskenpflicht. Bitte beachten Sie das Schutzkonzept für Literaturhaus-Veranstaltungen und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht gesund fühlen oder in den letzten Tagen Kontakt mit aktuell Covid-19-Erkrankten hatten.

Türöffnung ist um 19.30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Bitte planen Sie genügend Zeit für den Einlass ein.

Moderation: Anya Schutzbach

Eintritt: 20 CHF, Mitglieder und Studierende 10 CHF, Caritas KulturLegi gratis

Achtung: begrenzte Platzzahl! Reservationen bitte mit Angabe Ihrer Kontaktdaten fürs Contact-Tracing bis 3. November per Mail an info@wyborada.ch

Ab November
Anya Schutzbach neue Programmleiterin Literaturhaus
© Marina Schütz / Wyborada

© Marina Schütz / Wyborada

Patricia Holder verabschiedet sich, Anya Schutzbach übernimmt:

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Vor ziemlich genau einem Jahr startete das Literaturhaus Wyborada. Unvergesslich das Auftaktfest am 16. November 2019, dem viele weitere Veranstaltungen folgten – oder hätten folgen sollen, bis Corona Patricia Holders Programm um-programmierte, zum Glück meist nur terminlich.

Nun verabschiedet sich Patricia Holder als Co-Leiterin, um sich ganz ihrer freien Arbeit als Lektorin und Kuratorin zu widmen. Wir danken unserer Kollegin herzlich für ihre wertvolle Unterstützung während des Aufbaus und die vielen anregenden Begegnungen.

Als neue Programmleiterin des Literaturhauses konnten wir Anya Schutzbach gewinnen, Gründerin und Verlegerin von weissbooks.w und seit über 25 Jahren im Literaturbetrieb zu Hause. Herzlich willkommen!

Sa 31.10.20 — 16 Uhr — online
Bertha* liest … Aufklärungsliteratur

Die erste Veranstaltungsreihe von Bertha* bei Literaturhaus & Bibliothek Wyborada! Wir wollen mit euch herausfinden, was alles Aufklärungsliteratur sein kann. Am 31.10. hören wir zusammen einen Podcast und lesen vielleicht gemeinsam einen Text, es ist keine Vorlektüre nötig. Also ist es eigentlich eher ein Hör- als ein Lesekreis. Haben wir noch nie gemacht. It’s a first.

Die Veranstaltung findet online statt, die Teilnahme ist ab 16 Uhr über Jit.si möglich (am besten über einen plattform-unabhängigen Browser wie Google Chrome).

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LIKE A VIRGIN: Was soll das heissen? Wir wollen uns nicht entscheiden zwischen Hure- und Heilige-Sein. Und Heiligsein hat bestimmt nichts mit etwas zu tun, das seit langem «Jungfernhäutchen» genannt wird. Let’s get over it. Wieso haben Menschen Angst davor, dass Mädchen und Frauen Sex haben? Wieso lernen wir nicht, dass wir selbst merken, wann wir ready sind? Die Geschlechter sind zahlreich und die Lust auf Dinge auch, eine Bandbreite von Gefühlen.

Wir hören zusammen einen Podcast und lesen vielleicht gemeinsam einen Text, es ist keine Vorlektüre nötig. Also ist es eigentlich eher ein Hör- als ein Lesekreis. Haben wir noch nie gemacht. It’s a first.

CHAOS, KNUTSCHEN UND ERSTE MALE
ist die erste Veranstaltungsreihe von Bertha* bei Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Wir wollen mit euch herausfinden, was alles Aufklärungsliteratur sein kann und wie sie sich anfühlen soll beim Lesen, beim Hören, beim Schauen. Sprechen wir mal weniger über Verhütungsmethoden (obwohl: love safer sex) und mehr darüber, dass Sex ein verdammt breiter Begriff ist und schon mit uns selbst anfängt.

Hörkreis im Oktober 2020
Lesung im Dezember 2020
Podiumsdiskussion im Januar 2021
Zine-Workshop (make your own Aufklärungsbuch) im Februar 2021

bleibt feucht und fröhlich
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Eine Kooperation mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada. Die Veranstaltung findet online statt, die Teilnahme ist ab 16 Uhr über folgenden Link möglich und funktioniert am besten über einen plattform-unabhängigen Browser wie Google Chrome: https://meet.jit.si/BerthaPodcastkreis3110

Do 22.10.20 — 19.30 Uhr — NEU IM ARCHITEKTUR FORUM
Dragica Rajčić Holzner: «Glück» und «Liebe um Liebe»

Dragica Rajčić, Schriftstellerin, Kroatien, Schweiz, Zürich, Juni 2020. Foto: Florian Bachmann

Endlich wieder in St.Gallen: Dragica Rajčić Holzner mit ihren beiden jüngsten Büchern.

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Das anschliessende Gespräch wird von Peter Surber moderiert. Damit wir die geltenden Abstandsregeln einhalten können und alle Anwesenden sich wohl fühlen, findet die Veranstaltung neu im Architektur Forum Ostschweiz statt.

Türöffnung ist um 19 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Bitte planen Sie genügend Zeit für den Einlass ein.

Eintritt: 20 CHF, Mitglieder und Studierende 10 CHF, Caritas KulturLegi gratis

Achtung: begrenzte Platzzahl! Reservationen bitte mit Angabe Ihrer Kontaktdaten bis 20. Oktober per Mail an info@wyborada.ch

An der Veranstaltung gilt Maskenpflicht. Bitte halten Sie sich an die Abstands- und Verhaltensregeln des BAG und bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht gesund fühlen oder in den letzten Tagen Kontakt mit aktuell Covid-19-Erkrankten hatten.

Mi 21.10.20 — 19.00 Uhr — Cafe St-Gall
La Ultima – Lesung

Lesung des Vereins Basis 56 mit Bettina Scheiflinger, Mischa Herzog und Daniel Grob, musikalische Begleitung Raoul Nagel

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In einer unbestimmten Zukunft verschwinden plötzlich alle Frauen von der Erde – alle, bis auf eine: la ultima. Wofür wird diese Frau stehen? Wie wird die Gesellschaft mit dieser Situation umgehen, wie wird sie sich verändern? Elenita Queiroz‘ neues Tanztheaterstück zeigt drei Varianten dieser letzten Frau. Inspiriert ist es von drei Kurzgeschichten, die eigens für die Inszenierung entstanden sind und am 21.10. in einer Lesung präsentiert werden.

Die Lesung am 21.10. wird vom Verein Basis 56 als Kooperation mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada organisiert. Die Autor*innen Bettina Scheiflinger (Wil), Mischa Herzog (St.Gallen) und Daniel Grob (Bienne) sind anwesend, die musikalische Begleitung übernimmt Raoul Nagel.

Weitere Informationen zum Stück und zum Anlass: https://www.elenitaqueiroz.com

Sa 19.9.20 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #3: Salome Schmuki

Die Fachbibliothek ist ein Ort der Bücher, der Buchstaben, der Zeichen.

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Mit «Artist’s Choice» wird der Bestand der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet.

Salome Schmuki untersucht die Struktur und Organisation von Sprache – die Art und Weise, wie die geschriebene Sprache kodiert ist und Beziehungen oder Unterbrechungen der verschiedenen daran beteiligten Aspekte der Wahrnehmung und Prozesse. Für Artist’s Choice im Studio der Wyborada spricht sie über einige Hintergründe ihrer Arbeiten und ihrer langjährigen Untersuchung «Formen und Zeichen: Schrift ist Wiederholung».

 

Projektion auf die Studiowand.

Bild: Salome Schmuki, Single Keys, Video Still, 2019

salomeschmuki.ch

Sa 12.9.20 — 17 Uhr — Raum für Literatur
Irène Bourquin und Ruth Erat: Mit erhobenem Paddel

Buchvernissage – Ruth Erat und Irène Bourquin präsentieren ihren ersten gemeinsamen Roman

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Ein Schreib-Ping-Pong um Sicht- und Handlungsweisen, die am Institut für Meeresforschung einer renommierten Hochschule aufeinanderprallen. Von den Winkelzügen internationaler Territorialpolitik bis zu den kläglichen Kompromissen umweltbewusster Zeitgenossen treiben Fragen um und stossen Lebensentwürfe aufeinander – und wir sehen uns gespiegelt, lachen über und zweifeln an uns.

Eine Veranstaltung des Caracol-Verlags in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada

Eintritt frei, Kollekte

Sa 5.9.20 — 17 Uhr — Raum für Literatur
Erica Engeler: Wie ein Bisam läuft

Buchvernissage mit Erica Engeler und Goran Kovacevic

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Der unerklärlich faszinierende Geruch eines Mannes und Erinnerungen an die Kindheit als Jüngste in einer dysfunktionalen Familie – eine Frau begibt sich auf Spurensuche, umkreist das Rätsel der Mutter. Knapp, in Andeutungen und doch mit viel Atmosphäre, erschreibt Erica Engeler einen Seelenraum, der sich über die Aussenwelt stülpt.

Mit einer Einleitung von Ruth Erat und Musik von Goran Kovacevic – eine Veranstaltung des Caracol-Verlags in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada

Eintritt frei, Kollekte

Sa 5.9.20 — 17 Uhr — Villa Iwan und Franziska Rosenthal, Hohenems (AT)
Cara Roberta. Lesung und Gespräch

Eine Veranstaltung des Netzwerks literatur:vorarlberg in Kooperation mit dem Literaturhaus Liechtenstein, Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung und Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.

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Lesung und Gespräch mit Roberta Dapunt, Christoph Linher und Christian Futscher

Im Park der Villa Iwan und Franziska Rosenthal, Radetzkystraße 1, Hohenems. Bei schlechtem Wetter im Palast Hohenems

Während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen und geschlossener Grenzen nahmen 14 Autor*innen aus Österreich, Liechtenstein, der Schweiz, Deutschland, Italien und den USA einen traditionellen Briefwechsel auf. Über fünf Wochen lang schrieben sich jeweils zwei bisher fremde Autor*innen jede Woche einen Brief. Über Sprachen und Grenzen hinweg entstanden auf diese Weise sehr persönliche Dokumente einer außergewöhnlichen Zeit.

Übersetzerin Alma Vallazza und Übersetzer Werner Menapace übertrugen die Briefe von Roberta Dapunt an Christoph Linher vom Italienischen ins Deutsche und zurück. Im Gespräch werfen beide gemeinsam mit Maria Hilber von der Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung sowie Patricia Holder von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada einen Blick auf die Welt zwischen zwei Sprachen und hinter die Kulissen des Projektes.

Musik: Studierende des Landeskonservatoriums Feldkirch

27. bis 30.8.20 — Haus Max Burkhardt Arbon
Literaturtage Arbon 2020

Die diesjährigen Literaturtage Arbon präsentieren u.a. das in den letzten Monaten entstandene Werk «Max, hol mir die Blüten von der Decke» und den neuen Thurgauer Verlag «Caracol».
Das Programm wurde von der in Arbon lebenden «Wiborada und Wyborada»-Autorin Ruth Erat und der St.Galler Schriftstellerin Andrea Gerster zusammengestellt.

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Vollständiges Programm zum Download

Nach der Vernissage des Projekts «Max, hol mir die Blüten von der Decke» am Donnerstag, 27.8. servieren die «Maulhelden» Hildegard Keller und Christof Burkhard zu «Lydias Fest» einen «grünen Heinrich».

Am Freitag, 28.8. stellt sich der junge Thurgauer Verlag «Caracol» mit Lesungen aus den ersten Neuerscheinungen, u.a. von Erica Engeler, Irène Bourquin und Ruth Erat vor. Am Sonntag, 30.8. lesen wie jedes Jahr Lyrikerinnen aus der weiteren Region, zum Abschluss bieten Christine Fischer und Brigitte Meyer eine musikalisch-lyrische Performance.

Anmeldungen für einzelne Programmpunkte sind per Mail an Ruth Erat (rutherat@hotmail.com) möglich.

Am Samstag, 29.8. bietet Andrea Gerster erstmals in Arbon ein «Shared Reading» an. Für die offene und lustvolle gemeinsame Lektüre in der Kleingruppe wird angesichts der beschränkten Platzzahl unbedingt um eine Anmeldung gebeten, Interessent*innen melden sich bitte per Mail bei Andrea Gerster (mail@andreagerster.ch).

Wir freuen uns, dass die Literaturtage wie geplant und dieses Jahr erstmalig in Zusammenarbeit mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada stattfinden können. Den Umständen Rechnung tragend wird ein grosser Teil des Programms unter das Zeltdach im Garten verlegt.

 

Sa 11.7.20 — 17 Uhr — Raum für Literatur
Monika Helfer: «Die Bagage»

Die Trägerin des Solothurner Literaturpreises 2020 liest aus ihrem neusten Roman.

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Die «Bagage», das sind die Aussenseiter. Ihr Leben entlarvt im Krieg zwangsläufig das, was wir Heimat nennen. Denn hier wird Schönheit für die Frau, die ihre Familie durchzubringen hat, zum Verhängnis und das Leben der Besitzlosen zur mehrfach prekären Existenz.

Stilsicher und facettenreich verarbeitet Monika Helfer, Trägerin des Solothurner Literaturpreises, ein Stück Familiengeschichte literarisch so, dass die Kritik begeistert von einem der schönsten Romane des Frühjahrs 2020 spricht.

Artikel von Karsten Redmann im Saiten: https://www.saiten.ch/tastend-zur-eigenen-familiengeschichte/

Eintritt: 20 CHF, Mitglieder und Studierende 10 CHF, Caritas KulturLegi gratis

Begrenzte Platzzahl! Reservationen bitte bis 9. Juli per Mail an programm@wyborada.ch.

ab 12.6.20 — online / neu im Blog
Dragica Rajčić Holzner und Julia Weber bei Cara Roberta.

Eben erst angekündigt, geht das Projekt Cara Roberta. bereits in die letzte Runde. Für Literaturhaus & Bibliothek Wyborada werden sich in den nächsten fünf Wochen Dragica Rajcic Holzner und Julia Weber schreiben. Die bisher veröffentlichten Beiträge finden sich im neuen Wyborada-Blog

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… und auch der erste Brief von Dragica Rajcic an Julia Weber ist bereits online. Wir freuen uns auf den Austausch der beiden Autorinnen und die auf den Herbst verschobene Lesung von Dragica Rajcic Holzner!

ab April 2020 — online / neu im Blog
Cara Roberta.
Christoph Linhers Schreibtisch in Nenzing

Cara Roberta. ist ein Kooperationsprojekt von literatur:vorarlberg netzwerk, Literaturhaus Liechtenstein, der Südtiroler Autorinnen- und Autoren-Vereinigung und Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.

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Die Idee: Fünf Wochen lang treten jeweils zwei Autor*innen, die sich bisher nicht persönlich kannten, in brieflichen Austausch – über Länder- und zum Teil auch Sprachgrenzen hinweg. Die Inhalte bestimmen die Schreibenden, einzige Auflage für ihre Teilnahme ist, dass jede Woche ein Brief verschickt wird.

Cara Roberta. setzt statt auf das Tagebuchformat auf den Briefwechsel als Dialog auf Distanz, der ganz unvermittelt Nähe erzeugen und spürbar machen kann. Initiiert wurde Cara Roberta. von literatur:vorarlberg netzwerk und Literaturhaus Liechtenstein, weitere Kooperationspartner*innen sind Literaturhaus & Bibliothek Wyborada und die Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung.

LITERATURHAUS
Veranstaltungen sind verschoben

Aufgrund der seit 16. März 2020 geltenden Covid-19-Massnahmen finden derzeit keine Veranstaltungen statt. Die ausgefallenen Termine werden so bald wie möglich nachgeholt.

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Weitere Informationen gibt es demnächst auf unserer Website und im Newsletter.


Ihnen und euch alles Gute und hoffentlich auf bald!

verschoben: neuer Termin folgt
Ostschweizer Literaturgespräch #4: Andrea Gerster und Daniel Ammann

«Wenn man schreibt, schreibt man immer über sich selbst.» (Doris Dörrie) – «stimmt so nicht», sagt Andrea Gerster. Daniel Ammann fällt das «so» in ihrer Antwort auf. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über das Schreiben und davon leben und wie beides zusammengeht.

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Daniel Ammann liest aus seinem Erzählband Der weisse Schatten und präsentiert poetisch-prosaische Texte.
Andrea Gerster wird eine Passage aus dem Roman Alex und Nelli lesen und vielleicht einen kurzen Einblick in den sich noch in Arbeit befindenden neuen Roman geben.

abgesagt: Do 23.4.20 — 19 Uhr — A-F-O
Ruth Erat: «Wiborada und Wyborada»

Zum Welttag des Buches liest Schriftstellerin Ruth Erat ihre Collage aus literarischen, historischen, journalistischen und eigenen Texten zur Inklusin Wiborada und zur Bibliothek Wyborada.

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Zu Gast hinter der Bar: SALON NIGGLI’ ZHT mit Ueli Vogt und Gabriela Falkner. In Kooperation mit dem Zeughaus Teufen und der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden.

Veranstaltungsort: Architektur Forum Ostschweiz (A-F-O). Davidstrasse 40, 9000 St.Gallen.

verschoben: neuer Termin folgt
Dragica Rajčić Holzner: «Glück»

«Glück» erzählt von Ana Jagoda, die aus einem kroatischen Dorf in die USA ausgewandert ist, und ihrer Suche nach der eigenen Geschichte.

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Dragica Rajčić Holzner ist in Split geboren und hat als Autorin 25 Jahre in St.Gallen gelebt. Für ihre Texte und Theaterstücke wurde sie u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet.

verschoben: neuer Termin folgt
B_east noise: Zine-Workshop

Zines sind selbst produzierte Hefte, mit denen Inhalte ohne grosse Vorkenntnisse niederschwellig kommuniziert werden können. Im Workshop werden mit der Münchner Grafikdesignerin Julia Koschler eigene Zines entwickelt.

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Das queer*feministische, antirassistische Kollektiv B_east noise organisiert politische und kulturelle Veranstaltungen, die offen für alle Geschlechter sind.

In diesem Workshop lernt ihr, wie ihr euer eigenes Zine herstellen könnt! Die kleinen DIY-Hefte sind vor allem durch die Punk- und Riot-Grrrl-Bewegung bekannt, beschäftigen sich aber mit vielfältigen Themen. Wir wollen uns mit kreativen «Freiräumen» beschäftigen, die wir uns inhaltlich wie räumlich immer wieder neu erkämpfen müssen.

Alle Materialien werden bereitgestellt, ihr müsst nur eure Ideen (und im besten Falle noch unendliche, übergalaktische Kreativität) mitbringen. Du hast Fotos, Bilder, Texte, Schnipsel, etc. die du gerne verarbeiten möchtest? Bring sie mit! Oder komm einfach so vorbei und mach spontan etwas. Wir schreiben, kleben, schneiden von 14 Uhr bis 18 Uhr im Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz. Es werden auch einige Zines ausliegen, in denen ihr schmökern und euch inspirieren lassen könnt.

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht

So 8.3.20 — 14 Uhr — Zeughaus Teufen
Salon Niggli: Z.B. Emanzipation

Lesung und Salongespräch zum Internationalen Frauentag mit Diana Dengler, H.R. Fricker, Corinne Gisel und Patricia Holder.

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Im «Salon Niggli» zeigt das Zeughaus Teufen bis Sommer rund 400 Bücher aus dem Verlagsprogramm von Arthur und Ida Niggli. Die Bände sind eine Leihgabe der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden; die Themen reichen vom Appenzeller Bildwitz über Katzen oder die «Geschichte der Erotik» bis zur Zukunft des Wohnens.

Am Internationalen Frauentag liest Schauspielerin Diana Dengler einen Kommentar von Ida Niggli, der 1974 auf Einladung des Appenzeller Kirchenblatts «Magnet» entstanden ist: «Die Frau sei dem Manne untertan …»!? Im anschliessenden Gespräch geht es um den aktuellen Stand in Sachen Gleichberechtigung und die Frage, wo weiter Protest nötig ist und welche Formen er annehmen kann.

Diana Dengler ist Schauspielerin am Theater St.Gallen.
H.R.Fricker ist Künstler und hat mit Ida Schläpfer im Appenzell für die Einführung des Frauenstimmrechts gekämpft.

Corinne Gisel ist ist Kulturpublizistin und Designerforscherin und engagiert sich mit Nina Paim als «common-interest» in diversen queer-intersektionell-feministischen Projekten. Im Juli wird sie mit Nina Paim im Zeughaus auch ihre laufenden Forschungen zum Niggli-Verlag präsentieren.

Patricia Holder ist Co-Leiterin Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.

Eine Kooperation mit Literaturhaus & Bibliothek Wyborada.

Eintritt Normal: CHF 10.– / Ermässigt CHF 5.– / Museumspass, Raiffeisenkarte oder Mitglieder des Gönnervereins sind kostenlos.
Zeughaus Teufen, Zeughausplatz 1, 9053 Teufen

Mi 4.3.20 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräch #3: Ruth Loosli und Irène Bourquin

Das Ostschweizer Literaturgespräch #3 bringt Ruth Loosli und Irène Bourquin zusammen, die beide mit ihrer Lyrik und Prosa aufgefallen sind.

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Von Ruth Loosli «Hungrige Tastatur», von Irène Bourquin: «Waldmelodie» und «Im Bauch des Hauses». Im Zentrum stehen damit Lyrik und Schreibbilder, Fotografien und Erzählungen.
«Sie beobachtet scharf, ergründet Widersprüchliches, Verluste, das Absurde und kontert mit Menschlichkeit.» So hiess es an den Solothurner Literaturtagen 2019 zu Irène Bourquins Texten. «[…] ich habe mich dem Dichten anvertraut als Handlauf meiner Gegenwart», liest man bei Ruth Loosli.
Mit Textpassagen und dem Gespräch lassen uns die Autor*innen teilnehmen und in diesem weiten Feld mitreden – am 4. März in der schönen KultBau-Atmosphäre nah beim Publikum. Die Gastgeber*innen freuen sich auf die Autor*innen und Gäste.

Dank an Kulturförderung Kanton St.Gallen

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Do 27.2.20 — 20 Uhr — Keller zur Rose
Beatrice Häfliger: «Das Mädchen mit dem Pagenschnitt»

Die Toggenburger Autorin liest aus ihrem Romandebüt.

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«Das Mädchen mit dem Pagenschnitt» erschien 2019 im Wolfbach-Verlag.
Neunundvierzigjährig kündigt Eva abrupt aus Wut ihren Job und fragt sich verstört, wie sie so ohne Rücksicht auf Verluste handeln konnte. Sie beginnt, aus der Erinnerung zu zeichnen. Mit den Augen eines kleinen Mädchens betrachtet sie die Welt der Grossen, in die sie hinein wuchs, und lädt die Leser*innen auf eine Reise in die ländliche Deutschschweiz der 1960er-Jahre ein.

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Keller der Rose. Gallusstrasse 18, 9000 St.Gallen

Sa 22.2.20 — 14 Uhr — Wyborada
«Die besonderen Kinder»: Lesung mit Eveline Ketterer

Die skurrile Kurzgeschichte von Dietmar Paul war ursprünglich ein Beitrag zur Grusellesung «Böse Nacht Geschichten» des St.Galler Theaterensembles «Das Klima».

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Ein idyllischer Weihnachtsmorgen gipfelt in Entsetzen und Ratlosigkeit: Der kleine Viktor trägt plötzlich eine Gasmaske auf dem Gesicht und will sie nicht mehr hergeben. Seine verzweifelten Eltern tun alles, um die «abscheuliche Monstrosität» loszuwerden, doch immer wieder findet sie ihren Weg zurück auf den Kopf des Jungen. Aber das ist erst der Anfang einer Kette von Ereignissen, die die Welt, wie wir sie kennen, für immer verändern werden. Die Schauspielerin und Theaterproduzentin Eveline Ketterer liest zum zweiten Mal im Studio der Wyborada.

Eintritt frei, Kollekte

Sa 15.2.20 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #2: Karin Karinna Bühler

Die Recherche vor Ort führt zu einer öffentlichen Präsentation.

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Mit «Artist’s Choice» wird der Bestand der Bibliothek und Fonothek mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet. Die Fachbibliothek ist Ort, der zu vertiefter Auseinandersetzung rund um die Geschichte(n) der Frau und der sie prägenden Gesellschaft einlädt.

Im Studio, der Schreib- und Lesestube in der Wyborada, hat Karin K. Bühler in Zusammenarbeit mit Sonja Hugentobler die Wandarbeit «Bertha & Brigitte» realisiert. Systematisch wurde Seite um Seite des Buchs von Brigitte Hamann über die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner an die Wand gekleistert. Verspielt verquickt die Künstlerin verschiedene mediale Mitteln und offenbart damit Hintergründiges zum Buch und zur eigenen künstlerischen Praxis.

 

Installationsansicht «Herstory» von Karin Karinna Bühler

karinna.ch

Mi 22.1.20 — 19 Uhr — Centro Culturale
Gemma Capone: Animaterra

Lesung mit der Rapperswiler Autorin Gemma Capone.

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Veranstaltungsort: Centro Socio Culturale Italiano, Unterer Graben 1, St.Gallen

Gemma Capone stammt aus Montella in Kampanien und lebt in Jona. Sie migrierte aus Italien in die Schweiz und war zunächst Fabrikarbeiterin. Später arbeitete sie für Radio LoRa und schrieb Kolumnen für die kampanische Regionalzeitung «Altirpinia». Ihr Buch «Animaterra» basiert zum Teil auf diesen Kolumnen.

Die Veranstaltung ist zweisprachig italienisch / deutsch.

Musikalische Begleitung: Heinz Bärfuss (Querflöte)

Mi 15.1.20 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräch #2: Frauke Jacobi und Julia Sutter

Die Ostschweizer Literaturgespräche sind eine neue Reihe von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada: Zwei Autor*innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch.

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Frauke Jacobi ist künstlerische Leiterin des Figurentheaters St.Gallen, schreibt Stücke und Hörspiele und führt Regie. Julia Sutter verfasst Gebrauchstexte und schreibt Prosa. Sie hat in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht und arbeitet an ihrem ersten Roman.

Unterstützt durch Kulturförderung Kanton St.Gallen

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Sa 14.12.19 — 16 Uhr — Wyborada
Artist’s Choice #1: H. R. Fricker

Der Bestand der Bibliothek und Fonothek wird mit den Augen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Ostschweiz durchforstet.

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Die Recherche vor Ort führt zu einer öffentlichen Präsentation. Mit welchen Augen schaut sich die/der Kunstschaffende den Bestand an? Welche Perlen werden gefischt?

So viel sei schon gesagt: Es werden Bücher zum Thema Frauenstimmrecht und Mythos im Zentrum stehen und der Trogener Künstler H.R. Fricker wird Ida Schläpfer vorstellen, die im Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts sehr prominent geworden ist und nicht an Aktualiät verloren hat.

 

H.R. Fricker bei seinen Ausführungen zu Ida Schläpfer

https://www.hrf.ch/

Mi 11.12.19 — 19 Uhr — Centro Culturale
Übersetzungswerkstatt #1: Tina Ginolfi – Elisabeth Heck

Croce e delizia della traduzione poetica – Freud und Leid der Lyrik-Übersetzerin: Die St.Galler Autorin Elisabeth Heck (1925-2017) war sparsam im Umgang mit Worten und konnte in ihrer Poesie gerade so das Unsagbare anrühren.

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Ihre Übersetzerin Liberata Ginolfi sagt dazu: „Tradurre in un’altra lingua dei testi così essenziali diventa un’avventura.“ Durante la serata conosceremo questo lavoro più da vicino. Im Gespräch wird Liberata Ginolfi an ausgewählten Beispielen Freud und Leid der Übersetzungsarbeit aufzeigen. Sie ermöglicht eine Begegnung mit der Poesie und der Prosa von Elisabeth Heck.

Veranstaltungsort: Centro Socio Culturale Italiano, Unterer Graben 1, St.Gallen

Die Veranstaltung ist zweisprachig italienisch / deutsch.

Sa 7.12.19 — 14 Uhr — Wyborada
Eveline Ketterer liest Weihnachtliches

Die Schauspielerin und Theaterproduzentin Eveline Ketterer liest Sami(n)chlaus von Dietmar Paul.

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Kollekte

Sa 30.11.19 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Emmy Hennings: «Das Brandmal». Eine szenische Lesung mit Boglárka Horváth

Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation.

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Nach Erscheinen ihres zweiten Romans «Das Brandmal» im Jahr 1920 galt Emmy Hennings als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation: «Was in meinen Papieren steht, nämlich daß ich Schauspielerin, Fabrikarbeiterin, Fotografin usw. bin, das besagt nicht viel. Auch ist es nicht wichtig, zu wissen woher ich gekommen bin. Was hat die geographisches Lage meiner Herkunft, mein Geburtsort, mit meiner Heimatlosigkeit zu tun?»

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Mi 27.11.19 — 20 Uhr — Kult-Bau
Ostschweizer Literaturgespräche #1: Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler

Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler. Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben?

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Die Ostschweizer Literaturgespräche sind ein offener Dialog über literarisches Schreiben. Zwei Autor*innen lesen je eine Passage aus einem eigenen Text und kommen darüber ins Gespräch: Wie lesen sie den Text? Was ist ihnen kostbar daran? Wie oder woraus ist er entstanden? Was bedeutet ihnen das Schreiben? Zum ersten Literaturgespräch treffen sich Ruth Erat und Theres Roth-Hunkeler.

Eintritt frei, Bar und Kollekte
Kult-Bau. Konkordiastrasse 27, 9000 St.Gallen

Sa 23.11.19 — 19.30 Uhr — Raum für Literatur
Wiborada und Wyborada – notwendig radikal

Die Textcollage von Ruth Erat erzählt eine Gegen- und Parallelgeschichte zur Schutzheiligen der Bibliotheken und Bücherfreunde.

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Welche Fragen stellen sich mit Wiborada, mit der Inklusion, ihrer Rettung der Bücher, ihrem Tod? Und welche Verknüpfungen ergeben sich zur Bibliothek Wyborada, zu ihren Büchern und ihrer Geschichte?

Ruth Erat (Autorin, Kunstschaffende, Germanistin) führt ins 10. Jahrhundert, stellt fest, wie fremd uns diese Zeit ist, fragt nach der Gegenwart und dem radikalen Ernst, ohne den eine Wiborada undenkbar bleibt und den man dennoch bei Frauen nicht haben will. Sie fragt nach der Inklusion: Wozu diese Grässlichkeit? Rund um den Körper die Mauer. Endgültig. Kein Schritt hinaus. Nie. Nie mehr. […] Ein Leben ohne schweifendes Vagabundieren, ohne hinauszutreten ins Licht der Sonne, in den Blätterschatten der Wälder, dem Wind entgegen, den Schiffen, die wegtragen. Muss, wer eingemauert ist, nicht in der Enge ersticken, in der Reglosigkeit erstarren, im Ausweglosen verzweifeln?

Wer durch St. Mangen kommt, sieht vielleicht abseits des Hauptwegs die Tafel. Wiborada. Hier ummauert gelebt. Märtyrerin. Erste Heilige der römisch-katholischen Kirche. Sonnenlicht liegt auf dem kleinen Platz. Brunnenwasser plätschert vor sich hin. Auf der Bank sitzt ein einzelner Mensch. […] Nett ist es hier, hübsch diese Figur, schmal wie eine Brunnensäule. Und so harmlos?

Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur. Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen

Sa 16.11.19 — ab 13 Uhr — Wyborada
Auftaktfest

Jetzt geht’s los!
Zum Auftakt von Literaturhaus & Bibliothek Wyborada gibt es Lesungen, Gespräche und vieles mehr.

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ab 13.00 Uhr – Wyborada
Frauenbibliothek und Wybo-Bar

Bücher, Begegnungen, Kaffee & Kuchen,
Eintopf und Barbetrieb

16.00 Uhr
Treppengeschichten I – Gang

Literarische Kurzlesung von
Claudia Vamvas mit eigenen Texten
und Akkordeon

16.30 Uhr – Flon Atelier
Lese-Gesellschaft:
Die Daten, die ich rief

Diskussion zum Buch von Katharina Nocun mit
Christian Geiger, Chief Digital Officer Stadt St.Gallen
Franziska Ryser, designierte Nationalrätin und Big Data Analystin
Hilal Iscakar, Sozialarbeiterin und Psychologin Stadt St.Gallen, Kinder Jugend Familie
Michel Ketterle, Mitglied von Digitale Gesellschaft und FSFE (Free Software Foundation Europe)
Moderation: Karin K. Bühler

18.00 Uhr
Treppengeschichten II – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

18.30 Uhr – Kunst Halle St.Gallen
Debatte zu Häusern und Netzwerken

Gespräch mit
Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich)
Roman Banzer (Literaturhaus Liechtenstein)
Moderation: Patricia Holder

20.00 Uhr
Treppengeschichten III – Treppenhaus

Literarische Kurzlesung mit
Nathalie Hubler

20.30 Uhr – Lagerhaus
Rat mal, wer zum Lesen kommt I

Menu Surprise mit Überraschungsgast*

21.30 Uhr – Architektur Forum
Rat mal, wer zum Lesen kommt II

Cloud-Literatur mit Jessica Jurassica

Kommt und feiert mit uns!

Orte:
Wyborada, Davidstrasse 42, 1. Stock
Flon Atelier, Davidstrasse 42, 4. Stock
Kunst Halle Sankt Gallen, Davidstrasse 40, Erdgeschoss
Architektur Forum, Davidstrasse 40, 2. Stock
Treppen & Gänge

8.11.19 — 19 Uhr — Raum für Literatur
Politische Krimis: Der Mörder ist niemals die Gärtnerin

Else Laudan: Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

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Bild: Else Laudan, ©Argument Verlag

Die Verlegerin Else Laudan betreut seit 1988 die Reihe «Ariadne Kriminalromane» im Argument Verlag, Hamburg. Im Vortrag und im Gespräch berichtet sie über ihre Arbeit und aktuelle Trends. In den 1980ern explodierte das Genre des Frauenkrimis und durchbrach die bisherigen Rollenmuster bei Agatha Christie und Dorothy L. Sayers. Im deutschsprachigen Raum wesentlich dazu beigetragen hat die 1988 gestartete Ariadne-Reihe im Argument-Verlag. Ihr Programm lautete: «eingängig und spannend Geschichten erzählen, die gesellschaftliche Widersprüche und Ungerechtigkeiten ausleuchten, Zweifel an kulturellen, moralischen, sozialen Selbstverständlichkeiten wecken, gängige Glücks-, Erfolgs- und Wohlstandsversprechen beargwöhnen und herrschende Ideologien, Dogmen und Normen kritisch hintertreiben.» Die Bewegung der Suche, der Aufdeckung entsprach einem genuin feministischen Anliegen. Die selbstkritisch auftretenden Polizistinnen und Detektivinnen sollten dabei den Leserinnen auch soziale und politische Handlungsanleitungen anbieten.

Else Laudan hat die Reihe seit ihren Anfängen geleitet. Sie hat hunderte von Krimis gelesen, lektoriert und betreut. Während zu Beginn Übersetzungen aus dem Englischen im Vordergrund standen, ging es bald um die Entwicklung einer eigenständigen feministischen Krimikultur in Deutschland. Anhand vieler Beispiele wird sie über ihre Arbeit berichten und aktuelle Trends vorstellen. Was macht einen feministischen, politisch engagierten Krimi aus? Was macht einen guten Krimi aus?

Fr 8.11.2019 20 Uhr
Eintritt: 10 CHF, ermässigt 5 CHF
Raum für Literatur, Hauptpost Eingang St.Leonhardstrasse 40, 3.Stock, 9000 St.Gallen